{"id":267,"date":"2026-06-21T00:01:00","date_gmt":"2026-06-20T22:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/shattered.io\/de\/?p=267"},"modified":"2026-06-21T04:17:47","modified_gmt":"2026-06-21T04:17:47","slug":"dach-cyberangriffe-2025-124-prozent-anstieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shattered.io\/de\/dach-cyberangriffe-2025-124-prozent-anstieg\/","title":{"rendered":"DACH-Cyberangriffe 2025: 124% Anstieg, 82% treffen Deutschland"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Cyberangriffe auf Unternehmen und Beh\u00f6rden in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz stiegen im Jahr 2025 um <strong>124 Prozent<\/strong>. Das geht aus dem DACH-Bedrohungsbericht von Check Point Software Technologies hervor, der im Mai 2026 ver\u00f6ffentlicht wurde. Deutschland tr\u00e4gt dabei mit <strong>82 Prozent<\/strong> aller registrierten Vorf\u00e4lle die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Last in der gesamten DACH-Region. Was hinter diesen Zahlen steckt, welche Gruppen dahinterstehen und was Unternehmen jetzt konkret tun m\u00fcssen, zeigt diese Analyse.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"das-check-point-lagebild-124-prozent-anstieg-ist-kein-ausreisser\">Das Check-Point-Lagebild: 124 Prozent Anstieg ist kein Ausrei\u00dfer<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Check Point Software Technologies analysierte im Mai 2026 die gesamte Angriffslage des Jahres 2025 f\u00fcr die DACH-Region auf Basis \u00f6ffentlicher Web- und Darknet-Daten. Das Ergebnis ist alarmierend: Hacktivismus-Kampagnen und Ransomware-Operationen gegen Organisationen in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz wuchsen um <strong>124 Prozent<\/strong> gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum. Der Bericht erfasst ver\u00f6ffentlichte Angriffe, die auf bekannten Hacktivisten-Kan\u00e4len, im Darknet und auf \u00f6ffentlichen Leak-Seiten dokumentiert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Methode liefert keine Vollst\u00e4ndigkeit, spiegelt aber das sichtbare Angriffsvolumen realistisch wider. Besonders auff\u00e4llig: Der Anstieg ist kein kurzfristiger Spike, sondern setzt einen Trend fort, der sich seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 kontinuierlich beschleunigt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut Bericht steht Deutschland nicht zuf\u00e4llig im Mittelpunkt. Die wirtschaftliche Bedeutung des Landes, seine Rolle als gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft der EU und die politische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine machen Deutschland zu einem bevorzugten Ziel pro-russischer Hacktivistengruppen. &#8220;Geopolitische Spannungen pr\u00e4gen die Cybersicherheitslage in Deutschland grundlegend&#8221;, hei\u00dft es im L\u00e4nderprofil Deutschland der Chambers Practice Guides 2026. &#8220;Cyberoperationen sind zu einem permanenten Element des Umfelds geworden.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Unternehmenssicherheitsverantwortliche ist der 124-Prozent-Anstieg ein deutliches Signal: Die bisherigen Sicherheitsarchitekturen reichen nicht mehr aus. Die Bedrohungslandschaft hat sich nicht graduell, sondern sprunghaft ver\u00e4ndert, und traditionelle Perimeter-basierte Abwehrstrategien versagen gegen die aktuellen Angriffsmuster.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"deutschland-traegt-82-prozent-der-dach-angriffslast\">Deutschland tr\u00e4gt 82 Prozent der DACH-Angriffslast<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Innerhalb der DACH-Region ist die Verteilung der Angriffe extrem ungleich. Deutschland vereint <strong>82 Prozent<\/strong> aller dokumentierten Cybervorf\u00e4lle auf sich. Die Schweiz folgt mit <strong>12 Prozent<\/strong>, \u00d6sterreich tr\u00e4gt <strong>8 Prozent<\/strong> der registrierten Angriffe. Diese Konzentration erkl\u00e4rt sich aus mehreren Faktoren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Wirtschaftliche Attraktivit\u00e4t:<\/strong> Deutschland ist die gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft der DACH-Region und bietet damit die meisten lukrativen Ziele f\u00fcr Ransomware-Gruppen. Je h\u00f6her der Umsatz eines Unternehmens, desto h\u00f6her die potenzielle L\u00f6segeldforderung.<\/li>\n<li><strong>Geopolitisches Profil:<\/strong> Die Bundesregierung hat klare pro-ukrainische Positionen bezogen und umfangreiche Milit\u00e4r- sowie Wirtschaftshilfe bereitgestellt, was Deutschland zum symbolischen Hauptziel f\u00fcr pro-russische Hacktivisten macht.<\/li>\n<li><strong>Infrastrukturelle Gr\u00f6\u00dfe:<\/strong> Die schiere Gr\u00f6\u00dfe der deutschen IT-Infrastruktur bedeutet mehr angreifbare Fl\u00e4che: mehr Unternehmen, mehr Bundesbeh\u00f6rden, mehr vernetzte Systeme.<\/li>\n<li><strong>Strategische Ziele:<\/strong> Deutschland ist mit seinen R\u00fcstungsunternehmen, Energieversorgern und kritischen Infrastrukturen ein strategisch attraktives Ziel f\u00fcr staatlich unterst\u00fctzte Akteure aus Russland und China.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">BSI-Pr\u00e4sidentin Claudia Plattner fasste die Lage im BSI-Lagebericht 2025 klar zusammen: Es gebe &#8220;keine Entwarnung&#8221; f\u00fcr die IT-Sicherheitslage in Deutschland. Die Situation bleibe &#8220;sehr angespannt&#8221; und zeige keinerlei Anzeichen einer nachhaltigen Entspannung. Laut BSI wurden im Jahr 2025 rund <strong>334.000 Cyberkriminalit\u00e4tsf\u00e4lle<\/strong> in Deutschland registriert, wobei zwei Drittel der T\u00e4ter aus dem Ausland oder von unbekannten Standorten operierten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Zahlen unterstreichen eine strukturelle Verschiebung: Cyberangriffe sind nicht mehr die Dom\u00e4ne vereinzelter Krimineller, sondern ein organisiertes, teilweise staatlich koordiniertes Ph\u00e4nomen, das Deutschland als Frontlinie einer digitalen Auseinandersetzung sieht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"das-angriffsmuster-website-defacement-dominiert-mit-66-prozent\">Das Angriffsmuster: Website-Defacement dominiert mit 66 Prozent<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders aufschlussreich ist die Analyse der Angriffstypen. Website-Defacement-Kampagnen, also das unerlaubte Verunstalten von Webseiten mit politischen Botschaften, machten laut Check Point <strong>66 Prozent<\/strong> aller dokumentierten DACH-Vorf\u00e4lle aus. Dieser hohe Anteil erkl\u00e4rt sich durch die Dominanz hacktivist\u00adischer Gruppen, die prim\u00e4r auf maximale \u00f6ffentliche Sichtbarkeit zielen, nicht auf finanzielle Gewinne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ransomware und Datenverschl\u00fcsselungsangriffe stellen dennoch den sch\u00e4dlicheren Teil dar. Obwohl sie einen kleineren prozentualen Anteil ausmachen, verursachen sie erheblich gr\u00f6\u00dfere wirtschaftliche Sch\u00e4den. Das BSI dokumentierte f\u00fcr Q1 2026 rund <strong>950 gemeldete Ransomware-Angriffe<\/strong> allein in Deutschland, was einer Hochrechnung von nahezu 3.800 Angriffen f\u00fcr das Gesamtjahr 2026 entspr\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. Daniel Erdsiek, \u00d6konom am ZEW Leibniz-Zentrum f\u00fcr Europ\u00e4ische Wirtschaftsforschung in Mannheim, kommentierte die Ergebnisse einer zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 durchgef\u00fchrten Unternehmensbefragung mit rund 1.100 Firmen: &#8220;Cyberangriffe treffen gr\u00f6\u00dfere Unternehmen h\u00e4ufiger und mit schwereren Folgen. Bei Firmen ab 100 Besch\u00e4ftigten in der Informationswirtschaft berichten 20 Prozent von einem Schaden durch Cyberangriffe.&#8221; Im verarbeitenden Gewerbe lag dieser Anteil bei 17 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein drittes Angriffsmuster, das an Bedeutung gewinnt, sind DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service), bei denen Server durch massiven k\u00fcnstlichen Traffic \u00fcberlastet werden. Pro-russische Gruppen setzen DDoS gezielt gegen Regierungswebseiten, Medienportale und Infrastruktur-Betreiber ein, wenn politische Ereignisse wie NATO-Gipfel oder Waffenlieferungsentscheidungen anstehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"noname05716-russlands-digitale-vorhut-trifft-deutschland-14-mal\">NoName057(16): Russlands digitale Vorhut trifft Deutschland 14-mal<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die pro-russische Hacktivistengruppe <strong>NoName057(16)<\/strong> steht im Zentrum der eskalierenden Angriffswelle auf Deutschland. Seit November 2023 hat die Gruppe mindestens <strong>14 Angriffswellen<\/strong> gegen deutsche Ziele durchgef\u00fchrt und dabei rund <strong>250 Unternehmen und Institutionen<\/strong> getroffen. Zu den Zielen z\u00e4hlen R\u00fcstungsunternehmen, Stromversorger, Verkehrsbetreiber, \u00f6ffentliche Einrichtungen und Bundesbeh\u00f6rden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders aufsehenerregend waren die Angriffe von Februar bis April 2023 auf das Ausw\u00e4rtige Amt, den Deutschen Bundestag und die Plattform f\u00fcr den Wiederaufbau der Ukraine. Diese Angriffe wurden zwar als &#8220;nicht erfolgreich im Sinne dauerhafter Kompromittierungen&#8221; eingestuft, zeigten aber die Bereitschaft der Gruppe, h\u00f6chste staatliche Stellen ins Visier zu nehmen. Im <strong>Februar 2026<\/strong> griff NoName057(16) die Buchungsdienste der Deutschen Bahn an und verursachte kurzfristige St\u00f6rungen im Onlinevertrieb des Unternehmens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben NoName057(16) wurden im Check-Point-Bericht weitere Gruppen identifiziert, die aktiv gegen DACH-Ziele operieren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Dark Storm Team:<\/strong> Eine international operierende Gruppe mit pro-russischer Ausrichtung und Fokus auf europ\u00e4ische Infrastruktur und Regierungswebsites.<\/li>\n<li><strong>Mr Hamza:<\/strong> Eine Gruppe, die verst\u00e4rkt auf deutsche und \u00f6sterreichische Beh\u00f6rdenwebsites zielt und Angriffe \u00fcber Telegram dokumentiert und koordiniert.<\/li>\n<li><strong>GRU-assoziierte Akteure:<\/strong> Im April 2026 warnten deutsche Beh\u00f6rden gemeinsam mit dem FBI und der CISA, dass eine Gruppe, die mit dem russischen Milit\u00e4rgeheimdienst GRU in Verbindung steht, gezielt verwundbare Internetrouter in Deutschland ausnutzt, um dauerhaften Zugang zu deutschen Netzwerken zu erlangen und als Relaisstationen f\u00fcr weitere Angriffe zu dienen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Muster hinter diesen Aktivit\u00e4ten ist klar: Deutschland wird nicht zuf\u00e4llig, sondern gezielt und systematisch angegriffen. Die Angriffe folgen geopolitischen Eskalationszyklen und nehmen bei NATO-Entscheidungen, deutschen Waffenlieferungen oder diplomatischen Ereignissen messbar zu.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"operation-eastwood-der-internationale-gegenschlag-im-juli-2025\">Operation Eastwood: Der internationale Gegenschlag im Juli 2025<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die internationale Strafverfolgungsgemeinschaft reagierte im Sommer 2025 mit einer koordinierten Operation. Vom <strong>14. bis 17. Juli 2025<\/strong> f\u00fchrten Ermittlungsbeh\u00f6rden aus mehreren L\u00e4ndern unter Koordination von Eurojust die <strong>Operation Eastwood<\/strong> durch, die direkt gegen die Infrastruktur von NoName057(16) gerichtet war. Die Operation f\u00fchrte zur St\u00f6rung wesentlicher Teile der Gruppeninfrastruktur und zur Beschlagnahmung von Daten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eurojust best\u00e4tigte, dass die Gruppe in Deutschland mindestens 14 Angriffe ver\u00fcbt hatte, von denen einige mehrere Tage andauerten und rund <strong>230 Organisationen<\/strong> betrafen. Der Einsatz zeigte, dass internationale Koordination bei der Bek\u00e4mpfung staatlich gef\u00f6rderter Cyberkriminalit\u00e4t unverzichtbar ist. Rein nationale Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen gegen Gruppen, die \u00fcber mehrere Jurisdiktionen operieren, keine dauerhafte Wirkung erzielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenige Monate sp\u00e4ter, im April 2026, schlossen sich die USA, Deutschland und Kanada zu einer weiteren koordinierten Aktion zusammen: Die Beh\u00f6rden demontierten die Infrastruktur hinter <strong>vier gro\u00dfen Botnetzen<\/strong>, die weltweit mehr als <strong>3 Millionen Ger\u00e4te<\/strong> infiziert hatten. Deutsche Polizeibeh\u00f6rden f\u00fchrten dabei Durchsuchungen auf deutschem Staatsgebiet durch, beschlagnahmten Daten und identifizierten zwei verd\u00e4chtige Administratoren. Die Operation zeigt, wie stark Deutschland inzwischen als aktiver Partner in globalen Cyberabwehr-Operationen eingebunden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr weiterf\u00fchrende Informationen zu \u00e4hnlichen internationalen Operationen empfiehlt sich die Analyse der <a href=\"\/de\/operation-endgame-europol-bka-2026\/\">Operation Endgame mit 1.425 beschlagnahmten Servern und 21 Millionen Euro sichergestellten Mitteln<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kmu-im-dauerbeschuss-80-prozent-aller-vorfaelle-treffen-den-mittelstand\">KMU im Dauerbeschuss: 80 Prozent aller Vorf\u00e4lle treffen den Mittelstand<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend Gro\u00dfunternehmen h\u00e4ufiger zum Ziel werden und h\u00f6here absolute Sch\u00e4den erleiden, tragen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) den Gro\u00dfteil der Gesamtlast: Laut BSI-Lagebericht 2025 ereignen sich rund <strong>80 Prozent<\/strong> aller gemeldeten Sicherheitsvorf\u00e4lle in KMU. Das BSI beschrieb die Lage f\u00fcr Cybersicherheit in der &#8220;gro\u00dfen Mehrheit der KMU&#8221; als &#8220;besorgniserregend&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ZEW-Umfrage mit rund 1.100 Unternehmen liefert dazu konkrete Zahlen aus dem deutschen Markt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jedes siebte Unternehmen in der Informationswirtschaft meldete im Untersuchungszeitraum einen durch Cyberangriffe verursachten Schaden.<\/li>\n<li>Jedes achte Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe war betroffen.<\/li>\n<li>9 Prozent der Informationswirtschafts-Unternehmen berichteten von Ausfallzeiten durch Angriffe.<\/li>\n<li>7 Prozent des verarbeitenden Gewerbes meldeten messbare Betriebsunterbrechungen.<\/li>\n<li>4 bis 5 Prozent der Unternehmen berichteten von direkten finanziellen Verlusten.<\/li>\n<li>1 bis 2 Prozent zahlten direkte L\u00f6segelder.<\/li>\n<li>3 Prozent berichteten vom Verlust oder der ungewollten Offenlegung sensibler Daten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zahlen zeigen: Ransomware-Gruppen kalkulieren bei KMU bewusst mit begrenzten Sicherheitsressourcen. Viele Mittelstandsunternehmen setzen noch auf veraltete Systeme, haben keine dedizierten IT-Sicherheitsteams und k\u00f6nnen Angriffe oft erst Stunden oder Tage nach dem ersten Einbruch erkennen. Diese Erkennungsl\u00fccke macht sie zu attraktiven Opfern, auch wenn das einzelne L\u00f6segeld geringer ausf\u00e4llt als bei Konzernen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine umfassende \u00dcbersicht zur Gesamtentwicklung bei Ransomware-Gruppen und ihren Opferzahlen liefert die Analyse zu <a href=\"\/de\/ransomware-groups-surge-2026\/\">Ransomware-Gruppen auf dem Vormarsch: 8.159 Opfer in 2025<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"wirtschaftsschaden-cyberangriffe-dominieren-deutschlands-verluststatistik\">Wirtschaftsschaden: Cyberangriffe dominieren Deutschlands Verluststatistik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der wirtschaftliche Schaden durch Cyberangriffe in Deutschland hat eine neue Dimension erreicht. Laut einer 2026 ver\u00f6ffentlichten Branchenanalyse sind Cyberangriffe f\u00fcr <strong>70 Prozent<\/strong> des gesamten wirtschaftlichen Schadens durch kriminelle Handlungen in Deutschland verantwortlich. Es sei &#8220;noch nie so wahrscheinlich und teuer gewesen, erfolgreich angegriffen zu werden&#8221;, wie ein f\u00fchrender Branchenverband zusammenfasst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bitkom-Verband bezifferte bereits f\u00fcr 2024 den j\u00e4hrlichen Schaden durch Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen auf \u00fcber <strong>266 Milliarden Euro<\/strong>, wobei Datendiebstahl, Sabotage und Industriespionage die gr\u00f6\u00dften Anteile ausmachen. F\u00fcr 2025 und 2026 ist angesichts des 124-prozentigen Anstiegs der dokumentierten Vorf\u00e4lle von einem weiteren Anstieg dieser Schadenssumme auszugehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die psychologische Dimension kommt dabei in der \u00f6ffentlichen Debatte h\u00e4ufig zu kurz: Der Druck auf Management und F\u00fchrungskr\u00e4fte durch Erpressungsszenarien, drohende \u00f6ffentliche Datenlecks und Betriebsunterbrechungen ist ein eigenst\u00e4ndiger Schadensfaktor. Untersuchungen zeigen, dass die psychologische Belastung von Management-Teams durch Ransomware-Vorf\u00e4lle zu Fehlentscheidungen f\u00fchren kann, die den Gesamtschaden weiter erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"dach-angriffsdaten-2025-im-ueberblick\">DACH-Angriffsdaten 2025 im \u00dcberblick<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>Wert<\/th><th>Quelle \/ Zeitraum<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Anstieg Cyberangriffe DACH 2025<\/td><td>+124 %<\/td><td>Check Point, Mai 2026<\/td><\/tr><tr><td>Anteil Deutschland an DACH-Vorf\u00e4llen<\/td><td>82 %<\/td><td>Check Point, Mai 2026<\/td><\/tr><tr><td>Anteil Schweiz an DACH-Vorf\u00e4llen<\/td><td>12 %<\/td><td>Check Point, Mai 2026<\/td><\/tr><tr><td>Anteil \u00d6sterreich an DACH-Vorf\u00e4llen<\/td><td>8 %<\/td><td>Check Point, Mai 2026<\/td><\/tr><tr><td>Website-Defacement-Anteil aller Angriffe<\/td><td>66 %<\/td><td>Check Point, Mai 2026<\/td><\/tr><tr><td>Cyberkriminalit\u00e4tsf\u00e4lle Deutschland 2025<\/td><td>334.000<\/td><td>BSI Lagebericht 2025<\/td><\/tr><tr><td>Ransomware-Angriffe Deutschland Q1 2026<\/td><td>950<\/td><td>BSI<\/td><\/tr><tr><td>Anteil Sicherheitsvorf\u00e4lle bei KMU<\/td><td>80 %<\/td><td>BSI Lagebericht 2025<\/td><\/tr><tr><td>NoName057(16) Angriffswellen auf Deutschland<\/td><td>14<\/td><td>Eurojust \/ Operation Eastwood, Juli 2025<\/td><\/tr><tr><td>Betroffene Org. durch NoName057(16)<\/td><td>ca. 250<\/td><td>Eurojust, Juli 2025<\/td><\/tr><tr><td>Globale Botnetz-Operation (April 2026)<\/td><td>4 Botnetze, 3 Mio. Ger\u00e4te<\/td><td>US-\/DE-\/CA-Beh\u00f6rden<\/td><\/tr><tr><td>J\u00e4hrlicher Gesamtschaden deutsche Wirtschaft<\/td><td>\u00fcber 266 Mrd. Euro<\/td><td>Bitkom 2024<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"ki-als-angriffsmultiplikator-phishing-auf-neuem-niveau\">KI als Angriffsmultiplikator: Phishing auf neuem Niveau<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wachsender Treiber der steigenden Angriffszahlen ist der Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz auf der Angreiferseite. Laut dem L\u00e4nderprofil Deutschland der Chambers Practice Guides 2026 sind KI-generierte Phishing-E-Mails, Sprachnachrichten und videobasierte Social-Engineering-Angriffe &#8220;zunehmend schwer von legitimer Kommunikation zu unterscheiden, selbst f\u00fcr erfahrene Nutzer&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bedeutet konkret: Ein Angreifer kann heute mit vergleichsweise geringem Aufwand perfekt formulierte deutsche E-Mails im Stil des Vorstands oder der IT-Abteilung generieren, Sprachnachrichten mit geklonten Stimmen versenden und in Einzelf\u00e4llen sogar Video-Deepfakes f\u00fcr Videoanrufe einsetzen. Die Abwehr solcher Angriffe erfordert technische L\u00f6sungen (E-Mail-Authentifizierung mit DMARC, DKIM und SPF, Multi-Faktor-Authentifizierung), aber auch intensive und regelm\u00e4\u00dfige Mitarbeiterschulungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders problematisch ist die Kombination aus KI-generierten Phishing-Nachrichten und Social-Engineering-Taktiken wie ClickFix, bei der Nutzer durch gef\u00e4lschte Fehlermeldungen dazu gebracht werden, Schadsoftware selbst auszuf\u00fchren. Eine detaillierte Analyse der ClickFix-Angriffsmethode, die in der ersten Jahresh\u00e4lfte 2026 f\u00fcr 47 Prozent aller Cyberangriffe verantwortlich war und innerhalb von sechs Monaten um 631 Prozent zunahm, findet sich in der Analyse zu <a href=\"\/de\/clickfix-angriff-social-engineering-2026\/\">ClickFix: 47% aller Cyberangriffe, 631% Anstieg<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Zukunft bedeutet der KI-Einsatz auf der Angreiferseite: Sicherheitsteams m\u00fcssen ebenfalls KI-gest\u00fctzte Erkennungstools einsetzen, da manuelle Analyse bei der zu erwartenden Angriffsfrequenz nicht mehr skalierbar ist. Threat-Intelligence-Plattformen, die KI-Bedrohungen in Echtzeit erkennen, werden zur Pflichtausstattung f\u00fcr Unternehmen mit kritischen Assets.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"dach-laender-im-sicherheitsvergleich-2026\">DACH-L\u00e4nder im Sicherheitsvergleich 2026<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Kriterium<\/th><th>Deutschland<\/th><th>Schweiz<\/th><th>\u00d6sterreich<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Anteil DACH-Vorf\u00e4lle 2025<\/td><td>82 %<\/td><td>12 %<\/td><td>8 %<\/td><\/tr><tr><td>Nationale Cyberbeh\u00f6rde<\/td><td>BSI<\/td><td>NCSC<\/td><td>GovCERT Austria<\/td><\/tr><tr><td>Kritische-Infrastruktur-Gesetz<\/td><td>KRITIS-Dachgesetz (Deadline 17. Juli 2026)<\/td><td>ISG (2023)<\/td><td>NIS2-Umsetzung laufend<\/td><\/tr><tr><td>Gemeldete Cyberf\u00e4lle 2025<\/td><td>334.000<\/td><td>nicht ver\u00f6ffentlicht<\/td><td>nicht ver\u00f6ffentlicht<\/td><\/tr><tr><td>NIS2-Umsetzungsstand<\/td><td>Umsetzungsgesetz in Kraft<\/td><td>Eigenst\u00e4ndige Regelung (ISG)<\/td><td>Umsetzung in Bearbeitung<\/td><\/tr><tr><td>KMU-Betroffenheitsquote<\/td><td>80 % aller Vorf\u00e4lle<\/td><td>hoch<\/td><td>hoch<\/td><\/tr><tr><td>Dominanter Angriffsvektor 2025<\/td><td>Hacktivismus, Ransomware<\/td><td>Ransomware, Phishing<\/td><td>Hacktivismus, DDoS<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"regulierung-als-antwort-nis2-und-kritis-dachgesetz-stossen-an-grenzen\">Regulierung als Antwort: NIS2 und KRITIS-Dachgesetz sto\u00dfen an Grenzen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bundesregierung hat auf den wachsenden Angriffsdruck mit einem B\u00fcndel regulatorischer Ma\u00dfnahmen reagiert. Im Mittelpunkt stehen zwei Gesetze, die zusammen den rechtlichen Rahmen f\u00fcr Deutschlands Cybersicherheitsarchitektur neu definieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"nis2-umsetzungsgesetz-deutschland\">NIS2-Umsetzungsgesetz Deutschland<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <a href=\"\/de\/nis2-umsetzungsgesetz-deutschland-2026\/\">NIS-2-Umsetzungsgesetz<\/a> verpflichtet rund <strong>29.500 Unternehmen<\/strong> aus kritischen Sektoren zu erh\u00f6hten Sicherheitsstandards und verbindlichen Meldepflichten. Bei Verst\u00f6\u00dfen drohen Bu\u00dfgelder von bis zu <strong>10 Millionen Euro<\/strong> oder 2 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Das Gesetz erweitert den Kreis der Betroffenen erheblich gegen\u00fcber der Vorg\u00e4ngerregulierung NIS1 und umfasst nun auch Branchen wie Lebensmittelproduktion, Abfallwirtschaft und Post- und Kurierdienste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ZEW-Umfrage zeigt jedoch, dass Unternehmen NIS2 gegen\u00fcber vielfach skeptisch sind. Viele sehen die Compliance-Anforderungen als b\u00fcrokratische Last, nicht als sicherheitssteigernde Ma\u00dfnahme. Diese Einstellung d\u00fcrfte sich in den kommenden Monaten \u00e4ndern, wenn erste Bu\u00dfgelder verh\u00e4ngt werden und das BSI seine Aufsichtsfunktion aktiv wahrnimmt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"kritis-dachgesetz-deadline-17-juli-2026\">KRITIS-Dachgesetz: Deadline 17. Juli 2026<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <a href=\"\/de\/kritis-dachgesetz-2026\/\">KRITIS-Dachgesetz<\/a> mit seiner Deadline am <strong>17. Juli 2026<\/strong> richtet sich speziell an Betreiber kritischer Infrastrukturen: Energieversorger, Wasserwerke, Krankenh\u00e4user und Finanzdienstleister. Es sieht Bu\u00dfgelder von bis zu <strong>1 Million Euro<\/strong> f\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe vor und verlangt die Implementierung spezifischer physischer und logischer Sicherheitsma\u00dfnahmen, die \u00fcber rein digitale Schutzma\u00dfnahmen hinausgehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kritisch anzumerken ist: Regulierung sch\u00fctzt nur so gut, wie sie implementiert wird. Angesichts des 124-prozentigen Anstiegs der Angriffszahlen hat die bisherige Regulierungsarchitektur die Angreifer nicht abgeschreckt. NIS2 und das KRITIS-Dachgesetz sind notwendige Ma\u00dfnahmen, reichen allein aber nicht aus. Sie m\u00fcssen durch proaktive Bedrohungsaufkl\u00e4rung, automatisierte Erkennung und internationale Strafverfolgungskooperation erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"geopolitik-und-cyberkriminalitaet-wenn-staaten-hacktivisten-nutzen\">Geopolitik und Cyberkriminalit\u00e4t: Wenn Staaten Hacktivisten nutzen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein zentrales Merkmal der aktuellen Bedrohungslage ist die Verwischung der Grenzen zwischen staatlich gesteuerter Cyberspionage und scheinbar autonomen Hacktivistengruppen. NoName057(16) agiert formal als autonome Gruppe, ist aber nach Einsch\u00e4tzung westlicher Nachrichtendienste eng mit russischen staatlichen Interessen verkn\u00fcpft. Die Gruppe nutzt Telegram f\u00fcr Koordination und Angriffsdokumentation, was Strafverfolgern die Attribution erheblich erschwert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Warnung vom April 2026, die deutsche Beh\u00f6rden gemeinsam mit FBI und CISA herausgaben, beschreibt, wie eine mit dem GRU assoziierte Gruppe systematisch Schwachstellen in Consumer-Routern in Deutschland ausnutzt. Diese kompromittierten Router dienen als Relaisstationen f\u00fcr weitere Angriffe auf sensiblere Ziele, da die Angriffe dadurch aus deutschen IP-Adressen zu stammen scheinen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr deutsche Unternehmen und Beh\u00f6rden bedeutet das konkret: Selbst Angriffe aus deutschen IP-Adressen sind kein Zeichen daf\u00fcr, dass die T\u00e4ter in Deutschland ans\u00e4ssig sind. Die Bedrohungsaufkl\u00e4rung muss weit \u00fcber IP-basierte Attribution hinausgehen und verhaltensbasierte Erkennungsmethoden einsetzen. Den Zusammenhang mit der globalen Angriffsbeschleunigung und dem Thema &#8220;Angriff in 27 Sekunden&#8221; beleuchtet der <a href=\"\/de\/crowdstrike-global-threat-report-2026\/\">CrowdStrike Global Threat Report 2026<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"fuenf-prognosen-fuer-das-zweite-halbjahr-2026\">F\u00fcnf Prognosen f\u00fcr das zweite Halbjahr 2026<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Basis der aktuellen Datenlage und Trendentwicklungen ergeben sich f\u00fcr das zweite Halbjahr 2026 f\u00fcnf konkrete Prognosen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Hacktivismus-Intensivierung durch geopolitische Ereignisse:<\/strong> NATO-Gipfeltreffen, weitere Waffenlieferungen an die Ukraine oder Sanktionspakete werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zu koordinierten Defacement- und DDoS-Wellen gegen deutsche Regierungswebsites f\u00fchren. Pro-russische Gruppen haben wiederholt bewiesen, dass sie politische Ereignisse als Trigger f\u00fcr Angriffskampagnen nutzen.<\/li>\n<li><strong>Erste NIS2-Bu\u00dfgelder in Deutschland bis Ende 2026:<\/strong> Das BSI wird als Aufsichtsbeh\u00f6rde im zweiten Halbjahr 2026 mit aktiver Durchsetzung beginnen. Erste Bu\u00dfgelder gegen Unternehmen, die Meldepflichten verletzt haben, sind bis Ende 2026 zu erwarten und werden die Compliance-Bereitschaft im deutschen Markt signifikant erh\u00f6hen.<\/li>\n<li><strong>KI-gest\u00fctzte Angriffe verdoppeln die Effizienz:<\/strong> Der Einsatz von KI-Tools zur Phishing-Generierung, Sprachklonierung und automatisierten Schwachstellensuche wird sich weiter beschleunigen. Angreifer nutzen Open-Source-KI-Modelle ohne Verwendungsrestriktionen, was die Einstiegsbarrieren f\u00fcr technisch weniger versierte Gruppen dramatisch senkt.<\/li>\n<li><strong>KRITIS-Deadline treibt Sicherheitsinvestitionen an:<\/strong> Die Frist zum 17. Juli 2026 wird einen Nachfrageschub nach KRITIS-qualifizierten Beratungsunternehmen und Sicherheitsl\u00f6sungen erzeugen. Gleichzeitig werden erste Pr\u00fcfverfahren des Bundesamts f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) anlaufen.<\/li>\n<li><strong>\u00d6sterreich und Schweiz werden st\u00e4rker ins Visier genommen:<\/strong> Mit wachsender Aufmerksamkeit auf die deutschen Sicherheitsma\u00dfnahmen werden Angreifer zunehmend die weniger abgesicherten Flanken in \u00d6sterreich und der Schweiz ausnutzen. F\u00fcr H2 2026 ist ein \u00fcberproportionaler Anstieg der Vorf\u00e4lle in diesen L\u00e4ndern zu erwarten, was den deutschen Anteil am DACH-Gesamtbild langfristig unter 82 Prozent dr\u00fccken d\u00fcrfte.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"weiterfuehrende-berichterstattung\">Weiterf\u00fchrende Berichterstattung<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"verwandte-artikel-auf-shattered-io\">Verwandte Artikel auf shattered.io<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"\/de\/kritis-dachgesetz-2026\/\">KRITIS-Dachgesetz 2026: 1 Mio. Euro Bu\u00dfgeld, Deadline 17. Juli<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\/de\/nis2-umsetzungsgesetz-deutschland-2026\/\">NIS-2 Deutschland: 29.500 Firmen, 10 Mio. Euro Strafe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\/de\/ransomware-groups-surge-2026\/\">Ransomware-Gruppen: 8.159 Opfer, 49% Anstieg in 2025<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\/de\/operation-endgame-europol-bka-2026\/\">Operation Endgame: Europol und BKA zerschlagen Botnetze in 3 Phasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\/de\/clickfix-angriff-social-engineering-2026\/\">ClickFix: 47% aller Cyberangriffe, 631% Anstieg in 6 Monaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\/de\/crowdstrike-global-threat-report-2026\/\">CrowdStrike 2026: Angriff in 27 Sekunden, KI-Attacken +89%<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"externe-quellen\">Externe Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.bsi.bund.de\/DE\/Home\/home_node.html\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">BSI (Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/industrialcyber.co\/ransomware\/germany-becomes-focal-point-of-escalating-dach-cyber-campaign-amid-ransomware-geopolitical-attacks\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Industrial Cyber: Germany focal point of escalating DACH cyber campaign (Mai 2026)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/practiceguides.chambers.com\/practice-guides\/cybersecurity-2026\/germany\/trends-and-developments\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Chambers Practice Guides: Cybersecurity 2026 Germany<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.zdnet.de\/88414454\/bsi-lagebericht-2025-it-sicherheitslage-in-deutschland-bleibt-angespannt\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">ZDNet Deutschland: BSI Lagebericht 2025<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/Presse\/Presseinformation\/Wirtschaftsschutz-2024\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Bitkom: Wirtschaftsschutz 2024<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"faq-cyberangriffe-deutschland-und-dach-2025-2026\">FAQ: Cyberangriffe Deutschland und DACH 2025\/2026<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"um-wie-viel-prozent-sind-cyberangriffe-in-der-dach-region-gestiegen\">Um wie viel Prozent sind Cyberangriffe in der DACH-Region gestiegen?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut dem DACH-Bedrohungsbericht von Check Point Software Technologies vom Mai 2026 stiegen Hacktivismus-Kampagnen und Ransomware-Angriffe auf Organisationen in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz im Jahr 2025 um <strong>124 Prozent<\/strong> gegen\u00fcber dem Vorjahr. Der Anstieg ist auf die Eskalation geopolitischer Konflikte und den wachsenden KI-Einsatz auf der Angreiferseite zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"warum-ist-deutschland-das-hauptziel-in-der-dach-region\">Warum ist Deutschland das Hauptziel in der DACH-Region?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland vereint <strong>82 Prozent<\/strong> aller dokumentierten DACH-Cybervorf\u00e4lle. Das liegt an drei Hauptfaktoren: Deutschland ist die gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft der Region, hat klare pro-ukrainische Positionen eingenommen (was es zum symbolischen Hauptziel pro-russischer Hacktivisten macht) und verf\u00fcgt \u00fcber die gr\u00f6\u00dfte digitale Infrastruktur in der Region, die eine entsprechend gro\u00dfe Angriffsfl\u00e4che bietet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-ist-noname05716-und-warum-greift-die-gruppe-deutschland-an\">Was ist NoName057(16) und warum greift die Gruppe Deutschland an?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">NoName057(16) ist eine pro-russische Hacktivistengruppe, die seit 2022 aktiv europ\u00e4ische und US-amerikanische Ziele angreift, die als Unterst\u00fctzer der Ukraine gelten. Gegen Deutschland f\u00fchrte die Gruppe mindestens <strong>14 Angriffswellen<\/strong> durch und traf dabei rund 250 Unternehmen und Institutionen, darunter R\u00fcstungsunternehmen, Energieversorger und Bundesbeh\u00f6rden. Im Juli 2025 f\u00fchrte die internationale Strafverfolgung mit der <strong>Operation Eastwood<\/strong> einen koordinierten Gegenschlag durch.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-sagt-das-bsi-zur-it-sicherheitslage-in-deutschland\">Was sagt das BSI zur IT-Sicherheitslage in Deutschland?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das BSI bewertete die IT-Sicherheitslage in Deutschland im Lagebericht 2025 als &#8220;sehr angespannt&#8221; und stellte fest, dass es &#8220;keine Entwarnung&#8221; gebe. Deutschland verzeichnete 2025 rund <strong>334.000 Cyberkriminalit\u00e4tsf\u00e4lle<\/strong>, wobei zwei Drittel der Angriffe aus dem Ausland oder von unbekannten Standorten durchgef\u00fchrt wurden. Das BSI betonte besonders die Gef\u00e4hrdung von KMU, auf die rund 80 Prozent aller Sicherheitsvorf\u00e4lle entfallen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-ist-das-kritis-dachgesetz-und-wen-betrifft-es\">Was ist das KRITIS-Dachgesetz und wen betrifft es?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das KRITIS-Dachgesetz verpflichtet Betreiber kritischer Infrastrukturen (Energie, Wasser, Gesundheit, Finanzen, Verkehr) zu erh\u00f6hten physischen und logischen Sicherheitsstandards. Die Umsetzungsfrist l\u00e4uft am <strong>17. Juli 2026<\/strong> ab. Verst\u00f6\u00dfe k\u00f6nnen mit Bu\u00dfgeldern von bis zu <strong>1 Million Euro<\/strong> geahndet werden. Das Gesetz schafft einen eigenst\u00e4ndigen deutschen Rechtsrahmen f\u00fcr kritische Infrastrukturen und erg\u00e4nzt die EU-weiten NIS2-Anforderungen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"wie-viele-ransomware-angriffe-gab-es-in-deutschland-2026\">Wie viele Ransomware-Angriffe gab es in Deutschland 2026?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das erste Quartal 2026 wurden in Deutschland rund <strong>950 gemeldete Ransomware-Angriffe<\/strong> registriert. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr ergibt das eine Projektion von nahezu 3.800 Angriffen. Da ein erheblicher Teil der Angriffe nicht gemeldet wird, liegt die tats\u00e4chliche Zahl deutlich h\u00f6her. Besonders betroffen sind Unternehmen des Mittelstands und Betreiber kritischer Infrastrukturen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"welche-konkreten-massnahmen-sollten-unternehmen-jetzt-ergreifen\">Welche konkreten Ma\u00dfnahmen sollten Unternehmen jetzt ergreifen?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts der aktuellen Bedrohungslage sollten Unternehmen mindestens sieben Ma\u00dfnahmen umsetzen: (1) Multi-Faktor-Authentifizierung f\u00fcr alle kritischen Konten aktivieren, (2) regelm\u00e4\u00dfige Sicherheitsupdates und Patch-Management sicherstellen, (3) E-Mail-Authentifizierung (DMARC, DKIM, SPF) einrichten, (4) Mitarbeiterschulungen zu KI-generiertem Phishing und Social Engineering durchf\u00fchren, (5) Incident-Response-Plan aktualisieren und simulieren, (6) NIS2- und KRITIS-Compliance-Status pr\u00fcfen, (7) Netzwerksegmentierung und Offline-Backups regelm\u00e4\u00dfig testen. F\u00fcr KRITIS-relevante Betreiber ist die Deadline vom 17. Juli 2026 besonders dringend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Cyberangriffe auf Unternehmen und Beh\u00f6rden in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz stiegen im Jahr 2025 um 124 Prozent. 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