{"id":305,"date":"2026-06-22T08:18:53","date_gmt":"2026-06-22T08:18:53","guid":{"rendered":"https:\/\/shattered.io\/de\/2026\/06\/22\/verizon-dbir-2026-sicherheitsluecken-datenpannen\/"},"modified":"2026-06-22T08:27:16","modified_gmt":"2026-06-22T08:27:16","slug":"verizon-dbir-2026-sicherheitsluecken-datenpannen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shattered.io\/de\/2026\/06\/22\/verizon-dbir-2026-sicherheitsluecken-datenpannen\/","title":{"rendered":"Verizon DBIR 2026: 22.000 Datenpannen, L\u00fccken schlagen Passw\u00f6rter [2026]"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"article-meta wp-block-paragraph\">22. Juni 2026 &bull; Lesedauer: 12 Minuten &bull; Kategorie: Security<\/p>\n\n\n\n<p class=\"article-lead wp-block-paragraph\">Der <strong>Verizon Data Breach Investigations Report 2026<\/strong> analysierte mehr als 31.000 Sicherheitsvorf\u00e4lle und \u00fcber 22.000 best\u00e4tigte Datenpannen aus 145 L\u00e4ndern. Das Ergebnis: Schwachstellenausnutzung verdr\u00e4ngt erstmals den Passwortdiebstahl als h\u00e4ufigsten Einstiegsvektor. Ransomware trifft jetzt 48 Prozent aller Unternehmen, Drittanbieter waren an fast der H\u00e4lfte aller Vorf\u00e4lle beteiligt. Was das f\u00fcr Sicherheitsteams in Deutschland und dem DACH-Raum bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"datenbasis-31-000-vorfaelle-145-laender-ein-klares-bild\">Datenbasis: 31.000 Vorf\u00e4lle, 145 L\u00e4nder, ein klares Bild<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verizon ver\u00f6ffentlicht den DBIR seit 2008. Mit dem diesj\u00e4hrigen Bericht ist die Datenbasis auf ein neues Rekordniveau gestiegen: Mehr als 31.000 Sicherheitsvorf\u00e4lle und \u00fcber 22.000 best\u00e4tigte Datenpannen aus 145 L\u00e4ndern flossen in die Analyse ein. Das ist der gr\u00f6\u00dfte je ausgewertete Datensatz in der Geschichte des Reports.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Daten stammen von Verizon selbst sowie von \u00fcber 80 Partnerorganisationen, darunter nationale CERT-Teams, Strafverfolgungsbeh\u00f6rden und spezialisierte Sicherheitsdienstleister. F\u00fcr Deutschland und den DACH-Raum ist der DBIR relevant, weil er globale Angriffsmuster beschreibt, die auch hiesige Unternehmen direkt betreffen. Der BSI-Lagebericht 2024 best\u00e4tigte mit 333.922 erfassten Cyberf\u00e4llen in Deutschland und einem Gesamtschaden von 202 Milliarden Euro ein nahezu identisches Trendprofil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der DBIR 2026 ist nicht nur ein R\u00fcckblick. Er liefert konkrete Evidenz daf\u00fcr, wo Angreifer investieren, welche Verteidigungsstrategien versagen und wo Unternehmen nachsteuern m\u00fcssen. Die zentralen Befunde lassen sich in f\u00fcnf Thesen zusammenfassen: Schwachstellen schlagen Passw\u00f6rter, Ransomware breitet sich weiter aus, Drittanbieter sind zum kritischen Risikofaktor geworden, KI beschleunigt Angreifer auf breiter Front, und die Patchzeiten verschlechtern sich trotz bekannter Kritikalit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"these-1-sicherheitsluecken-ueberholen-passwortdiebstahl-als-einstiegsvektor-nr-1\">These 1: Sicherheitsl\u00fccken \u00fcberholen Passwortdiebstahl als Einstiegsvektor Nr. 1<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die folgenreichste Verschiebung im DBIR 2026 ist der Wechsel an der Spitze der Angriffsvektoren. <strong>Schwachstellenausnutzung<\/strong> ist mit 31 Prozent erstmals der h\u00e4ufigste initiale Zugriffsvektor und verdr\u00e4ngt damit Credential-Diebstahl, der als eigenst\u00e4ndiger Erstvektor auf 13 Prozent gefallen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Vergleich: Im Vorjahresbericht lag die Schwachstellenausnutzung noch bei 20 Prozent. Der Anstieg um mehr als die H\u00e4lfte innerhalb eines Jahres ist signifikant. Credential-Abuse war 2025 noch bei 22 Prozent. Dieser Tausch an der Spitze signalisiert eine strategische Verschiebung im Angreiferverhalten: Wo fr\u00fcher Social Engineering und Phishing ausreichten, setzen professionelle Bedrohungsakteure heute st\u00e4rker auf technische Exploits gegen verwundbare Infrastruktur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders auff\u00e4llig ist der Anstieg bei <strong>Edge Devices und VPNs<\/strong>. Diese Kategorie machte 2026 bereits 22 Prozent aller Schwachstellenausnutzungs-Vorf\u00e4lle aus. Im Vorjahr waren es lediglich 3 Prozent. Der Anstieg um mehr als das Siebenerfache in nur einem Jahr zeigt, wohin Angreifer ihre Energie verlagert haben: in verwundbare Netzwerkgrenzen. F\u00fcr deutsche Unternehmen, die seit Jahren auf VPN-basierte Remote-Access-L\u00f6sungen setzen, ist das ein direktes Warnsignal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Credential-Abuse ist als Technik dabei keineswegs verschwunden. In 39 Prozent aller Breaches taucht Credential-Missbrauch irgendwo in der Angriffskette auf. Der Unterschied liegt im Einstieg: Angreifer gelangen nun h\u00e4ufiger \u00fcber technische Schwachstellen ins Netz und verwenden gestohlene Zugangsdaten f\u00fcr die Lateralbewegung und Privilegienerweiterung. Dieser Shift ver\u00e4ndert die Anforderungen an Sicherheitsarchitekturen grundlegend.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"angriffsvektoren-im-dreijahresvergleich\">Angriffsvektoren im Dreijahresvergleich<\/h2>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><thead><tr><th>Kennzahl<\/th><th>DBIR 2024<\/th><th>DBIR 2025<\/th><th>DBIR 2026<\/th><th>Trend<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Best\u00e4tigte Datenpannen<\/td><td>k.A.<\/td><td>12.000+<\/td><td>22.000+<\/td><td>Stark steigend<\/td><\/tr><tr><td>Schwachstellenausnutzung (Erstvektor)<\/td><td>~13%<\/td><td>20%<\/td><td>31%<\/td><td>Stark steigend<\/td><\/tr><tr><td>Credential-Diebstahl (Erstvektor)<\/td><td>hoch<\/td><td>22%<\/td><td>13%<\/td><td>Fallend<\/td><\/tr><tr><td>Credential-Abuse in Angriffskette<\/td><td>hoch<\/td><td>~42%<\/td><td>39%<\/td><td>Leicht r\u00fcckl\u00e4ufig<\/td><\/tr><tr><td>Ransomware-Beteiligung<\/td><td>32%<\/td><td>44%<\/td><td>48%<\/td><td>Steigt<\/td><\/tr><tr><td>Drittanbieter-Beteiligung<\/td><td>~15%<\/td><td>30%<\/td><td>48%<\/td><td>Verdoppelt<\/td><\/tr><tr><td>Human Element<\/td><td>~60%<\/td><td>~62%<\/td><td>62%<\/td><td>Stabil<\/td><\/tr><tr><td>CISA KEV vollst\u00e4ndig gepatcht<\/td><td>k.A.<\/td><td>38%<\/td><td>26%<\/td><td>Verschlechtert<\/td><\/tr><tr><td>Mittlere Patchzeit<\/td><td>k.A.<\/td><td>32 Tage<\/td><td>43 Tage<\/td><td>Verschlechtert<\/td><\/tr><tr><td>Edge\/VPN-Anteil Schwachstellen-Breaches<\/td><td>k.A.<\/td><td>3%<\/td><td>22%<\/td><td>Massiv gestiegen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"these-2-ransomware-bei-48-prozent-zahlungsbereitschaft-sinkt\">These 2: Ransomware bei 48 Prozent, Zahlungsbereitschaft sinkt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ransomware war 2026 bei <strong>48 Prozent aller best\u00e4tigten Datenpannen<\/strong> beteiligt. 2025 waren es 44 Prozent, 2024 noch 32 Prozent. Der Anstieg \u00fcber drei Jahre ist kontinuierlich, das Niveau jetzt kritisch. Nahezu jede zweite Datenpanne hat eine Ransomware-Komponente.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bericht stellt dabei eine interessante Gegenentwicklung fest: Ransomware-Zahlungen gehen zur\u00fcck. Immer mehr Unternehmen weigern sich zu zahlen, entweder weil Backups vorhanden sind, weil Versicherungen die Zahlung ablehnen oder weil regulatorische Anforderungen zunehmend gegen L\u00f6segeldzahlungen sprechen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Ransomware weniger sch\u00e4dlich wird. Die Kosten entstehen durch Ausfallzeiten, Wiederherstellungsaufwand, Reputationssch\u00e4den und regulatorische Konsequenzen, unabh\u00e4ngig davon, ob gezahlt wird oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den deutschen Markt ist besonders relevant, dass 27 Prozent der Ransomware-Opfer im DBIR-Datensatz kein vorheriges Infostealer-Ereignis oder keinen Credential-Leak hatten. Bei den \u00fcbrigen 73 Prozent gilt: In 50 Prozent der F\u00e4lle lag das Credential- oder Infostealer-Ereignis weniger als 95 Tage vor dem Ransomware-Angriff. Das deutet auf eine strukturierte Angriffskette hin, die beginnt bei Credential-Diebstahl, weitergeht mit Erkundung und endet mit dem Ransomware-Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unternehmen, die fr\u00fchzeitig Credential-Kompromittierungen erkennen, haben damit ein Zeitfenster von etwa drei Monaten, um den Angriff zu unterbrechen. Dark-Web-Monitoring und fr\u00fchzeitige Credential-\u00dcberwachung sind keine Nice-to-have-Features mehr, sondern operative Verteidigungsebenen mit nachgewiesenem Zeitvorteil.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"these-3-drittanbieter-risiko-verdoppelt-sich-auf-48-prozent\">These 3: Drittanbieter-Risiko verdoppelt sich auf 48 Prozent<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der alarmierendste Einzelbefund des DBIR 2026 ist die Verdoppelung der Drittanbieter-Beteiligung. Waren externe Lieferanten, Dienstleister oder Softwareanbieter 2025 noch an 30 Prozent der Breaches beteiligt, ist dieser Wert auf 48 Prozent gestiegen. In weniger als einem Jahr hat sich das Drittanbieter-Risiko nahezu verdoppelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist kein Zufall. Es spiegelt die zunehmende Vernetzung moderner Unternehmens-IT wider: Cloudanbieter, SaaS-Plattformen, Managed Service Provider, Softwarelieferanten und Technologiepartner haben privilegierten Zugriff auf Systeme und Daten. Wenn ein Angreifer einen dieser Partner kompromittiert, bekommt er mit einem Angriff Zugang zu Dutzenden oder Hunderten von Kundenorganisationen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders f\u00fcr den deutschen Mittelstand, der stark auf externe IT-Dienstleister und Cloudl\u00f6sungen angewiesen ist, ist das ein kritischer Befund. Die NIS2-Richtlinie, deren Umsetzungsgesetz in Deutschland seit dem 6. Dezember 2025 in Kraft ist, adressiert genau dieses Risiko: Unternehmen m\u00fcssen die Sicherheit ihrer Lieferkette nachweisbar managen. Die DBIR-Daten zeigen, dass diese Anforderung keine B\u00fcrokratie ist, sondern auf einer sehr realen Bedrohungslage basiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dem Bericht stammt eine pr\u00e4gnante Formulierung: <strong>&#8220;Ihr Lieferanten-Fragebogen ist kein Risikomanagementprogramm.&#8221;<\/strong> Gemeint ist damit, dass viele Unternehmen ihre Drittanbieter-Risiken mit j\u00e4hrlichen Sicherheitsfrageb\u00f6gen verwalten, w\u00e4hrend die tats\u00e4chliche technische Kontrolle der Lieferkette fehlt. Angreifer nutzen genau diese L\u00fccke zwischen administrativer Selbstauskunft und technischer Realit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"these-4-ki-beschleunigt-angreifer-auf-15-mitre-attck-techniken\">These 4: KI beschleunigt Angreifer auf 15 MITRE-ATT&#038;CK-Techniken<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verizon und Anthropic analysierten im Rahmen des DBIR 2026 gemeinsam <strong>793 Bedrohungsakteure<\/strong>, die KI-Tools f\u00fcr ihre Angriffe einsetzten. Das Ergebnis: Der typische KI-nutzende Angreifer setzt KI-Unterst\u00fctzung im Median f\u00fcr 15 verschiedene MITRE ATT&#038;CK-Techniken ein. In Extremf\u00e4llen werden bis zu 40 oder 50 Techniken KI-gest\u00fctzt durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei verteilt sich die KI-Nutzung auf verschiedene Angriffsphasen. 44 Prozent der KI-unterst\u00fctzten Erstzug\u00e4nge erfolgen via Phishing, 32 Prozent \u00fcber Schwachstellenausnutzung. KI wirkt damit als Multiplikator sowohl bei technischen als auch bei sozialen Angriffstechniken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Verteidiger hat das weitreichende Implikationen. KI-generierte Phishing-E-Mails sind stilistisch nahezu nicht mehr von echten Nachrichten zu unterscheiden. Voice-Phishing (Vishing) und KI-generierte Sprachanrufe haben laut dem Bericht eine <strong>40 Prozent h\u00f6here Erfolgsrate<\/strong> als herk\u00f6mmliches E-Mail-Phishing in Simulationstests. Diese Daten erkl\u00e4ren, warum klassische Awareness-Trainings allein nicht mehr ausreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bericht warnt zudem: Unternehmen sollten sich auf eine erh\u00f6hte Anzahl an Patch-Ank\u00fcndigungen vorbereiten, die aus koordinierten Offenlegungen durch KI-gest\u00fctzte Schwachstellenforschung stammen. KI wird nicht nur von Angreifern, sondern auch von Bug-Bounty-Programmen und Sicherheitsforschern genutzt, um L\u00fccken schneller zu finden. Das Ergebnis ist eine steigende Flut neuer CVEs, die Patch-Management-Teams vor neue Kapazit\u00e4tsherausforderungen stellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Konkret: 45 Prozent der Mitarbeiter nutzen KI-Tools auf Unternehmensger\u00e4ten regelm\u00e4\u00dfig. 67 Prozent dieser Nutzer loggen sich dabei mit privaten, nicht-unternehmensgebundenen Accounts ein. Shadow AI, also die ungeplante und unkontrollierte Nutzung von KI-Diensten im Arbeitsumfeld, ist im DBIR 2026 bereits der dritth\u00e4ufigste nicht-b\u00f6sartige Ausl\u00f6ser f\u00fcr DLP-Warnungen (Data Loss Prevention) im Unternehmensumfeld.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"these-5-patchzeiten-steigen-auf-43-tage-kev-abdeckung-faellt\">These 5: Patchzeiten steigen auf 43 Tage, KEV-Abdeckung f\u00e4llt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die mittlere Zeit zur Behebung bekannter ausnutzbarer Schwachstellen (CISA KEV) ist von 32 Tagen im Vorjahr auf jetzt <strong>43 Tage<\/strong> gestiegen. Das entspricht einem Anstieg von 34 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil vollst\u00e4ndig behobener CISA-KEV-Schwachstellen von 38 auf 26 Prozent gefallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Zahlen sind besorgniserregend, weil die CISA KEV (Known Exploited Vulnerabilities) ausschlie\u00dflich Schwachstellen enth\u00e4lt, f\u00fcr die aktive Ausnutzung in der Praxis nachgewiesen ist. Es geht nicht um theoretische Risiken, sondern um L\u00fccken, die Angreifer bereits aktiv nutzen. Trotzdem verschlechtert sich die Patching-Performance.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind strukturell: Komplexe IT-Landschaften mit Legacy-Systemen, fehlende Inventare \u00fcber alle exponierten Systeme, Angst vor Ausfallzeiten durch Patching, und schlicht die schiere Menge neuer CVEs, die monatlich ver\u00f6ffentlicht werden. Der DBIR 2026 weist darauf hin, dass Unternehmen priorisieren m\u00fcssen. Nicht jedes CVE ist gleich dringend. Die KEV-Liste identifiziert genau jene Schwachstellen, die sofort gepatcht werden m\u00fcssen, und hier scheitert die Mehrheit der Organisationen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer Befund verdient Aufmerksamkeit: 83 Prozent aller Privilege-Escalation-Vorf\u00e4lle erfolgten ohne die Ausnutzung einer benannten CVE. Angreifer nutzen Fehlkonfigurationen, schwache Berechtigungskonzepte, Token-Diebstahl und andere Techniken, die durch traditionelles CVE-basiertes Patching nicht abgedeckt werden. Das betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes jenseits von reinem Patch-Management.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"angriffspattern-und-branchen-wo-die-risiken-am-hoechsten-sind\">Angriffspattern und Branchen: Wo die Risiken am h\u00f6chsten sind<\/h2>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><thead><tr><th>Kategorie<\/th><th>Wert 2026<\/th><th>Ver\u00e4nderung gg\u00fc. 2025<\/th><th>Einordnung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>System Intrusion (alle Branchen)<\/td><td>61%<\/td><td>+8 Prozentpunkte<\/td><td>Dominierendes Muster<\/td><\/tr><tr><td>Social Engineering<\/td><td>17%<\/td><td>Stabil<\/td><td>Top-3-Muster<\/td><\/tr><tr><td>Basic Web Application Attacks<\/td><td>10%<\/td><td>-8 Prozentpunkte<\/td><td>R\u00fcckl\u00e4ufig<\/td><\/tr><tr><td>Finanzsektor: Finanzielle Motive<\/td><td>85%<\/td><td>Stabil dominant<\/td><td>Prim\u00e4res Ziel<\/td><\/tr><tr><td>Handel: Finanzielle Motive<\/td><td>85%<\/td><td>Stabil<\/td><td>Prim\u00e4res Ziel<\/td><\/tr><tr><td>Handel: Spionagemotive<\/td><td>19%<\/td><td>Neu erfasst<\/td><td>Wachsender Anteil<\/td><\/tr><tr><td>Drittanbieter-Beteiligung<\/td><td>48%<\/td><td>+18 Prozentpunkte<\/td><td>Kritisch gestiegen<\/td><\/tr><tr><td>KI-gest\u00fctzte Angriffstechniken (Median)<\/td><td>15 MITRE-Techniken<\/td><td>Erstmals erfasst<\/td><td>Neue Bedrohungsdimension<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"der-menschliche-faktor-bleibt-bei-62-prozent\">Der menschliche Faktor bleibt bei 62 Prozent<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mensch bleibt der zuverl\u00e4ssigste Angriffspunkt. Der DBIR 2026 weist das Human Element in <strong>62 Prozent aller Breaches<\/strong> nach. Diese Zahl ist seit Jahren stabil, trotz massiver Investitionen in Security Awareness Trainings und technische Kontrollma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was sich ver\u00e4ndert hat, ist die Art und Weise, wie menschliche Schw\u00e4chen ausgenutzt werden. Phishing via E-Mail ist nach wie vor verbreitet, wird aber zunehmend erg\u00e4nzt durch Voice Phishing (Vishing), SMS-Phishing (Smishing) und komplexe Multi-Channel-Social-Engineering-Kampagnen. Die 40-Prozent-\u00dcberlegenheit von Voice-Angriffen gegen\u00fcber E-Mail-Phishing zeigt, dass Angreifer die effektivsten Kan\u00e4le kontinuierlich optimieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die DACH-Region bedeutet das: Klassische &#8220;Klicke nicht auf Links&#8221;-Trainings reichen l\u00e4ngst nicht mehr aus. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nicht auch auf Voice-basierte Social-Engineering-Angriffe, Deep-Fake-Szenarien und KI-generierte Inhalte vorbereiten, haben eine wachsende Schutzl\u00fccke.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"marktauswirkungen-was-ciso-budgets-2026-priorisieren-muessen\">Marktauswirkungen: Was CISO-Budgets 2026 priorisieren m\u00fcssen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die DBIR-Daten haben direkte Konsequenzen f\u00fcr Sicherheitsbudgets und Investitionsentscheidungen in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz. Vier Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vulnerability Management:<\/strong> Der Anstieg von Schwachstellenausnutzung auf 31 Prozent und die Verschlechterung der Patchzeiten auf 43 Tage unterstreichen den Bedarf an automatisierten und priorisierten Patch-Management-L\u00f6sungen. Produkte wie Tenable, Qualys, Rapid7 und Microsoft Defender Vulnerability Management profitieren von diesem Trend. F\u00fcr DACH-Unternehmen wird die F\u00e4higkeit, das eigene exponierte Internet-Footprint zu kennen und kontinuierlich zu reduzieren, zur Grundvoraussetzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Supply Chain Security:<\/strong> Die Verdoppelung des Drittanbieter-Risikos auf 48 Prozent treibt die Nachfrage nach Third-Party Risk Management (TPRM)-Plattformen an. Gleichzeitig ist die regulatorische Anforderung klar: NIS2 und DORA (f\u00fcr den Finanzsektor seit Januar 2025) fordern nachweisbares Drittanbieter-Risikomanagement. Unternehmen ohne strukturierte Prozesse laufen regulatorische und operative Risiken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Identity Security:<\/strong> Auch wenn Credential-Diebstahl als Erstvektor zur\u00fcckgegangen ist, erscheint er in 39 Prozent der Angriffsketten. Identity Security und Zero Trust Network Access (ZTNA) bleiben Kernthemen. Anbieter wie CrowdStrike (Falcon Identity Protection), SentinelOne (Singularity Identity) und Microsoft (Entra ID Protection) sehen strukturelles Wachstum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>AI Security Operations:<\/strong> Die Erkenntnis, dass KI-gest\u00fctzte Angreifer 15 oder mehr MITRE-Techniken parallel beschleunigen, macht deutlich, dass menschliche Sicherheitsteams ohne KI-Unterst\u00fctzung strukturell im Nachteil sind. Security Operations Centers, die noch auf manuelle Alertbearbeitung setzen, k\u00f6nnen die Angriffsgeschwindigkeit nicht mehr absorbieren. KI-gest\u00fctzte SIEM- und SOAR-Plattformen wechseln von &#8220;Nice-to-have&#8221; in die Kategorie &#8220;notwendig&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"bsi-kontext-zusaetzliche-belastungsfaktoren-fuer-deutschland\">BSI-Kontext: Zus\u00e4tzliche Belastungsfaktoren f\u00fcr Deutschland<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die DBIR-Daten sind globale Durchschnittswerte. Deutschland hat zus\u00e4tzliche Belastungsfaktoren, die die Risikosituation versch\u00e4rfen. Der BKA-Cybercrime-Lagebericht 2025 dokumentierte 333.922 Cyberkriminalit\u00e4tsf\u00e4lle und einen Gesamtschaden von 202 Milliarden Euro, wobei der Schaden gegen\u00fcber dem Vorjahr um 29 Prozent gestiegen ist. Cyberangriffe auf DACH-Organisationen stiegen 2025 um 124 Prozent, wie Check Point Research berichtete.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland ist dabei durch drei Faktoren besonders exponiert: Erstens die hohe Dichte an Industrieunternehmen aus Automobilindustrie, Maschinenbau und Chemie, die f\u00fcr staatlich gesponserte Angreifer besonders attraktive Spionageziele sind. Zweitens die geopolitische Lage: APT-Gruppen aus Russland, China und Nordkorea haben Deutschland explizit im Visier, wie der APT28-Angriff auf TP-Link-Router im April 2026 zeigte. Drittens der Fachkr\u00e4ftemangel im Cybersicherheitsbereich, der die Umsetzung von Schutzma\u00dfnahmen verlangsamt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das BSI empfiehlt im aktuellen Lagebericht einen risikobasierten Ansatz: Priorisierung kritischer Systeme, konsequentes Patch-Management, Netzwerksegmentierung und regelm\u00e4\u00dfige Penetrationstests. Die DBIR-Daten 2026 geben diesen Empfehlungen eine neue Dringlichkeit, besonders beim Thema Patch-Performance und Drittanbieter-Kontrolle.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"expertenstimmen-was-der-dbir-2026-fuer-die-praxis-bedeutet\">Expertenstimmen: Was der DBIR 2026 f\u00fcr die Praxis bedeutet<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verizon-DBIR-Autoren schreiben \u00fcber den Shift zu Schwachstellenangriffen: <strong>&#8220;31 Prozent aller Breaches beginnen jetzt mit Software-Schwachstellen, womit gestohlene Passw\u00f6rter als h\u00e4ufigster Einstiegsweg der Angreifer abgel\u00f6st werden.&#8221;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur KI-Bedrohungslage formuliert der Bericht: <strong>&#8220;Verschiedene Angriffstechniken werden jetzt durch generative KI verst\u00e4rkt.&#8221;<\/strong> Die Implikation ist klar: Die Angriffsoberfl\u00e4che w\u00e4chst nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ, weil KI bestehende Techniken wirksamer und skalierbarer macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Drittanbieter-Problem: <strong>&#8220;Drittanbieter-Beteiligung hat sich in einem einzigen Jahr verdoppelt, und Ihr Lieferanten-Fragebogen ist kein Risikomanagementprogramm.&#8221;<\/strong> Diese Aussage richtet sich direkt gegen die verbreitete Praxis, Lieferkettensicherheit mit j\u00e4hrlichen Frageb\u00f6gen abzuhaken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den Remediation-Schw\u00e4chen: <strong>&#8220;Nur 26 Prozent der CISA-KEV-Schwachstellen wurden vollst\u00e4ndig behoben, ein erheblicher R\u00fcckgang gegen\u00fcber den 38 Prozent des Vorjahres.&#8221;<\/strong> F\u00fcr Sicherheitsverantwortliche, die Vorst\u00e4nden berichten m\u00fcssen, ist das eine schwer ignorierbare Kennzahl.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Chris Novak, Managing Director Cybersecurity Consulting bei Verizon Business, ordnete ein: Die Kombination aus steigender Schwachstellenausnutzung, explodierendem Drittanbieter-Risiko und KI-gest\u00fctzten Angreifern schaffe eine Bedrohungsdynamik, die traditionelle j\u00e4hrliche Security-Audits fundamental in Frage stelle. Kontinuierliche \u00dcberwachung und Anpassungsf\u00e4higkeit w\u00fcrden zur Kernkompetenz moderner Sicherheitsorganisationen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"historischer-kontext-wie-der-dbir-die-bedrohungslandschaft-spiegelt\">Historischer Kontext: Wie der DBIR die Bedrohungslandschaft spiegelt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der DBIR existiert seit 2008. In diesem Zeitraum hat sich das Bedrohungsbild mehrfach fundamental ver\u00e4ndert. In den ersten Jahren dominierte Opportunismus: Angreifer hackten, was erreichbar war, ohne klare Priorisierung. Ab 2012 bis 2015 professionalisierten sich APT-Gruppen, staatlich gesponserte Akteure r\u00fcckten in den Fokus. 2017 bis 2020 erlebte die Welt den Aufstieg von Ransomware als Massenph\u00e4nomen, getrieben durch Bitcoin als Zahlungsmittel und Ransomware-as-a-Service-Modelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der DBIR 2026 markiert eine neue Phase: die Industrialisierung von Cyberangriffen mit KI-Unterst\u00fctzung. Die Menge der Angriffe, die Geschwindigkeit der Ausf\u00fchrung und die Breite der eingesetzten Techniken skalieren durch KI auf ein neues Niveau. Gleichzeitig bleibt die menschliche Seite der Verteidigung begrenzt durch Ressourcen, Fachkr\u00e4ftemangel und die Menge an Aufgaben, die t\u00e4glich bew\u00e4ltigt werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser strukturelle Unterschied, skalierende Angreifer gegen lineare Verteidiger, ist das eigentliche Problem, das der DBIR 2026 beschreibt. Die Antwort liegt nicht in mehr Ressourcen allein, sondern in intelligenter Automatisierung, risikobasierter Priorisierung und der Bereitschaft, grundlegende Sicherheitsarchitekturen zu \u00fcberdenken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"5-prognosen-was-die-dbir-daten-fuer-2026-und-2027-bedeuten\">5 Prognosen: Was die DBIR-Daten f\u00fcr 2026 und 2027 bedeuten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Basierend auf den DBIR-Daten und den erkennbaren Trends lassen sich f\u00fcr die kommenden 12 bis 18 Monate f\u00fcnf Prognosen ableiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Prognose 1: Schwachstellenausnutzung \u00fcberschreitet 40 Prozent.<\/strong> Der Trend ist konsistent und beschleunigt. Mit mehr KI-gest\u00fctzter Schwachstellenforschung und weiterhin schlechter Patch-Performance werden Exploits den Abstand zu anderen Vektoren weiter ausbauen. Bis Ende 2027 ist ein Wert von 40 Prozent realistisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Prognose 2: Drittanbieter-Beteiligung n\u00e4hert sich 60 Prozent.<\/strong> Die Zunahme von SaaS-Nutzung, Cloud-Abh\u00e4ngigkeiten und Managed Services beschleunigt sich. Ohne strukturelle Gegenma\u00dfnahmen (TPRM, Software Bill of Materials, kontinuierliches Monitoring) wird die Drittanbieter-Beteiligung weiter steigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Prognose 3: KI-gest\u00fctzte Angriffe werden Standard, nicht Ausnahme.<\/strong> Die 793 KI-nutzenden Akteure im DBIR 2026 sind ein Vorgeschmack. Mit sinkenden Kosten f\u00fcr KI-Dienste und wachsendem Angebot an spezialisierten Angreifer-KI-Tools wird die Mehrheit professioneller Bedrohungsakteure 2027 KI in irgendeiner Form einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Prognose 4: Regulatorischer Druck belastet Patchzeiten kurzfristig weiter.<\/strong> NIS2 und DORA zwingen Unternehmen zur Dokumentation und Meldung von Sicherheitsvorf\u00e4llen, was Ressourcen bindet. In einer \u00dcbergangsphase k\u00f6nnte die operative Patch-Performance zun\u00e4chst weiter fallen, bevor Automatisierung und reifere Prozesse Entlastung bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Prognose 5: Edge Security wird zum eigenst\u00e4ndigen Marktsegment.<\/strong> Der Anstieg von Edge- und VPN-Exploits auf 22 Prozent reflektiert eine Verschiebung des Angriffsfokus. Anbieter, die sichere und kontinuierlich \u00fcberwachte Edge-Zugangsl\u00f6sungen anbieten (SASE, Zero Trust Network Access), werden 2026 bis 2027 \u00fcberproportionales Wachstum verzeichnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-cisos-jetzt-konkret-tun-sollten\">Was CISOs jetzt konkret tun sollten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der DBIR 2026 ist nicht nur Dokumentation, sondern Handlungsanleitung. Aus den Befunden lassen sich vier unmittelbare Priorit\u00e4ten ableiten, die f\u00fcr deutsche Sicherheitsverantwortliche besonders relevant sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Internet-Footprint inventarisieren und reduzieren.<\/strong> Wenn 22 Prozent der Schwachstellenausnutzungen \u00fcber Edge Devices und VPNs erfolgen, ist die Antwort eine konsequente Reduzierung der exponierten Angriffsfl\u00e4che. Welche Systeme sind direkt aus dem Internet erreichbar? Welche davon sind kritisch und schlecht gepatcht? Diese Inventur sollte innerhalb von 30 Tagen abgeschlossen sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>KEV-Liste als Pflichtpriorit\u00e4t einf\u00fchren.<\/strong> Die CISA KEV enth\u00e4lt nur Schwachstellen mit nachgewiesener aktiver Ausnutzung. Patch-Management-Prozesse, die diese Liste nicht priorisiert abarbeiten, sind nicht zeitgem\u00e4\u00df. Ein 7-Tages-Ziel f\u00fcr KEV-Patches ist der anzustrebende Standard, nicht 43 Tage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Drittanbieter-Monitoring technisch verankern.<\/strong> Frageb\u00f6gen reichen nicht. Unternehmen sollten f\u00fcr kritische Drittanbieter kontinuierliches technisches Monitoring einf\u00fchren: \u00dcberwachung exponierter Systeme bei Lieferanten, Threat Intelligence zu Kompromittierungen im Lieferantennetz, und vertragliche Anforderungen f\u00fcr Sicherheitsmeldepflichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Incident-Response f\u00fcr das 95-Tage-Fenster sch\u00e4rfen.<\/strong> Die DBIR-Daten zeigen: Bei Ransomware-Opfern lag in 50 Prozent der F\u00e4lle ein Credential-Diebstahl innerhalb von 95 Tagen vor dem Angriff. Unternehmen, die Dark-Web-Monitoring betreiben und kompromittierte Credentials fr\u00fch erkennen, haben ein Interventionsfenster. Dieses Fenster zu nutzen, sollte Bestandteil jedes Incident-Response-Plans sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"weiterfuehrende-berichte-auf-shattered-io\">Weiterf\u00fchrende Berichte auf shattered.io<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"\/de\/crowdstrike-global-threat-report-2026\/\">CrowdStrike 2026: Angriff in 27 Sekunden, KI-Attacken +89%<\/a>, f\u00fcr Details zu KI-gest\u00fctzten Angriffsgeschwindigkeiten<\/li><li><a href=\"\/de\/bka-cybercrime-lagebericht-2025\/\">BKA Cybercrime-Lagebericht 2025: 333.922 F\u00e4lle, 202 Mrd. Euro Schaden<\/a>, f\u00fcr den deutschen Kontext zu den DBIR-Daten<\/li><li><a href=\"\/de\/deutschland-cyberangriffe-124-prozent-dach-2026\/\">Deutschland: Cyberangriffe steigen 2025 um 124%<\/a>, f\u00fcr die DACH-spezifische Bedrohungslage<\/li><li><a href=\"\/de\/nis2-umsetzung-deutschland-bsig-2026\/\">NIS2 Deutschland: 29.500 Firmen unter neuem BSIG, Bu\u00dfgelder bis 10 Mio. Euro<\/a>, f\u00fcr die regulatorischen Anforderungen im DBIR-Kontext<\/li><li><a href=\"\/de\/moveit-automation-cve-2026-4670-cvss-9-8-2026\/\">MOVEit Automation CVE-2026-4670: CVSS 9,8, 1.400 Instanzen gef\u00e4hrdet<\/a>, als aktuelles Beispiel f\u00fcr die im DBIR beschriebenen Schwachstellen-Exploits<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"faq-verizon-dbir-2026\">FAQ: Verizon DBIR 2026<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-ist-der-verizon-dbir\">Was ist der Verizon DBIR?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Verizon Data Breach Investigations Report (DBIR) ist ein j\u00e4hrlich ver\u00f6ffentlichter Bericht zur globalen Datenpannen- und Cyberangriffslandschaft. Er basiert auf der Analyse realer Sicherheitsvorf\u00e4lle aus dem Vorjahreszeitraum und gilt als eine der wichtigsten empirischen Quellen f\u00fcr Cybersicherheitstrends weltweit. Der DBIR 2026 analysierte mehr als 31.000 Vorf\u00e4lle und 22.000 best\u00e4tigte Datenpannen aus 145 L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-ist-die-wichtigste-erkenntnis-des-dbir-2026\">Was ist die wichtigste Erkenntnis des DBIR 2026?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zentrale Erkenntnis ist der Wechsel an der Spitze der Angriffsvektoren: Schwachstellenausnutzung \u00fcberholt erstmals Credential-Diebstahl als h\u00e4ufigsten Einstiegsvektor in Unternehmensnetzwerke. Mit 31 Prozent im Jahr 2026 (gegen\u00fcber 20 Prozent 2025) zeigt der Trend klar in Richtung technischer Exploits, insbesondere gegen Edge Devices und VPNs.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"wie-hat-sich-ransomware-2026-entwickelt\">Wie hat sich Ransomware 2026 entwickelt?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ransomware war 2026 bei 48 Prozent aller best\u00e4tigten Datenpannen beteiligt, ein Anstieg von 44 Prozent im Vorjahr und 32 Prozent in 2024. Gleichzeitig gehen tats\u00e4chliche L\u00f6segeldzahlungen zur\u00fcck, weil mehr Unternehmen auf Backups zur\u00fcckgreifen oder Zahlungen verweigern. Die Sch\u00e4den entstehen weiterhin durch Ausfallzeiten und Wiederherstellungskosten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"wie-relevant-ist-der-dbir-fuer-deutsche-unternehmen\">Wie relevant ist der DBIR f\u00fcr deutsche Unternehmen?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sehr relevant. Die globalen Trends des DBIR spiegeln sich in deutschen Lageberichten wider. Der BKA-Lagebericht 2025 und der BSI-Lagebericht 2024 beschreiben identische Trendmuster: steigende Ransomware-H\u00e4ufigkeit, Schwachstellenausnutzung als wachsender Vektor, und professionalisierte T\u00e4terstrukturen. F\u00fcr deutsche Sicherheitsverantwortliche ist der DBIR eine wichtige externe Referenz f\u00fcr Risikobewertung und Investitionsbegr\u00fcndung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-ist-third-party-risk-im-dbir-kontext\">Was ist Third-Party Risk im DBIR-Kontext?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Third-Party Risk bezeichnet Sicherheitsvorf\u00e4lle, bei denen Angreifer nicht direkt das Zielunternehmen attackieren, sondern \u00fcber einen Lieferanten, Softwareanbieter, Cloud-Dienstleister oder Managed Service Provider einsteigen. Im DBIR 2026 war das bei 48 Prozent aller Breaches der Fall, doppelt so oft wie im Vorjahr.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-bedeutet-der-dbir-fuer-patch-management-strategien\">Was bedeutet der DBIR f\u00fcr Patch-Management-Strategien?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der DBIR zeigt eine klare Verschlechterung der Patch-Performance: Die mittlere Behebungszeit f\u00fcr CISA-KEV-Schwachstellen stieg von 32 auf 43 Tage, der Anteil vollst\u00e4ndig geremedierter KEV-Schwachstellen fiel von 38 auf 26 Prozent. Unternehmen sollten Patch-Priorit\u00e4ten strikt an der KEV-Liste ausrichten und f\u00fcr kritische exponierte Systeme klare 7-Tages-Ziele setzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"wo-kann-man-den-vollstaendigen-dbir-2026-herunterladen\">Wo kann man den vollst\u00e4ndigen DBIR 2026 herunterladen?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der vollst\u00e4ndige <a href=\"https:\/\/www.verizon.com\/business\/resources\/reports\/dbir\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Verizon DBIR 2026 steht auf der offiziellen Verizon Business Website<\/a> kostenlos zum Download bereit. Erg\u00e4nzende Informationen bieten das <a href=\"https:\/\/www.enisa.europa.eu\/publications\/enisa-threat-landscape-2024\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">ENISA Threat Landscape 2024<\/a>, das <a href=\"https:\/\/www.bsi.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/BSI\/Publikationen\/Lageberichte\/Lagebericht2024.pdf\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">BSI Lagebericht 2024<\/a> f\u00fcr die deutsche Perspektive, die <a href=\"https:\/\/www.bsi.bund.de\/DE\/Themen\/Unternehmen-und-Organisationen\/unternehmen-und-organisationen_node.html\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">BSI-Unternehmensseite<\/a> mit aktuellen Sicherheitsempfehlungen sowie das <a href=\"https:\/\/www.enisa.europa.eu\/topics\/cyber-threats\/threats-and-trends\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">ENISA Threats and Trends Portal<\/a> f\u00fcr kontinuierlich aktualisierte EU-Bedrohungseinsch\u00e4tzungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>22. 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