{"id":447,"date":"2026-07-08T20:49:54","date_gmt":"2026-07-08T20:49:54","guid":{"rendered":"https:\/\/shattered.io\/de\/rust-server-erstellen\/"},"modified":"2026-07-08T23:45:03","modified_gmt":"2026-07-08T23:45:03","slug":"rust-server-erstellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shattered.io\/de\/rust-server-erstellen\/","title":{"rendered":"Rust Server erstellen: 13 Schritte, 30 Min [2026]"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rust geh\u00f6rt auch 2026 zu den meistgespielten Survival-Titeln auf Steam: Im 30-Tage-Durchschnitt z\u00e4hlt <a href=\"https:\/\/steamcharts.com\/app\/252490\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SteamCharts<\/a> rund 103.730 gleichzeitige Spieler, der Allzeit-Rekord liegt bei 262.284 Concurrent Playern am 2. Januar 2025. Wer nicht auf \u00fcberf\u00fcllten Community-Servern um einen Startplatz k\u00e4mpfen will, richtet sich einen eigenen Rust-Server ein \u2013 mit voller Kontrolle \u00fcber Wipe-Zyklus, Mods, Spieleranzahl und Adminrechte. Diese Anleitung f\u00fchrt in 13 Schritten durch die komplette Einrichtung eines Rust Dedicated Servers unter Linux: von SteamCMD \u00fcber Firewall-Regeln und Startskript bis zu Oxide- und Carbon-Mods, Autostart per systemd, DDoS-Absicherung und automatisierten Backups. Reine Einrichtungszeit: rund 30 Minuten, Vorkenntnisse in Server-Administration sind nicht n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"voraussetzungen-was-sie-fuer-den-eigenen-rust-server-brauchen\">Voraussetzungen: Was Sie f\u00fcr den eigenen Rust-Server brauchen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Rust Dedicated Server ist deutlich hungriger als klassische Minecraft- oder Valheim-Server, weil die prozedural generierte Karte komplett im Arbeitsspeicher gehalten wird. Facepunchs eigene <a href=\"https:\/\/wiki.facepunch.com\/rust\/Creating-a-server\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Server-Dokumentation<\/a> nennt 12 GB freien Arbeitsspeicher als Richtwert f\u00fcr einen stabilen Betrieb; Hosting-Anleitungen wie die von <a href=\"https:\/\/www.corrosionhour.com\/host-rust-dedicated-server\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Corrosion Hour<\/a> kommen f\u00fcr kleine Test- oder Solo-Server auch mit 4\u20138 GB aus. In der Praxis h\u00e4ngt der tats\u00e4chliche Bedarf stark von Weltgr\u00f6\u00dfe und Spielerzahl ab. Die folgende Tabelle zeigt praxisnahe Richtwerte f\u00fcr einen Standard-Aufbau mit 4.500er-Weltgr\u00f6\u00dfe:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Komponente<\/th><th>Minimum<\/th><th>Empfohlen<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Betriebssystem<\/td><td>Ubuntu 22.04 LTS \/ Debian 12 (64-Bit)<\/td><td>Ubuntu 24.04 LTS<\/td><\/tr><tr><td>RAM<\/td><td>8 GB<\/td><td>16 GB (ab Weltgr\u00f6\u00dfe 4.000+)<\/td><\/tr><tr><td>CPU<\/td><td>4 Kerne, \u2265 2,9 GHz<\/td><td>6\u20138 Kerne, \u2265 3,2 GHz Single-Thread-Leistung<\/td><\/tr><tr><td>Speicherplatz<\/td><td>10 GB frei (SSD)<\/td><td>20 GB+ frei (NVMe)<\/td><\/tr><tr><td>Netzwerk<\/td><td>100 MBit\/s Upload<\/td><td>1 GBit\/s, unlimitiertes Datenvolumen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der gro\u00dfe Unterschied zwischen Minimum und Empfehlung erkl\u00e4rt sich durch die Boot-Phase: Beim ersten Start und nach jedem Wipe generiert die Engine die komplette Karte neu und h\u00e4lt sie danach vollst\u00e4ndig im RAM, statt sie wie andere Survival-Titel in Chunks nachzuladen. Wer knapp kalkuliert, riskiert genau in diesem Moment einen Absturz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Wahl der Plattform lohnt sich zudem ein Blick auf den Netzwerkstandort: F\u00fcr eine \u00fcberwiegend deutsche oder DACH-weite Zielgruppe reduziert ein Rechenzentrum in Deutschland, \u00d6sterreich oder der Schweiz die Ping-Zeiten sp\u00fcrbar gegen\u00fcber Standorten in Nordamerika oder Asien \u2013 ein Faktor, der bei einem PvP-lastigen Shooter wie Rust direkten Einfluss auf die Spielerfahrung hat und bei der Anbieterwahl mindestens so viel Gewicht haben sollte wie der reine Preis pro Gigabyte RAM. Zus\u00e4tzlich zur Hardware brauchen Sie folgende Software-Bausteine:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>SteamCMD (aktuelle Version, direkt aus den Paketquellen oder von Valve)<\/li><li>32-Bit-Kompatibilit\u00e4tsbibliotheken (u. a. <code>lib32gcc-s1<\/code>)<\/li><li><code>screen<\/code> oder <code>tmux<\/code> f\u00fcr persistente Terminal-Sitzungen<\/li><li>Root- oder Sudo-Zugriff auf den Linux-Server<\/li><li>Einen Steam-Client zum sp\u00e4teren Verbinden als Spieler (der Server selbst braucht keinen Steam-Account)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"warum-ueberhaupt-einen-eigenen-rust-server-betreiben\">Warum \u00fcberhaupt einen eigenen Rust-Server betreiben?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf offiziellen und gro\u00dfen Community-Servern bestimmen fremde Admins Wipe-Termine, Plugin-Auswahl und Regeln. Ein selbst gehosteter Server dreht dieses Verh\u00e4ltnis um: Sie legen Weltgr\u00f6\u00dfe, maximale Spieleranzahl, Wipe-Rhythmus und Mod-Stack selbst fest und behalten \u00fcber RCON jederzeit die volle Kontrolle. F\u00fcr Freundesgruppen, Clans oder Streamer ist das oft der einzige Weg zu einer Umgebung, die wirklich zur eigenen Spielweise passt \u2013 PvE-lastig mit Loot-Boost, PvP-Arena mit kurzen Wipe-Zyklen oder ein ruhiger Low-Pop-Server f\u00fcr 20 bis 30 Stammspieler.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt die Modding-Freiheit: Mit Oxide oder Carbon lassen sich Kits, Clan-Systeme, Zonen-Schutz, Wirtschafts-Plugins mit eigener Shop-W\u00e4hrung oder komplette Progression-Overhauls nachr\u00fcsten, die auf gemieteten Standard-Paketen oft gar nicht zur Wahl stehen. Beliebte Plugin-Kategorien reichen von Raidable Bases \u00fcber automatisierte Kits bis zu Anti-Cheat-Erweiterungen, die zus\u00e4tzlich zum integrierten Easy Anti-Cheat greifen. Der einzige Nachteil gegen\u00fcber einem gemieteten Paket: Updates, Firewall, Absicherung und Uptime liegen komplett in eigener Verantwortung \u2013 genau das deckt diese Anleitung Schritt f\u00fcr Schritt ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"server-varianten-vanilla-solo-duo-trio-und-pve\">Server-Varianten: Vanilla, Solo\/Duo\/Trio und PvE<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor es an die technische Einrichtung geht, lohnt sich eine Entscheidung \u00fcber das Format \u2013 sie bestimmt sp\u00e4ter, welche Startparameter und Plugins \u00fcberhaupt sinnvoll sind. Ein <strong>Vanilla-Server<\/strong> l\u00e4uft mit den Standardregeln von Facepunch und braucht au\u00dfer der Grundinstallation keine weiteren Anpassungen. Deutlich popul\u00e4rer in der Community sind <strong>Solo\/Duo\/Trio-Server<\/strong>, die die Gruppengr\u00f6\u00dfe k\u00fcnstlich auf ein, zwei oder drei Spieler pro Team begrenzen \u2013 technisch \u00fcber ein Oxide- oder Carbon-Plugin wie einen Gruppen-Limiter umgesetzt, nicht \u00fcber einen nativen Rust-Parameter. Das sorgt f\u00fcr ein ausgeglicheneres Spielfeld gegen\u00fcber organisierten F\u00fcnfer- oder Zehner-Clans und ist bei kleineren Community-Aufbauten inzwischen der De-facto-Standard.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>PvE-Server<\/strong> deaktivieren oder entsch\u00e4rfen Spieler-gegen-Spieler-K\u00e4mpfe meist \u00fcber ein Zonen- oder Regel-Plugin und richten sich an Communitys, die lieber gemeinsam bauen als sich gegenseitig zu raiden. <strong>Langzeit- oder \u201eNo-Wipe&#8221;-Server<\/strong> weichen bewusst vom monatlichen Facepunch-Rhythmus aus Schritt 12 ab und setzen auf seltenere, angek\u00fcndigte Wipes, um gr\u00f6\u00dfere Basen und Wirtschaftssysteme \u00fcber Monate bestehen zu lassen. Welche Variante am Ende passt, h\u00e4ngt von der Zielgruppe ab \u2013 f\u00fcr den Einstieg ist ein einfacher Vanilla- oder Solo\/Duo-Aufbau mit Standard-Wipe-Rhythmus die unkomplizierteste Wahl und l\u00e4sst sich jederzeit sp\u00e4ter per Plugin erweitern, ohne die Grundinstallation neu aufzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine vierte, seltener genutzte Variante sind reine <strong>Arena- oder Event-Server<\/strong>, die abseits der offenen Welt kleine, abgeschlossene Kampfmodi anbieten \u2013 meist als Zusatzangebot neben einem regul\u00e4ren Hauptserver, nicht als Ersatz daf\u00fcr. F\u00fcr den Einstieg in dieser Anleitung ist das jedoch eine Ausbaustufe f\u00fcr sp\u00e4ter: Erst sollte die Grundinstallation stabil laufen, bevor zus\u00e4tzliche Spielmodi aufgesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-1-server-umgebung-und-benutzer-vorbereiten\">Schritt 1: Server-Umgebung und Benutzer vorbereiten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor die eigentliche Installation beginnt, sollte das System aktuell sein und ein eigener, nicht-privilegierter Benutzer f\u00fcr den Betrieb angelegt werden. Das verhindert, dass ein kompromittiertes Spiel-Binary mit Root-Rechten laufen kann \u2013 ein Standard-Sicherheitsprinzip bei jedem Game-Server-Setup und besonders auf einer Sicherheits- und Datenschutz-Seite wie dieser keine Randnotiz, sondern der erste Schritt.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>sudo apt update &amp;&amp; sudo apt upgrade -y\nsudo useradd -m -s \/bin\/bash rustserver\nsudo passwd rustserver\nsu - rustserver<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab hier arbeiten Sie als Benutzer <code>rustserver<\/code> weiter. Legen Sie direkt ein Verzeichnis f\u00fcr die Installationsdateien an, zum Beispiel <code>~\/rust-server<\/code>. Alle folgenden Schritte gehen davon aus, dass dieser Nutzer sowohl SteamCMD als auch den sp\u00e4teren systemd-Dienst betreibt \u2013 niemals als root.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-2-steamcmd-installieren\">Schritt 2: SteamCMD installieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">SteamCMD ist Valves Kommandozeilen-Tool zum Herunterladen von Dedicated-Server-Dateien. Auf Ubuntu und Debian braucht es zus\u00e4tzlich 32-Bit-Bibliotheken, da Teile des Steam-Unterbaus weiterhin als 32-Bit-Binary ausgeliefert werden.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>sudo dpkg --add-architecture i386\nsudo add-apt-repository multiverse\nsudo apt update\nsudo apt install lib32gcc-s1 steamcmd -y<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Debian 12 (Bookworm) hei\u00dft der entsprechende Schritt statt <code>multiverse<\/code> das Aktivieren der <code>non-free<\/code>-Paketquellen, bevor <code>apt install steamcmd<\/code> ausgef\u00fchrt wird. Bei der ersten Ausf\u00fchrung fragt SteamCMD die Steam-Lizenzbedingungen ab \u2013 mit Enter best\u00e4tigen. F\u00fcr die Server-Installation selbst ist kein pers\u00f6nlicher Steam-Account n\u00f6tig: Sie erfolgt \u00fcber einen anonymen Login, da Facepunch die Dateien \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich macht. Das unterscheidet Rust von einigen anderen Titeln, bei denen ein Account, der das Spiel besitzt, zwingend erforderlich ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-3-rust-dedicated-server-herunterladen\">Schritt 3: Rust Dedicated Server herunterladen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Rust Dedicated Server hat auf Steam eine eigene App-ID: <strong>258550<\/strong>, getrennt vom Client-Spiel (App-ID 252490). Mit SteamCMD und anonymem Login laden Sie die Dateien direkt in das vorbereitete Verzeichnis:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>mkdir -p ~\/rust-server\nsteamcmd +force_install_dir ~\/rust-server +login anonymous +app_update 258550 validate +quit<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je nach Internetanbindung dauert der erste Download mehrere Minuten, da neben dem Binary auch alle Map- und Asset-Daten heruntergeladen werden. Wichtig: Wiederholen Sie denselben Befehl sp\u00e4ter f\u00fcr jedes Update \u2013 <code>validate<\/code> pr\u00fcft dabei automatisch auf besch\u00e4digte Dateien und l\u00e4dt nur fehlende oder ver\u00e4nderte Anteile nach. Wer eine Testversion vorab ausprobieren m\u00f6chte, kann mit dem Zusatz <code>-beta staging<\/code> oder <code>-beta aux01<\/code> auf die jeweiligen Vorabversions-Branches wechseln, bevor ein Update auf den Hauptzweig \u00fcbernommen wird. Das ist besonders nach gro\u00dfen monatlichen Rust-Updates sinnvoll, um Plugin-Kompatibilit\u00e4t vorab zu pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-4-ports-oeffnen-und-firewall-konfigurieren\">Schritt 4: Ports \u00f6ffnen und Firewall konfigurieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rust nutzt mehrere Ports f\u00fcr Spielverbindung, Server-Browser-Abfragen und Fernadministration. Der Query-Port darf laut offizieller Facepunch-Dokumentation niemals identisch mit dem Spielport sein \u2013 das ist einer der h\u00e4ufigsten Einrichtungsfehler \u00fcberhaupt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Port<\/th><th>Protokoll<\/th><th>Zweck<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>28015<\/td><td>UDP<\/td><td>Spielport \u2013 Verbindung der Clients zum Server<\/td><\/tr><tr><td>28016<\/td><td>UDP<\/td><td>Query-Port \u2013 Server-Browser-Sichtbarkeit, standardm\u00e4\u00dfig Spielport + 1<\/td><\/tr><tr><td>28017<\/td><td>TCP<\/td><td>RCON \u2013 Fernadministration und WebRCON<\/td><\/tr><tr><td>28082<\/td><td>TCP<\/td><td>Rust+ Companion-App (optional, App-Port)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Ubuntu\/Debian mit <code>ufw<\/code> \u00f6ffnen Sie die ben\u00f6tigten Ports so:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>sudo ufw allow 28015\/udp\nsudo ufw allow 28016\/udp\nsudo ufw allow 28017\/tcp\nsudo ufw enable<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">L\u00e4uft der Server bei einem Cloud-Anbieter, reicht die lokale Firewall allein nicht aus \u2013 zus\u00e4tzlich muss die Security Group oder das Cloud-Firewall-Profil im jeweiligen Anbieter-Dashboard dieselben Ports freigeben. Das ist die zweith\u00e4ufigste Ursache daf\u00fcr, dass eine technisch korrekt gestartete Installation von au\u00dfen nicht erreichbar ist. Notieren Sie sich beide Stellen (lokale Firewall und Cloud-Panel), bevor Sie mit der Fehlersuche beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den meisten deutschen und europ\u00e4ischen Cloud-Anbietern hei\u00dft die zweite Firewall-Ebene \u201eCloud Firewall&#8221;, \u201eSecurity Group&#8221; oder schlicht \u201eNetzwerkregeln&#8221; im Kundenpanel \u2013 die genaue Bezeichnung unterscheidet sich, das Prinzip bleibt aber gleich: eingehender Traffic muss explizit erlaubt werden, bevor er \u00fcberhaupt beim Betriebssystem und dessen lokaler <code>ufw<\/code>-Konfiguration ankommt. Wer beide Ebenen verwechselt, \u00f6ffnet h\u00e4ufig nur eine davon und wundert sich anschlie\u00dfend, warum der Server trotz \u201erichtiger&#8221; Firewall-Regel nicht erreichbar ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-5-startskript-erstellen\">Schritt 5: Startskript erstellen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Statt alle Parameter jedes Mal manuell einzutippen, b\u00fcndelt ein Startskript die komplette Konfiguration. Legen Sie im Installationsverzeichnis eine Datei <code>start.sh<\/code> an:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>#!\/bin\/bash\ncd \"$(dirname \"$0\")\"\n.\/RustDedicated -batchmode -nographics \\\n  +server.hostname \"Mein Rust Server\" \\\n  +server.port 28015 \\\n  +server.queryport 28016 \\\n  +server.identity \"server1\" \\\n  +server.level \"Procedural Map\" \\\n  +server.seed 12345 \\\n  +server.worldsize 4500 \\\n  +server.maxplayers 100 \\\n  +server.saveinterval 300 \\\n  +rcon.port 28017 \\\n  +rcon.password \"CHANGE_ME_SICHERES_PASSWORT\" \\\n  +rcon.web 1 \\\n  +server.secure 1<\/code><\/pre>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>chmod +x start.sh<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ersetzen Sie <code>CHANGE_ME_SICHERES_PASSWORT<\/code> unbedingt durch ein langes, einzigartiges Passwort \u2013 ein offener RCON-Port mit Standardpasswort ist ein beliebtes Einfallstor, um komplette Installationen zu \u00fcbernehmen oder zu l\u00f6schen. Ein Passwort-Manager mit Zufallsgenerator ist hier die richtige Wahl, kein selbst ausgedachtes Wort.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-6-karten-und-basiskonfiguration-festlegen\">Schritt 6: Karten- und Basiskonfiguration festlegen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drei Parameter bestimmen die Spielwelt: <code>server.seed<\/code> (ein Wert zwischen 0 und 2.147.483.647, der die prozedurale Generierung steuert), <code>server.level<\/code> (<code>\"Procedural Map\"<\/code> f\u00fcr eine zuf\u00e4llig generierte Welt, alternativ feste Karten wie <code>Barren<\/code> oder eigene <code>.map<\/code>-Dateien, etwa von Community-Bibliotheken wie RustMaps) und <code>server.worldsize<\/code> (Kantenl\u00e4nge der Karte, sinnvoller Bereich 1.000 bis 6.000). Bleiben Seed, Level und Worldsize identisch, generiert die Engine bei jedem Neustart exakt dieselbe Karte \u2013 praktisch, um vor dem eigentlichen Wipe-Tag auf einem Testsystem dieselbe Welt mit neuen Plugins durchzuprobieren, ohne \u00dcberraschungen im Livebetrieb zu riskieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><code>server.maxplayers<\/code> sollte zur Hardware passen: 50 bis 100 Spieler laufen auf der empfohlenen Konfiguration aus der Tabelle oben stabil, f\u00fcr 150 bis 200+ Spieler braucht es sp\u00fcrbar mehr CPU-Takt und RAM. Gr\u00f6\u00dfere Weltgr\u00f6\u00dfen verl\u00e4ngern zudem die Generierungszeit beim Boot sp\u00fcrbar \u2013 eine 6.000er-Karte kann auf schw\u00e4cherer Hardware mehrere Minuten l\u00e4nger brauchen als eine 3.000er. Alle Einstellungen lassen sich alternativ dauerhaft in einer <code>server.cfg<\/code> im Ordner <code>identity\/server1\/cfg\/<\/code> hinterlegen; Werte, die zur Laufzeit per RCON ge\u00e4ndert werden, \u00fcberschreiben die Startparameter, bis das System neu startet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-7-server-zum-ersten-mal-starten\">Schritt 7: Server zum ersten Mal starten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Starten Sie die Installation in einer <code>screen<\/code>-Sitzung, damit der Prozess auch nach dem Trennen der SSH-Verbindung weiterl\u00e4uft:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>screen -S rust .\/start.sh<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein erfolgreicher Start durchl\u00e4uft mehrere Ladephasen und endet mit einer Zeile, die den Betrieb als bereit markiert. Eine typische Ausgabe sieht so aus:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>Loading Rust Server Assemblies...\nFilename: linux\/RustDedicated\n[Server] server.compression [Enabled]\n[Boot] Delaying save to next frame\nGenerating new map [12345\/4500]\nServer startup complete\nListening on 0.0.0.0:28015<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verlassen Sie die Sitzung mit <code>Strg+A<\/code>, dann <code>D<\/code>, ohne den Prozess zu beenden. Mit <code>screen -r rust<\/code> steigen Sie jederzeit wieder in die laufende Konsole ein. Bei einer neuen, gro\u00dfen Weltgr\u00f6\u00dfe kann die erste Kartengenerierung je nach CPU mehrere Minuten dauern \u2013 ein scheinbar \u201eeingefrorenes&#8221; Terminal ohne neue Log-Zeilen ist in dieser Phase normal und kein Fehler.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-8-verbinden-und-admin-rechte-vergeben\">Schritt 8: Verbinden und Admin-Rechte vergeben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Verbinden \u00f6ffnen Sie im Rust-Client die Entwicklerkonsole (<code>F1<\/code>) und geben ein:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>client.connect IHRE-SERVER-IP:28015<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um sich selbst Admin-Rechte zu geben, brauchen Sie Ihre SteamID64 (\u00fcber Dienste wie steamid.io ermittelbar) und tragen sie direkt in der Konsole oder per RCON ein:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>ownerid IHRE_STEAMID64 \"Ihr Anzeigename\"\nmoderatorid IHRE_STEAMID64 \"Ihr Anzeigename\"<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><code>ownerid<\/code> vergibt vollen Zugriff auf alle Admin-Befehle (inklusive <code>noclip<\/code>, Godmode und Verwaltung), <code>moderatorid<\/code> beschr\u00e4nkt sich auf Moderationsbefehle wie Kick und Ban. F\u00fcr Teams mit mehreren Admins empfiehlt sich diese Abstufung, statt jedem vollen Owner-Zugriff zu geben \u2013 ein Prinzip minimaler Rechtevergabe, das sich aus der klassischen IT-Sicherheit eins zu eins auf Gaming-Infrastruktur \u00fcbertragen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-9-rcon-einrichten-und-fernsteuern\">Schritt 9: RCON einrichten und fernsteuern<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit <code>+rcon.web 1<\/code> aus dem Startskript ist WebRCON aktiv \u2013 eine browserbasierte Konsole, erreichbar \u00fcber den in <code>rcon.port<\/code> festgelegten Port (in diesem Beispiel 28017) und das gesetzte <code>rcon.password<\/code>. Alternativ funktionieren dedizierte RCON-Clients wie RustAdmin oder BeetleRCon mit denselben Zugangsdaten. \u00dcber RCON lassen sich Befehle ausf\u00fchren, ohne die SSH-Sitzung offen zu halten:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>status\nsay \"Serverneustart in 5 Minuten\"\nkick \"Spielername\" \"Grund\"\nbanid 12345678901234567 \"Spielername\" \"Grund\"\nserver.save<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da RCON vollen administrativen Zugriff erlaubt, sollte Port 28017 nur f\u00fcr vertrauensw\u00fcrdige IP-Adressen freigegeben werden, sofern der Cloud-Anbieter IP-Whitelisting unterst\u00fctzt \u2013 ein offener RCON-Port im gesamten Internet ist ein unn\u00f6tiges Risiko, das im Sicherheitskapitel weiter unten noch vertieft wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Admin-Teams verkn\u00fcpfen RCON zus\u00e4tzlich mit einem Discord-Webhook \u00fcber ein passendes Oxide- oder Carbon-Plugin, sodass Kick-, Ban- und Absturz-Ereignisse automatisch in einem privaten Kanal landen, statt die WebRCON-Konsole dauerhaft im Blick behalten zu m\u00fcssen. F\u00fcr kleinere Teams reicht das oft v\u00f6llig aus und ersetzt ein separates Monitoring-Tool in der Anfangsphase.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-10-autostart-mit-systemd-einrichten\">Schritt 10: Autostart mit systemd einrichten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein manuell in <code>screen<\/code> gestarteter Prozess \u00fcbersteht keinen Neustart des Hosts. Ein systemd-Dienst startet die Installation automatisch beim Booten und neu, falls der Prozess abst\u00fcrzt. Legen Sie dazu als Root <code>\/etc\/systemd\/system\/rust-server.service<\/code> an:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>[Unit]\nDescription=Rust Dedicated Server\nAfter=network.target\n\n[Service]\nUser=rustserver\nWorkingDirectory=\/home\/rustserver\/rust-server\nExecStart=\/home\/rustserver\/rust-server\/start.sh\nRestart=on-failure\nRestartSec=10\nLimitNOFILE=100000\n\n[Install]\nWantedBy=multi-user.target<\/code><\/pre>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>sudo systemctl daemon-reload\nsudo systemctl enable --now rust-server.service\njournalctl -u rust-server -f<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><code>journalctl -u rust-server -f<\/code> zeigt die Ausgabe live an \u2013 praktisch, um den Boot-Vorgang zu beobachten, ohne eine <code>screen<\/code>-Sitzung zu ben\u00f6tigen. Mit <code>systemctl restart rust-server<\/code> l\u00e4sst sich der Dienst danach jederzeit sauber neu starten, etwa nach einem Update. <code>Restart=on-failure<\/code> sorgt zus\u00e4tzlich daf\u00fcr, dass ein abgest\u00fcrzter Prozess automatisch nach zehn Sekunden neu hochf\u00e4hrt, statt bis zur n\u00e4chsten manuellen Pr\u00fcfung offline zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-11-modding-mit-oxide-oder-carbon\">Schritt 11: Modding mit Oxide oder Carbon<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Kits, Clan-Systeme oder Wirtschafts-Plugins f\u00fchrt kein Weg an einem Modding-Framework vorbei. 2026 stehen daf\u00fcr zwei Optionen zur Wahl, die sich beide direkt in das Installationsverzeichnis kopieren lassen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Kriterium<\/th><th>Oxide (uMod)<\/th><th>Carbon<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Status 2026<\/td><td>Wartungsmodus, aber bei jedem Rust-Update weiter aktualisiert<\/td><td>Aktive Weiterentwicklung, stark wachsende Nutzerbasis<\/td><\/tr><tr><td>Plugin-Bibliothek<\/td><td>Gr\u00f6\u00dfte verf\u00fcgbare Sammlung, \u00fcber Jahre gewachsen<\/td><td>Nahezu vollst\u00e4ndige Kompatibilit\u00e4t zu Oxide-Plugins in 2026<\/td><\/tr><tr><td>Performance<\/td><td>Referenzwert<\/td><td>Laut Benchmarks von <a href=\"https:\/\/space-node.net\/blog\/carbon-vs-oxide-rust-modding-framework-2026\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Space Node<\/a> 30\u201340 % schnellerer Boot<\/td><\/tr><tr><td>Installation<\/td><td>Release-Archiv in Server-Root entpacken<\/td><td>Release-Archiv plus Loader in Server-Root entpacken<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Oxide laden Sie das aktuelle Linux-Release von der offiziellen Projektseite herunter und entpacken das Archiv direkt in das Installationsverzeichnis \u2013 die Installation erg\u00e4nzt automatisch die notwendigen Harmony- und Oxide-Ordner. Nach einem Neustart zeigt die Konsole beim Boot zus\u00e4tzliche Oxide-Zeilen an, ein Zeichen, dass das Framework korrekt geladen wurde. Carbon wird \u00e4hnlich installiert: Release-Archiv vom offiziellen <a href=\"https:\/\/github.com\/CarbonCommunity\/Carbon\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CarbonCommunity-GitHub<\/a> herunterladen, in den Server-Root entpacken und den mitgelieferten Loader-Mechanismus aktivieren; ein Konsolenbefehl wie <code>c.version<\/code> best\u00e4tigt danach die erfolgreiche Installation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide Frameworks gleichzeitig zu installieren, f\u00fchrt zu Konflikten \u2013 ein Aufbau l\u00e4uft entweder mit Oxide oder mit Carbon, nicht mit beiden parallel. Wer bereits eine gro\u00dfe Plugin-Sammlung von einem alten Oxide-Setup mitbringt, sollte vor dem Wechsel zu Carbon bei den wichtigsten Plugin-Autoren pr\u00fcfen, ob deren Code offiziell als kompatibel gelistet ist, auch wenn die Parit\u00e4t 2026 laut Community-Benchmarks bei nahezu 100 % liegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Typische Einstiegs-Plugins decken meist dieselben Grundbed\u00fcrfnisse ab, unabh\u00e4ngig vom gew\u00e4hlten Framework: ein Kits-Plugin f\u00fcr Start- und Zeit-Ausr\u00fcstung, ein Economics- oder Shop-Plugin f\u00fcr eine serverinterne Wirtschaft, ein Clans-Plugin f\u00fcr Team-Verwaltung jenseits der nativen Rust-Teams, ein Zonen-Manager f\u00fcr gesch\u00fctzte Bau- oder PvE-Bereiche sowie ein Vanish-Plugin, mit dem Admins unsichtbar moderieren k\u00f6nnen, ohne den Spielfluss zu st\u00f6ren. Alle diese Kategorien existieren sowohl f\u00fcr Oxide als auch f\u00fcr Carbon; welches konkrete Plugin am Ende installiert wird, h\u00e4ngt von der gew\u00fcnschten Server-Variante aus dem Kapitel weiter oben ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein praktischer Hinweis f\u00fcr den Einstieg: Nicht alle Plugins auf einmal installieren, sondern einzeln nacheinander mit Neustart und kurzem Funktionstest. Bei Konflikten zwischen mehreren gleichzeitig neu installierten Plugins l\u00e4sst sich der \u00dcbelt\u00e4ter sonst nur m\u00fchsam per Ausschlussverfahren finden, w\u00e4hrend ein Plugin nach dem anderen die Fehlersuche im Zweifel auf eine einzige Log-Zeile reduziert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-12-wipe-zyklus-und-updates-automatisieren\">Schritt 12: Wipe-Zyklus und Updates automatisieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Facepunch erzwingt auf allen offiziellen Servern einen monatlichen Wipe am ersten Donnerstag des Monats um 19:00 UTC, gekoppelt an das monatliche Content-Update; dabei werden sowohl Karte als auch Blueprints zur\u00fcckgesetzt (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.rustbasedesign.com\/rust-wipe-schedule\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rust Wipe Schedule<\/a>). Die meisten Community-Betreiber \u00fcbernehmen diesen Rhythmus, weil ein Gro\u00dfteil der Spielerbasis sich danach richtet und aktiv nach frisch gewipten Karten sucht; zus\u00e4tzliche Zwischen-Wipes sind reine Betreiber-Entscheidung. Ein einfaches Wipe-Skript l\u00f6scht die Speicherdateien der aktuellen Identity und aktualisiert vor dem Neustart automatisch die Installation:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>#!\/bin\/bash\ncd \/home\/rustserver\/rust-server\nsystemctl stop rust-server\nsteamcmd +force_install_dir \/home\/rustserver\/rust-server +login anonymous +app_update 258550 validate +quit\nrm -f server\/server1\/*.sav*\nrm -f server\/server1\/*.map\nsystemctl start rust-server<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber <code>crontab -e<\/code> l\u00e4sst sich dieses Skript automatisch am ersten Donnerstag im Monat ausf\u00fchren. Da Cron keine native \u201eerster Donnerstag&#8221;-Syntax kennt, pr\u00fcft ein zus\u00e4tzlicher Tages-Check innerhalb des Skripts, ob der aktuelle Tag tats\u00e4chlich der erste Donnerstag ist, bevor der Wipe ausgef\u00fchrt wird. K\u00fcndigen Sie Wipe-Termine idealerweise vorher \u00fcber <code>say<\/code> per RCON oder einen verkn\u00fcpften Discord-Webhook an, damit Spieler nicht mitten in einem Firefight aus der Welt geworfen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Direkt nach einem angek\u00fcndigten Wipe ist mit einem deutlichen Andrang zu rechnen, da viele Spieler gezielt frisch gewipte Server suchen und sich in den ersten Stunden gleichzeitig verbinden. Wer <code>server.maxplayers<\/code> knapp an der Grenze der eigenen Hardware konfiguriert hat, sollte an Wipe-Tagen die CPU- und RAM-Auslastung besonders im Blick behalten, etwa per <code>htop<\/code> in einer zweiten SSH-Sitzung, um bei Bedarf fr\u00fchzeitig gegenzusteuern statt erst nach den ersten Beschwerden im Discord zu reagieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-13-backups-automatisieren\">Schritt 13: Backups automatisieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor jedem Update, jedem Plugin-Wechsel und jedem Wipe sollte automatisch ein Backup entstehen \u2013 gerade Oxide- und Carbon-Konfigurationen sind nach einem missgl\u00fcckten Update schnell verloren. Ein Cron-Job mit <code>tar<\/code> reicht f\u00fcr die meisten Setups aus:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>#!\/bin\/bash\nDATUM=$(date +%Y%m%d-%H%M)\nBACKUP_DIR=\/home\/rustserver\/backups\nmkdir -p \"$BACKUP_DIR\"\ntar -czf \"$BACKUP_DIR\/rust-backup-$DATUM.tar.gz\" \\\n  \/home\/rustserver\/rust-server\/server \\\n  \/home\/rustserver\/rust-server\/oxide \\\n  \/home\/rustserver\/rust-server\/carbon 2>\/dev\/null\nfind \"$BACKUP_DIR\" -name \"rust-backup-*.tar.gz\" -mtime +14 -delete<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die letzte Zeile l\u00f6scht automatisch Backups, die \u00e4lter als 14 Tage sind, damit der Speicherplatz nicht unkontrolliert w\u00e4chst. F\u00fcr produktive Systeme empfiehlt es sich, die erzeugten <code>.tar.gz<\/code>-Dateien zus\u00e4tzlich per <code>rsync<\/code> oder einem Cloud-Speicher-Client auf ein zweites System zu spiegeln \u2013 ein lokales Backup sch\u00fctzt nicht vor einem Totalausfall des Hosts, etwa bei einem Hardware-Defekt beim Provider.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"sicherheit-und-ddos-schutz-fuer-den-eigenen-server\">Sicherheit und DDoS-Schutz f\u00fcr den eigenen Server<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00d6ffentliche Spiele-Server sind ein realistisches Angriffsziel \u2013 gerade in Rust, wo Konkurrenz zwischen Clans oder Frust nach einem verlorenen Raid gelegentlich in DDoS-Angriffe gegen die IP-Adresse des Gegners umschl\u00e4gt. Wer selbst hostet, tr\u00e4gt dieses Risiko anders als bei einem spezialisierten Gameserver-Hoster meist komplett selbst, da generische VPS- und Root-Server-Angebote DDoS-Schutz h\u00e4ufig nicht automatisch inkludieren. Vor der Ports-Freigabe aus Schritt 4 lohnt sich deshalb ein Blick in die Tarifdetails des eigenen Cloud-Anbieters: Manche bieten einen einfachen Basis-Schutz gegen volumetrische Angriffe optional oder sogar kostenlos an, andere verlangen ein separates Upgrade oder einen vorgeschalteten Reverse-Proxy-Dienst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unabh\u00e4ngig vom Anbieter geh\u00f6ren diese Grundma\u00dfnahmen zu jedem sicheren Setup dazu:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>SSH ausschlie\u00dflich per Public-Key-Authentifizierung:<\/strong> Passwort-Login deaktivieren, root-Login per SSH sperren.<\/li><li><strong>Brute-Force-Schutz:<\/strong> <code>fail2ban<\/code> installieren oder zumindest die Verbindungsrate begrenzen, zum Beispiel mit <code>sudo ufw limit ssh<\/code>.<\/li><li><strong>RCON strikt isolieren:<\/strong> Port 28017 nur f\u00fcr bekannte Admin-IPs freigeben, niemals f\u00fcr \u201e0.0.0.0&#8243; \u00f6ffnen.<\/li><li><strong>Regelm\u00e4\u00dfige Updates:<\/strong> Sowohl das Betriebssystem (<code>apt upgrade<\/code>) als auch die Installation selbst (Schritt 3) zeitnah nach jedem Patch aktualisieren \u2013 veraltete St\u00e4nde sind ein bekanntes Einfallstor.<\/li><li><strong>Getrennte Zugangsdaten:<\/strong> RCON-Passwort, SSH-Schl\u00fcssel und ein eventueller Datenbank-Zugang f\u00fcr Wirtschafts-Plugins sollten unabh\u00e4ngig voneinander rotierbar sein.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Ma\u00dfnahmen ersetzen keinen dedizierten DDoS-Schutz auf Netzwerkebene, reduzieren aber die Angriffsfl\u00e4che f\u00fcr die deutlich h\u00e4ufigeren \u00dcbernahmeversuche \u00fcber RCON oder SSH erheblich \u2013 und die kosten im Gegensatz zu einem Anti-DDoS-Tarif nichts extra.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das Betriebssystem selbst verdient nach der Ersteinrichtung noch etwas Pflege: unattended-upgrades f\u00fcr sicherheitsrelevante Paketaktualisierungen einrichten, nicht ben\u00f6tigte Dienste auf dem Host deaktivieren und den SSH-Standardport nur dann \u00e4ndern, wenn das restliche Monitoring darauf eingestellt ist \u2013 reine \u201eSecurity by Obscurity&#8221; ersetzt keine der oben genannten Ma\u00dfnahmen, kann sie aber sinnvoll erg\u00e4nzen. Wer zus\u00e4tzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung f\u00fcr den SSH-Zugang einrichtet, etwa \u00fcber ein TOTP-PAM-Modul, schlie\u00dft auch das Risiko eines gestohlenen privaten Schl\u00fcssels weitgehend aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein regelm\u00e4\u00dfiger Blick in die Logs rundet die Absicherung ab: <code>journalctl -u rust-server<\/code> zeigt ungew\u00f6hnliche Verbindungsmuster oder wiederholte RCON-Login-Versuche, w\u00e4hrend <code>\/var\/log\/auth.log<\/code> fehlgeschlagene SSH-Anmeldungen protokolliert. Wer diese beiden Quellen nach der Ersteinrichtung einmal \u00fcberfliegt und danach in ein einfaches Log-Monitoring (etwa per <code>logwatch<\/code> oder einem t\u00e4glichen Cron-Report) \u00fcberf\u00fchrt, bemerkt Auff\u00e4lligkeiten meist Tage bevor sie zu einem echten Problem werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"server-mieten-oder-selbst-hosten-der-vergleich\">Server mieten oder selbst hosten: Der Vergleich<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer die Hardware-Anforderungen aus Schritt 1 und den Aufwand aus den Kapiteln zu Sicherheit und Backups scheut, kann alternativ ein fertiges Mietpaket bei einem Hosting-Anbieter buchen. Beim deutschen Anbieter ZAP-Hosting starten <a href=\"https:\/\/zap-hosting.com\/de\/rust-server-mieten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rust-Server-Mietpakete<\/a> bei 8,64 \u20ac pro Monat f\u00fcr kleinere Slot-Konfigurationen; gr\u00f6\u00dfere Pakete mit mehr Slots und RAM-Boost kosten entsprechend mehr. Die folgende Tabelle stellt beide Wege gegen\u00fcber:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Kriterium<\/th><th>Eigener VPS\/Root-Server<\/th><th>Gemietetes Mietpaket<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Kosten<\/td><td>Abh\u00e4ngig vom Cloud-Anbieter, meist nach RAM\/CPU einzeln kalkuliert<\/td><td>Ab 8,64 \u20ac\/Monat (ZAP-Hosting), skaliert mit Slots<\/td><\/tr><tr><td>Kontrolle<\/td><td>Vollst\u00e4ndig \u2013 Root-Zugriff, freie Wahl bei Oxide\/Carbon<\/td><td>Meist auf ein Anbieter-Panel beschr\u00e4nkt<\/td><\/tr><tr><td>DDoS-Schutz<\/td><td>Selten inklusive, muss aktiv dazugebucht werden<\/td><td>Bei den meisten Gameserver-Hostern im Preis enthalten<\/td><\/tr><tr><td>Wartungsaufwand<\/td><td>Updates, Firewall, Backups komplett in Eigenregie<\/td><td>Anbieter \u00fcbernimmt die Basisinfrastruktur<\/td><\/tr><tr><td>Setup-Zeit<\/td><td>Rund 30 Minuten nach dieser Anleitung<\/td><td>Wenige Minuten \u00fcber das Anbieter-Panel<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr einen Full-Pop-Aufbau mit 150+ Spielern und mehreren aktiven Plugins amortisiert sich ein leistungsstarker eigener VPS h\u00e4ufig schneller als ein vergleichbares Mietpaket, gerade \u00fcber mehrere Monate gerechnet. F\u00fcr den ersten eigenen Versuch oder wenn Zeit f\u00fcr Wartung fehlt, ist ein Mietpaket mit inkludiertem DDoS-Schutz und Support dagegen oft der pragmatischere Einstieg \u2013 die technischen Grundlagen aus dieser Anleitung helfen in beiden F\u00e4llen, weil auch gemietete Pakete meist Zugriff auf Start-Parameter, RCON und Mod-Ordner erlauben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein gangbarer Mittelweg f\u00fcr wachsende Communitys: mit einem g\u00fcnstigen Mietpaket starten, um die eigene Spielerbasis ohne gro\u00dfes Risiko aufzubauen, und erst bei konstant hoher Auslastung auf einen selbst verwalteten Root-Server umziehen. Die in dieser Anleitung beschriebenen Startparameter, die Karten-Konfiguration aus Schritt 6 und die Plugin-Struktur aus Schritt 11 lassen sich dabei nahezu unver\u00e4ndert auf die neue Umgebung \u00fcbertragen, sodass ein sp\u00e4terer Umzug keinen kompletten Neuaufbau der Konfiguration erfordert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"haeufige-fehler-beim-setup\">H\u00e4ufige Fehler beim Setup<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Stolperfallen tauchen in Community-Foren und Support-Tickets immer wieder auf:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Query-Port identisch mit Spielport:<\/strong> Facepunch erlaubt das technisch nicht \u2013 der Prozess startet zwar, taucht aber nicht in der \u00f6ffentlichen Serverliste auf.<\/li><li><strong>RCON-Passwort im Klartext committed:<\/strong> Wird das Startskript in ein \u00f6ffentliches Git-Repository hochgeladen, ist das Passwort sofort kompromittiert \u2013 Installationen k\u00f6nnen dann komplett gel\u00f6scht werden.<\/li><li><strong>Firewall nur lokal ge\u00f6ffnet:<\/strong> <code>ufw<\/code>-Regeln allein reichen bei Cloud-Servern nicht; ohne passende Security-Group-Regel bleibt alles von au\u00dfen unerreichbar.<\/li><li><strong><code>server.secure<\/code> deaktiviert:<\/strong> Ohne aktives Easy Anti-Cheat verweigern viele Clients die Verbindung oder der Eintrag wird als unsicher markiert.<\/li><li><strong>Zu gro\u00dfe Weltgr\u00f6\u00dfe auf zu schwacher Hardware:<\/strong> Eine Worldsize von 6.000 auf einem 8-GB-System f\u00fchrt zu Out-of-Memory-Abst\u00fcrzen direkt beim Boot.<\/li><li><strong>Oxide und Carbon gleichzeitig installiert:<\/strong> Beide Frameworks greifen in dieselben Prozesse ein \u2013 der Start schl\u00e4gt dann fehl oder das Verhalten wird instabil.<\/li><li><strong>Kein Autostart konfiguriert:<\/strong> Ohne systemd-Dienst bleibt alles nach einem Host-Neustart oder Absturz einfach offline, oft stundenlang unbemerkt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"fehlerbehebung-die-haeufigsten-probleme-und-loesungen\">Fehlerbehebung: Die h\u00e4ufigsten Probleme und L\u00f6sungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Falls die Installation nach der Einrichtung nicht wie erwartet l\u00e4uft, helfen diese Pr\u00fcfschritte:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Eintrag erscheint nicht in der Serverliste:<\/strong> Query-Port pr\u00fcfen (muss vom Spielport abweichen), Firewall- und Router-\/NAT-Weiterleitung kontrollieren.<\/li><li><strong>\u201eConnection Failed&#8221; beim Client:<\/strong> IP und Spielport erneut pr\u00fcfen, testen ob Port 28015\/UDP tats\u00e4chlich extern erreichbar ist, <code>server.secure<\/code> muss aktiv sein.<\/li><li><strong>Absturz beim Boot mit Speicherfehler:<\/strong> RAM reicht f\u00fcr die gew\u00e4hlte Weltgr\u00f6\u00dfe nicht aus \u2013 <code>server.worldsize<\/code> reduzieren oder Arbeitsspeicher aufstocken.<\/li><li><strong>RCON verbindet nicht:<\/strong> <code>rcon.port<\/code> und <code>rcon.password<\/code> im Startskript mit den Werten im RCON-Tool abgleichen, TCP-Port in der Firewall freigeben.<\/li><li><strong>Oxide-Plugins laden nicht mehr:<\/strong> Nach einem Rust-Update ist meist die Oxide-Version veraltet \u2013 aktuelles Release erneut in den Server-Root entpacken.<\/li><li><strong>Carbon meldet eine inkompatible Version:<\/strong> Carbon-Builds folgen Rust-Patches oft mit wenigen Tagen Verzug \u2013 kurz auf ein Update warten oder \u00fcbergangsweise auf Oxide wechseln.<\/li><li><strong>SteamCMD bricht mit Statusfehler ab:<\/strong> <code>+app_update 258550 validate<\/code> erneut ausf\u00fchren und freien Festplattenspeicher pr\u00fcfen \u2013 ein h\u00e4ufiger Ausl\u00f6ser f\u00fcr abgebrochene Downloads.<\/li><li><strong>Nach dem Wipe sind alte Strukturen noch sichtbar:<\/strong> Meist wurden nicht alle <code>.sav<\/code>&#8211; und <code>.map<\/code>-Dateien der aktuellen Identity gel\u00f6scht, oder das Wipe-Skript zeigt auf den falschen Ordner.<\/li><li><strong>systemd-Dienst startet nicht:<\/strong> Pfade und den <code>User<\/code>-Eintrag in der Unit-Datei pr\u00fcfen, Details liefert <code>journalctl -u rust-server -e<\/code>.<\/li><li><strong>Hohe Latenz trotz guter Hardware:<\/strong> Anzahl aktiver Plugins reduzieren, Save-Interval pr\u00fcfen und die Netzwerkanbindung des Hosts testen \u2013 oft liegt es nicht an der Rust-Installation selbst, sondern am Provider-Uplink.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"profi-tipps-fuer-einen-stabilen-rust-server\">Profi-Tipps f\u00fcr einen stabilen Rust-Server<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer eine Installation dauerhaft und mit wachsender Community betreiben will, profitiert von einigen Praktiken, die \u00fcber die reine Grundeinrichtung hinausgehen. Ein zweites, identisch konfiguriertes Testsystem mit demselben Seed und derselben Worldsize erlaubt es, neue Plugin-Versionen oder Konfigurations\u00e4nderungen vor dem eigentlichen Wipe-Tag risikofrei zu testen, statt den Livebetrieb zu gef\u00e4hrden. NVMe-Speicher verk\u00fcrzt die Kartengenerierung bei gro\u00dfen Weltgr\u00f6\u00dfen sp\u00fcrbar gegen\u00fcber klassischen SSDs \u2013 bei Worldsize 4.500 oder gr\u00f6\u00dfer ein messbarer Unterschied beim Boot nach jedem Wipe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Externes Monitoring \u00fcber Tools, die den WebRCON-Port abfragen, oder \u00f6ffentliche Tracker wie BattleMetrics benachrichtigen Admin-Teams fr\u00fchzeitig bei einem Absturz, statt dass Spieler den Ausfall zuerst im Discord melden. Log-Rotation f\u00fcr die RustDedicated-Logs verhindert, dass die Festplatte \u00fcber Monate hinweg voll\u00e4uft \u2013 ein einfacher <code>logrotate<\/code>-Eintrag reicht daf\u00fcr meist aus. Bei stark plugin-lastigen Setups lohnt sich der Wechsel zu Carbon wegen der Performance-Vorteile beim Boot, vorausgesetzt alle eingesetzten Plugins unterst\u00fctzen das Framework bereits. Und schlie\u00dflich: Ein Wipe-Rhythmus, der sich am offiziellen Facepunch-Termin orientiert, erleichtert es neuen Spielern, den eigenen Server \u00fcberhaupt erst zu finden, weil viele aktiv nach frisch gewipten Welten an genau diesem Tag suchen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"checkliste-fuer-die-ersten-24-stunden\">Checkliste f\u00fcr die ersten 24 Stunden<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem ersten erfolgreichen Boot ist die Arbeit nicht ganz abgeschlossen \u2013 die folgenden Punkte sollten innerhalb des ersten Tages gepr\u00fcft werden, bevor gr\u00f6\u00dfere Spielerzahlen dazukommen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Sichtbarkeit testen:<\/strong> Taucht der Eintrag im offiziellen Rust-Server-Browser sowie bei BattleMetrics auf? Falls nicht, zur\u00fcck zu Schritt 4 und Query-Port sowie Firewall-Regeln pr\u00fcfen.<\/li><li><strong>EAC-Status kontrollieren:<\/strong> Ein Testclient sollte sich ohne Warnhinweis zu unsicheren Servern verbinden k\u00f6nnen.<\/li><li><strong>RCON-Zugriff verifizieren:<\/strong> Von einer Admin-IP aus per WebRCON oder RustAdmin einloggen und einen harmlosen Befehl wie <code>status<\/code> ausf\u00fchren.<\/li><li><strong>Backup-Job testen:<\/strong> Das Skript aus Schritt 13 einmal manuell auslaufen lassen und die erzeugte <code>.tar.gz<\/code>-Datei stichprobenartig entpacken.<\/li><li><strong>systemd-Neustart simulieren:<\/strong> Mit <code>sudo systemctl restart rust-server<\/code> pr\u00fcfen, ob der Dienst zuverl\u00e4ssig wieder hochf\u00e4hrt.<\/li><li><strong>Wipe-Termin eintragen:<\/strong> Den n\u00e4chsten ersten Donnerstag im Kalender oder Cron-Job hinterlegen und Spielern fr\u00fchzeitig kommunizieren.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst wenn alle sechs Punkte best\u00e4tigt sind, sollte der Server-Name aktiv in Discord-Communitys oder Server-Listen beworben werden \u2013 nichts vertreibt neue Spieler schneller als ein Eintrag, der offline geht, sobald die ersten zehn Personen gleichzeitig verbunden sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sinnvoll ist au\u00dferdem ein kurzer Testlauf mit zwei oder drei Freunden, bevor die Installation \u00f6ffentlich beworben wird: Gemeinsam einloggen, ein paar Ressourcen abbauen, eine Basis anlegen und dabei gezielt Admin-Befehle wie <code>kick<\/code> und <code>banid<\/code> aus Schritt 9 einmal durchspielen. Ein solcher Trockenlauf deckt erfahrungsgem\u00e4\u00df mehr praktische Kinderkrankheiten auf als jede Checkliste allein \u2013 von falsch gesetzten Berechtigungen bis zu Plugins, die sich gegenseitig st\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"komplettes-beispiel-setup-zum-nachbauen\">Komplettes Beispiel-Setup zum Nachbauen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die folgende Zusammenfassung b\u00fcndelt die Schritte 1 bis 5 sowie 10 in der richtigen Reihenfolge als durchgehendes Setup, das sich direkt auf einem frischen Ubuntu-22.04-System nachbauen l\u00e4sst:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code># 1-2: System vorbereiten und SteamCMD installieren\nsudo apt update &amp;&amp; sudo apt upgrade -y\nsudo useradd -m -s \/bin\/bash rustserver\nsudo dpkg --add-architecture i386\nsudo add-apt-repository multiverse\nsudo apt update\nsudo apt install lib32gcc-s1 steamcmd screen -y\n\n# 3: Als rustserver-Nutzer die Dateien herunterladen\nsu - rustserver\nmkdir -p ~\/rust-server\nsteamcmd +force_install_dir ~\/rust-server +login anonymous +app_update 258550 validate +quit\n\n# 4: Firewall (als root\/sudo-Nutzer)\nsudo ufw allow 28015\/udp\nsudo ufw allow 28016\/udp\nsudo ufw allow 28017\/tcp\nsudo ufw limit ssh\nsudo ufw enable\n\n# 5-6: Startskript mit Basis- und Kartenkonfiguration\ncat > ~\/rust-server\/start.sh << 'EOF'\n#!\/bin\/bash\ncd \"$(dirname \"$0\")\"\n.\/RustDedicated -batchmode -nographics \\\n  +server.hostname \"Mein Rust Server\" \\\n  +server.port 28015 \\\n  +server.queryport 28016 \\\n  +server.identity \"server1\" \\\n  +server.level \"Procedural Map\" \\\n  +server.seed 12345 \\\n  +server.worldsize 4500 \\\n  +server.maxplayers 100 \\\n  +server.saveinterval 300 \\\n  +rcon.port 28017 \\\n  +rcon.password \"CHANGE_ME_SICHERES_PASSWORT\" \\\n  +rcon.web 1 \\\n  +server.secure 1\nEOF\nchmod +x ~\/rust-server\/start.sh\n\n# 10: Autostart per systemd (als root\/sudo-Nutzer)\nsudo tee \/etc\/systemd\/system\/rust-server.service << 'EOF'\n[Unit]\nDescription=Rust Dedicated Server\nAfter=network.target\n\n[Service]\nUser=rustserver\nWorkingDirectory=\/home\/rustserver\/rust-server\nExecStart=\/home\/rustserver\/rust-server\/start.sh\nRestart=on-failure\nRestartSec=10\nLimitNOFILE=100000\n\n[Install]\nWantedBy=multi-user.target\nEOF\nsudo systemctl daemon-reload\nsudo systemctl enable --now rust-server.service\njournalctl -u rust-server -f<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach diesem Setup l\u00e4uft ein einsatzbereites System mit automatischem Neustart. Oxide oder Carbon (Schritt 11), das Wipe-Skript (Schritt 12) und die Backup-Automatisierung (Schritt 13) lassen sich anschlie\u00dfend unabh\u00e4ngig erg\u00e4nzen, sobald Grundbetrieb und Erreichbarkeit best\u00e4tigt sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"haeufig-gestellte-fragen\">H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"wie-viel-ram-braucht-ein-rust-server-wirklich\">Wie viel RAM braucht ein Rust-Server wirklich?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Facepunchs eigene Dokumentation nennt 12 GB freien Arbeitsspeicher als Richtwert, w\u00e4hrend viele Hosting-Anleitungen kleine Aufbauten bereits mit 4\u20138 GB betreiben. In der Praxis h\u00e4ngt der Bedarf stark von Weltgr\u00f6\u00dfe und Spielerzahl ab \u2013 f\u00fcr einen Standard-Aufbau mit 4.500er-Worldsize sind 16 GB eine sichere Empfehlung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"ist-rust-server-hosting-kostenlos-moeglich\">Ist Rust-Server-Hosting kostenlos m\u00f6glich?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Software selbst ist \u00fcber SteamCMD kostenlos. Kosten entstehen ausschlie\u00dflich f\u00fcr die Hardware \u2013 entweder als eigener Root-Server\/VPS oder als Mietpaket bei einem Hosting-Anbieter, wo Angebote laut ZAP-Hosting bei rund 8,64 \u20ac pro Monat beginnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"wie-oft-wird-gewiped\">Wie oft wird gewiped?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Facepunch erzwingt auf offiziellen Servern einen Wipe am ersten Donnerstag jedes Monats um 19:00 UTC, inklusive Blueprint-Reset. Die meisten Community-Betreiber \u00fcbernehmen diesen Rhythmus, zus\u00e4tzliche Zwischen-Wipes sind eine freie Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"brauche-ich-einen-steam-account-fuer-die-installation\">Brauche ich einen Steam-Account f\u00fcr die Installation?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein. Die Installation \u00fcber SteamCMD erfolgt mit einem anonymen Login, da Facepunch die Dateien \u00f6ffentlich bereitstellt. Ein Steam-Account wird nur zum Spielen als Client ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"laeuft-das-ganze-auch-unter-windows\">L\u00e4uft das Ganze auch unter Windows?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, RustDedicated ist sowohl f\u00fcr Linux als auch f\u00fcr Windows verf\u00fcgbar. Diese Anleitung konzentriert sich auf Linux, da die meisten VPS- und Root-Server-Angebote in Deutschland auf Distributionen wie Ubuntu oder Debian basieren und g\u00fcnstiger sind als Windows-Server-Lizenzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-ist-der-unterschied-zwischen-oxide-und-carbon\">Was ist der Unterschied zwischen Oxide und Carbon?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oxide (uMod) ist das etablierte Framework mit der gr\u00f6\u00dften Plugin-Bibliothek, befindet sich aber im Wartungsmodus. Carbon ist die aktiv weiterentwickelte Alternative mit 2026 nahezu vollst\u00e4ndiger Plugin-Kompatibilit\u00e4t zu Oxide und laut Benchmarks sp\u00fcrbar schnelleren Boot-Zeiten. Beide lassen sich nicht gleichzeitig auf demselben System betreiben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"wie-viele-spieler-vertraegt-ein-rust-server\">Wie viele Spieler vertr\u00e4gt ein Rust-Server?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><code>server.maxplayers<\/code> l\u00e4sst sich frei setzen, in der Praxis limitiert die Hardware die realistische Obergrenze. Mit der empfohlenen Konfiguration (6\u20138 Kerne, 16 GB RAM) sind 100 bis 150 gleichzeitige Spieler stabil realisierbar, f\u00fcr 200+ Spieler braucht es entsprechend leistungsf\u00e4higere Hardware.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"ist-easy-anti-cheat-pflicht\">Ist Easy Anti-Cheat Pflicht?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Praktisch ja: <code>server.secure 1<\/code> aktiviert EAC und sollte auf \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Installationen immer eingeschaltet bleiben. Ohne aktives EAC verweigern viele Clients die Verbindung oder der Eintrag gilt als unsicher, was ihn f\u00fcr die meiste Spielerbasis unattraktiv macht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"wie-schuetze-ich-meinen-server-vor-ddos-angriffen\">Wie sch\u00fctze ich meinen Server vor DDoS-Angriffen?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein vollst\u00e4ndiger Schutz erfordert meist einen spezialisierten Anti-DDoS-Tarif beim Hosting-Anbieter oder einen vorgeschalteten Reverse-Proxy-Dienst, da sich volumetrische Angriffe auf Netzwerkebene kaum selbst abwehren lassen. SSH-H\u00e4rtung, ein isolierter RCON-Zugriff und zeitnahe Updates aus dem Sicherheitskapitel dieser Anleitung reduzieren zumindest die Angriffsfl\u00e4che f\u00fcr gezielte \u00dcbernahmeversuche erheblich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"kann-ich-mehrere-server-auf-derselben-maschine-betreiben\">Kann ich mehrere Server auf derselben Maschine betreiben?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, solange jede Instanz eine eigene <code>server.identity<\/code>, eigene Ports (Spiel-, Query- und RCON-Port) und ausreichend zus\u00e4tzliche Hardware-Ressourcen bekommt. Am saubersten gelingt das mit einer eigenen Kopie des Installationsverzeichnisses und einer eigenen systemd-Unit-Datei pro Instanz, damit sich die Prozesse nicht gegenseitig \u00fcberschreiben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-passiert-mit-meinen-plugins-bei-einem-rust-update\">Was passiert mit meinen Plugins bei einem Rust-Update?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gr\u00f6\u00dfere Rust-Updates \u00e4ndern gelegentlich interne Schnittstellen, auf die Oxide- und Carbon-Plugins zugreifen. In der Regel folgt das jeweilige Framework mit einem Update innerhalb weniger Stunden bis Tage, einzelne Plugins k\u00f6nnen trotzdem vor\u00fcbergehend Fehler werfen, bis auch deren Autoren nachziehen. Ein Backup vor jedem gro\u00dfen Update (Schritt 13) und ein Testsystem f\u00fcr die ersten Stunden nach dem Patch vermeiden b\u00f6se \u00dcberraschungen auf dem Live-System.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"related-coverage\">Related Coverage<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"https:\/\/shattered.io\/de\/dayz-server-erstellen\/\">DayZ Server erstellen: 12 Schritte, 30 Min<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/shattered.io\/de\/satisfactory-server-erstellen\/\">Satisfactory Server erstellen: 12 Schritte, 30 Min<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/shattered.io\/de\/fivem-server-erstellen\/\">FiveM Server erstellen: 12 Schritte, 30 Min<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/shattered.io\/de\/palworld-server-erstellen\/\">Palworld Server erstellen: 12 Schritte, 30 Min<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/shattered.io\/de\/ark-survival-ascended-server-erstellen\/\">ARK Survival Ascended Server: 12 Schritte, 30 Min<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/shattered.io\/de\/category\/gaming\/\">Weitere Gaming-Artikel im \u00dcberblick<\/a><\/li><\/ul>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rust geh\u00f6rt auch 2026 zu den meistgespielten Survival-Titeln auf Steam: Im 30-Tage-Durchschnitt z\u00e4hlt SteamCharts rund 103.730 gleichzeitige Spieler, der Allzeit-Rekord liegt bei 262.284 Concurrent Playern am 2. Januar 2025. 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