{"id":518,"date":"2026-07-15T12:42:13","date_gmt":"2026-07-15T12:42:13","guid":{"rendered":"https:\/\/shattered.io\/de\/moonlight-vs-steam-link\/"},"modified":"2026-07-15T23:45:09","modified_gmt":"2026-07-15T23:45:09","slug":"moonlight-vs-steam-link","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shattered.io\/de\/moonlight-vs-steam-link\/","title":{"rendered":"Moonlight vs Steam Link: 4K120 vs 4K60, beide gratis [2026]"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer heute PC-Spiele auf den Fernseher, das Tablet oder ein altes Smartphone bringen will, landet fast immer bei zwei Namen: <strong>Moonlight<\/strong> (zusammen mit dem Host <strong>Sunshine<\/strong>) und <strong>Steam Link<\/strong>. Beide L\u00f6sungen sind komplett kostenlos, beide streamen Spiele in Echtzeit \u00fcber das Heimnetzwerk \u2013 und beide haben 2026 einen entscheidenden Umbruch hinter sich: Nvidias offizielles GameStream-Protokoll ist tot, Steam Link hat mit einem AV1- und HDR-Update nachgezogen, und Sunshine hat sich als einziger praxistauglicher Moonlight-Host etabliert. Wer also &#8220;Moonlight vs Steam Link&#8221; sucht, bekommt selten eine aktuelle Antwort. Dieser Vergleich liefert sie: mit verifizierten technischen Daten, echten GitHub-Kennzahlen, einem Praxis-Latenztest und einer klaren Kaufempfehlung f\u00fcr 2026.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz zusammengefasst: <strong>Moonlight<\/strong> ist ein Open-Source-Client, der mit dem separat zu installierenden Host <strong>Sunshine<\/strong> gekoppelt wird und maximale Kontrolle \u00fcber Bitrate, Codec und Bildrate erlaubt \u2013 bis zu 4K und 120 Bilder pro Sekunde. <strong>Steam Link<\/strong> ist fest in den Steam-Client von Valve eingebaut, ben\u00f6tigt keine separate Host-Software und ist in unter zwei Minuten startklar \u2013 deckelt aber auf den meisten Ger\u00e4ten bei 60 fps. Welche L\u00f6sung die richtige ist, h\u00e4ngt davon ab, ob man volle Kontrolle oder maximale Einfachheit sucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide L\u00f6sungen richten sich an eine wachsende Zielgruppe: Spielerinnen und Spieler, die einen leistungsstarken Gaming-PC besitzen, diesen aber nicht im Wohnzimmer stehen haben wollen. Statt Kabel durch die Wohnung zu verlegen oder L\u00fcfterger\u00e4usche neben dem Fernseher zu ertragen, bleibt der PC im Arbeitszimmer oder Keller \u2013 gestreamt wird \u00fcber das Heimnetz oder, mit etwas mehr Aufwand, auch von unterwegs. Dieser Artikel ordnet beide Optionen technisch ein, vergleicht sie anhand von Herstellerangaben, GitHub-Kennzahlen und unabh\u00e4ngigen Praxistests und zeigt am Ende, f\u00fcr welchen Anwendungsfall welches Tool die bessere Wahl ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"warum-self-hosted-game-streaming-2026-wieder-im-trend-liegt\">Warum Self-Hosted Game-Streaming 2026 wieder im Trend liegt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Trend zum Selbst-Hosten beschr\u00e4nkt sich l\u00e4ngst nicht mehr auf Nextcloud-Server oder eigene Passwort-Tresore. Auch beim Gaming setzen immer mehr Nutzer auf Eigenkontrolle statt Cloud-Abo. Ein Grund daf\u00fcr ist die anhaltende Speicherkrise: Wie shattered.io im Artikel zur <a href=\"\/de\/speicherkrise-2026-grafikkarten-ram-preise\/\">RAM- und Grafikkarten-Preisentwicklung 2026<\/a> dokumentiert hat, sind die Anschaffungskosten f\u00fcr neue Gaming-Hardware sp\u00fcrbar gestiegen \u2013 wer bereits einen leistungsf\u00e4higen PC besitzt, will dessen Investition maximal ausreizen, statt zus\u00e4tzlich f\u00fcr ein Cloud-Gaming-Abo zu zahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt ein Sicherheits- und Datenschutzaspekt, der auf einer Plattform wie shattered.io besonders schwer wiegt: Bei Moonlight und Sunshine verl\u00e4sst kein einziges Bild, kein Tastendruck und keine Maussteuerung das eigene Netzwerk in Richtung eines fremden Rechenzentrums. Alles, was \u00fcbertragen wird, bleibt entweder im heimischen WLAN oder \u2013 bei Fernzugriff per Mesh-VPN \u2013 in einem verschl\u00fcsselten Tunnel zwischen genau zwei selbst kontrollierten Ger\u00e4ten. Cloud-Gaming-Anbieter verarbeiten dagegen zwangsl\u00e4ufig Kontodaten, Zahlungsinformationen und teils auch Eingabemuster auf ihrer eigenen Infrastruktur. F\u00fcr Nutzer, die diesen Kontrollverlust nicht hinnehmen wollen, ist Self-Hosting keine Nische mehr, sondern eine ernstzunehmende Alternative.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die schiere Verbreitung beider Projekte spricht f\u00fcr den Trend: Zusammen kommen Moonlight und Sunshine auf GitHub mittlerweile auf \u00fcber <strong>57.000 Sterne<\/strong> \u2013 mehr, als viele kommerzielle Streaming-Startups je an Nutzerbasis vorweisen konnten. Beide Projekte werden zudem aktiv weiterentwickelt: Sunshine folgt mit seinem CalVer-Versionsschema einem beinahe monatlichen Release-Rhythmus, zuletzt mit der Version vom 16. Mai 2026. Wer sich also f\u00fcr eine der beiden L\u00f6sungen entscheidet, kann sich auf eine lebendige, gut gepflegte Codebasis verlassen und nicht auf ein Projekt, das morgen eingestellt wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-ist-moonlight-der-offene-standard-fuers-pc-streaming\">Was ist Moonlight? Der offene Standard f\u00fcrs PC-Streaming<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Moonlight ist ein <strong>quelloffener Client<\/strong>, der urspr\u00fcnglich als Nachbau von Nvidias GameStream-Protokoll entstand. Das Projekt liegt auf GitHub unter <a href=\"https:\/\/github.com\/moonlight-stream\/moonlight-qt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">github.com\/moonlight-stream\/moonlight-qt<\/a> und steht unter der GPL-3.0-Lizenz. Stand Juli 2026 z\u00e4hlt das Repository <strong>17.879 Sterne<\/strong> und 1.165 Forks \u2013 ein deutliches Zeichen daf\u00fcr, wie fest sich Moonlight in der Homebrew- und Emulations-Community etabliert hat. Die aktuelle Version ist <strong>v6.1.0<\/strong> (ver\u00f6ffentlicht am 17. September 2024, insgesamt 48 Releases).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch verspricht Moonlight laut offizieller Projektseite <a href=\"https:\/\/moonlight-stream.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">moonlight-stream.org<\/a> Streaming bis zu 4K mit HDR, bis zu 120 Bildern pro Sekunde und die M\u00f6glichkeit, V-Sync f\u00fcr minimale Latenz zu deaktivieren. Unterst\u00fctzt werden die Codecs H.264, HEVC und AV1 \u2013 wobei AV1 einen Sunshine-Host mit AV1-f\u00e4higem Hardware-Encoder voraussetzt (Nvidia RTX-40-Serie oder neuer, Intel Arc, AMD RX-7000-Serie oder neuer). Dazu kommen 7.1-Raumklang und Unterst\u00fctzung f\u00fcr bis zu 16 gleichzeitige Gamepads inklusive Force Feedback.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der eigentliche Trumpf von Moonlight ist die schiere <strong>Plattformbreite<\/strong>: Windows, macOS, Linux, die alte Steam-Link-Hardware, Raspberry Pi 4, iOS, Apple TV, Android, Nintendo Switch, PS Vita, Wii U und LG-webOS-Fernseher werden offiziell unterst\u00fctzt, dazu Community-Builds f\u00fcr Raspberry Pi 5, Nvidia Jetson, weitere ARM-Einplatinencomputer und sogar RISC-V-Boards. Sogar auf der Xbox l\u00e4sst sich Moonlight nutzen \u2013 allerdings nur \u00fcber einen inoffiziellen Community-Port (<a href=\"https:\/\/github.com\/TheElixZammuto\/moonlight-xbox\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">github.com\/TheElixZammuto\/moonlight-xbox<\/a>), installierbar \u00fcber die &#8220;Moonlight UWP&#8221;-App im Microsoft Store oder per Sideload im Entwicklermodus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-ist-sunshine-der-host-unterbau-hinter-moonlight\">Was ist Sunshine? Der Host-Unterbau hinter Moonlight<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Moonlight ist nur die halbe Geschichte. Ohne einen Host, der das Bild einf\u00e4ngt, kodiert und \u00fcber das Netzwerk sendet, bleibt der Client nutzlos. Genau diese Rolle \u00fcbernimmt <strong>Sunshine<\/strong>, entwickelt vom LizardByte-Team und quelloffen unter <a href=\"https:\/\/github.com\/LizardByte\/Sunshine\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">github.com\/LizardByte\/Sunshine<\/a> verf\u00fcgbar. Auch hier beeindrucken die Zahlen: <strong>39.255 Sterne<\/strong> und 2.102 Forks (Stand Juli 2026), ebenfalls GPL-3.0-lizenziert. Die aktuelle Version tr\u00e4gt die Kennung <strong>v2026.516.143833<\/strong>, ver\u00f6ffentlicht am 16. Mai 2026 \u2013 Sunshine nutzt ein CalVer-Versionsschema, bei dem Jahr und Datum direkt im Versionsnamen stecken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sunshine l\u00e4uft auf Windows, Linux, macOS und FreeBSD und nutzt je nach verbauter Grafikkarte unterschiedliche Hardware-Encoder: NVENC bei Nvidia, AMF bei AMD unter Windows, VAAPI bei AMD und Intel unter Linux und FreeBSD, Quick Sync bei Intel unter Windows sowie VideoToolbox bei Apple-Hardware unter macOS. F\u00fcr HDR-Streaming gilt eine Mindestanforderung: AMD VCE 3.4 oder neuer, Intel HD Graphics 730 oder neuer, beziehungsweise eine Nvidia-Pascal-Generation oder neuer. Die Einrichtung erfolgt komplett \u00fcber eine Weboberfl\u00e4che, in der Zugangsdaten festgelegt und Ger\u00e4te gekoppelt werden \u2013 dazu sp\u00e4ter mehr im Einrichtungs-Abschnitt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig f\u00fcr die Einordnung: Sunshine ist <strong>kostenlos<\/strong>, quelloffen und wird von einer aktiven Community weiterentwickelt. Wer eine App-Store-typische Installation aus einer Hand erwartet, muss sich umgew\u00f6hnen \u2013 Sunshine ist Systemsoftware, kein Klick-und-fertig-Produkt. Das erkl\u00e4rt auch, warum Steam Link im direkten Vergleich f\u00fcr viele Einsteiger attraktiver wirkt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-ist-steam-link-valves-eingebaute-loesung\">Was ist Steam Link? Valves eingebaute L\u00f6sung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Steam Link<\/strong> ist Valves hauseigene Antwort auf dasselbe Problem \u2013 fest in den Steam-Client integriert und laut eigener Store-Beschreibung \u00fcber ein &#8220;eigenes latenzarmes Netzwerkprotokoll&#8221; realisiert. Die &#8220;Remote Play Together&#8221;-Funktion erlaubt es sogar, mit mehreren Freunden gemeinsam ein einziges gekauftes Spiel zu teilen, ganz ohne dass jeder eine eigene Kopie besitzen muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Steam Link hat eine bewegte Geschichte: Die gleichnamige <strong>Hardware<\/strong> startete im November 2015 parallel zu den ersten Steam Machines f\u00fcr 49,99 US-Dollar, angetrieben von einem bescheidenen Marvell-DE3005-A1-Chip mit 1,0 GHz, 256 MB RAM, 4 GB Speicher und einer Vivante-GC1000-Grafikeinheit unter Linux-Kernel 3.8. Im November 2018 stellte Valve die Hardware ein und verramschte Restbest\u00e4nde f\u00fcr 2,50 US-Dollar. Die Software lebte jedoch weiter: Android-App ab Mai 2018, iOS und tvOS ab Mai 2019, Linux auf ARM ab Dezember 2018, Windows ab 4. Februar 2021, macOS und Linux auf x86-64 ab M\u00e4rz 2021, eine native Meta-Quest-VR-App ab 30. November 2023 und weitere Android-Headset-Unterst\u00fctzung ab September 2025.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein entscheidender Meilenstein war <strong>&#8220;Steam Link Anywhere&#8221;<\/strong> im M\u00e4rz 2019: Seitdem funktioniert Streaming auch \u00fcber das Internet hinaus, ohne dass Nutzer manuell Ports am Router freigeben m\u00fcssen \u2013 Valve \u00fcbernimmt das Relay \u00fcber die eigene Infrastruktur. Genau dieser Punkt wird im Sicherheitsabschnitt weiter unten noch wichtig. Die Samsung-Smart-TV-App wurde im November 2023 eingestellt, daf\u00fcr deckt Steam Link heute Android, iOS, Apple TV, Windows, macOS, Linux, Meta Quest und Apple Vision Pro ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"das-ende-von-nvidia-gamestream-warum-sunshine-heute-pflicht-ist\">Das Ende von NVIDIA GameStream \u2013 warum Sunshine heute Pflicht ist<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Punkt sorgt in vielen \u00e4lteren Anleitungen f\u00fcr Verwirrung: Urspr\u00fcnglich war Moonlight als Client f\u00fcr <strong>Nvidias eigenes GameStream-Protokoll<\/strong> gedacht, das \u00fcber GeForce Experience direkt auf Nvidia-Grafikkarten lief. Dieses Protokoll ist seit dem <strong>29. M\u00e4rz 2023<\/strong> tot \u2013 ein damals verpflichtendes Update f\u00fcr die Nvidia Shield TV entfernte GameStream endg\u00fcltig aus dem \u00d6kosystem, wie unter anderem <a href=\"https:\/\/www.pcworld.com\/article\/1439096\/nvidia-shield-tv-gamestream.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PCWorld<\/a> und XDA-Developers berichteten. Nvidia ersetzt GeForce Experience zudem schrittweise durch die neue NVIDIA App, die GameStream gar nicht erst wieder aufgreift.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Konsequenz: <strong>Sunshine ist 2026 die einzige realistische moderne Host-L\u00f6sung f\u00fcr Moonlight<\/strong> \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob im Rechner eine Nvidia-, AMD- oder Intel-Grafikkarte steckt. Das ist sogar ein Vorteil gegen\u00fcber der alten Nvidia-exklusiven L\u00f6sung, weil Sunshine plattformunabh\u00e4ngig funktioniert. Mehrere \u00e4ltere Ratgeber-Artikel im Netz empfehlen aber weiterhin, Moonlight \u00fcber GeForce Experience und GameStream einzurichten \u2013 das ist schlicht veraltet und f\u00fchrt ins Leere. Wer heute nach &#8220;Moonlight einrichten&#8221; sucht, sollte ausschlie\u00dflich Sunshine als Host verwenden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"moonlight-vs-steam-link-die-technischen-daten-im-vergleich\">Moonlight vs Steam Link: Die technischen Daten im Vergleich<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die folgende Tabelle stellt alle relevanten technischen Eckdaten von Moonlight\/Sunshine und Steam Link gegen\u00fcber \u2013 Stand Juli 2026, alle Werte gegen offizielle Quellen und GitHub-API-Daten gepr\u00fcft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Kriterium<\/th><th>Moonlight + Sunshine<\/th><th>Steam Link<\/th><\/tr><\/thead><tbody>\n<tr><td>Entwickler<\/td><td>Community (Moonlight-Team \/ LizardByte)<\/td><td>Valve<\/td><\/tr>\n<tr><td>Lizenz<\/td><td>Open Source (GPL-3.0)<\/td><td>Propriet\u00e4r, kostenlos<\/td><\/tr>\n<tr><td>Host erforderlich<\/td><td>Ja, Sunshine muss separat installiert werden<\/td><td>Nein, im Steam-Client bereits enthalten<\/td><\/tr>\n<tr><td>Preis<\/td><td>0 \u20ac<\/td><td>0 \u20ac<\/td><\/tr>\n<tr><td>Maximale Bildrate<\/td><td>bis 120 fps (clientabh\u00e4ngig)<\/td><td>60 fps (120 fps nur nativ auf Apple Vision Pro)<\/td><\/tr>\n<tr><td>Maximale Aufl\u00f6sung<\/td><td>bis 4K mit HDR<\/td><td>bis 4K, HDR seit November 2024<\/td><\/tr>\n<tr><td>Unterst\u00fctzte Codecs<\/td><td>H.264, HEVC, AV1<\/td><td>H.264, HEVC, AV1 (seit November 2024)<\/td><\/tr>\n<tr><td>Nicht-Steam-Spiele<\/td><td>Ja, komplette Desktop-Freigabe ohne Steam-Konto<\/td><td>Nur als &#8220;Nicht-Steam-Spiel&#8221;-Verkn\u00fcpfung<\/td><\/tr>\n<tr><td>VR-Unterst\u00fctzung<\/td><td>Nein, kein nativer VR-Client<\/td><td>Ja, native Meta-Quest- und Vision-Pro-Apps<\/td><\/tr>\n<tr><td>Fernzugriff \u00fcbers Internet<\/td><td>Portweiterleitung, IPv6 oder Mesh-VPN (z. B. Tailscale)<\/td><td>&#8220;Steam Link Anywhere&#8221; \u00fcber Valve-Relay, kein Port n\u00f6tig<\/td><\/tr>\n<tr><td>GitHub-Sterne (Juli 2026)<\/td><td>Sunshine 39.255 \/ Moonlight-Client 17.879<\/td><td>Closed Source, keine \u00f6ffentlichen Repo-Daten<\/td><\/tr>\n<tr><td>Aktuelle Version<\/td><td>Sunshine v2026.516.143833 (16.05.2026), Moonlight v6.1.0 (17.09.2024)<\/td><td>Teil des laufend aktualisierten Steam-Clients<\/td><\/tr>\n<tr><td>Einrichtungsdauer (typisch)<\/td><td>10\u201320 Minuten (zwei Programme, PIN-Pairing)<\/td><td>unter 2 Minuten (nur Steam n\u00f6tig)<\/td><\/tr>\n<\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"bildrate-und-aufloesung-im-detail\">Bildrate und Aufl\u00f6sung im Detail<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der auff\u00e4lligste Unterschied in der Tabelle ist die Bildrate. Moonlight dokumentiert 120 fps als Standardobergrenze \u00fcber seine gesamte Client-Basis hinweg \u2013 vorausgesetzt, Quellrechner, Netzwerk und Zielger\u00e4t spielen mit. Steam Link dagegen deckelt auf praktisch <strong>jedem<\/strong> Client bei 60 fps, mit genau einer Ausnahme: der nativen App f\u00fcr Apple Vision Pro unter visionOS. Wer also auf einem Windows-PC, Android-Handy, Fire-TV-Stick oder sonstigem Steam-Link-Client unterwegs ist, bleibt bei maximal 60 Bildern pro Sekunde, selbst wenn 4K, HDR und AV1 gleichzeitig aktiv sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Valve selbst warnt in der eigenen Dokumentation, dass 4K bei 60 fps &#8220;einen leistungsstarken Rechner, ein kabelgebundenes Netzwerk und ein sehr gutes Client-Ger\u00e4t&#8221; voraussetzt. Wer diese Voraussetzungen nicht erf\u00fcllt, sollte ohnehin niedrigere Presets w\u00e4hlen \u2013 unabh\u00e4ngig davon, welches der beiden Tools zum Einsatz kommt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"codecs-und-bildqualitaet\">Codecs und Bildqualit\u00e4t<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis November 2024 lag Steam Link bei Codec-Unterst\u00fctzung und HDR sp\u00fcrbar hinter Moonlight zur\u00fcck. Das \u00e4nderte sich mit einem gro\u00dfen Update, das laut <a href=\"https:\/\/www.androidauthority.com\/steam-link-android-app-update-3499056\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Android Authority<\/a> AV1-Codec-Streaming und HDR-Unterst\u00fctzung brachte (Windows-Host vorausgesetzt, nur im &#8220;Enhanced&#8221;-Preset f\u00fcr 1080p und 4K, nicht im Standard-Tier), au\u00dferdem Kompatibilit\u00e4t mit \u00fcber 500 weiteren Android-Ger\u00e4ten, netzwerktestbasierte Qualit\u00e4tsempfehlungen sowie Fehlerbehebungen f\u00fcr den Switch-Pro-Controller und Android-TV-Surround-Sound. Seit diesem Update sind Moonlight und Steam Link bei Codecs und HDR nahezu gleichauf \u2013 die Bildrate bleibt der einzige durchgehende Unterschied.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"latenz-im-praxistest-was-wirklich-messbar-ist\">Latenz im Praxistest: Was wirklich messbar ist<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaum ein Aspekt dieses Vergleichs wird online so unseri\u00f6s behandelt wie die Latenz. Zahlreiche Artikel kursieren mit auff\u00e4llig pr\u00e4zisen Werten wie &#8220;8 ms&#8221; oder &#8220;14 bis 16 ms&#8221; \u2013 diese Zahlen lassen sich fast immer auf eine einzige, wiederholt f\u00fcr erfundene Gaming-Daten aufgefallene Quelle zur\u00fcckf\u00fchren oder auf unbelegte KI-Zusammenfassungen ohne echten Testaufbau. Redaktionell verl\u00e4ssliche, tats\u00e4chlich zurechenbare Messungen sind deutlich seltener und deutlich vorsichtiger formuliert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Praxistest von <a href=\"https:\/\/www.xda-developers.com\/sunshine-moonlight-vs-parsec\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">XDA-Developers<\/a> im direkten Vergleich mit dem kommerziellen Streaming-Tool Parsec kam zu dem Ergebnis, dass das &#8220;Sunshine- und Moonlight-Setup im LAN etwas besser&#8221; abschnitt als Parsec, insbesondere bei Mikrorucklern und wahrgenommener Eingabeverz\u00f6gerung. Ein zus\u00e4tzlicher, \u00f6ffentlich dokumentierter Community-Test (Poco-F3-Smartphone \u00fcber 5-GHz-WLAN, Moonlight mit H.265 bei 3 Mbit\/s und 1080p) ma\u00df eine durchschnittliche Latenz von rund 24 Millisekunden mit gelegentlichen Spitzen bis 60 Millisekunden sowie eine reine Client-Decodierzeit von 0,24 Millisekunden. Das ist als einzelner Praxis-Datenpunkt zu verstehen, nicht als kontrollierter Laborbenchmark \u2013 aber immerhin ein Wert mit nachvollziehbarem Testaufbau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der deutsche IT-Verlag heise.de hat Moonlight und Sunshine in einem <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Den-PC-auf-den-Fernseher-streamen-Klappt-super-Moonlight-Sunshine-im-Test-9610216.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eigenen Praxistest<\/a> ausprobiert und kam zu einem positiven Eindruck: Im eigenen Testaufbau sei &#8220;keine merkliche Verz\u00f6gerung&#8221; aufgefallen, w\u00e4hrend fr\u00fchere Erfahrungen mit Valves Remote Play als durchwachsen beschrieben wurden \u2013 ausdr\u00fccklich als pers\u00f6nliche Erfahrung und nicht als Laborvergleich formuliert. Diese Einordnung ist wichtig: Beide Systeme reagieren stark auf WLAN-Qualit\u00e4t, Router-Hardware und die Leistungsf\u00e4higkeit des Host-Rechners. Wer belastbare Ergebnisse will, sollte lieber selbst im eigenen Netzwerk testen, statt sich auf einzelne Millisekunden-Angaben aus dem Netz zu verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vier Faktoren bestimmen in der Praxis \u00fcber gef\u00fchlte Latenz, unabh\u00e4ngig davon, welches der beiden Tools zum Einsatz kommt: erstens die <strong>Verbindungsart<\/strong> (kabelgebundenes Gigabit-Ethernet schl\u00e4gt WLAN praktisch immer, 5-GHz- oder 6-GHz-WLAN schl\u00e4gt wiederum 2,4 GHz deutlich), zweitens die <strong>Kodierhardware<\/strong> des Host-Rechners (ein aktueller NVENC-Encoder kodiert sp\u00fcrbar schneller als \u00e4ltere Software-Encoder), drittens die gew\u00e4hlte <strong>Bitrate<\/strong> (h\u00f6here Bitrate bedeutet bessere Bildqualit\u00e4t, aber auch mehr Daten pro Frame und damit potenziell mehr Verarbeitungszeit) und viertens die <strong>Auslastung des Host-Rechners<\/strong> w\u00e4hrend des Streamings selbst, etwa durch parallel laufende Programme. Wer these vier Stellschrauben kennt, kann die Latenz in der Praxis oft st\u00e4rker beeinflussen als durch die Wahl zwischen Moonlight und Steam Link allein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"bitrate-und-netzwerk-richtig-einstellen\">Bitrate und Netzwerk richtig einstellen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein oft untersch\u00e4tzter Vorteil von Moonlight: Die Bitrate l\u00e4sst sich manuell in feinen Schritten einstellen, w\u00e4hrend Steam Link \u00fcberwiegend automatisch anhand eines Netzwerktests entscheidet. Wer die Kontrolle selbst \u00fcbernehmen will, sollte sich an groben Richtwerten orientieren, die sich in der Praxis bew\u00e4hrt haben und die sich an offiziellen Empfehlungen von Moonlight und Sunshine orientieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Verbindung<\/th><th>Empfohlene Aufl\u00f6sung<\/th><th>Richtwert Bitrate<\/th><th>Realistische Bildrate<\/th><\/tr><\/thead><tbody>\n<tr><td>Kabelgebundenes Gigabit-LAN<\/td><td>4K<\/td><td>50\u2013150 Mbit\/s<\/td><td>bis 120 fps (nur Moonlight)<\/td><\/tr>\n<tr><td>WLAN 5 GHz \/ Wi-Fi 6<\/td><td>1440p\u20134K<\/td><td>30\u201380 Mbit\/s<\/td><td>60\u2013120 fps<\/td><\/tr>\n<tr><td>WLAN 2,4 GHz<\/td><td>1080p<\/td><td>10\u201320 Mbit\/s<\/td><td>30\u201360 fps<\/td><\/tr>\n<tr><td>Fernzugriff \u00fcber Mesh-VPN (Glasfaser-Upload)<\/td><td>1080p\u20131440p<\/td><td>15\u201335 Mbit\/s<\/td><td>60 fps<\/td><\/tr>\n<tr><td>Fernzugriff \u00fcber Mesh-VPN (VDSL-Upload)<\/td><td>720p\u20131080p<\/td><td>5\u201310 Mbit\/s<\/td><td>30\u201360 fps<\/td><\/tr>\n<\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Werte sind Ausgangspunkte, keine Garantien \u2013 die tats\u00e4chlich erreichbare Qualit\u00e4t h\u00e4ngt immer auch vom Host-Rechner, dem verwendeten Router und der Auslastung des restlichen Heimnetzwerks ab. Praktikabel ist es, mit einem mittleren Wert zu starten, testweise ein grafisch anspruchsvolles Spiel zu streamen und die Bitrate schrittweise zu erh\u00f6hen, bis erste Bildfehler oder Rucker auftreten \u2013 dann einen Schritt zur\u00fcckzugehen. Steam Link nimmt diese Feinabstimmung dem Nutzer gr\u00f6\u00dftenteils ab, was den einfacheren Einstieg erkl\u00e4rt, aber auch bedeutet, dass technisch versierte Nutzer mit Moonlight mehr Leistung aus derselben Netzwerkverbindung herausholen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"plattform-unterstuetzung-im-detail\">Plattform-Unterst\u00fctzung im Detail<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch bei der Ger\u00e4teabdeckung unterscheiden sich beide L\u00f6sungen deutlich. Die folgende Tabelle zeigt, welche Plattformen offiziell unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Plattform<\/th><th>Moonlight<\/th><th>Steam Link<\/th><\/tr><\/thead><tbody>\n<tr><td>Windows<\/td><td>Ja<\/td><td>Ja<\/td><\/tr>\n<tr><td>macOS<\/td><td>Ja<\/td><td>Ja<\/td><\/tr>\n<tr><td>Linux (x86-64)<\/td><td>Ja<\/td><td>Ja<\/td><\/tr>\n<tr><td>Android<\/td><td>Ja<\/td><td>Ja<\/td><\/tr>\n<tr><td>iOS \/ tvOS<\/td><td>Ja<\/td><td>Ja<\/td><\/tr>\n<tr><td>Apple Vision Pro<\/td><td>Nein<\/td><td>Ja (inkl. 120 fps)<\/td><\/tr>\n<tr><td>Meta Quest 2\/3\/Pro<\/td><td>Nein<\/td><td>Ja (natives VR-App, Hand-Tracking)<\/td><\/tr>\n<tr><td>Raspberry Pi<\/td><td>Ja (4 offiziell, 5 als Community-Build)<\/td><td>Nein<\/td><\/tr>\n<tr><td>Nintendo Switch<\/td><td>Ja (Homebrew)<\/td><td>Nein<\/td><\/tr>\n<tr><td>Xbox One\/Series S|X<\/td><td>Ja (inoffizieller Community-Port)<\/td><td>Nein<\/td><\/tr>\n<tr><td>LG webOS Smart-TV<\/td><td>Ja<\/td><td>Nein<\/td><\/tr>\n<tr><td>Chromebooks<\/td><td>Ja<\/td><td>Eingeschr\u00e4nkt \u00fcber Android-App<\/td><\/tr>\n<\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Muster ist klar erkennbar: Steam Link deckt die verbreitetsten Alltagsger\u00e4te solide ab und punktet zus\u00e4tzlich exklusiv bei VR-Headsets. Moonlight dagegen erreicht praktisch <strong>jedes Ger\u00e4t mit einem Prozessor<\/strong> \u2013 von ausgemusterten Handheld-Konsolen \u00fcber Raspberry-Pi-Bastelprojekte bis zur Xbox. F\u00fcr Bastler, Retro-Handheld-Fans und alle, die alte Hardware wiederverwenden wollen, ist Moonlight damit praktisch alternativlos.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"vr-streaming-und-zusatzfunktionen\">VR-Streaming und Zusatzfunktionen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Bereich, in dem Steam Link uneingeschr\u00e4nkt vorn liegt, ist <strong>VR-Streaming<\/strong>. Valve bietet native Apps f\u00fcr Meta Quest 2, Quest 3 und Quest Pro (Hand-Tracking-Unterst\u00fctzung seit Oktober 2024) sowie eine eigene visionOS-App f\u00fcr Apple Vision Pro \u2013 und genau dort, exklusiv auf der Vision Pro, erlaubt Steam Link auch die eingangs erw\u00e4hnten 120 fps. Wer also ein <a href=\"\/de\/steam-frame-vs-meta-quest-3\/\">VR-Headset wie die Meta Quest 3<\/a> besitzt und PC-VR-Spiele drahtlos streamen will, kommt an Steam Link kaum vorbei \u2013 Moonlight bietet daf\u00fcr schlicht keinen nativen Client.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Streaming von Nicht-Steam-Inhalten dreht sich das Bild wieder: Moonlight \u00fcbertr\u00e4gt standardm\u00e4\u00dfig den <strong>gesamten Desktop<\/strong> des Host-Rechners, ganz ohne Steam-Konto oder -Bibliothek. Das ist ideal f\u00fcr Emulatoren, Epic-Games-Store-Titel, GOG-Spiele oder klassische Programme. Steam Link erlaubt \u00c4hnliches nur \u00fcber den Umweg, das jeweilige Programm zun\u00e4chst als &#8220;Nicht-Steam-Spiel&#8221; in der eigenen Bibliothek zu hinterlegen \u2013 funktioniert, ist aber ein zus\u00e4tzlicher Schritt bei jeder neuen Anwendung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"einrichtung-schritt-fuer-schritt-moonlight-und-sunshine-installieren\">Einrichtung Schritt f\u00fcr Schritt: Moonlight und Sunshine installieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einrichtung von Steam Link ersch\u00f6pft sich im Wesentlichen darin, die App auf dem Zielger\u00e4t zu installieren, sich mit demselben Steam-Konto anzumelden und den Host-PC auszuw\u00e4hlen, auf dem Steam bereits l\u00e4uft. Moonlight und Sunshine brauchen etwas mehr Vorbereitung, sind daf\u00fcr aber in 10 bis 20 Minuten komplett eingerichtet:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Sunshine von <a href=\"https:\/\/github.com\/LizardByte\/Sunshine\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">github.com\/LizardByte\/Sunshine<\/a> auf dem leistungsst\u00e4rkeren Rechner (dem k\u00fcnftigen Host) herunterladen und installieren.<\/li>\n<li>Nach der Installation \u00f6ffnet sich automatisch die Sunshine-Weboberfl\u00e4che unter <code>https:\/\/localhost:47990<\/code> \u2013 dort Benutzername und Passwort f\u00fcr den Zugriff festlegen.<\/li>\n<li>Firewall-Freigaben best\u00e4tigen, falls Windows oder die Linux-Firewall danach fragt (siehe Portliste im Sicherheitsabschnitt unten).<\/li>\n<li>Moonlight von <a href=\"https:\/\/moonlight-stream.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">moonlight-stream.org<\/a> auf dem Zielger\u00e4t (Fernseher, Handy, Handheld, Laptop) installieren.<\/li>\n<li>Moonlight starten \u2013 im selben Netzwerk sollte der Sunshine-Host automatisch per mDNS erscheinen.<\/li>\n<li>Host antippen, die auf dem Bildschirm angezeigte PIN in die Sunshine-Weboberfl\u00e4che eintragen, das Ger\u00e4t benennen und koppeln.<\/li>\n<li>Zur\u00fcck in Moonlight: gew\u00fcnschte Anwendung w\u00e4hlen (Desktop oder direkt ein einzelnes Spiel) und Streaming starten.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr alle, die Sunshine dauerhaft im Hintergrund laufen lassen wollen, empfiehlt sich die Einrichtung als Dienst statt als manuell gestartetes Programm. Unter Linux l\u00e4sst sich das mit systemd erledigen, unter Windows \u00fcber die integrierte Autostart-Option der Sunshine-Installation.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code># Beispiel: Sunshine-Ports unter Linux mit UFW freigeben\nsudo ufw allow 47984\/tcp\nsudo ufw allow 47989\/tcp\nsudo ufw allow 48010\/tcp\nsudo ufw allow 47998:48000\/udp\nsudo ufw allow 48002\/udp\nsudo ufw allow 48010\/udp\nsudo ufw reload<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Freigaben sind nur im <strong>lokalen Netzwerk<\/strong> notwendig oder sinnvoll. F\u00fcr Zugriff von unterwegs gilt eine andere Empfehlung \u2013 dazu jetzt mehr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"sicherheit-und-fernzugriff-ports-pin-pairing-und-tailscale\">Sicherheit und Fernzugriff: Ports, PIN-Pairing und Tailscale<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr ein sicherheitsorientiertes Publikum ist dieser Abschnitt der wichtigste des ganzen Vergleichs. Beide Systeme setzen f\u00fcr neue Ger\u00e4te auf ein <strong>PIN-Pairing<\/strong>-Verfahren \u2013 ohne physischen Zugriff auf den angezeigten Code l\u00e4sst sich kein fremdes Ger\u00e4t koppeln. Der entscheidende Unterschied liegt aber darin, wie Zugriff <strong>von au\u00dferhalb des Heimnetzwerks<\/strong> funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8220;Steam Link Anywhere&#8221; leitet den gesamten Fernzugriff \u00fcber <strong>Valves eigene Relay-Infrastruktur<\/strong>. Praktisch bedeutet das: Am Heimrouter muss kein einziger Port ge\u00f6ffnet werden, was das Angriffsfl\u00e4chen-Risiko f\u00fcr Laien sp\u00fcrbar reduziert. Der Nachteil: Nutzer vertrauen dabei implizit auf Valves Serverinfrastruktur als Vermittler.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sunshine hat <strong>kein \u00e4quivalentes Relay<\/strong>. Die offizielle Moonlight-Dokumentation (<a href=\"https:\/\/github.com\/moonlight-stream\/moonlight-docs\/wiki\/Setup-Guide\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Setup-Guide auf GitHub<\/a>) nennt f\u00fcr Fernzugriff drei Optionen: klassische Portweiterleitung am Router, native IPv6-Konnektivit\u00e4t oder ein Mesh-VPN wie ZeroTier oder <strong>Tailscale<\/strong> \u2013 Letzteres wird explizit auf der offiziellen Projektseite empfohlen. Die direkte Portweiterleitung von Sunshines Ports (TCP 47984\/47989\/48010, UDP 47998\u201348000\/48002\/48010) ins offene Internet ist dabei die riskanteste Variante, weil der Sunshine-Dienst dann unmittelbar aus dem Netz erreichbar ist. Deutlich sicherer: ein Mesh-VPN wie Tailscale einrichten, das Host und Client so verbindet, als bef\u00e4nden sie sich im selben privaten Netzwerk \u2013 ganz ohne offene Ports am Router.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code># Beispiel: Tailscale auf Host und Client installieren (Linux)\ncurl -fsSL https:\/\/tailscale.com\/install.sh | sh\nsudo tailscale up\n\n# Danach ist der Sunshine-Host unter seiner\n# Tailscale-IP (100.x.x.x) auch von unterwegs erreichbar \u2013\n# ganz ohne Portfreigabe am Heimrouter.<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mesh-VPNs wie Tailscale bauen dabei technisch auf dem quelloffenen WireGuard-Protokoll auf, das f\u00fcr seine schlanke Codebasis und geringe Latenz bekannt ist \u2013 ein Grund, warum sich diese L\u00f6sung f\u00fcr Echtzeit-Anwendungen wie Game-Streaming besser eignet als klassische, schwergewichtigere VPN-Protokolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein oft \u00fcbersehener Vorteil beider selbst gehosteten L\u00f6sungen gegen\u00fcber Cloud-Gaming-Diensten: Weder Moonlight noch Sunshine senden Spiel- oder Videodaten an Drittserver. Das Bild bleibt im eigenen Heimnetzwerk beziehungsweise \u2013 bei Tailscale \u2013 in einem verschl\u00fcsselten Tunnel zwischen den eigenen Ger\u00e4ten. Cloud-Streaming-Dienste wie GeForce Now oder Xbox Cloud Gaming verarbeiten dagegen zwangsl\u00e4ufig Eingaben und teils auch Kontodaten auf Servern der Anbieter. F\u00fcr Nutzer, die dem eigenen Netzwerk mehr vertrauen als einer Cloud-Infrastruktur, ist das ein handfester Pluspunkt f\u00fcr Moonlight und Sunshine.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Netzqualit\u00e4t zu Hause spielt f\u00fcr den Fernzugriff eine Rolle. Laut Bundesministerium f\u00fcr Digitales und Staatsmodernisierung lag die <strong>Glasfaser-Verf\u00fcgbarkeit<\/strong> in Deutschland Mitte 2025 bei rund 42,9 Prozent aller Haushalte (<a href=\"https:\/\/bmds.bund.de\/aktuelles\/aktuelle-meldungen\/detail\/neue-zahlen-zum-glasfaserausbau-in-deutschland-veroeffentlicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bmds.bund.de<\/a>), aktuellere Auswertungen von <a href=\"https:\/\/www.verivox.de\/internet\/nachrichten\/glasfaser-ausbau-49-prozent-der-privaten-haushalte-erreicht-1121604\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verivox<\/a> beziffern die Quote 2026 bereits auf rund 49 Prozent, mit einer Prognose der Bundesnetzagentur von 55 bis 60 Prozent bis Jahresende. Wer zu Hause bereits Glasfaser hat, profitiert beim Fernzugriff per Tailscale von sp\u00fcrbar stabilerer Upload-Bandbreite als \u00fcber klassisches VDSL \u2013 ein Argument, das bei der Wahl zwischen Moonlight und dem eher robusten, adaptiven Steam-Link-Relay durchaus mitspielen sollte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"preise-im-vergleich-kostenlos-gegen-cloud-gaming-abos\">Preise im Vergleich: Kostenlos gegen Cloud-Gaming-Abos<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der gr\u00f6\u00dfte gemeinsame Nenner zwischen Moonlight, Sunshine und Steam Link: Alle drei kosten <strong>0 Euro<\/strong>, ganz ohne Abo-Stufen oder versteckte Kosten. Das unterscheidet diese Kategorie fundamental von kommerziellen Streaming-Alternativen \u2013 sowohl von bezahlten Eigen-Hosting-Tools als auch von Cloud-Gaming-Abos, die den eigenen PC komplett ersetzen. Die folgende Tabelle ordnet die Optionen ein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>L\u00f6sung<\/th><th>Preis<\/th><th>Modell<\/th><th>Anmerkung<\/th><\/tr><\/thead><tbody>\n<tr><td>Moonlight (Client)<\/td><td>0 \u20ac<\/td><td>Open Source<\/td><td>Ben\u00f6tigt eigenen Host-PC mit Sunshine<\/td><\/tr>\n<tr><td>Sunshine (Host)<\/td><td>0 \u20ac<\/td><td>Open Source<\/td><td>L\u00e4uft auf vorhandenem Gaming-PC<\/td><\/tr>\n<tr><td>Steam Link<\/td><td>0 \u20ac<\/td><td>Kostenlos in Steam integriert<\/td><td>Setzt laufenden Host-PC mit Steam voraus<\/td><\/tr>\n<tr><td>Parsec (Free)<\/td><td>0 \u20ac<\/td><td>Free-Tier<\/td><td>60 fps, ein Freigabelink, verschl\u00fcsseltes P2P<\/td><\/tr>\n<tr><td>Parsec Warp<\/td><td>ab 8,33 $\/Monat (j\u00e4hrlich) bzw. 9,99 $\/Monat<\/td><td>Abo<\/td><td>Mehrere Monitore, 4:4:4-Farbe, Privatsph\u00e4re-Modus<\/td><\/tr>\n<tr><td>Parsec Teams<\/td><td>30\u201335 $\/Monat<\/td><td>Abo pro Nutzer<\/td><td>F\u00fcr kleine Teams\/Firmen<\/td><\/tr>\n<tr><td>GeForce Now Performance<\/td><td>9,99 $\/Monat<\/td><td>Cloud-Streaming-Abo<\/td><td>Kein eigener Gaming-PC n\u00f6tig<\/td><\/tr>\n<tr><td>GeForce Now Ultimate<\/td><td>19,99 $\/Monat<\/td><td>Cloud-Streaming-Abo<\/td><td>RTX-5080-Cloud-Server, 4K\/120 fps<\/td><\/tr>\n<tr><td>Xbox Game Pass Ultimate<\/td><td>20,99 \u20ac (DE) \/ 22,99 $ (US)<\/td><td>Cloud-Gaming + Bibliotheks-Abo<\/td><td>Cloud-Streaming inklusive, kein Host-PC n\u00f6tig<\/td><\/tr>\n<\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Unterschied zur zweiten Kategorie ist entscheidend: Moonlight, Sunshine und Steam Link setzen zwingend <strong>einen eigenen, bereits vorhandenen Gaming-PC<\/strong> voraus, den sie lediglich an andere Bildschirme &#8220;verl\u00e4ngern&#8221;. Cloud-Gaming-Abos wie <a href=\"\/de\/geforce-now-vs-xbox-cloud-gaming\/\">GeForce Now oder Xbox Cloud Gaming<\/a> ersetzen den eigenen Rechner dagegen komplett durch Server in einem Rechenzentrum \u2013 daf\u00fcr monatlich zwischen 10 und 20 US-Dollar beziehungsweise rund 21 Euro. Wer bereits einen potenten PC besitzt, spart sich mit Moonlight oder Steam Link dieses laufende Abo komplett.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"7-praxisbeispiele-wer-nutzt-was-wofuer\">7 Praxisbeispiele: Wer nutzt was wof\u00fcr?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Theorie ist die eine Seite \u2013 in der Praxis entscheidet meist ein sehr konkretes Szenario dar\u00fcber, welches Tool die bessere Wahl ist. Sieben typische Beispiele:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Wohnzimmer-Gaming \u00fcber Steam:<\/strong> Wer ausschlie\u00dflich Steam-Spiele vom B\u00fcro-PC auf den Wohnzimmer-Fernseher bringen will, ist mit Steam Link in unter zwei Minuten startklar \u2013 ganz ohne zus\u00e4tzliche Software auf dem Host. Genau dieses Szenario deckt Valves L\u00f6sung so gut ab, dass sich der Umweg \u00fcber Sunshine f\u00fcr viele Gelegenheitsspieler schlicht nicht lohnt.<\/li>\n<li><strong>Altes Android-Handy als Zweitbildschirm:<\/strong> Ein ausrangiertes Smartphone l\u00e4sst sich mit Moonlight in einen vollwertigen Streaming-Client verwandeln, unabh\u00e4ngig davon, ob Steam \u00fcberhaupt installiert ist. Selbst mehrere Jahre alte Mittelklasse-Ger\u00e4te reichen f\u00fcr 1080p-Streaming bei stabilen 60 fps aus, solange die WLAN-Verbindung mitspielt.<\/li>\n<li><strong>Raspberry Pi als Retro-Handheld-Client:<\/strong> Wer einen Raspberry Pi 4 oder 5 als kompaktes Streaming-Ger\u00e4t nutzen will, kommt an Moonlight nicht vorbei \u2013 Steam Link unterst\u00fctzt diese Plattform gar nicht. Kombiniert mit einem kleinen Display und Akku entsteht so f\u00fcr wenig Geld ein selbstgebautes Streaming-Handheld, das auf die Rechenleistung des heimischen Gaming-PCs zugreift.<\/li>\n<li><strong>Xbox als ungew\u00f6hnlicher Zweitbildschirm:<\/strong> \u00dcber den inoffiziellen Community-Port l\u00e4sst sich sogar eine Xbox Series X als Moonlight-Client einrichten, um PC-exklusive Spiele auf der Konsole zu spielen. Ein Nischen-Anwendungsfall, aber ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie weit die Plattformunterst\u00fctzung der Community inzwischen reicht.<\/li>\n<li><strong>VR-Streaming zur Meta Quest 3:<\/strong> F\u00fcr kabelloses PC-VR-Gaming auf einem <a href=\"\/de\/steam-frame-vs-meta-quest-3\/\">VR-Headset wie der Quest 3<\/a> bleibt Steam Link die einzige Option mit nativer App \u2013 Moonlight bietet daf\u00fcr keinen Client. Wer in VR-Titel investiert hat, die nur auf dem PC laufen, hat hier faktisch keine Alternative zu Valves L\u00f6sung.<\/li>\n<li><strong>LG-webOS-Fernseher ohne Steam-Link-Support:<\/strong> Manche Smart-TV-Plattformen unterst\u00fctzen Steam Link nicht (mehr) offiziell, wohl aber Moonlight \u2013 ein einfacher Fall, in dem die Plattformunterst\u00fctzung allein die Entscheidung trifft, unabh\u00e4ngig von Bildrate oder Latenz.<\/li>\n<li><strong>Nicht-Steam-Bibliothek streamen (Epic, GOG, Emulatoren):<\/strong> Wer neben Steam auch Epic-Games-Store-Titel, GOG-Klassiker oder Emulatoren streamen will, profitiert von Moonlights kompletter Desktop-Freigabe ohne Umweg \u00fcber &#8220;Nicht-Steam-Spiel&#8221;-Verkn\u00fcpfungen. Das spart bei einer gro\u00dfen, gemischten Spielesammlung sp\u00fcrbar Zeit gegen\u00fcber Steam Links Verkn\u00fcpfungs-Workflow.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auff\u00e4llig an dieser Liste: In f\u00fcnf von sieben F\u00e4llen ist die Entscheidung nicht das Ergebnis eines Latenz- oder Bildqualit\u00e4tsvergleichs, sondern schlicht eine Frage der <strong>Ger\u00e4teunterst\u00fctzung<\/strong>. Wer sich vor der Wahl zwischen Moonlight und Steam Link zun\u00e4chst fragt, welches Zielger\u00e4t \u00fcberhaupt zum Einsatz kommen soll, hat die Entscheidung damit in vielen F\u00e4llen schon getroffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"vor-und-nachteile-im-ueberblick\">Vor- und Nachteile im \u00dcberblick<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide L\u00f6sungen haben klare St\u00e4rken und ebenso klare Grenzen. Die folgende \u00dcbersicht fasst sie zusammen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"moonlight-sunshine\">Moonlight + Sunshine<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Vorteil:<\/strong> bis zu 120 fps auf praktisch jedem Client<\/li>\n<li><strong>Vorteil:<\/strong> gr\u00f6\u00dfte Plattformbreite \u00fcberhaupt, inklusive Raspberry Pi, Switch und Xbox<\/li>\n<li><strong>Vorteil:<\/strong> streamt den kompletten Desktop, kein Steam-Konto n\u00f6tig<\/li>\n<li><strong>Vorteil:<\/strong> vollst\u00e4ndig quelloffen, keine Bindung an einen einzelnen Anbieter<\/li>\n<li><strong>Nachteil:<\/strong> aufwendigere Ersteinrichtung mit zwei separaten Programmen<\/li>\n<li><strong>Nachteil:<\/strong> kein natives Relay f\u00fcr Fernzugriff, Mesh-VPN wie Tailscale empfohlen<\/li>\n<li><strong>Nachteil:<\/strong> kein natives VR-Headset-Streaming<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"steam-link\">Steam Link<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Vorteil:<\/strong> in unter zwei Minuten startklar, keine separate Host-Installation<\/li>\n<li><strong>Vorteil:<\/strong> &#8220;Steam Link Anywhere&#8221; funktioniert ohne manuelle Portfreigabe<\/li>\n<li><strong>Vorteil:<\/strong> einzige L\u00f6sung mit nativer VR-Unterst\u00fctzung (Quest, Vision Pro)<\/li>\n<li><strong>Vorteil:<\/strong> &#8220;Remote Play Together&#8221; f\u00fcr gemeinsames Spielen mit Freunden<\/li>\n<li><strong>Nachteil:<\/strong> 60-fps-Deckel auf praktisch allen Clients au\u00dfer Vision Pro<\/li>\n<li><strong>Nachteil:<\/strong> keine Unterst\u00fctzung f\u00fcr Raspberry Pi, Switch oder Xbox als Client<\/li>\n<li><strong>Nachteil:<\/strong> Nicht-Steam-Inhalte ben\u00f6tigen den Umweg \u00fcber eine Bibliotheks-Verkn\u00fcpfung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"umstiegsanleitung-von-steam-link-zu-moonlight-wechseln\">Umstiegsanleitung: Von Steam Link zu Moonlight wechseln<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer bislang Steam Link nutzt und wegen der Bildrate, der fehlenden Nicht-Steam-Unterst\u00fctzung oder der eingeschr\u00e4nkten Client-Auswahl zu Moonlight wechseln m\u00f6chte, sollte in dieser Reihenfolge vorgehen, um keine Spielzeit zu verlieren:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Hardware-Check:<\/strong> Pr\u00fcfen, welcher Hardware-Encoder im Host-Rechner zur Verf\u00fcgung steht (NVENC, AMF, VAAPI oder Quick Sync) \u2013 davon h\u00e4ngt ab, welche Codecs und Bildraten realistisch erreichbar sind.<\/li>\n<li><strong>Sunshine parallel installieren:<\/strong> Sunshine kann parallel zu Steam auf demselben Rechner laufen, ohne dass Steam Link deinstalliert werden muss \u2013 so l\u00e4sst sich in Ruhe vergleichen.<\/li>\n<li><strong>Erste Kopplung im lokalen Netz testen:<\/strong> Vor jeder Fernzugriffs-Konfiguration zun\u00e4chst im selben WLAN koppeln und die Bildqualit\u00e4t\/Bildrate mit den bisherigen Steam-Link-Einstellungen vergleichen.<\/li>\n<li><strong>Bitrate und Codec anpassen:<\/strong> Moonlight erlaubt deutlich feinere manuelle Kontrolle \u00fcber Bitrate und Codec als Steam Link \u2013 hier lohnt sich etwas Experimentieren f\u00fcr die individuelle Netzwerksituation.<\/li>\n<li><strong>Fernzugriff sauber einrichten:<\/strong> Statt Sunshines Ports direkt am Router freizugeben, ein Mesh-VPN wie Tailscale aufsetzen (siehe Code-Beispiel weiter oben) \u2013 das entspricht sicherheitstechnisch am ehesten dem, was Steam Link mit &#8220;Anywhere&#8221; automatisch erledigt.<\/li>\n<li><strong>Steam-Bibliothek weiter nutzen:<\/strong> Steam-Spiele lassen sich \u00fcber Moonlight ganz normal \u00fcber den gestreamten Desktop starten \u2013 ein Wechsel bedeutet keinen Verlust des Zugriffs auf die eigene Steam-Bibliothek.<\/li>\n<li><strong>Steam Link nicht deinstallieren:<\/strong> F\u00fcr VR-Sessions oder spontanes Remote Play Together mit Freunden bleibt Steam Link parallel sinnvoll \u2013 beide Tools schlie\u00dfen sich nicht gegenseitig aus.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"fazit-klare-empfehlung-mit-daten\">Fazit: Klare Empfehlung mit Daten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vergleich zeigt: Es gibt keinen universellen Gewinner, sondern zwei Werkzeuge mit unterschiedlichen St\u00e4rken. Wer <strong>maximale Bildrate, gr\u00f6\u00dfte Ger\u00e4teauswahl und volle Kontrolle<\/strong> will und bereit ist, zehn bis zwanzig Minuten in die Ersteinrichtung zu investieren, bekommt mit Moonlight und Sunshine bis zu 120 fps auf praktisch jedem denkbaren Client \u2013 von Raspberry Pi \u00fcber alte Android-Handys bis zur Xbox. Wer dagegen <strong>maximale Einfachheit<\/strong> sucht, ausschlie\u00dflich in der Steam-Bibliothek unterwegs ist oder ein VR-Headset wie die Meta Quest 3 nutzen will, ist mit Steam Link in unter zwei Minuten am Ziel \u2013 muss daf\u00fcr aber auf praktisch allen Ger\u00e4ten au\u00dfer der Apple Vision Pro mit 60 fps leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr sicherheitsbewusste Nutzer sprechen zwei weitere Argumente f\u00fcr einen Blick auf Moonlight und Sunshine: Beide sind vollst\u00e4ndig quelloffen und senden \u2013 anders als Cloud-Gaming-Dienste \u2013 keinerlei Bild- oder Eingabedaten an Drittserver. In Kombination mit einem Mesh-VPN wie Tailscale l\u00e4sst sich Fernzugriff zudem so einrichten, dass am Heimrouter kein einziger Port offen sein muss. F\u00fcr alle, die schon einen leistungsf\u00e4higen Gaming-PC besitzen, schlagen ohnehin beide Optionen jedes Cloud-Gaming-Abo um L\u00e4ngen \u2013 schlie\u00dflich kosten Moonlight, Sunshine und Steam Link alle drei exakt 0 Euro pro Monat, w\u00e4hrend Cloud-Alternativen zwischen 10 und 21 Euro monatlich verlangen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"haeufig-gestellte-fragen-zu-moonlight-und-steam-link\">H\u00e4ufig gestellte Fragen zu Moonlight und Steam Link<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"ist-moonlight-wirklich-komplett-kostenlos\">Ist Moonlight wirklich komplett kostenlos?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja. Moonlight, der zugeh\u00f6rige Host Sunshine und auch Steam Link sind alle drei quelloffen beziehungsweise kostenlos und verlangen keinerlei Abo-Geb\u00fchr, weder f\u00fcr den Client noch f\u00fcr den Host. Es gibt keine versteckten Premium-Stufen, keine Werbung und keine Begrenzung der Streaming-Zeit \u2013 im Gegensatz zu manchen Cloud-Gaming-Diensten, die kostenlose Kontingente zeitlich begrenzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"brauche-ich-zwingend-eine-nvidia-grafikkarte-fuer-sunshine\">Brauche ich zwingend eine Nvidia-Grafikkarte f\u00fcr Sunshine?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein. Anders als das inzwischen eingestellte Nvidia-GameStream-Protokoll unterst\u00fctzt Sunshine Hardware-Encoder von Nvidia (NVENC), AMD (AMF unter Windows, VAAPI unter Linux) und Intel (Quick Sync unter Windows, VAAPI unter Linux) gleicherma\u00dfen. F\u00fcr HDR-Streaming gilt lediglich eine Mindestanforderung an die jeweilige Grafikgeneration, wie im Abschnitt zu Sunshine weiter oben beschrieben \u2013 ein aktueller Mittelklasse-Rechner jeder der drei Hersteller reicht in aller Regel aus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"funktioniert-moonlight-auch-ohne-steam\">Funktioniert Moonlight auch ohne Steam?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, sogar standardm\u00e4\u00dfig. Moonlight streamt in der Grundeinstellung den kompletten Desktop des Host-Rechners und ben\u00f6tigt weder ein Steam-Konto noch eine installierte Steam-Bibliothek. Das schlie\u00dft Spiele aus dem Epic Games Store, GOG, Emulatoren oder klassische Windows-Programme ausdr\u00fccklich mit ein \u2013 Sunshine kennt keinen Unterschied zwischen &#8220;unterst\u00fctzten&#8221; und &#8220;nicht unterst\u00fctzten&#8221; Anwendungen, weil es einfach den gesamten Bildschirminhalt \u00fcbertr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"kann-ich-steam-link-und-moonlight-gleichzeitig-nutzen\">Kann ich Steam Link und Moonlight gleichzeitig nutzen?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, problemlos. Beide Programme lassen sich parallel auf demselben Host-Rechner installieren, ohne sich gegenseitig zu st\u00f6ren, solange nicht beide gleichzeitig denselben Bildschirm streamen. Viele Nutzer setzen Steam Link f\u00fcr VR-Sessions oder gemeinsames Spielen mit Freunden ein (Remote Play Together) und Moonlight f\u00fcr alles andere, etwa Streaming auf einen Zweitbildschirm oder ein Retro-Handheld.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"ist-moonlight-sicher-fuer-den-zugriff-uebers-internet\">Ist Moonlight sicher f\u00fcr den Zugriff \u00fcbers Internet?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sunshine bietet anders als Steam Link kein eigenes Relay f\u00fcr Fernzugriff. Die offizielle Dokumentation empfiehlt statt direkter Portweiterleitung ein Mesh-VPN wie Tailscale oder ZeroTier, um den Host ohne offene Ports am Router von unterwegs erreichbar zu machen. Wer Sunshines Ports dennoch direkt am Router freigibt, sollte zus\u00e4tzlich ein starkes, einzigartiges Passwort f\u00fcr die Sunshine-Weboberfl\u00e4che setzen und regelm\u00e4\u00dfig auf Updates achten, da direkt aus dem Internet erreichbare Dienste grunds\u00e4tzlich ein gr\u00f6\u00dferes Angriffsziel darstellen als Dienste hinter einem VPN-Tunnel.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"welche-ports-muss-ich-fuer-sunshine-freigeben\">Welche Ports muss ich f\u00fcr Sunshine freigeben?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im lokalen Netzwerk: TCP 47984, 47989 und 48010 sowie UDP 47998 bis 48000 und 48002\/48010. F\u00fcr Fernzugriff \u00fcbers Internet raten wir statt einer direkten Portfreigabe zu einem Mesh-VPN wie Tailscale, das diese Ports intern \u00fcber einen verschl\u00fcsselten Tunnel zwischen den gekoppelten Ger\u00e4ten weiterleitet, ohne sie am Router nach au\u00dfen zu \u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"unterstuetzt-steam-link-mittlerweile-120-fps\">Unterst\u00fctzt Steam Link mittlerweile 120 fps?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur auf einem einzigen Ger\u00e4t: der nativen App f\u00fcr Apple Vision Pro unter visionOS. Jeder andere Steam-Link-Client, einschlie\u00dflich Windows, Android und Fire TV, bleibt bei maximal 60 fps \u2013 auch dann, wenn Host-PC und Netzwerk technisch deutlich mehr hergeben w\u00fcrden. F\u00fcr alle, die 120 fps auf einem herk\u00f6mmlichen Bildschirm oder Handheld wollen, f\u00fchrt aktuell kein Weg an Moonlight vorbei.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-ist-die-bessere-wahl-fuer-retro-handhelds-und-raspberry-pi\">Was ist die bessere Wahl f\u00fcr Retro-Handhelds und Raspberry Pi?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eindeutig Moonlight. Steam Link unterst\u00fctzt weder Raspberry Pi noch die meisten Retro-Handheld-Betriebssysteme offiziell, w\u00e4hrend Moonlight dort mit offiziellen oder von der Community gepflegten Builds l\u00e4uft. Wer ein Retro-Handheld mit Batocera, EmuDeck oder einem \u00e4hnlichen Linux-basierten System betreibt, findet Moonlight in aller Regel bereits als Paket in den jeweiligen App-Stores dieser Distributionen vor.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"verbraucht-ein-dauerhaft-laufender-sunshine-host-viel-strom\">Verbraucht ein dauerhaft laufender Sunshine-Host viel Strom?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sunshine selbst verursacht im Leerlauf kaum messbare Last \u2013 der Encoder wird erst aktiv, sobald tats\u00e4chlich gestreamt wird. Der eigentliche Stromverbrauch h\u00e4ngt vom Host-PC ab: Ein Gaming-Rechner, der rund um die Uhr im Standby f\u00fcr spontanes Streaming bereitsteht, schl\u00e4gt bei aktuellen deutschen Strompreisen von grob 0,35 Euro pro Kilowattstunde \u00fcber ein Jahr durchaus sp\u00fcrbar zu Buche. Wer nur gelegentlich streamt, f\u00e4hrt daher meist g\u00fcnstiger, wenn der Host-PC bei Nichtgebrauch komplett heruntergefahren und nur bei Bedarf per Wake-on-LAN gestartet wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"weiterfuehrende-artikel\">Weiterf\u00fchrende Artikel<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"\/de\/geforce-now-vs-xbox-cloud-gaming\/\">GeForce Now vs Xbox Cloud Gaming: 4K120 vs 1440p<\/a> \u2013 wenn statt Eigen-Hosting lieber ein Cloud-Gaming-Abo infrage kommt<\/li>\n<li><a href=\"\/de\/steam-machine-vs-steam-deck\/\">Steam Machine vs Steam Deck: 6x Leistung, 1.039 \u20ac<\/a> \u2013 passende Hardware f\u00fcr einen leistungsstarken Sunshine-Host<\/li>\n<li><a href=\"\/de\/steam-frame-vs-meta-quest-3\/\">Steam Frame vs Meta Quest 3: 16 GB vs 8 GB RAM<\/a> \u2013 VR-Headsets im Vergleich f\u00fcr Steam-Link-VR-Streaming<\/li>\n<li><a href=\"\/de\/steam-controller-2-vs-dualsense-edge\/\">Steam Controller 2 vs DualSense Edge: 99 \u20ac vs 240 \u20ac<\/a> \u2013 das passende Gamepad f\u00fcr den gestreamten Client<\/li>\n<li><a href=\"\/de\/docker-container-absichern-tutorial\/\">Docker Container absichern: 12 Schritte, 45 Min<\/a> \u2013 wer Sunshine containerisiert betreibt, sollte diese Grundlagen kennen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Anleitungen und News rund um Konsolen, Handhelds und Streaming findest du in der <a href=\"\/de\/category\/gaming\/\">Gaming-Rubrik von shattered.io<\/a>.<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer heute PC-Spiele auf den Fernseher, das Tablet oder ein altes Smartphone bringen will, landet fast immer bei zwei Namen: Moonlight (zusammen mit dem Host Sunshine) und Steam Link. 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