{"id":623,"date":"2026-07-23T20:40:01","date_gmt":"2026-07-23T20:40:01","guid":{"rendered":"https:\/\/shattered.io\/de\/melonds-einrichten\/"},"modified":"2026-07-23T23:45:04","modified_gmt":"2026-07-23T23:45:04","slug":"melonds-einrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shattered.io\/de\/melonds-einrichten\/","title":{"rendered":"melonDS einrichten: 4.876 Stars, 12 Schritte [2026]"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer alte Nintendo-DS- oder DSi-Spiele wieder spielen will, kommt an einem Namen kaum vorbei: melonDS. Der quelloffene Emulator hat sich seit seinem Start als das inzwischen genaueste und schnellste Projekt seiner Art etabliert und wird auf GitHub aktiv weiterentwickelt. Diese Anleitung zeigt in 12 Schritten, wie die Einrichtung unter Windows, Linux, macOS und Android gelingt, welche BIOS-Dateien wirklich n\u00f6tig sind und warum ein verbreiteter Mythos \u00fcber eine angeblich optionale BIOS-Nutzung schlicht falsch ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders als bei neueren Konsolen ist die Technik hinter dem Nintendo DS gut dokumentiert, trotzdem stolpern viele Einsteiger an denselben Stellen: falsch abgelegte BIOS-Dateien, verwechselte Firmware-Formate oder ein DSi-Modus, der partout nicht starten will. Dieser Leitfaden arbeitet sich von den Voraussetzungen \u00fcber die Installation bis zu Fehlerbehebung und Profi-Tipps durch \u2013 inklusive eines fertigen Setup-Skripts zum Nachbauen und einer n\u00fcchternen Einordnung, was rechtlich zul\u00e4ssig ist und was nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-ist-melonds-der-offene-nintendo-ds-emulator-im-ueberblick\">Was ist melonDS? Der offene Nintendo-DS-Emulator im \u00dcberblick<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dahinter steht ein Open-Source-Emulator f\u00fcr Nintendo DS und DSi, der unter der GPL-3.0-Lizenz im Repository <a href=\"https:\/\/github.com\/melonDS-emu\/melonDS\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">melonDS-emu\/melonDS<\/a> auf GitHub entwickelt wird. Hauptautor ist Arisotura (bekannt unter dem Pseudonym StapleButter), unterst\u00fctzt von einer aktiven Community aus Mitwirkenden. Ein aktueller Blick auf die GitHub-API zeigt den Entwicklungsstand: 4.876 Sterne, 779 Forks und 1.022 offene Issues, mit einem letzten Commit vom 19. Juli 2026 \u2013 das Projekt ist also keineswegs eingeschlafen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die aktuelle stabile Version ist 1.1, ver\u00f6ffentlicht am 18. November 2025, als Nachfolger von Version 1.0 (Juli 2025). Im Gegensatz zu vielen Nachfolgeprojekten f\u00fcr neuere Konsolen zielt das Projekt speziell auf Genauigkeit: Der Emulator simuliert die Zwei-Bildschirm-Architektur der Nintendo DS inklusive Touchscreen-Eingabe, Mikrofon-Unterst\u00fctzung und den Eigenheiten des DSi-Betriebssystems. Offizielle Anlaufstelle ist <a href=\"https:\/\/melonds.kuribo64.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">melonds.kuribo64.net<\/a>, wo auch das offizielle FAQ gepflegt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig f\u00fcr die Einordnung: Es handelt sich um reine Emulations-Software. Sie enth\u00e4lt keine Nintendo-Spiele, keine Nintendo-Firmware und keine Nintendo-BIOS-Dateien. Nach aktuellem Kenntnisstand ist auch keine rechtliche Auseinandersetzung zwischen Nintendo und dem Projekt bekannt \u2013 anders als etwa beim Switch-Emulator Yuzu, der 2024 nach einer Klage und einem Vergleich in H\u00f6he von 2,4 Millionen US-Dollar eingestellt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch bildet der Emulator zwei getrennte Prozessoren der Original-Hardware nach: einen ARM9-Hauptprozessor mit 67 MHz sowie einen langsameren ARM7-Co-Prozessor mit rund 33 MHz, der unter anderem f\u00fcr Ton und Teile der Wireless-Kommunikation zust\u00e4ndig ist. Beide Kerne m\u00fcssen exakt synchron und zyklusgenau emuliert werden, da viele Spiele zeitkritisch zwischen beiden Prozessoren kommunizieren \u2013 ein wesentlicher Grund, warum \u00e4ltere Emulationsversuche h\u00e4ufig an Timing-Fehlern scheiterten, w\u00e4hrend der hier vorgestellte, auf Genauigkeit ausgelegte Ansatz genau an dieser Stelle ansetzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"warum-bios-dateien-ueberhaupt-noetig-sind\">Warum BIOS-Dateien \u00fcberhaupt n\u00f6tig sind<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer bereits andere Konsolen-Emulatoren kennt, hat m\u00f6glicherweise schon von High-Level-Emulation (HLE) geh\u00f6rt: Dabei bildet der Emulator die Funktionen des originalen BIOS in eigenem, neu geschriebenem Code nach, sodass keine Dateien der echten Konsole ben\u00f6tigt werden. <a href=\"\/de\/ppsspp-einrichten\/\">PPSSPP<\/a> etwa emuliert die PSP-Systemsoftware auf genau diese Weise komplett ohne fremde Dateien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Nintendo DS hat sich das Projekt bewusst gegen diesen Weg entschieden und setzt stattdessen konsequent auf Low-Level-Emulation (LLE): Das echte BIOS und die echte Firmware werden byteweise ausgef\u00fchrt, nicht nachgebildet. Der Vorteil ist h\u00f6here Kompatibilit\u00e4t und Genauigkeit, insbesondere bei Spielen, die sich auf Timing-Eigenheiten des originalen BIOS verlassen. Der Nachteil: Ohne die passenden Dateien aus einer echten Konsole bootet gar nichts. Diese bewusste Design-Entscheidung erkl\u00e4rt, warum ein &#8220;eingebautes Ersatz-BIOS&#8221; \u2013 anders als bei manchen anderen Emulatoren \u2013 hier schlicht nicht existiert und laut offiziellem FAQ auch nicht geplant ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"im-vergleich-desmume-und-die-retroarch-core-version\">Im Vergleich: DeSmuME und die RetroArch-Core-Version<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor dem hier beschriebenen Projekt war DeSmuME (Repository <a href=\"https:\/\/github.com\/TASEmulators\/desmume\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">TASEmulators\/desmume<\/a>) \u00fcber Jahre der Standard f\u00fcr DS-Emulation. DeSmuME ist mit 3.595 GitHub-Sternen und einem Commit vom heutigen Tag weiterhin leicht aktiv gepflegt \u2013 die Behauptung, das Projekt sei &#8220;seit 2017 tot&#8221;, stimmt schlicht nicht, auch wenn die Entwicklungsgeschwindigkeit deutlich zur\u00fcckliegt. DeSmuME bleibt vor allem f\u00fcr Tool-Assisted-Speedruns (TAS) und Debugging-Funktionen relevant, w\u00e4hrend der j\u00fcngere Emulator in aktuellen Vergleichen regelm\u00e4\u00dfig als genauer und durch einen JIT-Recompiler auch sp\u00fcrbar performanter beschrieben wird, mit sichtlich besserer DSi-Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine dritte Option ist der melonDS-Core f\u00fcr RetroArch, gepflegt im Repository <a href=\"https:\/\/github.com\/JesseTG\/melonds-ds\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">JesseTG\/melonds-ds<\/a> (317 Sterne, GPL-3.0, letzter Commit Ende Juni 2026). Er integriert sich in <a href=\"\/de\/retroarch-einrichten\/\">RetroArch<\/a> und dessen einheitliche Bedienoberfl\u00e4che, hinkt der Hauptentwicklung aber bei DSi-Funktionen und WLAN-Features hinterher. Wer ausschlie\u00dflich DS-Spiele emulieren will und ohnehin schon RetroArch nutzt, ist mit dem Core gut bedient; wer die volle DSi-Funktionalit\u00e4t will, sollte zur eigenst\u00e4ndigen Version greifen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Emulator<\/th><th>GitHub-Sterne<\/th><th>Lizenz<\/th><th>Letzter Commit<\/th><th>DSi-Unterst\u00fctzung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>melonDS (Standalone)<\/td><td>4.876<\/td><td>GPL-3.0<\/td><td>19.07.2026<\/td><td>Vollst\u00e4ndig<\/td><\/tr><tr><td>melonDS-Core (RetroArch)<\/td><td>317<\/td><td>GPL-3.0<\/td><td>26.06.2026<\/td><td>Eingeschr\u00e4nkt<\/td><\/tr><tr><td>DeSmuME<\/td><td>3.595<\/td><td>GPL-2.0<\/td><td>23.07.2026<\/td><td>Nicht vorhanden<\/td><\/tr><tr><td>melonDS Android (Port)<\/td><td>336<\/td><td>GPL-3.0<\/td><td>23.07.2026<\/td><td>Teilweise<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kompatibilitaet-und-bekannte-einschraenkungen\">Kompatibilit\u00e4t und bekannte Einschr\u00e4nkungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine seri\u00f6se, offiziell ver\u00f6ffentlichte Kompatibilit\u00e4ts-Prozentzahl f\u00fcr die gesamte Nintendo-DS-Bibliothek gibt es nicht \u2013 anders als etwa bei <a href=\"\/de\/rpcs3-einrichten\/\">RPCS3<\/a> oder <a href=\"\/de\/vita3k-einrichten\/\">Vita3K<\/a>, die eigene, laufend aktualisierte Kompatibilit\u00e4ts-Datenbanken pflegen. Seri\u00f6se Anleitungen sollten daher keine erfundene Zahl nennen, auch wenn sie noch so plausibel klingt. Was sich stattdessen belegen l\u00e4sst: Der Fokus des Projekts auf Genauigkeit und Timing-Treue sorgt daf\u00fcr, dass die meisten kommerziell erfolgreichen Titel zuverl\u00e4ssig laufen, sofern BIOS und Firmware korrekt eingerichtet sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gr\u00f6\u00dfte praktische Einschr\u00e4nkung betrifft nicht einzelne Spiele, sondern die Online-Funktionen: Nintendos urspr\u00fcngliches WFC-Netzwerk (Wi-Fi Connection) f\u00fcr Online-Matches wurde bereits 2014 von Nintendo selbst abgeschaltet und l\u00e4sst sich naturgem\u00e4\u00df auch hier nicht wiederbeleben. Lokaler Mehrspieler-Betrieb \u00fcber die melonAP-Funktion (mehr dazu in Schritt 12) funktioniert dagegen grunds\u00e4tzlich, gilt laut Projekt-Dokumentation aber weiterhin als instabil. Wer vor allem Singleplayer-Titel oder lokale Tauschfunktionen (Pok\u00e9mon, Mario Kart DS) im Blick hat, wird selten auf grundlegende Probleme sto\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"voraussetzungen-was-du-vor-der-installation-brauchst\">Voraussetzungen: Was du vor der Installation brauchst<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor der Emulator installiert wird, sollten folgende Punkte gekl\u00e4rt sein. Die Hardware-Anforderungen sind f\u00fcr ein Nintendo-DS-System erwartungsgem\u00e4\u00df niedrig, da selbst \u00e4ltere Rechner und viele Handhelds die n\u00f6tige Rechenleistung locker aufbringen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Ein 64-Bit-Betriebssystem (Windows, Linux oder macOS) oder ein Android-Ger\u00e4t mit Version 8.0 oder neuer.<\/li><li>Die aktuelle Version 1.1 des Emulators, heruntergeladen ausschlie\u00dflich von GitHub, Flathub oder dem Google Play Store.<\/li><li>Eine echte Nintendo-DS- oder DS-Lite-Konsole zum einmaligen Dumpen der BIOS- und Firmware-Dateien.<\/li><li>F\u00fcr den DSi-Modus zus\u00e4tzlich eine echte DSi-Konsole samt Werkzeugen zum Erstellen eines eigenen NAND-Dumps.<\/li><li>Mindestens 2 GB RAM sowie eine OpenGL-3.2-f\u00e4hige Grafikeinheit f\u00fcr den beschleunigten Renderer.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Komponente<\/th><th>Mindestanforderung<\/th><th>Empfehlung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Betriebssystem<\/td><td>Windows 10 (64-Bit), Ubuntu 22.04, macOS 12<\/td><td>Windows 11, aktuelles Fedora\/Arch, macOS 14+<\/td><\/tr><tr><td>Version<\/td><td>1.1 (18.11.2025)<\/td><td>Aktuellster GitHub-Release<\/td><\/tr><tr><td>Arbeitsspeicher<\/td><td>2 GB RAM<\/td><td>4 GB RAM oder mehr<\/td><\/tr><tr><td>Grafik<\/td><td>OpenGL-3.2-f\u00e4hige GPU<\/td><td>Dedizierte GPU f\u00fcr Upscaling<\/td><\/tr><tr><td>Speicherplatz<\/td><td>50 MB f\u00fcr den Emulator<\/td><td>Zus\u00e4tzlich Platz f\u00fcr ROMs und Save-States<\/td><\/tr><tr><td>Eigene Konsole<\/td><td>Eine echte DS\/DSi-Konsole zum Dumpen<\/td><td>DSi zus\u00e4tzlich f\u00fcr den DSi-Modus<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der wichtigste Punkt steht in der letzten Zeile: Der Emulator ben\u00f6tigt zwingend BIOS- und Firmware-Dateien, die aus einer echten Konsole stammen. F\u00fcr den reinen DS-Modus reicht eine originale DS- oder DS-Lite-Konsole, f\u00fcr den DSi-Modus wird zus\u00e4tzlich eine DSi-Konsole ben\u00f6tigt, da deren NAND-Speicher kryptografisch an genau dieses Ger\u00e4t gebunden ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"ist-die-nutzung-von-melonds-in-deutschland-legal\">Ist die Nutzung von melonDS in Deutschland legal?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Emulator selbst ist als Software rechtlich unproblematisch: Es handelt sich um ein eigenst\u00e4ndiges, quelloffenes Programm ohne Nintendo-Code. Rechtlich heikel wird es erst bei BIOS-Dateien, Firmware und Spiele-ROMs, denn Computerprogramme genie\u00dfen nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/urhg\/__69a.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 69a UrhG<\/a> einen eigenst\u00e4ndigen urheberrechtlichen Schutz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidend ist eine oft \u00fcbersehene Besonderheit des deutschen Urheberrechts: Die allgemeine Privatkopie-Schranke nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/urhg\/__53.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 53 UrhG<\/a> gilt ausdr\u00fccklich <strong>nicht<\/strong> f\u00fcr Computerprogramme. F\u00fcr Software gibt es stattdessen die speziellere Regelung in <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/urhg\/__69d.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 69d UrhG<\/a>, die dem &#8220;rechtm\u00e4\u00dfigen Erwerber&#8221; einer Software erlaubt, eine notwendige Sicherungskopie anzufertigen. Praktisch bedeutet das:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Das Auslesen der BIOS- und Firmware-Dateien aus der <strong>eigenen<\/strong> DS- oder DSi-Konsole ist als Sicherungskopie im Sinne von \u00a7 69d UrhG rechtlich vertretbar.<\/li><li>Das Herunterladen von BIOS-Dumps, die von fremden Personen im Internet bereitgestellt werden, ist von dieser Ausnahme <strong>nicht<\/strong> gedeckt \u2013 hier verbreitet jemand anderes ein fremdes Computerprogramm ohne Erlaubnis.<\/li><li>F\u00fcr Spiele-ROMs gilt dieselbe Logik: Nur das eigene, physisch vorhandene Modul selbst auszulesen (etwa \u00fcber einen entsprechenden Flashcart-Dumper), bewegt sich auf rechtlich vertretbarem Boden.<\/li><li>ROM-Download-Portale berufen sich h\u00e4ufig auf eine &#8220;Ich besitze das Original&#8221;-Ausnahme, die es f\u00fcr Software im deutschen Recht in dieser Form nicht gibt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser letzte Punkt ist der am h\u00e4ufigsten \u00fcbersehene: Selbst wer das Originalmodul eines Spiels nachweislich im Regal stehen hat, erwirbt dadurch nicht automatisch das Recht, eine online kursierende Kopie herunterzuladen. Rechtlich z\u00e4hlt allein, WER die konkrete Kopie erstellt hat und WOMIT \u2013 nicht, ob der Nutzer das Original ebenfalls besitzt. Wer ROMs aus dem eigenen Modul selbst zieht, bewegt sich im Rahmen des \u00a7 69d UrhG; wer stattdessen eine fremde Datei herunterl\u00e4dt, begeht unabh\u00e4ngig vom eigenen Spielebesitz eine Urheberrechtsverletzung, die im Ernstfall auch abmahnf\u00e4hig ist. F\u00fcr Privatpersonen bleibt das Risiko einer tats\u00e4chlichen Abmahnung beim reinen Download zwar gering, verschwindet dadurch aber rechtlich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verbraucherzentralen und Fachmedien wie <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Emulator\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">heise.de<\/a> vertreten in ihrer Berichterstattung zu Emulatoren durchgehend diese Linie: Der Emulator ist legal, der Umgang mit BIOS und ROMs entscheidet \u00fcber die rechtliche Bewertung im Einzelfall. Wer nur eigene Dumps aus eigener Hardware verwendet, bewegt sich auf der sicheren Seite.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-1-herunterladen\">Schritt 1: Herunterladen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle offiziellen Builds stehen auf der <a href=\"https:\/\/github.com\/melonDS-emu\/melonDS\/releases\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GitHub-Releases-Seite<\/a> von melonDS-emu\/melonDS bereit. F\u00fcr Windows und macOS l\u00e4dst du dort direkt das passende ZIP-Archiv der Version 1.1 herunter \u2013 der Emulator wird portabel ausgeliefert, es gibt bewusst keinen klassischen Installationsassistenten. F\u00fcr Linux ist Flathub der offizielle Kanal (Schritt 4).<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code># Beispiel: aktuelle Release-Metadaten direkt \u00fcber die GitHub-API abrufen\ncurl -s https:\/\/api.github.com\/repos\/melonDS-emu\/melonDS\/releases\/latest \\\n  | grep -E '\"tag_name\"|\"published_at\"|\"browser_download_url\"'<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Befehl zeigt Versionsnummer, Ver\u00f6ffentlichungsdatum und die direkten Download-Links der aktuellen Version \u2013 praktisch, um vor der Installation zu pr\u00fcfen, ob eine neuere Version als die lokal vorhandene erschienen ist. Lade Archive ausschlie\u00dflich von der offiziellen Releases-Seite oder Flathub \u2013 Drittanbieter-Downloadportale, die den Emulator &#8220;geb\u00fcndelt&#8221; mit angeblichen BIOS-Dateien anbieten, sind ein verbreiteter Weg, um Nutzern zus\u00e4tzlich unerw\u00fcnschte oder manipulierte Software unterzuschieben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-2-bios-und-firmware-dateien-legal-beschaffen\">Schritt 2: BIOS- und Firmware-Dateien legal beschaffen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier entscheidet sich, ob der Emulator \u00fcberhaupt startet. Ein weit verbreiteter, aber falscher Tipp behauptet, es gebe ein quelloffenes Ersatz-BIOS und BIOS-Dateien seien &#8220;optional&#8221;. Das offizielle FAQ widerspricht dem w\u00f6rtlich: <em>&#8220;melonDS requires BIOS and firmware dumps from a DS or if you want to emulate the DSi, melonDS requires the BIOS, firmware and NAND image. We haven&#8217;t gotten around to making alternate BIOS\/firmware yet.&#8221;<\/em> Es gibt also keine Ersatzdateien (HLE) \u2013 nur echte, selbst gedumpte Dateien funktionieren zuverl\u00e4ssig.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Datei<\/th><th>Gr\u00f6\u00dfe<\/th><th>Ben\u00f6tigt f\u00fcr<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>bios9.bin<\/td><td>4 KB (ARM9)<\/td><td>DS-Modus (Pflicht)<\/td><\/tr><tr><td>bios7.bin<\/td><td>16 KB (ARM7)<\/td><td>DS-Modus (Pflicht)<\/td><\/tr><tr><td>firmware.bin<\/td><td>128 \/ 256 \/ 512 KB, je nach Quelle<\/td><td>DS-Modus \u2013 128-KB-Dumps von DSi\/3DS erlauben nur Direct Boot<\/td><\/tr><tr><td>bios9i.bin<\/td><td>64 KB (ARM9 DSi)<\/td><td>DSi-Modus (zus\u00e4tzlich)<\/td><\/tr><tr><td>bios7i.bin<\/td><td>64 KB (ARM7 DSi)<\/td><td>DSi-Modus (zus\u00e4tzlich)<\/td><\/tr><tr><td>firmware DSi<\/td><td>128 KB<\/td><td>DSi-Modus (zus\u00e4tzlich)<\/td><\/tr><tr><td>NAND-Dump<\/td><td>\u2248 240 MB<\/td><td>DSi-Modus \u2013 untrennbar an die eigene Konsole gebunden<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dateien lassen sich mit g\u00e4ngigen, daf\u00fcr vorgesehenen Homebrew- und Dumping-Werkzeugen direkt aus der eigenen Konsole extrahieren. Wichtig: Ein NAND-Dump aus einer fremden DSi funktioniert grunds\u00e4tzlich nicht auf einer anderen Konsole, da er individuelle Verschl\u00fcsselungsschl\u00fcssel des jeweiligen Ger\u00e4ts enth\u00e4lt \u2013 ein h\u00e4ufiger Grund, warum online kursierende NAND-Dumps in der Praxis schlicht nicht booten, unabh\u00e4ngig von der rechtlichen Bewertung. Bewahre die einmal erstellten Dumps zus\u00e4tzlich als Backup au\u00dferhalb des Emulator-Ordners auf: Geht die eigene Konsole sp\u00e4ter kaputt oder verloren, lassen sich BIOS und Firmware aus dieser Sicherungskopie nicht neu erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-3-installation-unter-windows\">Schritt 3: Installation unter Windows<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das heruntergeladene ZIP-Archiv wird per Rechtsklick und &#8220;Alle extrahieren&#8221; in einen Ordner deiner Wahl entpackt, etwa <code>C:\\Emulatoren\\melonDS<\/code>. Da die Anwendung portabel ist, reicht ein Doppelklick auf <code>melonDS.exe<\/code>, um sie zu starten \u2013 es wird nichts in die Windows-Registrierung geschrieben, ein Deinstallieren bedeutet lediglich, den Ordner zu l\u00f6schen. Beim allerersten Start wird nach BIOS- und Firmware-Pfaden gefragt; dieser Dialog l\u00e4sst sich \u00fcberspringen und sp\u00e4ter jederzeit unter <code>Config \u2192 Emu Settings \u2192 DS-Modus<\/code> nachholen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-4-installation-unter-linux-flatpak-und-aur\">Schritt 4: Installation unter Linux (Flatpak und AUR)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der offizielle Linux-Kanal ist Flathub mit der App-ID <code>net.kuribo64.melonDS<\/code>. Auf Arch-basierten Distributionen stehen zus\u00e4tzlich die <a href=\"https:\/\/aur.archlinux.org\/packages\/melonds\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">AUR-Pakete<\/a> <code>melonds<\/code>, <code>melonds-git<\/code> und <code>melonds-bin<\/code> zur Auswahl.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code># Installation \u00fcber Flathub (empfohlen, distributionsunabh\u00e4ngig)\nflatpak install -y flathub net.kuribo64.melonDS\nflatpak run net.kuribo64.melonDS\n\n# Alternative auf Arch\/Manjaro \u00fcber einen AUR-Helper\nyay -S melonds<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer bereits <a href=\"\/de\/emudeck-vs-batocera\/\">EmuDeck<\/a> oder <a href=\"\/de\/batocera-installieren\/\">Batocera<\/a> nutzt, findet den Emulator dort in der Regel schon als Bestandteil der mitgelieferten Sammlung \u2013 ein manuelles Flatpak-Setup ist dann nicht n\u00f6tig, lediglich die BIOS-Pfade m\u00fcssen weiterhin manuell bef\u00fcllt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-5-installation-unter-macos\">Schritt 5: Installation unter macOS<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr macOS liefert GitHub ein universelles ZIP-Archiv, das sowohl auf Intel- als auch auf Apple-Silicon-Macs l\u00e4uft. Nach dem Entpacken kann macOS Gatekeeper die App zun\u00e4chst blockieren, da sie nicht von Apple notariell best\u00e4tigt wurde. In diesem Fall \u00fcber Systemeinstellungen \u2192 Datenschutz &amp; Sicherheit den Start der App ausdr\u00fccklich erlauben, statt die Sicherheitsfunktion dauerhaft zu deaktivieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-6-installation-unter-android\">Schritt 6: Installation unter Android<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Android existiert kein offizieller Port aus dem Hauptrepository, sondern ein eigenst\u00e4ndiges, seit Jahren gepflegtes Community-Projekt. Es ist im <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=me.magnum.melonds\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Google Play Store<\/a> unter dem Paketnamen <code>me.magnum.melonds<\/code> verf\u00fcgbar und wird parallel im Quellcode-Repository <a href=\"https:\/\/github.com\/SapphireRhodonite\/melonDS-android\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SapphireRhodonite\/melonDS-android<\/a> weiterentwickelt (336 Sterne, Commits noch am heutigen Tag). Die App bringt seit einem Update im M\u00e4rz 2025 einen OpenGL-Renderer mit Aufl\u00f6sungs-Skalierung bis zum 8-Fachen sowie manuelle Cheat-Eingabe mit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Installation: App aus dem Play Store laden, beim ersten Start den Ordner mit den BIOS-Dateien und anschlie\u00dfend den ROM-Ordner ausw\u00e4hlen. Wer die App direkt von GitHub statt aus dem Play Store bezieht, erh\u00e4lt teils neuere Funktionen etwas fr\u00fcher, muss daf\u00fcr aber &#8220;Installation aus unbekannten Quellen&#8221; aktivieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-7-erste-einrichtung-bios-pfade-konfigurieren\">Schritt 7: Erste Einrichtung \u2013 BIOS-Pfade konfigurieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Installation \u00f6ffnest du <code>Config \u2192 Emu Settings \u2192 DS-Modus<\/code> (bzw. <code>DSi-Modus<\/code> f\u00fcr den erweiterten Modus) und aktivierst dort die Option <strong>&#8220;Use external BIOS\/firmware files&#8221;<\/strong>. Anschlie\u00dfend verweist du auf den Ordner, in dem die zuvor gedumpten Dateien liegen. Eine bew\u00e4hrte Ordnerstruktur sieht so aus:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>~\/Emulation\/melonDS\/\n\u251c\u2500\u2500 bios\/\n\u2502   \u251c\u2500\u2500 bios9.bin\n\u2502   \u251c\u2500\u2500 bios7.bin\n\u2502   \u251c\u2500\u2500 firmware.bin\n\u2502   \u251c\u2500\u2500 bios9i.bin      (nur f\u00fcr DSi-Modus)\n\u2502   \u251c\u2500\u2500 bios7i.bin       (nur f\u00fcr DSi-Modus)\n\u2502   \u2514\u2500\u2500 nand.bin           (nur f\u00fcr DSi-Modus, eigene Konsole)\n\u251c\u2500\u2500 roms\/\n\u2502   \u2514\u2500\u2500 nds\/\n\u2514\u2500\u2500 saves\/<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle BIOS-Dateien m\u00fcssen direkt im BIOS-Hauptordner liegen, nicht in Unterordnern \u2013 andernfalls werden sie nicht erkannt, und insbesondere der DSi-Modus startet gar nicht erst.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-8-roms-laden-und-das-erste-spiel-starten\">Schritt 8: ROMs laden und das erste Spiel starten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber <code>Datei \u2192 ROM \u00f6ffnen<\/code> navigierst du zu deinem ROMs-Ordner und w\u00e4hlst eine <code>.nds<\/code>-Datei aus. Startet alles korrekt, erscheint zun\u00e4chst kurz das Nintendo-DS-Logo, gefolgt vom simulierten Startmen\u00fc der Konsole (bei aktivierter Firmware-Boot-Option) oder direkt dem Spiel (bei Direct Boot). Eine typische Konsolenausgabe beim Start \u00fcber das Terminal sieht so aus:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>$ .\/melonDS ~\/Emulation\/melonDS\/roms\/nds\/beispielspiel.nds\n[melonDS] BIOS9 geladen (4096 Bytes)\n[melonDS] BIOS7 geladen (16384 Bytes)\n[melonDS] Firmware geladen (262144 Bytes)\n[melonDS] ROM geladen: beispielspiel.nds (Speichertyp: erkannt)\n[melonDS] Bereit \u2013 Fenster ge\u00f6ffnet (256x384, Dual-Screen)<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">L\u00e4uft das Spiel fl\u00fcssig und reagiert der Touchscreen-Bildschirm auf Mausklicks, war die Einrichtung erfolgreich. Bleibt der Bildschirm dagegen schwarz oder friert die Anwendung direkt nach dem Logo ein, liegt die Ursache in praktisch allen F\u00e4llen bei einer fehlenden oder falsch abgelegten BIOS-Datei \u2013 der Abschnitt zur Fehlerbehebung weiter unten geht das systematisch durch.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-9-grafik-aufloesung-und-bildschirmlayout-optimieren\">Schritt 9: Grafik, Aufl\u00f6sung und Bildschirmlayout optimieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter <code>Config \u2192 Video Settings<\/code> l\u00e4sst sich zwischen Software- und OpenGL-Renderer wechseln. Der OpenGL-Renderer erlaubt eine interne Aufl\u00f6sungs-Skalierung weit \u00fcber die native DS-Aufl\u00f6sung von 256\u00d7192 Pixel pro Bildschirm hinaus und sorgt f\u00fcr sp\u00fcrbar sch\u00e4rfere Kanten, besonders auf gro\u00dfen Monitoren. Ein Vulkan-Renderer ist entgegen gelegentlicher Behauptungen in Foren <strong>nicht<\/strong> Teil des offiziellen Funktionsumfangs; laut Projekt-FAQ bleibt die OpenGL-Unterst\u00fctzung weiterhin &#8220;work in progress&#8221;. Der Software-Renderer wiederum ist zwar am langsamsten, daf\u00fcr aber auf praktisch jeder Hardware ohne Treiberprobleme lauff\u00e4hig und eignet sich gut, um technische Fehlerquellen einzugrenzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das Bildschirmlayout stehen unter <code>Config \u2192 Display Settings<\/code> mehrere Anordnungen bereit, die sich je nach Spielgenre unterschiedlich gut eignen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Layout<\/th><th>Beschreibung<\/th><th>Gut geeignet f\u00fcr<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>\u00dcbereinander (Standard)<\/td><td>Beide Bildschirme klassisch vertikal gestapelt, wie am Original-Ger\u00e4t<\/td><td>Rollenspiele, Jump\u2019n\u2019Runs, Standard-Gameplay<\/td><\/tr><tr><td>Nebeneinander<\/td><td>Beide Bildschirme horizontal angeordnet<\/td><td>Breite Monitore, Vergleich beider Bildschirminhalte<\/td><\/tr><tr><td>Hybrid<\/td><td>Ein Bildschirm gro\u00df, der andere klein daneben<\/td><td>Spiele mit seltener Touchscreen-Nutzung<\/td><\/tr><tr><td>Nur ein Bildschirm<\/td><td>Nur der aktuell relevante Bildschirm wird angezeigt<\/td><td>Maximale Aufl\u00f6sung auf kleinen Displays<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-10-spielstaende-und-save-states-verwalten\">Schritt 10: Spielst\u00e4nde und Save-States verwalten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Emulator unterscheidet zwischen zwei Arten von Spielst\u00e4nden: den regul\u00e4ren In-Game-Speicherst\u00e4nden, die in <code>.sav<\/code>-Dateien neben der ROM abgelegt werden und dem Speichersystem des jeweiligen Spiels entsprechen, sowie Save-States, die \u00fcber <code>F1<\/code> bis <code>F8<\/code> den kompletten Emulator-Zustand inklusive Bildschirminhalt sichern. Save-States sind praktisch f\u00fcr schnelles Zwischenspeichern, ersetzen aber keine regul\u00e4ren Spielst\u00e4nde \u2013 bei einem gr\u00f6\u00dferen Versionswechsel sind \u00e4ltere Save-States nicht immer kompatibel, w\u00e4hrend <code>.sav<\/code>-Dateien deutlich stabiler \u00fcber Versionsgrenzen hinweg funktionieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-11-dsi-modus-aktivieren-nand-dump-und-zusaetzliche-bios-dateien\">Schritt 11: DSi-Modus aktivieren \u2013 NAND-Dump und zus\u00e4tzliche BIOS-Dateien<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der DSi-Modus emuliert das erweiterte Betriebssystem der Nintendo DSi inklusive integriertem Speicher, DSiWare-Anwendungen und Kamera-Funktionen. Daf\u00fcr wechselst du in den Einstellungen von <code>DS-Modus<\/code> zu <code>DSi-Modus<\/code> und hinterlegst zus\u00e4tzlich zu den DS-Dateien die DSi-spezifische BIOS (jeweils 64 KB f\u00fcr ARM9 und ARM7), eine 128-KB-DSi-Firmware sowie den rund 240 MB gro\u00dfen NAND-Dump.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der NAND-Dump ist der aufwendigste Teil: Er muss zwingend aus der eigenen DSi-Konsole stammen, da darin ger\u00e4tespezifische Verschl\u00fcsselungsschl\u00fcssel gespeichert sind. Ein aus dem Internet bezogener NAND-Dump einer fremden Konsole l\u00e4sst sich grunds\u00e4tzlich nicht nutzen \u2013 unabh\u00e4ngig von jeder rechtlichen Frage scheitert das schon rein technisch. Plane f\u00fcr den DSi-Modus insgesamt sp\u00fcrbar mehr Einrichtungszeit ein als f\u00fcr den reinen DS-Modus, allein schon wegen der zus\u00e4tzlichen Dumping-Schritte auf der echten Konsole.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schritt-12-lokalen-multiplayer-und-wlan-einrichten\">Schritt 12: Lokalen Multiplayer und WLAN einrichten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Emulator unterst\u00fctzt \u00fcber die integrierte virtuelle Zugangspunkt-Funktion (melonAP) lokalen Mehrspieler-Betrieb zwischen mehreren Instanzen auf demselben Rechner oder Netzwerk \u2013 praktisch f\u00fcr Reihen wie Mario Kart DS, Pok\u00e9mon oder Animal Crossing, deren Tauschfunktionen auf lokalem WLAN basieren. Laut offizieller Dokumentation gilt diese Funktion weiterhin als instabil beziehungsweise in aktiver Entwicklung; eine vollwertige Internet-Multiplayer-Infrastruktur \u00fcber das urspr\u00fcngliche Nintendo-WFC-Netzwerk hinaus steht weiterhin auf der Projekt-Aufgabenliste und sollte nicht als ausgereiftes Feature vorausgesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"auf-steam-deck-bazzite-und-handhelds-nutzen\">Auf Steam Deck, Bazzite und Handhelds nutzen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Linux-basierten Handhelds wie dem Steam Deck l\u00e4sst sich der Emulator \u00fcber Flathub genauso installieren wie auf einem klassischen Linux-Desktop. Wer <a href=\"\/de\/bazzite-installieren\/\">Bazzite<\/a> als Betriebssystem einsetzt oder eine Emulation-Sammlung wie <a href=\"\/de\/batocera-installieren\/\">Batocera<\/a> beziehungsweise <a href=\"\/de\/emudeck-vs-batocera\/\">EmuDeck<\/a> nutzt, bekommt der Emulator in aller Regel bereits vorkonfiguriert mitgeliefert. Der native Gamepad-Support des Steam-Decks l\u00e4sst sich zus\u00e4tzlich \u00fcber Steam-Input-Profile auf die eigene Tastenbelegung des Emulators mappen, was insbesondere den Touchscreen-Bildschirm \u00fcber den rechten Trackpad-Bereich steuerbar macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Performance ist auf modernen Handhelds kein Thema: Die f\u00fcr Nintendo-DS-Emulation n\u00f6tige Rechenleistung ist im Vergleich zu <a href=\"\/de\/rpcs3-einrichten\/\">PS3-<\/a> oder <a href=\"\/de\/ppsspp-einrichten\/\">PSP-Emulation<\/a> minimal, selbst \u00e4ltere Akku-schonende Taktraten reichen f\u00fcr konstante Bildraten meist locker aus. Wer parallel bereits <a href=\"\/de\/cemu-einrichten\/\">Cemu<\/a> f\u00fcr Wii-U- oder <a href=\"\/de\/duckstation-einrichten\/\">DuckStation<\/a> f\u00fcr PS1-Titel eingerichtet hat, kann denselben Handheld problemlos f\u00fcr alle drei Systeme gleichzeitig nutzen, da jedes Projekt seine eigenen, getrennten Konfigurationsordner verwendet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"datenschutz-laeuft-alles-vollstaendig-offline\">Datenschutz: L\u00e4uft alles vollst\u00e4ndig offline?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr sicherheits- und datenschutzbewusste Nutzer relevant: Der Emulator ben\u00f6tigt f\u00fcr den eigentlichen Betrieb kein Nutzerkonto, keine Registrierung und keine dauerhafte Internetverbindung. BIOS-Dateien, Firmware und ROMs werden ausschlie\u00dflich lokal auf der eigenen Festplatte verarbeitet, eine Internetverbindung ist lediglich f\u00fcr den einmaligen Download des Programms sowie optional f\u00fcr lokalen WLAN-Mehrspielerbetrieb n\u00f6tig. Das unterscheidet die lokale Emulation grundlegend von Cloud-Gaming-Diensten, bei denen Spielstand und Nutzungsdaten grunds\u00e4tzlich \u00fcber fremde Server laufen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"standalone-oder-retroarch-core-die-richtige-version-waehlen\">Standalone oder RetroArch-Core? Die richtige Version w\u00e4hlen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide Varianten basieren auf demselben Grundprojekt, unterscheiden sich aber in der Praxis sp\u00fcrbar. Die folgende \u00dcbersicht hilft bei der Entscheidung:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"wann-sich-die-eigenstaendige-version-lohnt\">Wann sich die eigenst\u00e4ndige Version lohnt<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer den vollen DSi-Modus, die aktuellste WLAN-Multiplayer-Implementierung und die schnellste Feature-Auslieferung will, ist mit der Standalone-Version besser bedient, da neue Funktionen zuerst im Hauptrepository landen und der Core sie oft erst mit Verz\u00f6gerung nachzieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer dagegen bereits eine gro\u00dfe <a href=\"\/de\/retroarch-einrichten\/\">RetroArch<\/a>-Bibliothek mit einheitlichen Shadern, Save-State-Verwaltung und Playlists \u00fcber mehrere Systeme hinweg pflegt, profitiert von der nahtlosen Integration des Cores in genau diesen Workflow, auch wenn DSi-Spiele dabei aktuell eingeschr\u00e4nkter unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-haeufigsten-fehler-bei-der-einrichtung\">Die h\u00e4ufigsten Fehler bei der Einrichtung<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>BIOS-Dateien in einem Unterordner ablegen.<\/strong> Der Emulator sucht die Dateien nur direkt im konfigurierten BIOS-Ordner, nicht rekursiv in Unterverzeichnissen.<\/li><li><strong>DS-BIOS-Dateien f\u00fcr den DSi-Modus wiederverwenden.<\/strong> Der DSi-Modus ben\u00f6tigt eigene, zus\u00e4tzliche BIOS- und Firmware-Dateien \u2013 die regul\u00e4ren DS-Dateien reichen daf\u00fcr nicht aus.<\/li><li><strong>Einen NAND-Dump aus dem Internet verwenden.<\/strong> NAND-Dumps sind an die jeweilige Konsole kryptografisch gebunden und funktionieren auf keiner anderen Konsole \u2013 unabh\u00e4ngig von der Quelle.<\/li><li><strong>Firmware-Dateigr\u00f6\u00dfe verwechseln.<\/strong> Eine 128-KB-Firmware, die urspr\u00fcnglich aus einer DSi oder einem 3DS stammt, erlaubt nur Direct Boot und keinen vollst\u00e4ndigen Firmware-Start.<\/li><li><strong>&#8220;Use external BIOS\/firmware files&#8221; nicht aktivieren.<\/strong> Ohne diesen Haken in den Einstellungen werden die hinterlegten Dateien komplett ignoriert.<\/li><li><strong>Unvollst\u00e4ndige oder besch\u00e4digte ROM-Dumps verwenden.<\/strong> Abgebrochene Downloads oder fehlerhafte Cartridge-Dumps f\u00fchren zu Abst\u00fcrzen, die oft f\u00e4lschlich der BIOS-Konfiguration zugeschrieben werden.<\/li><li><strong>Save-States \u00fcber Versionswechsel hinweg erwarten.<\/strong> Nach einem gr\u00f6\u00dferen Versionsupdate sind alte Save-States nicht immer kompatibel \u2013 regul\u00e4re <code>.sav<\/code>-Spielst\u00e4nde vor einem Update sichern.<\/li><li><strong>Drittanbieter-Bundles mit &#8220;vorinstalliertem BIOS&#8221; nutzen.<\/strong> Solche Pakete stammen nie von der offiziellen Quelle und bergen sowohl rechtliche als auch technische Risiken, etwa manipulierte Programmdateien.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"fehlerbehebung-loesungen-fuer-die-haeufigsten-probleme\">Fehlerbehebung: L\u00f6sungen f\u00fcr die h\u00e4ufigsten Probleme<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Emulator zeigt nur einen schwarzen Bildschirm.<\/strong><br \/>Meist fehlt eine BIOS- oder Firmware-Datei, oder der OpenGL-Renderer vertr\u00e4gt sich nicht mit dem Grafiktreiber. Zun\u00e4chst unter Video Settings auf den Software-Renderer wechseln, um die Ursache einzugrenzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fehlermeldung &#8220;BIOS not found&#8221; beim Start.<\/strong><br \/>Der BIOS-Pfad in den Einstellungen zeigt nicht auf den richtigen Ordner, oder die Dateinamen weichen von <code>bios9.bin<\/code>\/<code>bios7.bin<\/code>\/<code>firmware.bin<\/code> ab. Gro\u00df- und Kleinschreibung unter Linux beachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Spiel startet, aber ohne Ton.<\/strong><br \/>Unter <code>Config \u2192 Audio Settings<\/code> pr\u00fcfen, ob das richtige Ausgabeger\u00e4t ausgew\u00e4hlt ist. Bei manchen Linux-Distributionen hilft ein Wechsel zwischen PulseAudio- und PipeWire-Backend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Spielst\u00e4nde verschwinden nach einem Neustart.<\/strong><br \/>Der Speichertyp wurde beim ersten Laden der ROM falsch erkannt. \u00dcber <code>Datei \u2192 ROM-Informationen<\/code> l\u00e4sst sich der Speichertyp manuell setzen, bevor das Spiel zum ersten Mal gespeichert wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ruckelnde Bildrate trotz einfacher DS-Grafik.<\/strong><br \/>Meist liegt es nicht an der Rechenleistung, sondern an einer zu hoch gew\u00e4hlten internen Aufl\u00f6sung im OpenGL-Renderer in Kombination mit aktivierter Bildschirmaufzeichnungs-Software. Aufl\u00f6sung schrittweise reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lokaler WLAN-Multiplayer verbindet sich nicht.<\/strong><br \/>Beide Instanzen m\u00fcssen dieselbe melonAP-Konfiguration nutzen und im selben lokalen Netzwerk laufen. Firewalls blockieren die Funktion h\u00e4ufig standardm\u00e4\u00dfig \u2013 testweise kurz deaktivieren, um die Ursache einzugrenzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Android-App st\u00fcrzt beim Laden bestimmter Spiele ab.<\/strong><br \/>Meist hilft ein Wechsel des Renderers in den App-Einstellungen von OpenGL zur\u00fcck auf Software, insbesondere auf \u00e4lteren oder speicherschwachen Ger\u00e4ten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bildschirmlayout wirkt gestreckt oder falsch proportioniert.<\/strong><br \/>Unter Display Settings das Seitenverh\u00e4ltnis explizit auf &#8220;eingepasst&#8221; statt &#8220;gestreckt&#8221; stellen; insbesondere im Nebeneinander-Layout wird sonst leicht falsch skaliert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>DSi-Modus startet trotz korrekter Dateien nicht.<\/strong><br \/>H\u00e4ufigste Ursache ist ein NAND-Dump, der nicht zur eingesetzten DSi-BIOS\/Firmware-Kombination passt, weil Dateien aus zwei unterschiedlichen Konsolen gemischt wurden. Alle DSi-Dateien m\u00fcssen von derselben Konsole stammen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nach einem Update lassen sich alte Save-States nicht mehr laden.<\/strong><br \/>Save-States sind eng an die interne Emulator-Version gebunden und k\u00f6nnen bei gr\u00f6\u00dferen Updates inkompatibel werden. Regul\u00e4ren <code>.sav<\/code>-Spielstand vor jedem gr\u00f6\u00dferen Update sichern, um nicht auf Save-States angewiesen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"erweiterte-tipps-fuer-fortgeschrittene\">Erweiterte Tipps f\u00fcr Fortgeschrittene<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer den Emulator aus Skripten oder Frontends heraus steuert, kann ROMs direkt per Kommandozeile \u00fcbergeben, was sich etwa f\u00fcr eigene Startmen\u00fcs oder Automatisierungen eignet:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>melonDS --fullscreen ~\/Emulation\/melonDS\/roms\/nds\/spiel.nds<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr portable Installationen \u2013 etwa auf einem USB-Stick \u2013 legt eine leere Datei namens <code>portable.ini<\/code> im Programmordner fest, dass s\u00e4mtliche Konfigurationen und Save-States relativ zum Installationsort statt im Benutzerprofil gespeichert werden. Das erleichtert den Wechsel zwischen mehreren Rechnern erheblich, da keine Pfade manuell nachgezogen werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr sehr alte oder leistungsschwache Systeme lohnt sich ein Blick auf den JIT-Recompiler-Schalter unter <code>Config \u2192 Emu Settings<\/code>: Er ist standardm\u00e4\u00dfig aktiv und sollte es auch bleiben, da die Performance ohne JIT sp\u00fcrbar einbricht. Nur auf Architekturen, auf denen JIT nicht unterst\u00fctzt wird, greift automatisch der klassische Interpreter-Modus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Sammler mehrerer Konfigurationen (zum Beispiel getrennte Profile f\u00fcr DS- und DSi-Modus) empfiehlt sich, komplette Kopien des Programmordners mit jeweils eigener <code>melonDS.ini<\/code> anzulegen, statt st\u00e4ndig zwischen Einstellungen im selben Profil hin- und herzuschalten. Wer zus\u00e4tzlich mehrere ROM-Bibliotheken (etwa eigene Dumps und Homebrew-Anwendungen) sauber trennen m\u00f6chte, sollte separate Unterordner innerhalb von <code>roms\/nds\/<\/code> anlegen, statt alles in einem einzigen Ordner zu sammeln \u2013 der Emulator selbst durchsucht Unterordner beim ROM-\u00d6ffnen-Dialog automatisch mit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"vollstaendiges-setup-skript-automatisierte-einrichtung\">Vollst\u00e4ndiges Setup-Skript: Automatisierte Einrichtung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das folgende Bash-Skript fasst die wichtigsten Schritte f\u00fcr Linux zusammen: Es legt die empfohlene Ordnerstruktur an, pr\u00fcft, ob die drei zwingend ben\u00f6tigten DS-BIOS-Dateien bereits vorhanden sind, und installiert den Emulator \u00fcber Flathub, falls Flatpak verf\u00fcgbar ist. Die BIOS-Dateien selbst m\u00fcssen weiterhin manuell und legal aus der eigenen Konsole eingef\u00fcgt werden \u2013 das Skript ersetzt diesen Schritt bewusst nicht.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>#!\/usr\/bin\/env bash\nset -euo pipefail\n\nEMU_DIR=\"$HOME\/Emulation\/melonDS\"\nBIOS_DIR=\"$EMU_DIR\/bios\"\nROMS_DIR=\"$EMU_DIR\/roms\/nds\"\nSAVES_DIR=\"$EMU_DIR\/saves\"\n\necho \"Erstelle Ordnerstruktur unter $EMU_DIR ...\"\nmkdir -p \"$BIOS_DIR\" \"$ROMS_DIR\" \"$SAVES_DIR\"\n\nREQUIRED_BIOS=(\"bios9.bin\" \"bios7.bin\" \"firmware.bin\")\necho \"\"\necho \"Pruefe auf vorhandene BIOS-Dateien:\"\nmissing=0\nfor file in \"${REQUIRED_BIOS[@]}\"; do\n  if [ -f \"$BIOS_DIR\/$file\" ]; then\n    size=$(stat -c%s \"$BIOS_DIR\/$file\" 2>\/dev\/null || stat -f%z \"$BIOS_DIR\/$file\")\n    echo \"  [OK] $file gefunden (${size} Bytes)\"\n  else\n    echo \"  [FEHLT] $file -- eigenen Dump hier ablegen: $BIOS_DIR\/$file\"\n    missing=1\n  fi\ndone\n\nif command -v flatpak >\/dev\/null 2>&1; then\n  echo \"\"\n  echo \"Installiere melonDS ueber Flathub ...\"\n  flatpak install -y flathub net.kuribo64.melonDS\nelse\n  echo \"\"\n  echo \"Flatpak nicht gefunden. Anleitung: https:\/\/flathub.org\/apps\/net.kuribo64.melonDS\"\nfi\n\nif [ \"$missing\" -eq 1 ]; then\n  echo \"\"\n  echo \"Hinweis: Ohne vollstaendige BIOS-Dateien startet der Emulator nicht korrekt.\"\n  echo \"Nur selbst gedumpte Dateien aus der eigenen Konsole verwenden.\"\nfi\n\necho \"\"\necho \"Fertig. Unter Config -> Emu Settings den BIOS-Pfad setzen auf:\"\necho \"$BIOS_DIR\"<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Erg\u00e4nzung ein kleines Node.js-Beispiel, das sich in eigene Update-Checker oder Frontends einbauen l\u00e4sst und die aktuellste verf\u00fcgbare Version direkt \u00fcber die GitHub-API abfragt:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>const https = require('https');\n\nconst options = {\n  hostname: 'api.github.com',\n  path: '\/repos\/melonDS-emu\/melonDS\/releases\/latest',\n  headers: { 'User-Agent': 'melonds-version-check' }\n};\n\nhttps.get(options, (res) => {\n  let data = '';\n  res.on('data', (chunk) => (data += chunk));\n  res.on('end', () => {\n    const release = JSON.parse(data);\n    console.log(`Aktuellste Version: ${release.tag_name}`);\n    console.log(`Veroeffentlicht am: ${release.published_at}`);\n    console.log(`Download: ${release.html_url}`);\n  });\n}).on('error', (err) => console.error('Fehler:', err.message));<\/code><\/pre>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"fazit-lohnt-sich-der-aufwand\">Fazit: Lohnt sich der Aufwand?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einrichtung ist in rund 20 bis 30 Minuten erledigt, sofern BIOS und Firmware bereits als eigene Dumps vorliegen \u2013 der eigentliche Zeitaufwand steckt fast immer im einmaligen Beschaffen dieser Dateien aus der eigenen Konsole, nicht in der Software-Installation selbst. Angesichts eines aktiv gepflegten Projekts mit w\u00f6chentlichen Commits, einer im Vergleich zu DeSmuME sp\u00fcrbar h\u00f6heren Genauigkeit und einem klar dokumentierten, wenn auch strengen Umgang mit BIOS-Dateien bleibt dieser Emulator 2026 die erste Wahl f\u00fcr alles rund um Nintendo DS und DSi.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer die zw\u00f6lf Schritte dieser Anleitung einmal durchlaufen hat, besitzt eine wiederholbare, dokumentierte Routine, die sich jederzeit auf einem neuen Rechner reproduzieren l\u00e4sst \u2013 insbesondere im Portable-Modus. Angesichts der aktiven Weiterentwicklung und bislang fehlender rechtlicher Auseinandersetzung mit Nintendo spricht wenig dagegen, mit der Einrichtung von melonDS bereits heute zu beginnen, sofern die eigenen BIOS-Dateien aus rechtm\u00e4\u00dfigem Besitz stammen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"haeufig-gestellte-fragen-zu-melonds\">H\u00e4ufig gestellte Fragen zu melonDS<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ist melonDS kostenlos?<\/strong><br \/>Ja. Der Emulator steht unter der GPL-3.0-Lizenz und ist komplett kostenlos, ohne Werbung oder versteckte Kosten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Brauche ich zwingend eine echte Nintendo-DS-Konsole?<\/strong><br \/>Ja, zumindest einmalig zum Dumpen der BIOS- und Firmware-Dateien. Ohne diese Dateien startet der Emulator nicht korrekt, ein integriertes Ersatz-BIOS gibt es laut offiziellem FAQ nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Funktioniert der Emulator wirklich nicht ohne BIOS-Dateien?<\/strong><br \/>Korrekt, und das ist ein h\u00e4ufiges Missverst\u00e4ndnis. Einige \u00e4ltere Anleitungen behaupten das Gegenteil, das offizielle Projekt-FAQ stellt aber ausdr\u00fccklich klar, dass keine alternativen BIOS-Dateien mitgeliefert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ist die Nutzung von melonDS in Deutschland legal?<\/strong><br \/>Der Emulator selbst ja. Rechtlich unproblematisch ist zudem das Auslesen von BIOS-Dateien und ROMs aus der eigenen Konsole als Sicherungskopie nach \u00a7 69d UrhG. Aus dem Internet heruntergeladene BIOS-Dumps oder ROMs fremder Herkunft fallen nicht unter diese Ausnahme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kann ich damit auch Nintendo-DSi-Spiele spielen?<\/strong><br \/>Ja, im DSi-Modus, der zus\u00e4tzlich zu den DS-Dateien eigene DSi-BIOS-Dateien und einen NAND-Dump aus einer eigenen DSi-Konsole ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>L\u00e4uft der Emulator auf dem Steam Deck oder anderen Handhelds?<\/strong><br \/>Ja, \u00fcber Flathub direkt oder vorkonfiguriert als Teil von Sammlungen wie Batocera oder EmuDeck. Die f\u00fcr DS-Emulation n\u00f6tige Rechenleistung ist auf jedem aktuellen Handheld unproblematisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was ist der Unterschied zwischen der eigenst\u00e4ndigen Version und dem RetroArch-Core?<\/strong><br \/>Die Standalone-Version erh\u00e4lt neue Funktionen zuerst und unterst\u00fctzt den DSi-Modus vollst\u00e4ndig, der RetroArch-Core integriert sich daf\u00fcr nahtlos in eine bestehende RetroArch-Bibliothek, hinkt bei DSi- und WLAN-Funktionen aber etwas hinterher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unterst\u00fctzt melonDS Online-Multiplayer \u00fcber das Internet?<\/strong><br \/>Nur eingeschr\u00e4nkt. Lokaler Mehrspieler-Betrieb zwischen mehreren Instanzen funktioniert \u00fcber die melonAP-Funktion, eine vollwertige Internet-Infrastruktur gilt laut Projekt-Dokumentation weiterhin als instabil beziehungsweise in Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie hoch ist die tats\u00e4chliche Spielkompatibilit\u00e4t?<\/strong><br \/>Eine offizielle, verl\u00e4ssliche Prozentzahl f\u00fcr die komplette Spielebibliothek existiert nicht. Belegt ist lediglich, dass das Projekt gezielt auf Genauigkeit setzt und dadurch die meisten kommerziell erfolgreichen Titel zuverl\u00e4ssig laufen, sofern BIOS und Firmware korrekt eingerichtet sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"weiterfuehrende-artikel\">Weiterf\u00fchrende Artikel<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"\/de\/dolphin-emulator-einrichten\/\">Dolphin Emulator einrichten: Wii in 4K, 12 Schritte<\/a><\/li><li><a href=\"\/de\/rpcs3-einrichten\/\">RPCS3 einrichten: 75 % PS3-Spiele in 12 Schritten<\/a><\/li><li><a href=\"\/de\/ppsspp-einrichten\/\">PPSSPP einrichten: 14.150 Stars, 12 Schritte<\/a><\/li><li><a href=\"\/de\/duckstation-einrichten\/\">DuckStation einrichten: 512-KB-BIOS in 12 Schritten<\/a><\/li><li><a href=\"\/de\/vita3k-einrichten\/\">Vita3K einrichten: 56 % Spiele spielbar, 12 Schritte<\/a><\/li><li><a href=\"\/de\/cemu-einrichten\/\">Cemu einrichten: Wii U in 4K, 12 Schritte<\/a><\/li><li><a href=\"\/de\/retroarch-einrichten\/\">RetroArch einrichten: 100+ Cores, 12 Schritte<\/a><\/li><li><a href=\"\/de\/category\/gaming\/\">Alle Gaming-Artikel auf shattered.io<\/a><\/li><\/ul>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer alte Nintendo-DS- oder DSi-Spiele wieder spielen will, kommt an einem Namen kaum vorbei: melonDS. Der quelloffene Emulator hat sich seit seinem Start als das inzwischen genaueste und schnellste Projekt\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":624,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-623","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gaming"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/shattered.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/623","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/shattered.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/shattered.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shattered.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shattered.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=623"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/shattered.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/623\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":625,"href":"https:\/\/shattered.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/623\/revisions\/625"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shattered.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/624"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/shattered.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=623"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/shattered.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=623"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/shattered.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=623"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}