{"id":642,"date":"2026-07-26T14:12:47","date_gmt":"2026-07-26T14:12:47","guid":{"rendered":"https:\/\/shattered.io\/de\/emudeck-vs-retrodeck\/"},"modified":"2026-07-26T14:15:36","modified_gmt":"2026-07-26T14:15:36","slug":"emudeck-vs-retrodeck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/shattered.io\/de\/emudeck-vs-retrodeck\/","title":{"rendered":"EmuDeck vs. RetroDECK: 3.480 vs. 1.229 Sterne [2026]"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer sich am 26. Juli 2026 einen Steam Deck oder ein anderes Linux-Handheld kauft und dort Retro-Spiele emulieren m\u00f6chte, landet fast zwangsl\u00e4ufig bei zwei Namen: EmuDeck und RetroDECK. Beide Projekte verfolgen dasselbe Ziel \u2013 von NES bis PlayStation 3 alles direkt aus dem Game-Mode heraus spielbar zu machen \u2013, gehen dabei aber technisch komplett unterschiedliche Wege. EmuDeck installiert einzelne, frei w\u00e4hlbare Emulatoren per Skript, RetroDECK b\u00fcndelt zwei Dutzend Komponenten in einer einzigen, sandboxierten Flatpak-Anwendung. Mit 3.480 gegen 1.229 GitHub-Sternen, \u00fcber 25 gegen 24 enthaltenen Emulatoren und zwei grundverschiedenen Sicherheitsmodellen unterscheiden sich beide Tools deutlich mehr, als ihr gemeinsames Ziel vermuten l\u00e4sst. Wer zum ersten Mal vor dieser Entscheidung steht, findet online vor allem oberfl\u00e4chliche Meinungsbeitr\u00e4ge statt belastbarer Zahlen \u2013 dieser Vergleich schlie\u00dft genau diese L\u00fccke anhand aktueller Zahlen, Benchmarks aus mehreren Quellen und einer Schritt-f\u00fcr-Schritt-Migrationsanleitung und zeigt, welches Tool f\u00fcr welchen Nutzertyp die bessere Wahl ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-ist-emudeck-architektur-und-funktionsweise\">Was ist EmuDeck? Architektur und Funktionsweise<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EmuDeck (<a href=\"https:\/\/github.com\/dragoonDorise\/EmuDeck\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">github.com\/dragoonDorise\/EmuDeck<\/a>) ist ein kostenloses, quelloffenes Skript unter der GPL-3.0-Lizenz, das Emulatoren automatisiert herunterl\u00e4dt, konfiguriert und in eine einheitliche Ordnerstruktur einsortiert. Anders als eine klassische App installiert EmuDeck die einzelnen Emulatoren als eigenst\u00e4ndige, austauschbare Programme direkt im System \u2013 jeder Emulator bleibt ein separates, natives Programm, das EmuDeck lediglich einrichtet und mit Frontends wie EmulationStation Desktop Edition (ES-DE) verkn\u00fcpft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Projekt ist mit Stand 26. Juli 2026 sehr aktiv: Der letzte Commit im offiziellen Repository liegt nur einen Tag zur\u00fcck, das GitHub-Repo z\u00e4hlt 3.480 Sterne, 255 Forks und 89 offene Issues. Das letzte formell getaggte Release tr\u00e4gt die Versionsnummer 2.3.8 (ver\u00f6ffentlicht 22. Januar 2025), doch die Anwendung selbst entwickelt sich \u00fcber dieses Tag hinaus laufend weiter \u2013 in der Praxis empfiehlt sich, von der &#8220;2.4er-Reihe&#8221; statt einer festen Versionsnummer zu sprechen. Laut der offiziellen Emulatorliste unter <a href=\"https:\/\/manual.emudeck.com\/supported-emulators\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">manual.emudeck.com<\/a> unterst\u00fctzt EmuDeck \u00fcber 25 Emulatoren, die einzeln aktiviert oder deaktiviert werden k\u00f6nnen. Die genaue Zahl schwankt zwischen einzelnen Abrufen leicht, weil die Liste laufend gepflegt wird \u2013 f\u00fcr eine Kaufentscheidung ist die Gr\u00f6\u00dfenordnung relevanter als die letzte Nachkommastelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch legt EmuDeck alle Dateien in einem zentralen Ordner namens <code>~\/Emulation<\/code> ab, unterteilt in Unterordner f\u00fcr BIOS-Dateien (<code>bios\/<\/code>), ROMs nach System (<code>roms\/&lt;system&gt;\/<\/code>), Spielst\u00e4nde (<code>saves\/<\/code>) und Zusatzwerkzeuge (<code>tools\/<\/code>). Diese offene Ordnerstruktur ist einer der zentralen Unterschiede zu RetroDECK: Nutzer haben direkten Dateisystemzugriff und k\u00f6nnen jederzeit einzelne Emulatoren austauschen, eigene Kernel-Builds einbinden oder Konfigurationsdateien von Hand anpassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"was-ist-retrodeck-das-sandbox-komplettpaket\">Was ist RetroDECK? Das Sandbox-Komplettpaket<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">RetroDECK (<a href=\"https:\/\/github.com\/RetroDECK\/RetroDECK\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">github.com\/RetroDECK\/RetroDECK<\/a>) verfolgt einen fundamental anderen Ansatz. Statt einzelne Emulatoren ins System zu installieren, packt das Projekt laut eigener Beschreibung eine &#8220;All-in-one-Retro-Gaming-Plattform&#8221; f\u00fcr Steam Deck, vollst\u00e4ndige Linux-Desktops, Linux-HTPC-Systeme und Linux-basierte PC-Konsolen wie die Steam Machine in eine einzige Flatpak-Anwendung. Auch RetroDECK steht unter der GPL-3.0-Lizenz und ist mit 1.229 GitHub-Sternen, 55 Forks und 291 offenen Issues deutlich kleiner als EmuDeck, aber ebenfalls aktiv gepflegt (letzter Commit 22. Juli 2026).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit dem gro\u00dfen Umbau ab Version 0.10.0b l\u00e4uft RetroDECK nicht mehr als eine einzige gro\u00dfe Sandbox, sondern pro Komponente einzeln abgeschottet (&#8220;sub-sandboxed&#8221;). Das aktuelle Release 0.10.9b (30. Mai 2026) basiert auf der Laufzeitumgebung org.kde.Platform 6.10 und ist durch den Umbau rund 800 MB kleiner als die Vorg\u00e4ngerarchitektur. Ein weiterer Effekt dieser \u00dcberarbeitung: Der interne BIOS-Pr\u00fcfmechanismus, der vorhandene BIOS-Dateien auf Vollst\u00e4ndigkeit pr\u00fcft, sank in Version 0.10.3b von 60\u201390 Sekunden Laufzeit auf nur noch 2\u201310 Sekunden \u2013 eine Verbesserung gegen\u00fcber RetroDECKs eigenen fr\u00fcheren Versionen, nicht im direkten Vergleich zu EmuDeck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">RetroDECK wird ausschlie\u00dflich \u00fcber Flathub vertrieben (<code>flatpak install flathub net.retrodeck.retrodeck<\/code>) und b\u00fcndelt 24 Komponenten fest in einem Download \u2013 eine \u00e0-la-carte-Auswahl einzelner Emulatoren wie bei EmuDeck ist nicht vorgesehen. Laut Flathub-Statistik z\u00e4hlt die App aktuell 485.676 Installationen insgesamt und rund 14.500 in den letzten 30 Tagen \u2013 ein guter Indikator f\u00fcr die aktuelle Wachstumsdynamik, unabh\u00e4ngig von der kumulierten GitHub-Sternezahl. Alle Dateien landen in einem zentralen, aber vom restlichen System abgeschotteten Ordner <code>~\/retrodeck<\/code> (BIOS-Dateien flach in <code>bios\/<\/code>, ROMs nach System in <code>roms\/&lt;system&gt;\/<\/code>), wobei einige Systemordner-Namen von EmuDecks Konvention abweichen \u2013 etwa <code>gc<\/code> statt <code>gamecube<\/code> f\u00fcr GameCube-ROMs, was bei einer sp\u00e4teren Migration relevant wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"emudeck-vs-retrodeck-technische-daten-im-direkten-vergleich\">EmuDeck vs. RetroDECK: Technische Daten im direkten Vergleich<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten technischen Eckdaten beider Projekte zusammen, Stand 26. Juli 2026 (GitHub-Zahlen live abgerufen):<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table>\n<thead>\n<tr><th>Merkmal<\/th><th>EmuDeck<\/th><th>RetroDECK<\/th><\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr><td>GitHub-Sterne<\/td><td>3.480<\/td><td>1.229<\/td><\/tr>\n<tr><td>Forks<\/td><td>255<\/td><td>55<\/td><\/tr>\n<tr><td>Offene Issues<\/td><td>89<\/td><td>291<\/td><\/tr>\n<tr><td>Lizenz<\/td><td>GPL-3.0<\/td><td>GPL-3.0<\/td><\/tr>\n<tr><td>Aktuelles Release<\/td><td>2.3.8-Reihe (Tag von Jan. 2025, laufend erweitert)<\/td><td>0.10.9b (30. Mai 2026)<\/td><\/tr>\n<tr><td>Letzter Commit<\/td><td>25. Juli 2026<\/td><td>22. Juli 2026<\/td><\/tr>\n<tr><td>Installationsart<\/td><td>Skript-Installer (curl)<\/td><td>Flatpak (sandboxed)<\/td><\/tr>\n<tr><td>Unterst\u00fctzte Plattformen<\/td><td>SteamOS, Windows, Linux-Desktop<\/td><td>Nur x86_64 Linux (SteamOS, Bazzite, ChimeraOS, Desktop)<\/td><\/tr>\n<tr><td>Anzahl Emulatoren<\/td><td>\u00fcber 25 (einzeln w\u00e4hlbar)<\/td><td>24 Komponenten (fest geb\u00fcndelt)<\/td><\/tr>\n<tr><td>Standard-Frontend<\/td><td>Frei w\u00e4hlbar, meist ES-DE<\/td><td>ES-DE mit eigenem Theme<\/td><\/tr>\n<tr><td>Sandbox-Isolation<\/td><td>Nein<\/td><td>Ja, seit 0.10.0b pro Komponente<\/td><\/tr>\n<tr><td>Vertriebsweg<\/td><td>install.emudeck.com (Skript)<\/td><td>Flathub<\/td><\/tr>\n<tr><td>Ordnerstruktur<\/td><td><code>~\/Emulation<\/code><\/td><td><code>~\/retrodeck<\/code><\/td><\/tr>\n<tr><td>Installationen (Flathub, 30 Tage)<\/td><td>kein Flathub-Vertrieb<\/td><td>ca. 14.500<\/td><\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auff\u00e4llig: EmuDeck f\u00fchrt bei Community-Gr\u00f6\u00dfe (GitHub-Sterne, Forks) und Plattformbreite klar, w\u00e4hrend RetroDECK bei der Kernarchitektur (Sandboxing) und der offenen Issue-Zahl \u2013 die auch als Zeichen einer aktiv genutzten, kritisch begleiteten Nutzerbasis gelesen werden kann \u2013 die Nase vorn hat. Beide Projekte werden aktuell gepflegt; keines der beiden wirkt verwaist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig f\u00fcr die Einordnung dieser Tabelle: GitHub-Sterne und Flathub-Installationen sind zwei unterschiedliche Popularit\u00e4tsmetriken, die sich nicht direkt gegen\u00fcberstellen lassen \u2013 Sterne markieren eine einmalige Zustimmung auf der Code-Plattform, w\u00e4hrend Flathub-Installationen die tats\u00e4chliche, laufende Nutzung auf realer Hardware widerspiegeln. Da EmuDeck nicht \u00fcber Flathub vertrieben wird, existiert f\u00fcr EmuDeck keine direkt vergleichbare Installationszahl \u2013 ein struktureller Nachteil beim Zahlenvergleich, der nichts \u00fcber die tats\u00e4chliche Nutzerbasis von EmuDeck aussagt, sondern lediglich den unterschiedlichen Vertriebsweg widerspiegelt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"installationsarchitektur-skript-installer-gegen-flatpak-sandbox\">Installationsarchitektur: Skript-Installer gegen Flatpak-Sandbox<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der wichtigste konzeptionelle Unterschied zwischen EmuDeck und RetroDECK liegt nicht in der Emulator-Auswahl, sondern in der Art, wie beide Tools mit dem restlichen Betriebssystem interagieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"wie-emudeck-emulatoren-installiert\">Wie EmuDeck Emulatoren installiert<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EmuDeck l\u00e4dt bei der Einrichtung ein Installationsskript herunter, das anschlie\u00dfend im Terminal oder \u00fcber eine grafische Oberfl\u00e4che einzelne Emulatoren wie Dolphin, PCSX2 oder RPCS3 als vollwertige, native Programme auf dem System installiert. Diese Emulatoren laufen ohne zus\u00e4tzliche Isolationsschicht mit denselben Rechten wie jedes andere installierte Programm. Der Vorteil: maximale Kontrolle. Nutzer k\u00f6nnen einzelne Emulator-Builds gegen eigene, selbst kompilierte Versionen austauschen, experimentelle Kernel-Updates einzeln einspielen oder Emulatoren nutzen, die RetroDECK gar nicht im Bundle f\u00fchrt. Der Nachteil: Jeder einzeln installierte Emulator hat vollen Zugriff auf das Dateisystem des Nutzerkontos, was im Fehlerfall \u2013 etwa bei einem kompromittierten Drittanbieter-Build \u2013 ein gr\u00f6\u00dferes Angriffsfenster \u00f6ffnet als eine sandboxierte L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"wie-retrodecks-sandbox-modell-funktioniert\">Wie RetroDECKs Sandbox-Modell funktioniert<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">RetroDECK nutzt das Flatpak-Framework, das grunds\u00e4tzlich mit eingeschr\u00e4nkten Dateisystem- und Netzwerkrechten arbeitet. Seit dem Rework ab Version 0.10.0b geht RetroDECK einen Schritt weiter und isoliert sogar einzelne Komponenten innerhalb der Anwendung voneinander (&#8220;sub-sandboxed&#8221;). Ein einzelner kompromittierter Emulator-Kern hat dadurch theoretisch weniger M\u00f6glichkeiten, auf andere Teile des Systems oder andere Bundle-Komponenten zuzugreifen. Der Preis daf\u00fcr: Nutzer k\u00f6nnen keine einzelnen Emulatoren gegen eigene Builds austauschen, und alle 24 Komponenten werden gemeinsam aktualisiert, unabh\u00e4ngig davon, ob ein einzelner Emulator tats\u00e4chlich ein Update ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"unterstuetzte-plattformen-und-geraete\">Unterst\u00fctzte Plattformen und Ger\u00e4te<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Plattformunterst\u00fctzung liegt der klarste, am wenigsten diskutable Unterschied zwischen beiden Projekten. EmuDeck bietet native Installer f\u00fcr SteamOS (Steam Deck), Windows und allgemeine Linux-Desktops. Wer zwischen einem <a href=\"\/de\/steam-deck-vs-switch-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Steam Deck<\/a> und einem Windows-Gaming-Laptop pendelt, kann mit EmuDeck auf beiden Systemen dieselbe Emulator-Sammlung und dieselben Spielst\u00e4nde nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">RetroDECK ist dagegen laut eigener Dokumentation offiziell auf x86_64-Linux beschr\u00e4nkt: SteamOS, <a href=\"\/de\/bazzite-installieren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bazzite<\/a>, ChimeraOS sowie klassische Linux-Desktops und -HTPC-Setups. Die Dokumentation erweitert den Kreis generisch auf &#8220;x86_64-Handhelds mit Steam-Input-Unterst\u00fctzung&#8221; \u2013 ein SteamOS-natives Ger\u00e4t jenseits des Steam Deck kann also grunds\u00e4tzlich infrage kommen, ein offizieller Windows- oder macOS-Build existiert jedoch nicht und ist auch nicht angek\u00fcndigt. F\u00fcr Besitzer eines Windows-Handhelds wie dem ROG Ally X bedeutet das: RetroDECK f\u00e4llt komplett weg, EmuDeck bleibt die einzige der beiden Optionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Praxis ist der Linux-Kreis f\u00fcr RetroDECK gr\u00f6\u00dfer, als &#8220;nur Steam Deck&#8221; vermuten l\u00e4sst: Bazzite allein unterst\u00fctzt nach offizieller Dokumentation \u00fcber 20 Handheld-Modelle jenseits des Steam Deck, darunter den ROG Ally und Ally X, das Lenovo Legion Go und Legion Go S, den MSI Claw AI7+\/8+, GPD-Ger\u00e4te der Win-4- und Win-Mini-Serien sowie Modelle von OneXPlayer, Ayn und Ayaneo. Wer eines dieser Ger\u00e4te mit Bazzite statt Windows betreibt, kann RetroDECK dort grunds\u00e4tzlich installieren \u2013 EmuDeck bleibt aber die risiko\u00e4rmere Wahl f\u00fcr alle, die auf dem Windows-Werkszustand dieser Handhelds bleiben wollen, da nur EmuDeck einen nativen Windows-Installer mitbringt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bemerkenswert ist au\u00dferdem, dass RetroDECKs eigene Produktbeschreibung explizit &#8220;Linux-basierte PC-Konsolen wie die Steam Machine&#8221; als Zielplattform nennt. Valves am 29. Juni 2026 gestartete Steam Machine l\u00e4uft mit SteamOS 3 auf Arch-Linux-Basis (AMD-Zen-4-Prozessor, RDNA-3-Grafikeinheit mit 28 Recheneinheiten, Preise ab 1.039 \u20ac f\u00fcr 512 GB beziehungsweise 1.359 \u20ac f\u00fcr 2 TB) und z\u00e4hlt damit technisch zum selben x86_64-Linux-Kreis wie Steam Deck und Bazzite-Handhelds. F\u00fcr Besitzer einer Steam Machine, die diese auch als Retro-Konsole im Wohnzimmer nutzen m\u00f6chten, ist RetroDECK damit eine offiziell dokumentierte Option \u2013 EmuDeck l\u00e4uft dort \u00fcber den Linux-Installationsweg ebenfalls, wird von RetroDECKs eigener Dokumentation aber nicht namentlich als Zielger\u00e4t genannt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"emulator-bibliothek-im-vergleich-was-ist-enthalten\">Emulator-Bibliothek im Vergleich: Was ist enthalten?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">RetroDECKs 24 Komponenten sind laut offizieller Dokumentation unter <a href=\"https:\/\/retrodeck.readthedocs.io\/en\/latest\/wiki_about\/what-is-included\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">retrodeck.readthedocs.io<\/a> in f\u00fcnf Kategorien organisiert:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table>\n<thead>\n<tr><th>Kategorie<\/th><th>Enthaltene Komponenten<\/th><th>Anzahl<\/th><\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr><td>Utilities<\/td><td>ES-DE, Flips, PortMaster, Steam ROM Manager<\/td><td>4<\/td><\/tr>\n<tr><td>Multi-Emulatoren<\/td><td>MAME, RetroArch<\/td><td>2<\/td><\/tr>\n<tr><td>Standalone-Emulatoren<\/td><td>Azahar, CEMU, Dolphin, melonDS, PCSX2, Pico-8, Primehack, PPSSPP, RPCS3, Ruffle, Vita3K, XEMU, XRoar<\/td><td>13<\/td><\/tr>\n<tr><td>Engines<\/td><td>GZDoom, IKEMEN Go, OpenBOR, Solarus<\/td><td>4<\/td><\/tr>\n<tr><td>Legacy<\/td><td>DuckStation<\/td><td>1<\/td><\/tr>\n<tr><td>Gesamt<\/td><td>\u2014<\/td><td>24<\/td><\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auff\u00e4llig ist, dass RetroDECK damit praktisch jeden Emulator b\u00fcndelt, den shattered.io bereits einzeln in eigenen Einrichtungsanleitungen behandelt hat \u2013 darunter <a href=\"\/de\/pcsx2-einrichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PCSX2<\/a>, <a href=\"\/de\/rpcs3-einrichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RPCS3<\/a>, <a href=\"\/de\/vita3k-einrichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vita3K<\/a>, <a href=\"\/de\/ppsspp-einrichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PPSSPP<\/a>, <a href=\"\/de\/cemu-einrichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cemu<\/a>, <a href=\"\/de\/duckstation-einrichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DuckStation<\/a> und <a href=\"\/de\/dolphin-emulator-einrichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dolphin<\/a>. Wer diese Emulatoren ohnehin einzeln nutzen w\u00fcrde, spart sich mit RetroDECK die separate Einrichtung jedes einzelnen Tools. EmuDecks \u00fcber 25 Emulatoren decken eine \u00e4hnliche Bandbreite ab, f\u00fchren aber zus\u00e4tzlich Windows-only-Optionen und lassen dem Nutzer die Wahl, welche Systeme \u00fcberhaupt installiert werden \u2013 wer etwa nur PlayStation-1- und PlayStation-2-Spiele emulieren will, installiert bei EmuDeck ausschlie\u00dflich <a href=\"\/de\/duckstation-einrichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DuckStation<\/a> und <a href=\"\/de\/pcsx2-einrichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PCSX2<\/a>, statt automatisch 24 Komponenten inklusive nicht ben\u00f6tigter Systeme mitzuladen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"es-de-frontend-im-detail-bedienung-und-anpassung\">ES-DE-Frontend im Detail: Bedienung und Anpassung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein oft \u00fcbersehener Punkt: Beide Tools setzen im Kern auf dasselbe Frontend-Projekt, EmulationStation Desktop Edition (ES-DE), unterscheiden sich aber deutlich in dessen Integration. EmuDeck installiert ES-DE als eigenst\u00e4ndige Komponente und \u00fcberl\u00e4sst Nutzern die Wahl, ob sie stattdessen ein anderes Frontend wie Pegasus oder direkt Steams eigene Big-Picture-Oberfl\u00e4che bevorzugen. Diese Flexibilit\u00e4t bedeutet auch mehr Konfigurationsaufwand: Theme, Scraper-Einstellungen f\u00fcr Cover-Artwork und Controller-Belegung m\u00fcssen bei EmuDeck in der Regel manuell nachjustiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">RetroDECK liefert dagegen ein vorkonfiguriertes, eigenes ES-DE-Theme mit, das speziell auf die 24 geb\u00fcndelten Komponenten abgestimmt ist \u2013 Cover-Artwork, Systemkategorien und Controller-Navigation funktionieren direkt nach der Installation, ohne dass Nutzer einen separaten Scraper einrichten m\u00fcssen. Der bereits erw\u00e4hnte XDA-Developers-Test best\u00e4tigt diesen Eindruck: Der Autor empfand RetroDECKs Oberfl\u00e4che als &#8220;ansprechender&#8221; als EmuDecks Standardkonfiguration, wobei beide Systeme technisch dasselbe Frontend-Projekt als Basis nutzen. Wer also prim\u00e4r eine optisch aufger\u00e4umte Oberfl\u00e4che ohne Bastelaufwand sucht, profitiert st\u00e4rker von RetroDECKs Voreinstellung; wer ein bestimmtes Theme oder Scraper-Setup exakt nach eigenen Vorstellungen bauen will, hat mit EmuDecks offener ES-DE-Installation mehr Stellschrauben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"benchmarks-und-performance-gibt-es-einen-echten-unterschied\">Benchmarks und Performance: Gibt es einen echten Unterschied?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der reinen Emulations-Performance lautet die kurze Antwort: nein, kaum. Beide Tools starten dieselben zugrunde liegenden Emulator-Bin\u00e4rdateien \u2013 Dolphin ist Dolphin, unabh\u00e4ngig davon, ob EmuDeck oder RetroDECK das Frontend stellt. <a href=\"https:\/\/en.linuxadictos.com\/emudeck-vs-retrodeck-vs-batocera-which-is-better-for-emulation-on-the-steam-deck.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">en.linuxadictos.com<\/a> bringt es in einem direkten Dreiervergleich mit Batocera auf den Punkt: Weder EmuDeck noch RetroDECK noch Batocera sind selbst Emulatoren \u2013 sie sind Werkzeuge, die echte Emulatoren konfigurieren und starten. Ein inh\u00e4renter FPS-Unterschied zwischen EmuDeck und RetroDECK existiert bei identischer Hardware und identischem Emulator-Kern nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die tats\u00e4chlich messbaren Unterschiede liegen im Overhead und in der gef\u00fchlten Geschwindigkeit rund um die Emulation, nicht in der Emulation selbst:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>RetroDECKs eigene Release-Notes dokumentieren, dass der BIOS-Pr\u00fcfvorgang durch das 0.10.3b-Update von 60\u201390 Sekunden auf 2\u201310 Sekunden sank \u2013 ein Vergleich von RetroDECK gegen seine eigene Vorg\u00e4ngerversion, kein direkter Vergleich zu EmuDeck.<\/li>\n<li>Der Techjournalist von <a href=\"https:\/\/www.xda-developers.com\/switched-emudeck-retrodeck-retro-gaming-setup-convinced-stay\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">XDA Developers<\/a>, der von EmuDeck zu RetroDeck wechselte, testete NES- bis Nintendo-DS-Titel auf einem Handheld mit AMD-Ryzen-7-8840U-Prozessor und berichtete durchg\u00e4ngig fl\u00fcssige Performance bei Titeln wie Super Mario 64 und Pok\u00e9mon Stadium 2 \u2013 bem\u00e4ngelte aber, dass sich einzelne Emulator-Kerneinstellungen mitten im Spiel schwerer anpassen lassen als bei EmuDeck, ein Nachteil, den er ausdr\u00fccklich auch EmuDeck selbst zuschreibt.<\/li>\n<li>Laut demselben Bericht war die initiale Einrichtungszeit bei RetroDECK sp\u00fcrbar k\u00fcrzer, und das mitgelieferte ES-DE-Skin wurde als optisch ansprechender empfunden als EmuDecks Standardoberfl\u00e4che \u2013 ein Usability-, kein Performance-Vorteil.<\/li>\n<li>Die GitHub-Aktivit\u00e4t beider Projekte (EmuDeck: Commit vor 1 Tag; RetroDECK: Commit vor 4 Tagen, jeweils zum 26. Juli 2026) best\u00e4tigt, dass keines der beiden Tools in der Update-Frequenz sichtbar zur\u00fcckf\u00e4llt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fazit f\u00fcr die Performance-Frage: Wer nach einem Tool sucht, das sp\u00fcrbar mehr Bilder pro Sekunde liefert, wird bei keinem der beiden f\u00fcndig \u2013 beide sind lediglich unterschiedlich komfortable Verpackungen f\u00fcr dieselben Emulator-Engines.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"community-support-und-dokumentation\">Community, Support und Dokumentation<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei technischen Problemen entscheidet oft die Qualit\u00e4t von Community und Dokumentation dar\u00fcber, wie schnell ein Fehler behoben ist. EmuDecks GitHub-Repository z\u00e4hlt 89 offene Issues bei 3.480 Sternen \u2013 ein vergleichsweise niedriges Verh\u00e4ltnis, das f\u00fcr eine \u00fcberschaubare, gut zu bew\u00e4ltigende Fehlerlast bei gleichzeitig gro\u00dfer Nutzerbasis spricht. RetroDECK weist mit 291 offenen Issues bei nur 1.229 Sternen ein deutlich h\u00f6heres Verh\u00e4ltnis auf; das muss nicht zwingend schlechtere Softwarequalit\u00e4t bedeuten, sondern kann ebenso Ausdruck einer aktiv mitdiskutierenden, technisch versierten Nutzerbasis sein, die Probleme detailliert dokumentiert statt sie stillschweigend hinzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide Projekte pflegen eigene Dokumentationsseiten \u2013 EmuDeck unter manual.emudeck.com, RetroDECK unter retrodeck.readthedocs.io \u2013 sowie aktive Community-Kan\u00e4le, in denen Nutzer sich gegenseitig bei der Fehlersuche helfen. F\u00fcr Einsteiger, die zum ersten Mal ein Linux-Handheld einrichten, ist RetroDECKs Dokumentation durch die feste Emulator-Auswahl tendenziell linearer aufgebaut, w\u00e4hrend EmuDecks Handbuch entsprechend der gr\u00f6\u00dferen Konfigurationsfreiheit mehr Verzweigungen und Sonderf\u00e4lle behandeln muss.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kosten-im-ueberblick-software-gratis-hardware-entscheidet\">Kosten im \u00dcberblick: Software gratis, Hardware entscheidet<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sowohl EmuDeck als auch RetroDECK sind komplett kostenlose Open-Source-Software unter der GPL-3.0-Lizenz \u2013 bei der reinen Software-Lizenz gibt es keinen Preisunterschied. Der eigentliche Kostenfaktor ist die Hardware, auf der beide Tools laufen sollen. Seit der offiziellen Preiserh\u00f6hung vom 27. Mai 2026 kostet ein Steam Deck OLED in Deutschland sp\u00fcrbar mehr als noch Ende 2025, ein direkter Ausl\u00e4ufer der globalen DRAM-Speicherkrise, \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.pcgameshardware.de\/Steam-Deck-Hardware-277668\/News\/Preiserhoehung-OLED-Speicherkrise-Valve-1536683\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PC Games Hardware<\/a> berichtete.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table>\n<thead>\n<tr><th>Kostenpunkt<\/th><th>EmuDeck<\/th><th>RetroDECK<\/th><\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr><td>Software-Lizenz<\/td><td>0 \u20ac (GPL-3.0)<\/td><td>0 \u20ac (GPL-3.0)<\/td><\/tr>\n<tr><td>Steam Deck OLED 512 GB (offizielle UVP)<\/td><td>779 \u20ac<\/td><td>779 \u20ac<\/td><\/tr>\n<tr><td>Steam Deck OLED 1 TB (offizielle UVP)<\/td><td>919 \u20ac<\/td><td>919 \u20ac<\/td><\/tr>\n<tr><td>Windows-Handheld-Alternative (z. B. ROG Ally X)<\/td><td>899 \u20ac (nativ unter Windows nutzbar)<\/td><td>nicht unterst\u00fctzt (kein Windows-Build)<\/td><\/tr>\n<tr><td>Zus\u00e4tzliche Kosten f\u00fcr BIOS-Dateien<\/td><td>0 \u20ac (nur eigene, legal gesicherte Kopien)<\/td><td>0 \u20ac (nur eigene, legal gesicherte Kopien)<\/td><\/tr>\n<tr><td>Laufende Update-Kosten<\/td><td>0 \u20ac<\/td><td>0 \u20ac<\/td><\/tr>\n<tr><td>Installationsgr\u00f6\u00dfe (App selbst)<\/td><td>variiert je gew\u00e4hltem Emulator<\/td><td>ca. 800 MB kleiner als vor Version 0.10.0b<\/td><\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig f\u00fcr die Preisrealit\u00e4t: Die alte Steam-Deck-OLED-UVP von 569 \u20ac (512 GB) beziehungsweise 679 \u20ac (1 TB) galt vor der Anhebung im Mai 2026 \u2013 ein Plus von 37 respektive 35 Prozent. Wer bereits ein Steam Deck oder ein anderes kompatibles Linux-Handheld besitzt, zahlt f\u00fcr beide Emulations-Tools de facto 0 \u20ac. Der einzige indirekte Kostenfaktor bei EmuDeck ist die potenzielle Nutzung eines Windows-Ger\u00e4ts wie des ROG Ally X, das RetroDECK grunds\u00e4tzlich nicht unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"installation-schritt-fuer-schritt\">Installation Schritt f\u00fcr Schritt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ersteinrichtung unterscheidet sich deutlich in Aufwand und Kontrolle. F\u00fcr EmuDeck sieht der typische Ablauf auf dem Steam Deck im Desktop-Modus so aus:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code># 1. Steam Deck in den Desktop-Modus wechseln\n# 2. Konsole (Terminal) \u00f6ffnen und Installer laden\ncurl -fsSL https:\/\/www.emudeck.com\/install.sh | bash\n\n# 3. Dem interaktiven Assistenten folgen:\n#    - Zielordner w\u00e4hlen (Standard: ~\/Emulation)\n#    - Gew\u00fcnschte Emulatoren einzeln ausw\u00e4hlen\n#    - BIOS-Dateien manuell in den bios\/-Ordner legen\n#    - Frontend (meist ES-DE) automatisch einrichten lassen\n# 4. Zur\u00fcck in den Game-Mode wechseln und EmuDeck-Kachel starten<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">RetroDECK l\u00e4uft dagegen komplett \u00fcber Flatpak und ben\u00f6tigt keinen eigenen Installer-Download:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code># 1. Steam Deck in den Desktop-Modus wechseln\n# 2. Discover-Store \u00f6ffnen oder direkt per Terminal installieren\nflatpak install flathub net.retrodeck.retrodeck\n\n# 3. RetroDECK einmal starten - der interne\n#    BIOS-Checker scannt automatisch den bios\/-Ordner\n#    (Laufzeit seit v0.10.3b: 2-10 Sekunden)\n# 4. ROMs in die vorgegebenen roms\/<system>\/-Unterordner\n#    kopieren; ES-DE erkennt neue Spiele automatisch\n# 5. Als Steam-Kachel hinzuf\u00fcgen, um RetroDECK\n#    direkt aus dem Game-Mode zu starten<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide Wege f\u00fchren in unter 30 Minuten zu einem lauff\u00e4higen Setup. EmuDecks Assistent verlangt mehr Einzelentscheidungen (welche Emulatoren, welches Frontend, welche Zusatztools), RetroDECK reduziert die Entscheidung auf einen einzigen Installationsbefehl, da die Emulator-Auswahl bereits feststeht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein h\u00e4ufiger Stolperstein bei der Ersteinrichtung betrifft beide Tools gleicherma\u00dfen: fehlende oder unvollst\u00e4ndige BIOS-Dateien. EmuDeck zeigt fehlende BIOS-Dateien meist erst beim Start des jeweiligen Emulators an, w\u00e4hrend RetroDECKs dedizierter BIOS-Checker (seit v0.10.3b in 2\u201310 statt 60\u201390 Sekunden) direkt nach dem ersten Start eine vollst\u00e4ndige \u00dcbersicht liefert, welche Dateien noch fehlen oder eine falsche Pr\u00fcfsumme haben. Wer zum ersten Mal einrichtet, sollte in jedem Fall zun\u00e4chst nur wenige Test-ROMs kopieren, statt die komplette Sammlung auf einmal zu \u00fcbertragen \u2013 so lassen sich Konfigurationsfehler schneller eingrenzen als bei einem Import von mehreren hundert Dateien gleichzeitig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"5-reale-einsatzszenarien-wer-sollte-welches-tool-waehlen\">5 reale Einsatzszenarien: Wer sollte welches Tool w\u00e4hlen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entscheidung zwischen EmuDeck und RetroDECK h\u00e4ngt weniger von der Hardware als vom eigenen Nutzungsprofil ab. Sechs typische Szenarien:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Der Steam-Deck-K\u00e4ufer, der sofort loslegen will:<\/strong> Wer am selben Abend noch spielen m\u00f6chte und keine Lust auf Einzelentscheidungen hat, ist mit RetroDECKs einem Installationsbefehl und der vorkonfigurierten ES-DE-Oberfl\u00e4che schneller startklar.<\/li>\n<li><strong>Der Bastler, der jeden Emulator einzeln tunen will:<\/strong> Wer gerne experimentelle Kernel-Builds testet, eigene RetroArch-Cores kompiliert oder einzelne Emulatoren gegen Beta-Versionen austauscht, ist bei EmuDecks offener Dateistruktur ohne Sandbox-Einschr\u00e4nkungen besser aufgehoben.<\/li>\n<li><strong>Wer zwischen Steam Deck und Windows-Laptop pendelt:<\/strong> Nur EmuDeck bietet native Installer f\u00fcr SteamOS und Windows gleichzeitig \u2013 RetroDECK f\u00e4llt f\u00fcr diesen Anwendungsfall komplett weg.<\/li>\n<li><strong>Wer Sicherheit und Isolation priorisiert:<\/strong> Auf einem Familien-PC, einer gemeinsam genutzten Steam Machine oder einem Ger\u00e4t mit sensiblen Daten reduziert RetroDECKs pro-Komponente-Sandboxing das Risiko, dass ein kompromittierter Emulator-Kern auf andere Systemteile zugreift.<\/li>\n<li><strong>Wer nur wenige, gezielt ausgew\u00e4hlte Systeme emulieren will:<\/strong> Wer etwa ausschlie\u00dflich PlayStation-1- und PlayStation-2-Spiele spielen m\u00f6chte, installiert mit EmuDeck nur die daf\u00fcr n\u00f6tigen Emulatoren, statt automatisch alle 24 RetroDECK-Komponenten inklusive nicht ben\u00f6tigter Systeme mitzuladen.<\/li>\n<li><strong>Der Linux-Enthusiast mit ungew\u00f6hnlicher Handheld-Wahl:<\/strong> Wer eines der \u00fcber 20 von <a href=\"\/de\/bazzite-installieren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bazzite<\/a> unterst\u00fctzten Handhelds jenseits des Steam Deck betreibt \u2013 etwa ein Legion Go oder ein GPD-Ger\u00e4t \u2013 kann RetroDECK dort ebenso installieren wie auf dem Steam Deck selbst, sofern das Ger\u00e4t unter Bazzite statt Windows l\u00e4uft.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"vor-und-nachteile-emudeck-und-retrodeck-im-ueberblick\">Vor- und Nachteile: EmuDeck und RetroDECK im \u00dcberblick<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>EmuDeck \u2013 Vorteile:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>L\u00e4uft nativ auf SteamOS, Windows und Linux-Desktops<\/li>\n<li>Freie Auswahl einzelner Emulatoren, keine Pflicht-Bundles<\/li>\n<li>Gr\u00f6\u00dfere Community: 3.480 GitHub-Sterne, 255 Forks<\/li>\n<li>Direkter Dateisystemzugriff erleichtert manuelles Tuning<\/li>\n<li>Kompatibel mit Windows-Handhelds wie dem ROG Ally X<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>EmuDeck \u2013 Nachteile:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Keine Sandbox-Isolation \u2013 Emulatoren laufen mit vollen Nutzerrechten<\/li>\n<li>Mehr Einzelentscheidungen bei der Ersteinrichtung n\u00f6tig<\/li>\n<li>Updates einzelner Emulatoren k\u00f6nnen asynchron und uneinheitlich ablaufen<\/li>\n<li>H\u00f6here offene-Issues-Quote relativ zur Sternezahl deutet auf mehr Wartungsaufwand hin<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RetroDECK \u2013 Vorteile:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ein einziger Installationsbefehl \u00fcber Flathub, kein Skript-Download n\u00f6tig<\/li>\n<li>Pro-Komponente-Sandboxing seit Version 0.10.0b erh\u00f6ht die Systemsicherheit<\/li>\n<li>Einheitlicher Update-Mechanismus f\u00fcr alle 24 Komponenten gleichzeitig<\/li>\n<li>BIOS-Pr\u00fcfung in 2\u201310 statt 60\u201390 Sekunden (seit v0.10.3b)<\/li>\n<li>485.676 Flathub-Installationen und rund 14.500 im letzten Monat zeigen aktives Wachstum<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RetroDECK \u2013 Nachteile:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ausschlie\u00dflich x86_64-Linux, kein Windows- oder macOS-Build<\/li>\n<li>Keine \u00e0-la-carte-Auswahl einzelner Emulatoren m\u00f6glich<\/li>\n<li>H\u00f6here offene-Issues-Zahl (291) relativ zur kleineren Sternezahl<\/li>\n<li>Abweichende Ordnernamen erschweren eine 1:1-Migration von EmuDeck<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"migration-von-emudeck-zu-retrodeck-wechseln-und-zurueck\">Migration: Von EmuDeck zu RetroDECK wechseln (und zur\u00fcck)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein direkter, automatisierter Umzug zwischen beiden Tools existiert nicht \u2013 beide Projekte verwenden unterschiedliche Ordnerstrukturen und teilweise abweichende Systemordner-Namen (zum Beispiel <code>gamecube<\/code> bei EmuDeck gegen\u00fcber <code>gc<\/code> bei RetroDECK). Wer wechseln m\u00f6chte, sollte folgende Reihenfolge einhalten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Vollst\u00e4ndiges Backup erstellen:<\/strong> Vor jeder Migration den kompletten <code>~\/Emulation<\/code>&#8211; beziehungsweise <code>~\/retrodeck<\/code>-Ordner auf ein externes Laufwerk oder einen Cloud-Speicher kopieren.<\/li>\n<li><strong>ROMs system-f\u00fcr-system pr\u00fcfen:<\/strong> Die Zielordner-Namen der neuen Anwendung mit der eigenen Sammlung abgleichen, statt den kompletten Ordner blind zu \u00fcberschreiben.<\/li>\n<li><strong>BIOS-Dateien einzeln neu einlegen:<\/strong> Beide Tools erwarten BIOS-Dateien in einer flachen Ordnerstruktur; ein einfaches Kopieren funktioniert in der Regel, sollte aber vom jeweiligen BIOS-Checker verifiziert werden.<\/li>\n<li><strong>Spielst\u00e4nde separat behandeln:<\/strong> Save-Dateien sind emulatorspezifisch formatiert; ein reiner Ordnerwechsel \u00fcbertr\u00e4gt sie zwar physisch, garantiert aber keine Kompatibilit\u00e4t mit dem jeweils anderen Frontend.<\/li>\n<li><strong>Konfigurationen manuell nachbauen:<\/strong> Individuelle Emulator-Einstellungen (Shader, Controller-Mapping, Aufl\u00f6sung) lassen sich nicht automatisch \u00fcbertragen und m\u00fcssen im Zielsystem neu gesetzt werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Typische Fehlerquellen bei diesem Umzug: Gro\u00df- und Kleinschreibung in Dateinamen wird unter Linux strikt unterschieden, wodurch ROM-Dateien mit uneinheitlicher Schreibweise nach dem Kopieren pl\u00f6tzlich nicht mehr gefunden werden. Symbolische Links, die EmuDeck f\u00fcr manche Zusatztools anlegt, werden von einem einfachen Kopiervorgang mitunter nicht korrekt aufgel\u00f6st und sollten stattdessen mit <code>rsync -avL<\/code> (statt nur <code>-av<\/code>) \u00fcbertragen werden, damit Linkziele statt blo\u00dfer Verweise kopiert werden. Wer unsicher ist, sollte den Zielordner nach der Migration stichprobenartig in beiden Frontends \u00f6ffnen, bevor der alte Ordner gel\u00f6scht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein einfaches Beispiel f\u00fcr den ROM-Umzug per Kommandozeile, das die Zielstruktur beachtet, statt blind zu kopieren:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code># Beispiel: PS2-ROMs von EmuDeck nach RetroDECK \u00fcbertragen\nmkdir -p ~\/retrodeck\/roms\/ps2\nrsync -av --progress ~\/Emulation\/roms\/ps2\/ ~\/retrodeck\/roms\/ps2\/\n\n# BIOS-Dateien flach in den Zielordner spiegeln\nrsync -av --progress ~\/Emulation\/bios\/ ~\/retrodeck\/bios\/\n\n# Danach RetroDECK starten und den BIOS-Checker\n# manuell ueber die integrierte Konfiguration ausfuehren<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der umgekehrte Weg \u2013 von RetroDECK zu EmuDeck \u2013 l\u00e4uft analog, nur dass beim Zielordner <code>~\/Emulation\/roms\/gamecube<\/code> statt RetroDECKs <code>gc<\/code>-Kurzform verwendet werden muss. Parallelbetrieb ist grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich: Da beide Tools in getrennten Ordnern arbeiten und RetroDECK als Flatpak zus\u00e4tzlich sandboxiert l\u00e4uft, k\u00f6nnen EmuDeck und RetroDECK auf demselben Steam Deck koexistieren, solange genug Speicherplatz f\u00fcr doppelt vorgehaltene ROM-Sammlungen vorhanden ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"rechtliche-grundlagen-in-deutschland-oesterreich-und-der-schweiz\">Rechtliche Grundlagen in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sowohl EmuDeck als auch RetroDECK sind reine Konfigurationswerkzeuge \u2013 ihr Betrieb ist rechtlich unproblematisch, da Emulatoren als interoperable Software gelten. Der EuGH stellte in der Rechtssache <a href=\"https:\/\/curia.europa.eu\/juris\/liste.jsf?num=C-355\/12\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">C-355\/12 (Nintendo\/PC Box)<\/a> klar, dass technische Schutzma\u00dfnahmen von Konsolenherstellern zwar gesch\u00fctzt, aber verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig angewendet werden m\u00fcssen \u2013 Emulationssoftware selbst bleibt grunds\u00e4tzlich legal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kritischer wird es bei BIOS-Dateien und ROMs, und hier unterscheidet sich die Rechtslage je nach Land:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Deutschland:<\/strong> Computerprogramme sind von der allgemeinen Privatkopie-Schranke (\u00a7 53 UrhG) ausgenommen und unterliegen stattdessen der engeren Regelung in <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/urhg\/__69d.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 69d UrhG<\/a>, die ausschlie\u00dflich eine Sicherungskopie rechtm\u00e4\u00dfig erworbener Software erlaubt \u2013 nicht das Herunterladen von BIOS-Dateien oder ROMs aus dem Internet, selbst wenn das Originalspiel legal im eigenen Besitz ist.<\/li>\n<li><strong>\u00d6sterreich:<\/strong> Die vergleichbare Vorschrift findet sich in <a href=\"https:\/\/www.jusline.at\/gesetz\/urhg\/paragraf\/40a\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a7 40a Abs. 3 UrhG<\/a>, der Sicherungskopien im notwendigen Umfang f\u00fcr Nutzungsberechtigte erlaubt \u2013 inhaltlich eng an die deutsche Regelung angelehnt, da beide dieselbe EU-Softwarerichtlinie (91\/250\/EWG) umsetzen.<\/li>\n<li><strong>Schweiz:<\/strong> Art. 24 Abs. 2 URG gestattet Nutzungsberechtigten eine Sicherungskopie eines Computerprogramms, ein Recht, das vertraglich nicht ausgeschlossen werden kann. Die Schweiz ist zwar kein EU-Mitglied und setzt die Softwarerichtlinie nicht direkt um, kommt aber im Ergebnis auf eine nahezu identische Regelung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die praktische Faustregel f\u00fcr alle drei L\u00e4nder: Der Betrieb von EmuDeck oder RetroDECK ist unproblematisch, das Selbstauslesen von BIOS-Dateien und ROMs aus eigener, physisch vorhandener Hardware ist erlaubt \u2013 der Download aus dem Internet dagegen nicht, unabh\u00e4ngig davon, wie alt das Spiel oder die Konsole ist oder ob das Original bereits legal im eigenen Besitz ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Praxis richten sich rechtliche Schritte von Rechteinhabern fast ausschlie\u00dflich gegen Plattformen und Projekte, die ROM-Downloads oder urheberrechtlich gesch\u00fctzte Emulatoren-Komponenten selbst anbieten \u2013 nicht gegen einzelne Nutzer, die EmuDeck oder RetroDECK privat betreiben. Die im Februar 2026 versendeten DMCA-Takedown-Notices gegen 13 Switch-Emulatoren richteten sich beispielsweise gegen die Entwicklerprojekte selbst, nicht gegen deren Nutzerbasis. Das \u00e4ndert nichts an der grunds\u00e4tzlichen Rechtslage rund um BIOS- und ROM-Beschaffung, relativiert aber das reale Risiko f\u00fcr Privatpersonen, die ausschlie\u00dflich legal erworbene, selbst ausgelesene Dateien verwenden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"sicherheit-und-datenschutz-bei-der-emulator-nutzung\">Sicherheit und Datenschutz bei der Emulator-Nutzung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Sicherheitssicht ist der Architekturunterschied zwischen beiden Tools mehr als eine technische Fu\u00dfnote. Flatpak-Anwendungen wie RetroDECK laufen standardm\u00e4\u00dfig mit eingeschr\u00e4nkten Berechtigungen f\u00fcr Dateisystem- und Netzwerkzugriff \u2013 ein Sicherheitsprinzip, das unabh\u00e4ngig von RetroDECK selbst dokumentiert ist und f\u00fcr die gesamte Flatpak-Plattform gilt. Die zus\u00e4tzliche Pro-Komponente-Isolation seit Version 0.10.0b versch\u00e4rft dieses Prinzip weiter: Ein b\u00f6sartiger oder kompromittierter Emulator-Kern kann im schlimmsten Fall nur auf die ihm zugewiesene Sandbox zugreifen, nicht automatisch auf das gesamte Nutzerverzeichnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EmuDecks Modell bietet diesen Isolationsschutz nicht: Jeder installierte Emulator l\u00e4uft mit denselben Rechten wie das Nutzerkonto selbst. Das ist f\u00fcr die meisten Nutzer in der Praxis unproblematisch, da die im Bundle enthaltenen Emulatoren aus vertrauensw\u00fcrdigen Open-Source-Projekten stammen \u2013 erh\u00f6ht aber das theoretische Risiko, sobald Nutzer eigenm\u00e4chtig Drittanbieter-Builds oder inoffizielle Emulator-Forks einbinden, die nicht \u00fcber die offiziellen EmuDeck-Kan\u00e4le gepr\u00fcft wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein oft untersch\u00e4tztes Risiko betrifft in beiden F\u00e4llen nicht die Emulatoren selbst, sondern die Bezugsquelle von ROM-Dateien: Inoffizielle ROM-Archive im Internet sind ein bekannter Verbreitungsweg f\u00fcr mit Malware verseuchte Dateien, unabh\u00e4ngig davon, ob anschlie\u00dfend EmuDeck oder RetroDECK zum Einsatz kommt. Die sicherste Praxis bleibt unver\u00e4ndert: BIOS-Dateien und ROMs ausschlie\u00dflich selbst aus eigener, legal erworbener Hardware auslesen, statt sie von Drittanbieter-Websites herunterzuladen \u2013 das deckt sich mit der rechtlichen Vorgabe aus dem vorherigen Abschnitt und reduziert gleichzeitig das Malware-Risiko auf ein Minimum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer RetroDECKs Sandbox-Berechtigungen im Detail nachvollziehen m\u00f6chte, kann das quelloffene Companion-Tool Flatseal nutzen, das f\u00fcr praktisch jede Flatpak-Anwendung \u2013 auch RetroDECK \u2013 anzeigt und erlaubt anzupassen, auf welche Ordner, Ger\u00e4te und Netzwerkfunktionen eine sandboxierte App tats\u00e4chlich zugreifen darf. Ein solcher Blick unter die Haube ersetzt keine offizielle Sicherheitspr\u00fcfung, macht die andernfalls abstrakte Sandbox-Isolation aber konkret nachvollziehbar \u2013 ein Werkzeug, das es f\u00fcr EmuDecks nicht-sandboxierte Einzelinstallationen in dieser Form gar nicht geben kann, da dort schlicht keine granularen Berechtigungen existieren, die sich einzeln einschr\u00e4nken lie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"das-urteil-welches-tool-gewinnt-den-vergleich\">Das Urteil: Welches Tool gewinnt den Vergleich?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt keinen pauschalen Gewinner \u2013 die Datenlage zeigt zwei technisch ausgereifte, aber grundverschiedene Philosophien:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table>\n<thead>\n<tr><th>Kategorie<\/th><th>Sieger<\/th><\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr><td>Einfachheit der Ersteinrichtung<\/td><td>RetroDECK<\/td><\/tr>\n<tr><td>Anpassbarkeit und Kontrolle<\/td><td>EmuDeck<\/td><\/tr>\n<tr><td>Plattformunterst\u00fctzung (auch Windows)<\/td><td>EmuDeck<\/td><\/tr>\n<tr><td>Sicherheit durch Sandboxing<\/td><td>RetroDECK<\/td><\/tr>\n<tr><td>Community-Gr\u00f6\u00dfe (GitHub-Sterne)<\/td><td>EmuDeck<\/td><\/tr>\n<tr><td>Update-Komfort (ein Mechanismus f\u00fcr alles)<\/td><td>RetroDECK<\/td><\/tr>\n<tr><td>Freie Emulator-Auswahl (\u00e0 la carte)<\/td><td>EmuDeck<\/td><\/tr>\n<tr><td>Aktuelles Installationswachstum<\/td><td>RetroDECK<\/td><\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit vier zu vier Kategorien liefert die Datenlage selbst ein Unentschieden \u2013 und genau das ist die ehrlichste Antwort auf die Frage &#8220;EmuDeck oder RetroDECK?&#8221;. F\u00fcr Nutzer, die Kontrolle, Windows-Kompatibilit\u00e4t und eine gro\u00dfe, ausgereifte Community priorisieren, ist EmuDeck mit 3.480 GitHub-Sternen und \u00fcber 25 einzeln w\u00e4hlbaren Emulatoren die bessere Wahl. F\u00fcr Nutzer, die ein sicheres, wartungsarmes Rundum-sorglos-Paket mit sandboxierter Architektur und einem einzigen Installationsbefehl wollen, liefert RetroDECK mit seinen 24 geb\u00fcndelten Komponenten und der 2026 eingef\u00fchrten Sub-Sandbox-Architektur das \u00fcberzeugendere Gesamtpaket. Wer beide Ans\u00e4tze unsicher gegeneinander abw\u00e4gt, kann \u2013 solange der Speicherplatz reicht \u2013 beide Tools parallel installieren und im Alltag vergleichen, bevor eine endg\u00fcltige Entscheidung f\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wahl l\u00e4sst sich auch am eigenen technischen Anspruch festmachen: Wer bereits mit Linux-Paketmanagern, Flatpak-Berechtigungen oder eigenen Emulator-Builds vertraut ist, verliert durch EmuDecks offenere Architektur nichts an Sicherheit, gewinnt aber sp\u00fcrbar an Flexibilit\u00e4t. Wer dagegen in erster Linie spielen und m\u00f6glichst wenig Zeit mit Systemkonfiguration verbringen will, profitiert von RetroDECKs geschlossenem, aber deutlich vorhersagbarerem Update- und Sicherheitsmodell. Beide Wege sind 2026 technisch ausgereift \u2013 die Entscheidung ist eine Frage des Nutzungsprofils, nicht der Softwarequalit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"haeufig-gestellte-fragen\">H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ist EmuDeck oder RetroDECK die bessere Wahl f\u00fcr Einsteiger?<\/strong><br>RetroDECK eignet sich f\u00fcr Einsteiger meist besser, da ein einziger Flathub-Befehl gen\u00fcgt und alle 24 Komponenten vorkonfiguriert mitgeliefert werden. EmuDeck erfordert mehr Einzelentscheidungen w\u00e4hrend der Einrichtung, bietet daf\u00fcr aber mehr Kontrolle f\u00fcr sp\u00e4ter. Wer unsicher ist, kann beide Tools parallel installieren und in der Praxis vergleichen, bevor eine der beiden Sammlungen wieder gel\u00f6scht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kann ich EmuDeck und RetroDECK gleichzeitig auf demselben Steam Deck nutzen?<\/strong><br>Ja. Beide Tools speichern ihre Daten in getrennten Ordnern (<code>~\/Emulation<\/code> und <code>~\/retrodeck<\/code>) und k\u00f6nnen parallel installiert werden, solange ausreichend Speicherplatz f\u00fcr doppelt vorgehaltene ROM-Sammlungen vorhanden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Funktioniert RetroDECK unter Windows?<\/strong><br>Nein. RetroDECK ist offiziell auf x86_64-Linux beschr\u00e4nkt, darunter SteamOS, Bazzite, ChimeraOS und klassische Linux-Desktops. Ein Windows- oder macOS-Build existiert nicht. EmuDeck bietet dagegen native Installer f\u00fcr Windows, SteamOS und Linux.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sind BIOS-Dateien im Lieferumfang von EmuDeck oder RetroDECK enthalten?<\/strong><br>Nein, bei keinem der beiden Tools. Beide erwarten, dass Nutzer BIOS-Dateien eigenst\u00e4ndig aus ihrer eigenen, legal erworbenen Hardware auslesen und manuell in den jeweiligen <code>bios\/<\/code>-Ordner legen. Ein Download aus dem Internet ist in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz rechtlich nicht gedeckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie sicher ist die Flatpak-Sandbox von RetroDECK wirklich?<\/strong><br>Die Flatpak-Sandbox schr\u00e4nkt Dateisystem- und Netzwerkzugriff standardm\u00e4\u00dfig ein, und RetroDECK isoliert seit Version 0.10.0b zus\u00e4tzlich einzelne Komponenten voneinander. Das reduziert das Risiko im Vergleich zu EmuDecks nicht-sandboxierten, mit vollen Nutzerrechten laufenden Einzelinstallationen, ersetzt aber keine grunds\u00e4tzliche Vorsicht bei der Wahl der ROM-Quelle. Mit dem Companion-Tool Flatseal lassen sich die tats\u00e4chlich gew\u00e4hrten Berechtigungen jederzeit einsehen und bei Bedarf weiter einschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Welches Tool bekommt h\u00e4ufiger Updates?<\/strong><br>Stand 26. Juli 2026 liegt der letzte Commit bei EmuDeck einen Tag, bei RetroDECK vier Tage zur\u00fcck \u2013 beide Projekte werden aktuell aktiv gepflegt. RetroDECK aktualisiert dabei alle 24 Komponenten geb\u00fcndelt, EmuDeck erlaubt teils asynchrone Einzel-Updates pro Emulator.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kann ich von EmuDeck zu RetroDECK wechseln, ohne meine Spielst\u00e4nde zu verlieren?<\/strong><br>ROM- und BIOS-Dateien lassen sich per Kopiervorgang \u00fcbertragen, sofern die abweichenden Ordnernamen (etwa <code>gamecube<\/code> vs. <code>gc<\/code>) beachtet werden. Spielst\u00e4nde sind emulatorspezifisch formatiert; ein reiner Dateikopiervorgang \u00fcbertr\u00e4gt sie physisch, garantiert aber keine automatische Kompatibilit\u00e4t \u2013 ein vorheriges Backup ist in jedem Fall Pflicht. Symbolische Links sollten dabei mit <code>rsync -avL<\/code> statt einem einfachen Kopierbefehl \u00fcbertragen werden, damit keine defekten Verweise zur\u00fcckbleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was kostet die Nutzung von EmuDeck oder RetroDECK insgesamt?<\/strong><br>Beide Tools sind als GPL-3.0-lizenzierte Open-Source-Software kostenlos. Die einzigen realen Kosten entstehen durch die Hardware \u2013 etwa ein Steam Deck OLED ab 779 \u20ac (512 GB) beziehungsweise 919 \u20ac (1 TB) seit der Preiserh\u00f6hung vom 27. Mai 2026, oder ein Windows-Handheld wie der ROG Ally X ab 899 \u20ac, das nur mit EmuDeck kompatibel ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"related-coverage\">Related Coverage<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"\/de\/emudeck-vs-batocera\/\">EmuDeck vs. Batocera: 160+ Systeme im Vergleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\/de\/retrodeck-einrichten\/\">RetroDECK einrichten: 12 Schritte zum Retro-Setup<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\/de\/batocera-installieren\/\">Batocera installieren: 200+ Systeme in 12 Schritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\/de\/bazzite-installieren\/\">Bazzite installieren: Fedora 44 in 13 Schritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\/de\/retroarch-einrichten\/\">RetroArch einrichten: 100+ Cores in 12 Schritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\/de\/heroic-games-launcher-einrichten\/\">Heroic Games Launcher: 3 Stores in 12 Schritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\/de\/steam-deck-vs-switch-2\/\">Steam Deck vs. Switch 2: 779 \u20ac gegen 470 \u20ac<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\/de\/switch-emulatoren-dmca-2026\/\">13 Switch-Emulatoren im DMCA-Visier: Eden lebt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"\/de\/category\/gaming\/\">Alle Gaming-Artikel auf shattered.io<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich am 26. Juli 2026 einen Steam Deck oder ein anderes Linux-Handheld kauft und dort Retro-Spiele emulieren m\u00f6chte, landet fast zwangsl\u00e4ufig bei zwei Namen: EmuDeck und RetroDECK. 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