Elf Jahre nach dem Original schickt CD Projekt Red Geralt von Riva noch einmal ins Rennen: Am 29. September 2026 erscheint The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered als kostenloses Upgrade für praktisch alle Besitzer des Spiels, inklusive einer erstmals nativen Fassung für die Nintendo Switch 2. Was auf den ersten Blick wie eine reine Pflege-Aktualisierung aussieht, ist in Wahrheit eine der größten Plattform-Strategien, die ein einzelnes Rollenspiel je gefahren hat: Steam, GOG, Epic Games Store, Battle.net, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Switch 2 bekommen zeitgleich eine technisch überarbeitete Version, während Millionen Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz keinen Cent zusätzlich zahlen müssen.

Der Termin ist kein Zufall. Er fällt mitten in eine Phase, in der CD Projekt Red laut eigenen Geschäftszahlen so profitabel dasteht wie lange nicht, während gleichzeitig ein komplett neues Witcher-Spiel auf einer fremden Engine entsteht. Für DACH-Spieler, die zwischen Steam Deck, Switch 2 und den aktuellen Konsolen pendeln, ist die Remastered-Version zudem ein Testfall dafür, wie ernst die Branche plattformübergreifende Kompatibilität inzwischen nimmt.

Der Fahrplan: Was am 29. September 2026 konkret startet

CD Projekt Red verkündete die Neuauflage am 25. August 2026 während der Gamescom Opening Night Live und machte sie zum Abschluss der Show. Laut der offiziellen Ankündigung des Studios ist Remastered ein kostenloses Upgrade für bestehende Witcher-3-Besitzer auf den unterstützten Plattformen. Der Starttermin steht seither fest: 29. September 2026, zeitgleich für alle Plattformfamilien.

Konkret bedeutet das: Wer das Spiel bereits auf GOG, Steam, im Epic Games Store, auf der PlayStation 5 oder auf der Xbox Series X|S besitzt, bekommt die überarbeitete Fassung ohne zusätzlichen Kauf. Neu hinzugekommen ist eine Partnerschaft mit Blizzard Entertainment, durch die das Spiel künftig auch über Battle.net erhältlich ist, ein ungewöhnlicher Schritt für ein Nicht-Blizzard-Studio. Auf der Xbox-Seite bringt der Release zudem Xbox-Play-Anywhere-Unterstützung mit, sodass ein Kauf für PC und Konsole gleichermaßen gilt.

Im Gepäck sind beide großen Erweiterungen, Hearts of Stone und Blood and Wine, ohne Aufpreis für alle, die bereits das Basisspiel besitzen. CD Projekt Red beschreibt den Umfang der Überarbeitung offiziell als Bündel aus Verbesserungen bei Grafik, Performance und Gameplay. Mehrere Fachmedien, darunter TechSpot, ordnen die Neuauflage als umfassenden Overhaul ein, der über ein simples Auflösungs-Update hinausgeht.

Nintendo Switch 2: Erstmals eine native Fassung statt Cloud-Krücke

Der auffälligste Neuzugang betrifft die Switch 2. Anders als beim ursprünglichen Switch-Port von 2019, der stark komprimiert und mit sichtbaren Kompromissen bei Texturen und Bildrate lief, kündigt CD Projekt Red für die neue Konsole eine native Version an, keine Cloud-Streaming-Lösung. Das Studio bestätigte den Switch-2-Port in einer eigenen Pressemitteilung, die im Rahmen eines aktuellen Nintendo Direct vorgestellt wurde.

Für Besitzer der alten Konsole gibt es eine klare Übergangsregel: Wer The Witcher 3: Wild Hunt bereits auf der originalen Nintendo Switch besitzt, kann die Remastered-Fassung auf der Switch 2 kostenlos beanspruchen, sobald sie erscheint. Diese Regelung ist bemerkenswert, weil sie eine echte Konsolengenerationen-Grenze überbrückt, etwas, das selbst große Publisher bei Konsolenwechseln nur selten anbieten.

Was in den verfügbaren Quellen bislang fehlt, sind harte Zahlen zu Auflösung, Bildrate oder Speicherbedarf der Switch-2-Fassung. CD Projekt Red hat weder eine offizielle Framerate-Zielmarke noch eine Dateigröße kommuniziert. Wer also aktuell Behauptungen wie “60 fps im Handheld-Modus” liest, sollte diese mit Vorsicht behandeln, solange das Studio selbst keine technischen Eckdaten veröffentlicht.

Steam Deck: Kompatibilität ja, offizielles Verified-Siegel offen

Für Valves Handheld ist die Ausgangslage komfortabler, weil das Original bereits seit Jahren zuverlässig auf dem Steam Deck läuft. Die Remastered-Version erscheint über Steam und GOG, beides Plattformen mit etablierter Deck-Unterstützung, sodass ein Lauffähigkeits-Update mit dem regulären Steam-Client zu erwarten ist. Ein offizielles “Steam Deck Verified”-Siegel für die neue Version hat CD Projekt Red zum Redaktionsschluss allerdings noch nicht ausgesprochen. Wer eine verbindliche Performance-Garantie für sein Handheld sucht, muss sich bis zum Launchtag gedulden.

Praktisch bedeutet das für DACH-Spieler: Der Kauf oder die bestehende Bibliothek auf Steam bleibt der einfachste Weg, das Spiel auch mobil zu genießen, während Switch-2-Besitzer erstmals eine waschechte native Alternative zum Deck bekommen, statt auf eine reine Portierung zurückgeworfen zu sein.

Die Zahlen hinter der Ankündigung: CD Projekt Red im Höhenflug

Die Remastered-Ankündigung fällt nicht zufällig in eine finanziell starke Phase für das polnische Studio. Laut den offiziellen Geschäftszahlen von CD Projekt Red erwirtschaftete die Unternehmensgruppe im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 435 Millionen Zloty, ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der konsolidierte Nettogewinn stieg im selben Zeitraum um 37 Prozent auf 249 Millionen Zloty, bei einer Nettomarge von 57,2 Prozent, wie auch GamesIndustry.biz bestätigte.

Bereits im ersten Quartal 2026 hatte das Studio vermeldet, dass The Witcher 3: Wild Hunt die Marke von 65 Millionen verkauften Exemplaren überschritten hat, ein Zuwachs von fünf Millionen Einheiten innerhalb eines Jahres, wie auch PC Gamer berichtete. Die gesamte Witcher-Reihe kletterte damit laut CD Projekt Red über 90 Millionen verkaufte Kopien. Zum zehnjährigen Jubiläum des Originals hatte das Spiel laut Berechnungen bereits rund 642 Millionen US-Dollar Umsatz eingespielt, ganz ohne die separat verkauften Erweiterungen mitzuzählen.

Interessant ist die Marktreaktion am Ankündigungstag selbst: Die CD-Projekt-Aktie gab am 26. August 2026 leicht nach, um rund 0,8 Prozent bei erhöhtem Handelsvolumen, während der Kurs bei etwa 240,90 Zloty lag. Das deutet darauf hin, dass Investoren die kostenlose Natur der Neuauflage eher neutral bis leicht skeptisch bewerteten, schließlich generiert ein Gratis-Upgrade anders als ein Vollpreistitel keinen direkten zusätzlichen Umsatz.

KennzahlQ1 2026H1 2026Veränderung YoY
Konzernumsatz191 Mio. PLN435 Mio. PLN+23 % (H1)
Nettogewinn106 Mio. PLN249 Mio. PLN+37 % (H1)
Witcher-IP-Umsatz44,7 Mio. PLNn. a.+36 % (Q1)
Witcher-3-Lifetime-Verkäufe65 Mio. Exemplare65 Mio. Exemplare+5 Mio. seit FY25
Witcher-Reihe gesamt90+ Mio. Exemplare90+ Mio. Exemplareseit 2007

Quelle: CD Projekt Red Geschäftsberichte Q1/H1 2026, cdprojekt.com.

Plattform-Matrix: Wer bekommt was, und wo liegt der Haken

Die Übersicht, welche Plattform welchen Vorteil bietet, ist wichtiger als sie zunächst klingt, denn nicht jede Besitzkonstellation läuft nach demselben Muster. Ein Spieler, der das Original ausschließlich über GOG besitzt, bekommt das Upgrade auf demselben Konto. Wer es dagegen über die Xbox App auf dem PC gekauft hat, profitiert erstmals von Xbox Play Anywhere, was den Zugriff auf Konsole und PC über einen einzigen Kauf ermöglicht, eine Funktion, die es für das Original nicht gab.

PlattformUpgrade-ModellBesonderheit
Steam / GOGKostenlos für BestandsbesitzerEtablierte Steam-Deck-Basis
Epic Games StoreKostenlos für BestandsbesitzerKein separater Marktplatz-Wechsel nötig
Battle.netNeue Plattform ab LaunchErste Partnerschaft von CDPR mit Blizzard
PlayStation 5Kostenlos für BestandsbesitzerKein separater Handheld-Bezug
Xbox Series X|SKostenlos, inkl. Play AnywherePC- und Konsolen-Zugriff über einen Kauf
Nintendo Switch 2Native NeuentwicklungUmstieg von Switch-Besitz möglich, kostenlos

Auffällig ist, dass CD Projekt Red mit dieser Matrix praktisch jeden gängigen Vertriebsweg des PC- und Konsolenmarktes abdeckt, mit Ausnahme von Cloud-Gaming-Diensten wie GeForce Now oder Xbox Cloud Gaming, zu denen bislang keine gesonderte Ankündigung vorliegt.

Songs of the Past: Die eigentliche Überraschung für 2027

Neben der Remastered-Version verkündete CD Projekt Red bei derselben Gelegenheit eine neue Erweiterung namens Songs of the Past, die für 2027 angesetzt ist. Wichtig ist die Abgrenzung: Songs of the Past ist eine eigenständige, kostenpflichtige Erweiterung und nicht Teil des kostenlosen Remastered-Pakets. Zum genauen Preis oder Umfang der Erweiterung hat das Studio bislang keine Details veröffentlicht, weder eine Spielzeit-Angabe noch eine Umsatzprognose.

Diese Doppel-Ankündigung, Gratis-Remaster plus kostenpflichtige neue Inhalte ein Jahr später, folgt einem Muster, das man aus der Live-Service-Welt kennt, hier aber auf ein über ein Jahrzehnt altes Einzelspieler-RPG angewendet wird. Aus Marketingsicht sorgt der kostenlose Teil dafür, dass die Spielerbasis vor dem kostenpflichtigen Teil wieder anwächst, ein durchaus kalkulierter Zug angesichts der Tatsache, dass CD Projekt Red parallel jahrelang an einem komplett neuen Witcher-Spiel arbeitet.

Der Blick auf Witcher 4: Warum das Studio die eigene Engine aufgibt

Während Remastered technisch auf der bewährten REDengine-Basis aufbaut, verfolgt CD Projekt Red für den vierten Teil, intern als Projekt Polaris bekannt, einen radikal anderen Weg. Bereits im März 2022 kündigte das Studio an, für die kommende Witcher-Saga von der hauseigenen REDengine auf die Unreal Engine 5 zu wechseln, eine mehrjährige strategische Partnerschaft mit Epic Games. Laut aktuellen Aussagen von CDPR-Führungskräften befindet sich Witcher 4 inzwischen in voller Produktion, mit einem angepeilten Erscheinungsfenster von 2028.

Der Engine-Wechsel ist branchenweit bemerkenswert, weil REDengine über zwei Jahrzehnte das technische Rückgrat der Witcher- und Cyberpunk-Reihe bildete. Die Entscheidung, stattdessen auf eine Fremdengine zu setzen, unterstreicht, wie stark sich selbst etablierte AAA-Studios inzwischen von hauseigenen Techstacks lösen, ein Trend, den man zuletzt auch bei anderen europäischen Studios beobachten konnte. Für Remastered selbst spielt das keine Rolle, das Spiel bleibt technisch auf der überarbeiteten REDengine-Basis, doch es zeigt, dass CD Projekt Red die alte Engine perspektivisch auslaufen lässt.

Historischer Kontext: Vom Nischentitel zum Jahrhundert-Rollenspiel

Als The Witcher 3: Wild Hunt im Mai 2015 erschien, war CD Projekt Red noch ein vergleichsweise kleines polnisches Studio, das zuvor vor allem für die ambitionierten, aber technisch holprigen ersten beiden Witcher-Teile bekannt war. Der dritte Teil änderte das fundamental: offene Welt, dichte Nebenquest-Erzählung und ein Umfang, der zur damaligen Zeit als ungewöhnlich generös galt, prägten seinen Ruf als eines der einflussreichsten Rollenspiele der 2010er-Jahre.

Die erste große technische Auffrischung erlebte das Spiel 2022 mit einem kostenlosen Next-Gen-Update für PS5, Xbox Series X|S und PC, das unter anderem Raytracing-Unterstützung nachreichte. Die jetzige Remastered-Version ist damit bereits die zweite große technische Überarbeitung des Titels und die erste, die eine komplett neue Plattformgeneration, die Switch 2, von Grund auf nativ bedient statt sie nachträglich zu portieren.

Wettbewerbsvergleich: Wie andere Studios mit alten Blockbustern umgehen

Der Vergleich mit anderen großen Open-World-Titeln zeigt, wie unterschiedlich Publisher mit dem Erbe ihrer erfolgreichsten Spiele umgehen. Bethesda hat Skyrim seit dem Original von 2011 mehrfach neu verpackt, unter anderem mit der kostenpflichtigen Anniversary Edition, die zusätzliche Mod-Inhalte und technische Verbesserungen bündelte und separat verkauft wurde. Rockstar wiederum verlangte für die aufgewertete Next-Gen-Fassung von Grand Theft Auto V einen eigenständigen Kaufpreis, selbst für Spieler, die das Original bereits besaßen.

CD Projekt Red positioniert sich mit dem kostenlosen Remastered-Modell bewusst gegen diesen Ansatz. Die Strategie erinnert eher an die eigene Behandlung von Cyberpunk 2077, dessen große Overdrive- und Phantom-Liberty-Verbesserungen ebenfalls größtenteils ohne Zusatzkosten für Basisspiel-Besitzer ausgerollt wurden. Für ein Studio, das nach dem holprigen Cyberpunk-2077-Start 2020 massiv an Vertrauen arbeiten musste, ist die kostenlose Aufwertung eines Fan-Lieblings ein naheliegender Baustein der Imagepflege, auch wenn sie kurzfristig keinen direkten Umsatz bringt.

Was CD Projekt Red offiziell dazu sagt

CD Projekt Red hält sich in seinen offiziellen Mitteilungen bewusst knapp und technisch: “The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered is launching on September 29, 2026”, heißt es in der offiziellen Ankündigung des Studios. An anderer Stelle präzisiert das Unternehmen die Bedingungen: “Remastered is a free upgrade for existing The Witcher 3 owners on qualifying platforms”.

Zur Switch-2-Fassung äußerte sich das Studio in einer separaten Pressemitteilung anlässlich eines Nintendo Direct ebenso konkret: “Players who own The Witcher 3: Wild Hunt on the original Nintendo Switch can claim Remastered on Nintendo Switch 2 at no extra cost”. Diese Formulierung bestätigt, dass der Umstieg von der alten auf die neue Konsole tatsächlich ohne Zusatzkosten funktioniert, ein Detail, das für Nintendo-Sammler in Deutschland und Österreich mit umfangreicher Switch-Bibliothek besonders relevant ist.

Marktauswirkung: Was das für Steam Deck, Switch 2 und den Handheld-Markt bedeutet

Für den deutschen und europäischen Handheld-Markt ist die native Switch-2-Fassung von Witcher 3 mehr als nur ein weiterer Spiele-Release. Sie ist ein Signal an andere Drittanbieter-Studios, dass sich der Aufwand einer echten, nativen Portierung auf die neue Nintendo-Hardware lohnt, statt auf Cloud-Streaming-Kompromisse auszuweichen. Das dürfte insbesondere Studios beeinflussen, die aktuell zwischen einer nativen Switch-2-Umsetzung und einer reinen Cloud-Version schwanken.

Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerbsdruck auf das Steam Deck als bevorzugtes RPG-Handheld. Bislang war das Deck für viele DACH-Spieler die naheliegende Wahl, um Open-World-Rollenspiele wie Witcher 3 mobil zu spielen. Mit einer nativen, kostenlosen Switch-2-Fassung bekommt Valves Handheld erstmals ernstzunehmende Konkurrenz bei genau jenem Genre, das bislang als Deck-Domäne galt. Wie stark sich das auf Kaufentscheidungen auswirkt, hängt maßgeblich von den noch ausstehenden technischen Details zur Switch-2-Version ab, allen voran Bildrate und Ladezeiten im Handheld-Betrieb.

Risiken und offene Fragen bis zum Launch

So klar die Eckdaten zu Termin und Kostenmodell sind, so viele technische Details bleiben bis zum 29. September 2026 offen. CD Projekt Red hat weder für die Switch-2-Fassung noch für Steam Deck konkrete Framerate-Ziele, Auflösungsmodi oder Ladezeiten kommuniziert. Auch zum Speicherbedarf der neuen Version, wichtig für alle mit begrenztem Switch-2- oder Deck-Speicherplatz, gibt es bislang keine offizielle Angabe.

Ein weiteres offenes Risiko betrifft die Größenordnung des technischen Anspruchs: Ein derart breiter, zeitgleicher Launch über sieben Plattform-Varianten hinweg, PC über drei Stores plus Battle.net, zwei Konsolengenerationen und ein Handheld-Neuzugang, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Fassungen zum Start noch mit Patches nachgebessert werden müssen. Das ist bei CD Projekt Red kein hypothetisches Szenario, der ursprüngliche Cyberpunk-2077-Start 2020 bleibt als Warnung im Gedächtnis der Branche.

Einordnung: Fünf Prognosen für die kommenden Monate

  • Die native Switch-2-Fassung dürfte technische Kompromisse bei Texturauflösung und Weitsicht gegenüber PC und Konsole zeigen, ähnlich wie es bei anderen Nintendo-Umsetzungen großer Open-World-Titel üblich ist.
  • CD Projekt Red wird voraussichtlich innerhalb der ersten Wochen nach Launch konkrete Patch-Notes und Performance-Zahlen für Switch 2 und Steam Deck nachreichen, sobald erste unabhängige Tests vorliegen.
  • Die Verkaufszahlen von The Witcher 3 dürften durch den kostenlosen Charakter des Upgrades kaum direkt steigen, wohl aber die aktive Spielerzahl und damit mittelbar der Umsatz mit den separat verkauften Erweiterungen und Merchandise.
  • Songs of the Past wird 2027 voraussichtlich als kostenpflichtiger Einzelkauf erscheinen, vergleichbar mit dem Modell von Blood and Wine, eher als kleinere Season-Pass-Ergänzung denn als umfangreiche dritte Erweiterung.
  • Der Erfolg oder Misserfolg der Switch-2-Portierung dürfte als Referenzpunkt dafür dienen, wie andere Studios ihre eigenen RPG-Bibliotheken künftig auf Nintendos neuer Hardware behandeln, nativ oder per Cloud.

Fazit: Ein kalkulierter Vertrauensvorschuss vor der nächsten Ära

Mit The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered spielt CD Projekt Red eine seiner stärksten Karten aus, ganz ohne dafür Vollpreis zu verlangen. Die Kombination aus kostenlosem Upgrade, neuer Switch-2-Plattform und einer angekündigten, kostenpflichtigen Erweiterung für 2027 zeigt ein Studio, das seine Altlasten sauber abräumen will, bevor mit Witcher 4 auf Unreal Engine 5 ein völlig neues Kapitel beginnt. Für Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet der 29. September vor allem eines: eine der bekanntesten Rollenspiel-Welten kehrt technisch aufgefrischt und auf mehr Plattformen als je zuvor zurück, ohne dass dafür die Geldbörse geöffnet werden muss.

Häufig gestellte Fragen zu The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered

Wann erscheint The Witcher 3: Wild Hunt — Remastered?

Der weltweite Starttermin ist der 29. September 2026, gleichzeitig für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2.

Ist das Upgrade wirklich kostenlos?

Ja, für Besitzer des Originals auf GOG, Steam, im Epic Games Store, auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S ist Remastered ein kostenloses Upgrade. Auch Besitzer der ursprünglichen Nintendo-Switch-Version können die Switch-2-Fassung ohne Zusatzkosten beanspruchen.

Sind Hearts of Stone und Blood and Wine im Upgrade enthalten?

Ja, beide Erweiterungen sind für alle Besitzer des Basisspiels kostenlos in der Remastered-Fassung enthalten.

Läuft die Remastered-Version gut auf dem Steam Deck?

Eine offizielle Aussage zum Steam-Deck-Verified-Status hat CD Projekt Red bislang nicht veröffentlicht. Da das Spiel über Steam und GOG erscheint, beide Plattformen mit etablierter Deck-Unterstützung, ist von Lauffähigkeit auszugehen, verbindliche Performance-Zahlen fehlen aber noch.

Ist die Nintendo-Switch-2-Version eine Cloud-Version oder läuft sie nativ?

Es handelt sich laut CD Projekt Red um eine native Version, die direkt auf der Switch-2-Hardware läuft, nicht um eine Cloud-Streaming-Lösung.

Was ist Songs of the Past, und ist es Teil des kostenlosen Upgrades?

Songs of the Past ist eine separate, für 2027 angekündigte Erweiterung. Sie ist nicht Bestandteil des kostenlosen Remastered-Upgrades. Ein Preis wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Welche Engine nutzt die Remastered-Version, und was ist mit Witcher 4?

Die Remastered-Fassung baut technisch weiterhin auf der REDengine auf. Der kommende vierte Teil, Projekt Polaris, entsteht dagegen auf der Unreal Engine 5, ein Wechsel, den CD Projekt Red bereits im März 2022 angekündigt hat und der auf ein Erscheinungsfenster um 2028 zielt.

Wie viele Exemplare hat The Witcher 3 bisher verkauft?

Laut CD Projekt Red hat allein The Witcher 3: Wild Hunt bis zum ersten Quartal 2026 die Marke von 65 Millionen verkauften Exemplaren überschritten, die gesamte Witcher-Reihe liegt bei über 90 Millionen verkauften Kopien.