Vier Jahre nach dem Original-Release ist Elden Ring auf der Nintendo Switch 2 gelandet, und die Fachpresse reagiert überraschend positiv. Elden Ring: Tarnished Edition erschien am 28. August 2026 exklusiv für Nintendos neue Konsole und bündelt das Hauptspiel mit der Erweiterung Shadow of the Erdtree sowie zusätzlichen kosmetischen Inhalten. Der Metacritic-Wert liegt aktuell bei 90 von 100 Punkten, basierend auf 51 Kritiken, nachdem frühere Wertungen noch bei 91 Punkten aus 31 beziehungsweise 40 Reviews lagen. Der Nutzer-Score steht bei 8,2 von 10 aus 168 Bewertungen. Für einen Port eines fast vier Jahre alten Spiels auf eine neue, aber technisch limitierte Handheld-Konsole ist das ein bemerkenswertes Ergebnis, zumal FromSoftware den Release zuvor aus Performance-Gründen aus 2025 verschoben hatte.

Gleichzeitig zeigt der Launch, wie unterschiedlich Kritiker und Käufer den Wert eines 79,99-Dollar-Ports bewerten, der technisch auf 30 Bilder pro Sekunde gedeckelt ist. Dieser Artikel ordnet die Zahlen, die technischen Fakten und die Marktbedeutung des Releases ein und zeigt, wie er in die breitere Welle an AAA-Drittanbietertiteln passt, die im September 2026 auf die Switch 2 kommen.

Der Launch: Was steckt in der Tarnished Edition?

Die Tarnished Edition ist kein einfacher Klon der PlayStation- und Xbox-Fassungen, sondern ein eigenständiges Bundle. Enthalten sind das Basisspiel Elden Ring, die 2024 erschienene Erweiterung Shadow of the Erdtree sowie zusätzliche Inhalte, die exklusiv für diese Ausgabe entwickelt wurden, darunter neue Ausrüstungsgegenstände und kosmetische Anpassungen für das Reittier Torrent. Berichten zufolge benötigt die Switch-2-Version rund 41 Gigabyte Speicherplatz, eine Zahl, die bislang nicht offiziell von Bandai Namco bestätigt wurde, sich aber mit den Angaben mehrerer Technik-Outlets deckt.

Der Preis von 79,99 US-Dollar in den USA und 64,99 britischen Pfund im Vereinigten Königreich positioniert den Port als Vollpreistitel, obwohl die Basis des Spiels bereits seit Februar 2022 auf dem Markt ist. FromSoftware und Bandai Namco begründen den Preis mit dem Umfang des Pakets, das neben dem kompletten Hauptspiel und der großen Erweiterung auch neue, Switch-2-exklusive Inhalte liefert. Kritiker und Spieler sehen das differenzierter, dazu später mehr.

Kritikerwertungen im Detail: Von 91 auf 90 Punkte

Die Wertungen haben sich seit dem Launch-Tag leicht bewegt, was bei wachsender Kritikerzahl normal ist. Am Erscheinungstag lag Metacritic bei 91 Punkten aus 40 Reviews, mittlerweile hat sich der Wert bei 90 Punkten aus 51 Kritiken eingependelt. OpenCritic zeigt je nach Erhebungszeitpunkt Werte zwischen 88 und 89, mit einer Empfehlungsquote von 100 Prozent unter den erfassten Kritikern und einer Platzierung im 98. Perzentil aller auf der Plattform gelisteten Spiele. Das Label Mighty, das OpenCritic für besonders gut bewertete Titel vergibt, unterstreicht diese Einordnung zusätzlich.

Einzelne Fachmagazine bewerten den Port noch positiver als der Durchschnitt. Nintendo Life vergab 9 von 10 Punkten und lobt insbesondere die Stabilität der Framerate nach der Verschiebung aus dem Vorjahr. TheSixthAxis kommt auf 8 von 10, während GameReactor und Nintendo Insider jeweils 9 von 10 Punkten vergeben. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Wertungen zusammen.

QuelleWertungBasis
Metacritic (Critic Score)90 / 10051 Kritiken
Metacritic (User Score)8,2 / 10168 Nutzerbewertungen
OpenCritic88–89 (Mighty)98. Perzentil, 100 % Empfehlung
Nintendo Life9 / 10Einzelrezension
GameReactor9 / 10Einzelrezension
Nintendo Insider9 / 10Einzelrezension
TheSixthAxis8 / 10Einzelrezension

Auffällig ist, dass für deutsche Fachmagazine wie GameStar oder 4Players zum Redaktionsschluss keine offiziell bestätigten Wertungen vorlagen, während unabhängige deutschsprachige Portale wie Eurogamer.de und GamePro eigene Switch-2-Tests veröffentlicht haben, in denen technische Kompromisse deutlich kritischer eingeordnet werden als in der internationalen Presse. GamePro etwa beschreibt die Portierung als ambitioniert, aber an der Belastungsgrenze der Hardware.

Technische Analyse: 30 fps, kein DLSS, stabile Bildrate

FromSoftware hat sich für die Switch 2 gegen eine variable Performance-Strategie entschieden. Sowohl im Docked-Modus am Fernseher als auch im Handheld-Betrieb läuft die Tarnished Edition mit einem festen Ziel von 30 Bildern pro Sekunde. Reviewer wie Nintendo Life beschreiben die Bildrate als generell stabil, mit gelegentlichen kleinen Einbrüchen bei sehr großen Bossgegnern oder in dicht bevölkerten Open-World-Abschnitten. Diese Entscheidung für ein einheitliches 30-fps-Ziel in beiden Modi unterscheidet die Switch-2-Fassung von Konsolenversionen, die auf PS5 und Xbox Series X zusätzliche Performance-Modi mit höherer Bildrate anbieten.

Bei der Auflösung kursiert die Angabe 1080p für beide Betriebsmodi, diese Zahl stammt allerdings aus sekundären Technik-Analysen und nicht aus einer offiziellen Spezifikation von FromSoftware, Bandai Namco oder Nintendo. Unklar bleibt auch, ob es sich um eine native oder dynamische Auflösung handelt. Bestätigt ist hingegen, dass die Portierung ohne Nvidia DLSS auskommt, was angesichts der Tensor-Cores im Nvidia-Chip der Switch 2 zunächst überrascht. Welche alternative Upscaling-Technik stattdessen zum Einsatz kommt, haben die Entwickler bislang nicht offengelegt.

Die technische Geschichte der Portierung ist nicht ganz reibungslos verlaufen. Frühe Build-Versionen, die vor der offiziellen Verschiebung aus dem Jahr 2025 kursierten, zeigten laut mehreren Berichten spürbare Ruckler und Frame-Pacing-Probleme. Die zusätzliche Entwicklungszeit hat sich dem aktuellen Kritikerkonsens zufolge gelohnt: Reviewer, die skeptisch in die finale Version starteten, beschreiben das Ergebnis überwiegend als solide bis beeindruckend für die Hardware-Klasse der Switch 2.

Switch 2 im Plattformvergleich: PS5, Xbox Series X und Steam Deck

Ein direkter, kontrollierter Benchmark-Vergleich zwischen allen vier Plattformen liegt bislang nicht vor, dennoch lässt sich die grundsätzliche Positionierung klar beschreiben. PS5 und Xbox Series X bieten durch ihre stärkere Hardware spürbar mehr Leistungsspielraum und unterstützen zusätzliche Performance-Modi mit höheren Bildraten, während die Switch 2 konsequent auf ein stabiles 30-fps-Erlebnis in beiden Betriebsarten setzt. Der eigentliche Mehrwert der Switch-2-Fassung liegt nicht in roher Leistung, sondern in der Mobilität: Elden Ring samt kompletter Erweiterung ist damit erstmals als waschechtes Handheld-Erlebnis ohne Streaming-Umweg spielbar.

PlattformZiel-BildrateBesonderheit
Switch 2 (Docked)30 fpsStabil, gelegentliche Drops bei großen Bossen
Switch 2 (Handheld)30 fpsGleiches Profil wie Docked-Modus
PlayStation 5Höhere Performance-Modi verfügbarMehr Leistungsspielraum, kein neuer Benchmark verfügbar
Xbox Series XHöhere Performance-Modi verfügbarMehr Leistungsspielraum, kein neuer Benchmark verfügbar
Steam Deck (PC-Fassung)Variabel, einstellungsabhängigKein aktueller kontrollierter Vergleichstest verfügbar

Für Besitzer eines Steam Deck ist die reguläre PC-Fassung von Elden Ring seit dem Original-Release spielbar, allerdings ohne die Switch-2-exklusiven Inhalte der Tarnished Edition. Laut einem aktuellen Gaming-Trendreport hält das Suchinteresse an “Steam Deck” stabil bei rund 550.000 monatlichen Anfragen, während Zubehör-Suchen wie “Steam Deck Docking Station” innerhalb von drei Monaten um 241 Prozent gestiegen sind, ein Hinweis darauf, dass Handheld-Gaming insgesamt an Fahrt gewinnt und die Switch 2 direkt in diesen wachsenden Markt trifft.

Historischer Kontext: Elden Ring seit 2022

Elden Ring erschien ursprünglich im Februar 2022 für PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One und Xbox Series X|S und etablierte sich als eines der einflussreichsten Action-Rollenspiele des Jahrzehnts. Die Erweiterung Shadow of the Erdtree folgte im Juni 2024 und erweiterte die Spielwelt um ein zusätzliches, in sich geschlossenes Gebiet. Belastbare, aktuelle Gesamtverkaufszahlen für die Switch-2-Portierung liegen bislang nicht vor, Bandai Namco hat bisher keine offiziellen Absatzdaten für die Tarnished Edition veröffentlicht.

Das ist bei Nintendo-nahen Releases keine Seltenheit: Auch für andere große Switch-2-Ports des Jahres 2026 hat der Hersteller bislang selten innerhalb der ersten Wochen konkrete Stückzahlen kommuniziert. Für eine DACH-spezifische Einordnung, etwa eine Chartplatzierung bei GfK oder ein Vergleich mit der Handelsleistung in Deutschland und Österreich, fehlen zum jetzigen Zeitpunkt verlässliche, öffentlich zugängliche Daten. Diese Lücke selbst ist bemerkenswert, denn sie zeigt, wie wenig Transparenz bei Switch-2-Launchtiteln trotz wachsendem Drittanbieter-Interesse weiterhin üblich ist.

Reaktionen der deutschsprachigen Fachpresse

Während internationale Portale wie TechRadar die Performance im Test überwiegend loben, fallen die Einschätzungen deutschsprachiger Redaktionen etwas zurückhaltender aus. Eurogamer.de hat einen eigenen Switch-2-Test veröffentlicht, der die technischen Kompromisse detailliert beschreibt, ohne die spielerische Qualität infrage zu stellen. GamePro ordnet die Portierung in der Überschrift seines Tests als grundsätzlich beeindruckend ein, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass die Nintendo-Konsole an ihre Belastungsgrenze gerät, wenn ein derart anspruchsvolles Open-World-Spiel mobil laufen soll.

Diese Differenzierung ist wichtig für deutsche Käufer, die häufiger als das internationale Publikum bereits eine PC- oder PS5-Version besitzen und die Kaufentscheidung stärker an der Frage ausrichten, ob sich ein Zweitkauf für die Mobilität lohnt, statt an der reinen Bildqualität. Community-Diskussionen etwa im Forum von JPGames.de drehen sich entsprechend weniger um die Frage “Ist das Spiel gut?” und mehr um “Lohnt sich der Kauf, wenn ich es schon auf PS5 habe?”.

Die Preisdebatte: 80 Dollar für einen vier Jahre alten Titel

Der auffälligste Kritikpunkt in Nutzerbewertungen und Community-Foren betrifft nicht die Technik, sondern den Preis. Mit 79,99 US-Dollar beziehungsweise 64,99 britischen Pfund kostet die Tarnished Edition so viel wie ein brandneuer Vollpreistitel, obwohl das Kernspiel seit über vier Jahren verfügbar ist und die Erweiterung Shadow of the Erdtree seit über zwei Jahren. Befürworter des Preismodells verweisen auf den Umfang: Basisspiel, komplette Erweiterung und zusätzliche, exklusiv für diese Fassung entwickelte Inhalte in einem Paket.

Kritiker halten dagegen, dass viele potenzielle Käufer die Inhalte bereits auf einer anderen Plattform besitzen und für sie effektiv nur die Portabilität neu hinzukommt. Diese Debatte ist kein Einzelfall, sondern typisch für die aktuelle Phase der Switch-2-Vermarktung, in der zahlreiche Neuauflagen älterer AAA-Titel zu Preisen erscheinen, die sich an aktuellen Vollpreisspielen orientieren statt an klassischen Port- oder Remaster-Preisen.

Der Switch-2-Drittanbieter-Boom im September 2026

Elden Ring: Tarnished Edition ist kein isoliertes Ereignis, sondern Teil einer dichten Folge von AAA-Drittanbieter-Releases, die im September 2026 auf die Switch 2 kommen. Innerhalb weniger Wochen erschienen oder erscheinen unter anderem Fire Emblem: Fortune’s Weave am 17. September, LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight am 18. September, EA Sports FC 27 im kostenpflichtigen Early Access ebenfalls am 18. September, die Konsolenportierung von Dune: Awakening am 22. September sowie Control Resonant am 24. September. Am 29. September folgt zudem The Witcher 3: Wild Hunt Remastered mit einer nativen Switch-2-Fassung.

DatumTitelPlattformen
28. August 2026Elden Ring: Tarnished EditionSwitch 2 (exklusiv)
17. September 2026Fire Emblem: Fortune’s WeaveSwitch 2
18. September 2026LEGO Batman: Legacy of the Dark KnightSwitch 2 u.a.
18. September 2026EA Sports FC 27 (Early Access)PC, PS4/5, Xbox, Switch/Switch 2
22. September 2026Dune: Awakening (Konsolenport)PS5, Xbox Series X|S
24. September 2026Control ResonantPC, PS5, Xbox Series X|S
29. September 2026The Witcher 3: Wild Hunt RemasteredPC, PS5, Xbox, Switch 2 (nativ)

Diese Dichte an Veröffentlichungen innerhalb eines einzigen Monats ist für die Switch-2-Plattform ungewöhnlich hoch und deutet darauf hin, dass Publisher inzwischen bereit sind, ihre anspruchsvollsten Titel auf Nintendos neuer Hardware zu veröffentlichen, statt wie bei der ursprünglichen Switch nur abgespeckte oder stark verspätete Versionen zu liefern. Wie viele AAA-Ports insgesamt im gesamten Jahr 2026 auf der Switch 2 erschienen sind, lässt sich aus den verfügbaren Daten nicht abschließend beziffern, die Konzentration allein im September zeigt aber eine klare Beschleunigung gegenüber den ersten Monaten nach dem Marktstart der Konsole.

Was FromSoftware und Bandai Namco bislang nicht bestätigt haben

Trotz des überwiegend positiven Presseechos halten sich FromSoftware und Bandai Namco mit technischen Details auffallend zurück. Weder die exakte Rendering-Auflösung noch die verwendete Upscaling-Methode wurden offiziell bestätigt. Ebenso wenig gibt es eine offizielle Erklärung für die Entscheidung, konsequent auf 30 fps statt auf einen zusätzlichen Performance-Modus zu setzen, wie ihn PS5 und Xbox Series X bieten. Auch zu CPU- oder Speicherbeschränkungen, die die Portierung möglicherweise beeinflusst haben, liegt keine offizielle Stellungnahme vor.

Bekannt ist lediglich, dass der Release aus dem Jahr 2025 verschoben wurde, nachdem frühe Testversionen technische Schwächen zeigten. Eine detaillierte Erklärung, welches Studio oder welcher externe Technologiepartner konkret an der Portierung gearbeitet hat, fehlt bislang ebenfalls in öffentlich zugänglichen Quellen. Diese Zurückhaltung ist bei FromSoftware nicht unüblich, erschwert aber eine vollständige technische Einordnung des Ports gegenüber den Konsolenfassungen.

Marktbedeutung für Nintendo und die Konsolenbranche

Für Nintendo ist der erfolgreiche Switch-2-Launch von Elden Ring strategisch wichtiger, als es die reine Kritikerwertung vermuten lässt. Das Spiel gilt als eines der technisch anspruchsvollsten Open-World-Action-RPGs der vergangenen Jahre und war damit ein realer Belastungstest dafür, ob die neue Hardware moderne AAA-Produktionen ohne massive Abstriche stemmen kann. Die überwiegend positive Kritikerresonanz, verbunden mit einer Empfehlungsquote von 100 Prozent auf OpenCritic, signalisiert Publishern, dass sich aufwendige Portierungsarbeit für die Switch 2 lohnen kann.

Das wiederum erhöht den Druck auf Wettbewerber im Handheld-Segment, allen voran Valve mit dem Steam Deck. Während Nintendo mit Elden Ring, Witcher 3 Remastered und weiteren AAA-Ports zeigt, dass die Switch 2 auch technisch fordernde Titel bewältigt, bleibt der Steam Deck als offene PC-Plattform weiterhin auf native PC-Ports der Entwickler angewiesen und profitiert nicht automatisch von dieser Portierungswelle. Für die Konsolenbranche insgesamt bestätigt der Release zudem den Trend, dass Handheld-fähige Systeme zunehmend als vollwertige Plattform für aktuelle Top-Titel behandelt werden, nicht mehr nur als Nebenschauplatz für abgespeckte Fassungen.

Wettbewerbsvergleich: Wie andere Handheld-Ports abschneiden

Im Vergleich zu anderen technisch anspruchsvollen Switch-2-Portierungen aus dem Sommer 2026 reiht sich Elden Ring: Tarnished Edition im oberen Bereich ein. Titel wie The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered, das bereits am 11. August 2026 für Switch 2 erschien, oder das Metal Gear Solid: Master Collection Vol. 2 am 27. August zeigen, dass Nintendo gezielt eine Phase großer, technisch fordernder Drittanbietertitel eingeläutet hat. Innerhalb dieser Gruppe positioniert sich Elden Ring durch seine Kombination aus Open-World-Umfang, Bossgegner-Dichte und Grafikanspruch als einer der ambitioniertesten Releases.

Der direkte Vergleich mit Cloud-Streaming-Alternativen wie Xbox Cloud Gaming oder GeForce Now fällt unterschiedlich aus: Streaming-Dienste liefern potenziell höhere Bildqualität, sind aber von einer stabilen Internetverbindung abhängig, während die native Switch-2-Portierung von Elden Ring vollständig offline und unterwegs spielbar ist. Für ein Spiel, das auf präzises Timing bei Bossen und Nahkampf-Ausweichmanövern angewiesen ist, wiegt die Eingabeverzögerung beim Streaming besonders schwer, was den nativen Port trotz der 30-fps-Grenze für viele Spieler zur bevorzugten mobilen Option macht.

Prognosen: Wie es mit Switch-2-AAA-Ports weitergeht

Auf Basis der aktuellen Datenlage lassen sich mehrere Entwicklungen für die kommenden Monate absehen, auch wenn sie mit der gebotenen Vorsicht zu betrachten sind, da Bandai Namco bislang keine Verkaufszahlen veröffentlicht hat.

  • Weitere Publisher dürften die Ergebnisqualität der Tarnished Edition als Referenz nutzen und eigene technisch anspruchsvolle Open-World-Titel für die Switch 2 planen, statt sie auszulassen.
  • Die Debatte um Vollpreis-Ports älterer Spiele dürfte sich verschärfen, insbesondere wenn weitere Publisher ähnliche Preismodelle wie Bandai Namco mit 79,99 US-Dollar wählen.
  • Es ist wahrscheinlich, dass FromSoftware oder Bandai Namco im Laufe der kommenden Monate zumindest grobe Absatzzahlen kommunizieren, sollte der Verkaufserfolg tatsächlich hoch ausfallen, da solche Zahlen häufig als Marketinginstrument genutzt werden.
  • Der Wettbewerbsdruck auf Valve dürfte steigen, eigene AAA-Partnerschaften für native Steam-Deck-Optimierungen zu verstärken, um die Vorteile einer offenen Plattform gegenüber der kuratierten Nintendo-Strategie zu verteidigen.
  • Die Serie kurz aufeinanderfolgender AAA-Releases im September 2026 dürfte sich in den folgenden Quartalen fortsetzen, da mehrere weitere große Titel bereits für die Switch 2 angekündigt, aber noch nicht terminiert sind.

Fazit: Ein starker Port mit ungelösten Fragen

Elden Ring: Tarnished Edition zeigt, dass die Switch 2 technisch anspruchsvolle Open-World-Titel mit stabiler Bildrate darstellen kann, auch wenn dafür ein fester 30-fps-Kompromiss in Kauf genommen werden muss. Die Kritikerwertungen von 90 Punkten auf Metacritic und einer Empfehlungsquote von 100 Prozent auf OpenCritic sprechen für die spielerische Qualität der Portierung. Offen bleiben dagegen zentrale wirtschaftliche Fragen: Verkaufszahlen, DACH-spezifische Chartdaten und eine klare Kommunikation der technischen Grundlagen fehlen bislang vollständig. Für Käufer, die Elden Ring noch nicht besitzen, ist die Tarnished Edition trotz des hohen Preises ein attraktives Gesamtpaket. Wer das Spiel bereits auf einer anderen Plattform besitzt, muss den Aufpreis für Mobilität gegen den eigenen Bedarf abwägen. Weitere Einordnungen zum Port liefern auch CreativeBloq und Gagadget.

Häufig gestellte Fragen zu Elden Ring: Tarnished Edition auf Switch 2

Wann ist Elden Ring: Tarnished Edition für die Switch 2 erschienen?

Der Release erfolgte am 28. August 2026, exklusiv für die Nintendo Switch 2.

Was kostet die Tarnished Edition?

In den USA kostet die Tarnished Edition 79,99 US-Dollar, im Vereinigten Königreich 64,99 britische Pfund. Eine offizielle deutsche Preisangabe von Bandai Namco lag zum Redaktionsschluss nicht in gesicherter Form vor.

Läuft Elden Ring auf der Switch 2 mit 60 fps?

Nein. Sowohl im Docked- als auch im Handheld-Modus zielt die Portierung fest auf 30 Bilder pro Sekunde, mit gelegentlichen kleinen Einbrüchen bei sehr großen Bossgegnern.

Ist Shadow of the Erdtree in der Tarnished Edition enthalten?

Ja, die Erweiterung Shadow of the Erdtree ist vollständig im Paket enthalten, ergänzt um zusätzliche, Switch-2-exklusive kosmetische Inhalte.

Unterstützt die Switch-2-Fassung DLSS?

Nein, Berichten zufolge kommt die Portierung ohne Nvidia DLSS aus. Welche alternative Upscaling-Technik genutzt wird, haben die Entwickler bislang nicht offengelegt.

Wie schneidet die Switch-2-Version im Vergleich zu PS5 und Xbox Series X ab?

PS5 und Xbox Series X bieten durch stärkere Hardware mehr Leistungsspielraum und zusätzliche Performance-Modi. Die Switch 2 setzt dagegen konsequent auf ein stabiles 30-fps-Ziel in beiden Betriebsarten, punktet dafür aber mit echter Mobilität.

Wie viele Kopien wurden bisher verkauft?

Bandai Namco hat bislang keine offiziellen Verkaufszahlen für die Switch-2-Portierung veröffentlicht, auch keine DACH-spezifischen Chartdaten.

Gehört Elden Ring: Tarnished Edition zur größeren Switch-2-Portierungswelle 2026?

Ja. Der Release fällt in eine dichte Phase von AAA-Drittanbietertiteln im September 2026, zu der unter anderem Fire Emblem: Fortune’s Weave, LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight, EA Sports FC 27 und The Witcher 3: Wild Hunt Remastered zählen.