Ein eigener Satisfactory Server läuft rund um die Uhr – auch dann, wenn niemand online ist. Eure Fabrik wächst weiter, Züge fahren nach Plan, Kraftwerke laufen, und niemand muss mehr warten, bis der Host das Spiel startet. Ein dedizierter Server ist die stabilste Art, Satisfactory im Koop zu spielen: keine Host-Migration, keine Lags durch die Spiel-Engine des Gastgebers, volle Kontrolle über Backups. In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung richtet ihr in rund 30 Minuten einen selbst gehosteten Satisfactory Server ein – von SteamCMD über die korrekte Port-Freigabe (7777 und 8888) bis zum automatischen Start per systemd. Stand: 03. Juli 2026.
Wichtig vorweg: Seit dem 1.0-Release am 10. September 2024 hat Coffee Stain Studios das Netzwerkmodell komplett umgestellt. Die alten UDP-Ports 15777 und 15000, die in vielen veralteten Anleitungen noch auftauchen, sind obsolet. Wer heute einen Satisfactory Server erstellen will, braucht nur noch zwei Ports – und genau das ist die häufigste Fehlerquelle. Diese Anleitung ist auf die aktuellen Versionen 1.1 und 1.2 abgestimmt und funktioniert unter Linux (Debian/Ubuntu) genauso wie unter Windows.
Das Wichtigste in Kürze
- Steam-App-ID: 1690800 (Dedicated-Server-Tool, kostenlos, anonymer SteamCMD-Login – ihr müsst das Spiel dafür nicht besitzen).
- Ports: 7777 (TCP + UDP) für den Spielverkehr und 8888 (TCP) für die zuverlässige Messaging-Schicht. Beide sind seit Version 1.1 Pflicht.
- Arbeitsspeicher: mindestens 8 GB RAM, empfohlen 16 GB für große Speicherstände oder mehr als vier Spieler.
- Plattform: ausschließlich x86-64 (Windows 10/11, Windows Server 2016–2022 oder Debian/Ubuntu 64-Bit). Ein Raspberry Pi oder anderer ARM-Rechner funktioniert nicht.
- Zeitaufwand: rund 30 Minuten für Installation, Firewall und Autostart.
Was ist ein Satisfactory Dedicated Server – und warum lohnt er sich?
Satisfactory kennt zwei Multiplayer-Varianten. Beim klassischen Koop-Modus hostet ein Spieler die Welt direkt aus dem Spiel heraus (Listen-Server). Der Nachteil: Sobald dieser Spieler offline geht, ist die Fabrik für alle anderen tot. Ein Satisfactory Dedicated Server dagegen ist ein eigenständiges Programm, das die Welt unabhängig vom Client berechnet. Er läuft dauerhaft auf einem VPS, einem Heimserver oder einem alten PC – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.
Der praktische Gewinn ist enorm. Eure Produktionsketten laufen weiter, während ihr schlaft oder arbeitet. Züge, Drohnen und Fließbänder transportieren fleißig Ressourcen, Kraftwerke füllen die Lager. Wenn ihr euch das nächste Mal einloggt, sind die Vorratslager voll. Weil der Server die gesamte Simulation übernimmt, ist die Performance im Koop außerdem deutlich stabiler als bei einem Listen-Server, bei dem ein einzelner Spieler-PC gleichzeitig Client und Host spielen muss.
Ein weiterer Vorteil betrifft die Kosten: Das Server-Tool selbst ist kostenlos. Ihr ladet es über SteamCMD mit einem anonymen Login herunter, ohne das Spiel auf dem Server besitzen zu müssen. Nur wer die Welt später im Spiel beansprucht (dazu später mehr), muss Satisfactory auf seinem eigenen Client besitzen. Das Spiel hatte mit über fünf Jahren Early Access und dem 1.0-Release im September 2024 einen der erfolgreichsten Läufe im Fabrik-Bau-Genre – entwickelt vom schwedischen Studio Coffee Stain Studios.
Bevor wir loslegen, ein Blick auf die Versionsgeschichte – sie erklärt, warum so viele Online-Anleitungen falsche Ports nennen:
| Version | Datum | Relevante Änderung für Server |
|---|---|---|
| 1.0 (Release) | 10. September 2024 | Netzwerk auf Port 7777 konsolidiert; 15777/15000 UDP entfernt |
| 1.1 Experimental | 1. April 2025 | Neues Zwei-Port-Modell eingeführt |
| 1.1 Stable (1.1.1.0) | 10. Juni 2025 | Port 8888 (TCP) für Reliable Messaging final |
| Konsolen-Launch | November 2025 | Basierend auf Version 1.1 |
| 1.2 Experimental | 17. März 2026 | Aktuell; keine Änderungen am Server-Setup |
Merke: Jede Anleitung, die noch von Port 15777 spricht, stammt aus der Early-Access-Zeit vor 1.0 und ist veraltet. Wir arbeiten ausschließlich mit dem aktuellen Zwei-Port-Modell.
Dedicated Server vs. Listen-Server: Wann lohnt sich was?
Wer nur gelegentlich zu zweit spielt, kommt mit dem eingebauten Koop (Listen-Server) aus. Sobald aber mehrere Leute zu unterschiedlichen Zeiten an derselben Fabrik bauen wollen, führt kein Weg am dedizierten Server vorbei. Der folgende Direktvergleich zeigt die Unterschiede auf einen Blick:
| Merkmal | Listen-Server (im Spiel gehostet) | Dedicated Server |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | Nur wenn der Host online ist | Rund um die Uhr |
| Performance | Host-PC ist Client und Server zugleich | Server rechnet ausschließlich die Welt |
| Host-Migration | Welt pausiert, wenn der Host geht | Kein Host nötig |
| Einrichtung | Ein Klick | Diese Anleitung (~30 Min) |
| Laufende Kosten | Keine | Strom oder VPS-Miete |
| Ideal für | Spontane Sessions zu zweit | Feste Gruppen, Dauerbetrieb |
Der dedizierte Server kostet etwas Einrichtungsaufwand, zahlt sich aber bei jeder Gruppe aus, die regelmäßig zusammen spielt. Er entkoppelt das Spielgeschehen vom PC eines Einzelnen – niemand ist mehr „der Host”, dessen Internetverbindung oder Hardware zum Flaschenhals der ganzen Runde wird. Genau deshalb setzen die meisten größeren Koop-Runden nach kurzer Zeit auf einen eigenen Satisfactory Server.
Voraussetzungen: Hardware, Betriebssystem und Software
Satisfactory ist ein rechenintensives Spiel. Große Fabriken mit tausenden Maschinen fordern vor allem den Arbeitsspeicher und die Single-Core-Leistung der CPU. Unterschätzt diesen Punkt nicht – die häufigste Absturzursache ist zu wenig RAM. Die folgende Tabelle zeigt die offiziellen Mindest- und Empfehlungswerte für einen Satisfactory Server:
| Komponente | Minimum | Empfohlen |
|---|---|---|
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM (große Saves / > 4 Spieler) |
| Prozessor | Intel i5-3570 / Ryzen 5 3600 | Moderne CPU mit hoher Single-Thread-Leistung |
| Speicherplatz | Linux ~8 GB / Windows ~12,4 GB | SSD mit Reserve für Backups |
| Architektur | x86-64 (64-Bit) | x86-64 – kein ARM, kein 32-Bit |
| Betriebssystem | Debian/Ubuntu 64-Bit oder Windows 10/11 | Ubuntu 22.04/24.04 LTS oder Windows Server 2022 |
Zwei Punkte sind besonders wichtig. Erstens: Die verbreitete Angabe „4 GB reichen” ist falsch – das offizielle Minimum liegt bei 8 GB, und sobald eure Fabrik wächst, solltet ihr 16 GB einplanen. Zweitens: Der Server läuft ausschließlich auf x86-64. Ein Raspberry Pi, ein ARM-basierter Mini-PC oder ein Apple-Silicon-Mac (nativ) scheiden als Server-Hardware aus. Wer auf ARM hosten will, muss zwangsläufig zu einem gemieteten x86-Server greifen.
Satisfactory Server mieten oder selbst hosten?
Bevor ihr loslegt, stellt sich die Grundsatzfrage: selbst hosten oder einen Satisfactory Server mieten? Beide Wege haben ihre Berechtigung. Selbst hosten ist günstiger und lehrreicher, erfordert aber technisches Grundwissen und regelmäßige Wartung. Ein gemieteter Server (Gameserver-Hoster oder VPS bei Anbietern wie Hetzner, netcup oder IONOS) nimmt euch die Einrichtung teilweise ab, kostet aber monatlich. Die folgende Übersicht hilft bei der Entscheidung für den DACH-Raum:
| Kriterium | Selbst hosten (Heim-PC) | VPS (z. B. Hetzner/netcup) | Gameserver mieten |
|---|---|---|---|
| Monatliche Kosten | Stromkosten (~0,35 €/kWh) | ca. 8–20 € | ca. 10–25 € |
| Einrichtung | Diese Anleitung | Diese Anleitung | Meist Ein-Klick-Panel |
| Kontrolle | Voll | Voll | Eingeschränkt |
| Wartung | Selbst | Selbst | Anbieter |
| 24/7-Betrieb | Hohe Stromkosten | Inklusive | Inklusive |
Für einen dauerhaft laufenden Server ist ein VPS in einem deutschen oder europäischen Rechenzentrum meist die beste Wahl: geringe Latenz für DACH-Spieler, DSGVO-konforme Standorte und niedriger Stromverbrauch. Wenn ihr einen alten PC herumstehen habt und nur abends spielt, ist Self-Hosting daheim ebenfalls sinnvoll. Diese Anleitung funktioniert in beiden Fällen identisch.
Schritt 1 – Betriebssystem und Server-Zugang vorbereiten
Wir gehen im Hauptteil von einem Linux-Server (Ubuntu 22.04/24.04 LTS oder Debian 12) aus, weil das die günstigste und ressourcenschonendste Variante für den 24/7-Betrieb ist. Die Windows-Schritte weichen nur beim Startskript ab; wir weisen an den entsprechenden Stellen darauf hin.
Verbindet euch zunächst per SSH mit eurem VPS. Aus Sicherheitsgründen solltet ihr die Anmeldung nicht mit Passwort, sondern mit einem SSH-Schlüsselpaar absichern – wie das geht, zeigt unsere Anleitung SSH-Keys einrichten. Legt anschließend einen eigenen, unprivilegierten Benutzer für den Server an. Den Server niemals als root laufen lassen:
# System aktualisieren
sudo apt update && sudo apt upgrade -y
# Eigenen Server-Benutzer anlegen
sudo adduser --disabled-password --gecos "" satisfactory
# In den neuen Benutzer wechseln
sudo su - satisfactory
Der Benutzer satisfactory besitzt keine Root-Rechte. Sollte der Server jemals kompromittiert werden, bleibt der Schaden auf dieses Konto beschränkt. Alle folgenden Installationsschritte führt ihr als dieser Benutzer aus.
Schritt 2 – SteamCMD installieren
SteamCMD ist die Kommandozeilen-Version des Steam-Clients. Damit lädt und aktualisiert ihr die Server-Dateien. Auf 64-Bit-Linux-Systemen benötigt SteamCMD einige 32-Bit-Bibliotheken. Aktiviert dafür die Multiarch-Unterstützung und installiert die Abhängigkeiten. Führt die folgenden Befehle mit sudo aus (verlasst dafür kurz den Server-Benutzer mit exit oder nutzt eine zweite Sitzung):
# 32-Bit-Architektur aktivieren
sudo dpkg --add-architecture i386
sudo apt update
# SteamCMD-Abhängigkeiten installieren
sudo apt install -y lib32gcc-s1 ca-certificates curl
Ladet nun als Benutzer satisfactory SteamCMD in ein eigenes Verzeichnis herunter und entpackt es:
# Als Benutzer 'satisfactory' ausführen
mkdir -p ~/steamcmd
cd ~/steamcmd
curl -sqL "https://steamcdn-a.akamaihd.net/client/installer/steamcmd_linux.tar.gz" | tar zxvf -
Unter Windows entfällt dieser Teil: Dort ladet ihr das ZIP-Archiv von der offiziellen SteamCMD-Dokumentation herunter und entpackt es in einen Ordner wie C:\SteamCMD. Die weiteren SteamCMD-Befehle sind auf beiden Plattformen identisch.
Schritt 3 – Satisfactory Dedicated Server via SteamCMD herunterladen (App-ID 1690800)
Jetzt kommt der Kern: Ihr ladet das Satisfactory Dedicated Server-Tool herunter. Die entscheidende Zahl ist die App-ID 1690800. Verwechselt sie nicht mit der App-ID des Spiels (526870) – Letztere lädt den Client, nicht den Server. Der Login erfolgt anonymous, ein Steam-Konto ist nicht nötig:
# Stable-Zweig (empfohlen)
~/steamcmd/steamcmd.sh +force_install_dir ~/SatisfactoryDedicatedServer \
+login anonymous \
+app_update 1690800 validate \
+quit
Drei Details sind Pflicht und werden oft vergessen: +login anonymous muss vor +app_update stehen, das abschließende validate stellt sicher, dass alle Dateien vollständig geladen wurden, und +force_install_dir gehört vor den Login. Wollt ihr stattdessen den Experimental-Zweig (Version 1.2) testen, hängt ihr -beta experimental an den app_update-Befehl an:
# Experimental-Zweig (Version 1.2)
~/steamcmd/steamcmd.sh +force_install_dir ~/SatisfactoryDedicatedServer \
+login anonymous \
+app_update 1690800 -beta experimental validate \
+quit
Der Download umfasst rund 8 GB unter Linux. Nach erfolgreichem Abschluss seht ihr eine Ausgabe wie diese:
Success! App '1690800' fully installed.
Wichtig: Stable- und Experimental-Server dürfen später nicht gemischt werden. Alle Mitspieler müssen denselben Build (alle stable oder alle experimental) verwenden, sonst schlägt die Verbindung mit einem Versionskonflikt fehl.
Schritt 4 – Den Server zum ersten Mal starten
Das Startskript heißt unter Linux FactoryServer.sh, unter Windows FactoryServer.exe. Startet den Server zunächst manuell, um zu prüfen, ob er sauber hochfährt:
cd ~/SatisfactoryDedicatedServer
./FactoryServer.sh -log -unattended
Beim ersten Start lädt der Server die Engine, initialisiert die Netzwerk-Subsysteme und wartet dann auf eingehende Verbindungen. In den Log-Zeilen taucht schließlich eine Meldung auf, dass der Server auf Port 7777 lauscht. Die wichtigsten Startparameter fasst diese Tabelle zusammen:
| Parameter | Funktion |
|---|---|
-log | Zeigt die Konsolenausgabe im Terminal an |
-unattended | Startet ohne interaktive Eingabeaufforderung (für Autostart) |
-Port=7777 | Legt den Spiel-Port fest (Standard 7777) |
-ReliablePort=8888 | Interner Port für Reliable Messaging |
-ExternalReliablePort=8888 | Nach außen sichtbarer Reliable-Port (remappbar) |
-DisableSeasonalEvents | Deaktiviert Event-Inhalte (z. B. FICSMAS) |
-multihome=0.0.0.0 | Bindet den Server an alle Netzwerk-Interfaces |
Eine erfolgreiche Startsequenz sieht in etwa so aus (gekürzt) – achtet auf die Zeile, die das Lauschen auf dem Spiel-Port bestätigt:
LogInit: Display: Starting Satisfactory Dedicated Server
LogNet: Created socket for bind address 0.0.0.0 on port 7777
LogWorld: Bringing up level for play took: 3.24 seconds
LogServerManager: Server is ready to accept connections
Stoppt den Testlauf vorerst wieder mit Strg + C. Im nächsten Schritt öffnen wir die Firewall, danach richten wir den dauerhaften Autostart ein. Ein manuell gestarteter Server im SSH-Fenster würde beim Trennen der Verbindung wieder beendet – deshalb ist der systemd-Dienst in Schritt 6 so wichtig.
Schritt 5 – Ports 7777 und 8888 in der Firewall freigeben
Das ist der Schritt, an dem die meisten scheitern. Seit Version 1.1 braucht ein Satisfactory Server zwei Ports, und beide müssen offen sein. Ist nur einer offen, verbindet sich zwar der Server-Browser, aber die Spieler hängen ewig im „Connecting”-Bildschirm. Die folgende Übersicht zeigt, welche Ports welche Aufgabe haben:
| Port | Protokoll | Zweck | Pflicht? |
|---|---|---|---|
| 7777 | TCP + UDP | Haupt-Spielverkehr (Game-Traffic) | Ja |
| 8888 | TCP | Reliable Messaging (Verbindungsaufbau) | Ja |
| 15777 / 15000 | UDP | Veraltet (vor 1.0) – nicht mehr nutzen | Nein |
Auf einem Linux-VPS mit UFW gebt ihr die Ports so frei. Die vollständige UFW-Dokumentation findet ihr in der Ubuntu-Community-Hilfe:
# Port 7777 (Spielverkehr, TCP und UDP)
sudo ufw allow 7777/tcp
sudo ufw allow 7777/udp
# Port 8888 (Reliable Messaging, TCP)
sudo ufw allow 8888/tcp
# Firewall aktivieren und Status prüfen
sudo ufw enable
sudo ufw status verbose
Ein wichtiger Sonderfall: Port 7777 unterstützt keine Port-Weiterleitung auf einen anderen externen Port – der externe Port muss mit dem internen übereinstimmen. Nur Port 8888 lässt sich per -ExternalReliablePort= auf einen anderen Wert umbiegen. Wenn ihr also mehrere Server auf einer Maschine betreibt, gebt jedem einen eigenen 7777er-Port (z. B. 7777, 7778, 7779).
Portfreigabe in der FritzBox (Heim-Hosting)
Wer zu Hause hinter einer FritzBox hostet, muss die Ports zusätzlich im Router weiterleiten. Öffnet dazu Internet → Freigaben → Portfreigaben und legt eine neue Freigabe für das Gerät an, auf dem der Server läuft. Tragt zwei Regeln ein: einmal TCP/UDP für Port 7777 und einmal TCP für Port 8888, jeweils an die interne IP eures Servers. Vergebt dem Server-Rechner am besten eine feste IP-Adresse in den DHCP-Einstellungen, damit die Freigabe nach einem Neustart nicht ins Leere zeigt. Hinter manchen Anschlüssen (DS-Lite/CGNAT bei einigen Kabel- und Glasfaseranbietern) ist eingehender Verkehr blockiert – dann führt kein Weg an einem VPS vorbei.
Schritt 6 – Server als systemd-Dienst mit Autostart einrichten
Damit der Server nach einem Neustart automatisch hochfährt und nach einem Absturz neu startet, richten wir einen systemd-Dienst ein. Hier steckt das wichtigste – und am häufigsten übersehene – Detail dieser ganzen Anleitung: das Kill-Signal. Standardmäßig beendet systemd Dienste mit SIGTERM, was Satisfactory sofort abwürgt und einen laufenden Speichervorgang beschädigen kann. Der Server braucht stattdessen SIGINT, um sauber herunterzufahren. Erstellt die Unit-Datei als Root:
sudo nano /etc/systemd/system/satisfactory.service
Fügt folgenden Inhalt ein. Passt User und die Pfade an, falls ihr andere Namen gewählt habt:
[Unit]
Description=Satisfactory Dedicated Server
After=network-online.target
Wants=network-online.target
[Service]
Type=simple
User=satisfactory
WorkingDirectory=/home/satisfactory/SatisfactoryDedicatedServer
ExecStart=/home/satisfactory/SatisfactoryDedicatedServer/FactoryServer.sh -log -unattended
# Entscheidend: SIGINT statt SIGTERM, damit der Save nicht beschaedigt wird
KillSignal=SIGINT
TimeoutStopSec=90
Restart=on-failure
RestartSec=60
[Install]
WantedBy=multi-user.target
Speichert die Datei, ladet die systemd-Konfiguration neu und aktiviert den Dienst:
sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl enable --now satisfactory.service
# Status und Live-Log pruefen
sudo systemctl status satisfactory.service
sudo journalctl -u satisfactory.service -f
Ab jetzt startet euer Satisfactory Server automatisch mit dem System und fährt bei einem Absturz nach 60 Sekunden wieder hoch. Unter Windows übernimmt diese Aufgabe das Tool NSSM (Non-Sucking Service Manager), mit dem ihr FactoryServer.exe als Windows-Dienst registriert. Das KillSignal-Problem betrifft nur Linux; NSSM sendet standardmäßig ein sauberes Stopp-Signal.
Schritt 7 – Den Server im Spiel beanspruchen (claimen)
Ein frisch installierter Server hat noch keine Welt und keinen Administrator. Beides richtet ihr direkt im Spiel ein. Startet Satisfactory auf eurem eigenen PC (hier braucht ihr das gekaufte Spiel), öffnet im Hauptmenü den Server-Manager und wählt Server hinzufügen. Tragt die Adresse eures Servers im Format IP:7777 ein, zum Beispiel 203.0.113.10:7777.
Beim ersten Verbinden werdet ihr aufgefordert, den Server zu beanspruchen („claimen”). Dabei vergebt ihr:
- einen Anzeigenamen für den Server (erscheint in der Serverliste),
- ein Admin-Passwort – damit verwaltet ihr später Einstellungen und Sessions,
- optional ein Beitritts-Passwort, falls nur bestimmte Leute joinen sollen (standardmäßig aus).
Nach dem Claim ladet ihr entweder einen bestehenden Speicherstand hoch oder erstellt eine neue Session. Ab diesem Moment läuft eure Fabrik auf dem Server – unabhängig davon, ob ihr online seid. Merkt euch: Das Admin-Passwort ist der Generalschlüssel. Wer es kennt, kann alle Servereinstellungen ändern. Bewahrt es sicher auf, idealerweise in einem Passwort-Manager.
Im Server-Manager seht ihr fortan den Status eurer Server (Online, Offline, benötigt Update) und könnt Sessions wechseln, ohne euch per SSH einzuloggen. Für Freunde reicht es, wenn ihr ihnen die Adresse IP:7777 und – falls gesetzt – das Beitritts-Passwort gebt. Sie fügen den Server im eigenen Server-Manager hinzu und spielen ohne weitere Konfiguration mit. Wichtig: Nur wer das Admin-Passwort kennt, kann Einstellungen ändern; normale Mitspieler brauchen es nicht. Trennt die beiden Passwörter daher bewusst, wenn ihr einen halb-öffentlichen Server betreibt.
Schritt 8 – Servereinstellungen, Spieleranzahl und Passwörter
Standardmäßig erlaubt ein Satisfactory Server bis zu vier gleichzeitige Spieler – nicht 16, wie manche Quellen behaupten. Die Spieleranzahl und weitere Regeln passt ihr am komfortabelsten über die Advanced Server Settings an, die direkt im Server-Manager des Spiels verfügbar sind, sobald ihr als Admin angemeldet seid. Dort lassen sich unter anderem Auto-Pause bei leerem Server, Netzwerk-Qualität und die maximale Spielerzahl einstellen.
Erhöht die Spielerzahl aber nur, wenn euer RAM mitspielt: Jeder zusätzliche Spieler und jede größere Fabrik kostet Arbeitsspeicher. Für mehr als vier Spieler sind 16 GB RAM das Minimum. Wer die Einstellungen lieber per Datei setzt, kann fortgeschrittene Optionen über die Unreal-Engine-INI-Dateien (Engine.ini, Game.ini) im Saved/Config-Verzeichnis überschreiben. Die maximale Spielerzahl etwa lässt sich so setzen:
; in Game.ini
[/Script/Engine.GameSession]
MaxPlayers=8
Ein wichtiger Hinweis zur Fehlervermeidung: Es gibt keine Datei namens ServerConfig.ini. Diese taucht in fehlerhaften Anleitungen und KI-generierten Texten immer wieder auf, existiert bei Satisfactory aber schlicht nicht. Die verbindlichen Einstellungen liegen entweder in den Advanced Server Settings oder – für Fortgeschrittene – in den Engine-INI-Dateien. Die reine Server-Konfiguration (Name, Passwörter) wird beim Claim in einer ServerSettings.<Port>.sav gespeichert, nicht in einer manuell editierbaren INI.
Schritt 9 – Savegames sichern und importieren
Eure Fabrik ist stundenlange Arbeit – ein Datenverlust wäre bitter. Deshalb solltet ihr von Anfang an ein Backup einrichten. Unter Linux liegen die Speicherstände und die Server-Konfiguration hier:
# Savegames und Blueprints (Linux)
~/.config/Epic/FactoryGame/Saved/SaveGames/server
~/.config/Epic/FactoryGame/Saved/SaveGames/blueprints
# Server-Konfiguration (Name, Passwoerter)
~/.config/Epic/FactoryGame/Saved/SaveGames/ServerSettings.7777.sav
Unter Windows findet ihr dieselben Dateien unter %LocalAppData%\FactoryGame\Saved\SaveGames\. Wollt ihr einen bestehenden Einzelspieler-Spielstand auf den Server holen, könnt ihr die .sav-Datei entweder in den server-Ordner kopieren oder – einfacher – über den Server-Manager im Spiel hochladen. Für automatische Backups genügt ein täglicher Cronjob, der den Save-Ordner archiviert:
# Backup-Skript: ~/backup-satisfactory.sh
#!/bin/bash
STAMP=$(date +%Y%m%d-%H%M)
SRC="$HOME/.config/Epic/FactoryGame/Saved/SaveGames"
DEST="$HOME/backups"
mkdir -p "$DEST"
tar czf "$DEST/save-$STAMP.tar.gz" -C "$SRC" .
# Backups aelter als 14 Tage loeschen
find "$DEST" -name "save-*.tar.gz" -mtime +14 -delete
Macht das Skript ausführbar (chmod +x ~/backup-satisfactory.sh) und tragt es in die Crontab ein (crontab -e), etwa mit der Zeile 0 4 * * * /home/satisfactory/backup-satisfactory.sh für ein tägliches Backup um 4 Uhr morgens. So habt ihr immer einen aktuellen Wiederherstellungspunkt.
Schritt 10 – Server aktualisieren und Versionskonflikte vermeiden
Wenn Coffee Stain ein Update veröffentlicht, aktualisiert sich euer Spiel-Client über Steam automatisch – der Server aber nicht. Passt die Version nicht mehr zusammen, könnt ihr euch nicht mehr verbinden. Das Aktualisieren ist einfach: Ihr führt exakt denselben SteamCMD-Befehl wie bei der Installation erneut aus. Wichtig ist nur die Reihenfolge – zuerst den Server stoppen, dann aktualisieren:
# 1. Server stoppen (sauber!)
sudo systemctl stop satisfactory.service
# 2. Aktualisieren (gleicher Befehl wie bei der Installation)
~/steamcmd/steamcmd.sh +force_install_dir ~/SatisfactoryDedicatedServer \
+login anonymous +app_update 1690800 validate +quit
# 3. Server wieder starten
sudo systemctl start satisfactory.service
Startet ihr SteamCMD, während der Server noch läuft, kann der Fehler 0x606 auftreten – die Dateien sind dann gesperrt. Deshalb immer erst stoppen. Genauso gilt: Aktualisiert Server und Clients möglichst zeitnah, damit alle auf demselben Build sind. Ein Versionskonflikt ist die zweithäufigste Verbindungsursache nach der falschen Port-Freigabe.
Schritt 11 – Cross-Play zwischen Steam und Epic aktivieren
Eine der besten Eigenschaften von Satisfactory: Steam- und Epic-Spieler können auf demselben Server zusammenspielen. Möglich macht das das Epic Online Services SDK (EOS), das der Server unabhängig davon nutzt, woher die Server-Binärdateien stammen. Ihr müsst dafür nichts extra konfigurieren – Cross-Play ist von Haus aus aktiv.
Die einzige Bedingung: Alle Spieler und der Server müssen auf demselben Build laufen (entweder alle Stable oder alle Experimental). Ein Epic-Spieler mit Stable-Client kann also problemlos einem Server beitreten, den ihr über SteamCMD installiert habt – solange auch dieser auf Stable läuft. Das macht den dedizierten Server zur idealen Lösung für gemischte Gruppen, in denen einige das Spiel bei Steam und andere bei Epic gekauft haben. Die Store-Version für Steam findet ihr auf der offiziellen Satisfactory-Steam-Seite.
Schritt 12 – Satisfactory-Server mit Docker betreiben (fortgeschritten)
Wer mehrere Gameserver sauber getrennt betreiben oder Updates reproduzierbar halten will, kann den Satisfactory Server auch in einem Container laufen lassen. Der Vorteil: klare Isolation, einfache Portverwaltung und schnelle Wiederherstellung. Voraussetzung sind installiertes Docker und Docker Compose. Wie ihr Container grundsätzlich absichert, erklärt unser Leitfaden Docker Container absichern. Eine minimale docker-compose.yml sieht so aus:
services:
satisfactory:
image: wolveix/satisfactory-server:latest
container_name: satisfactory
restart: unless-stopped
ports:
- "7777:7777/tcp"
- "7777:7777/udp"
- "8888:8888/tcp"
volumes:
- ./data:/config
environment:
- MAXPLAYERS=4
- PGID=1000
- PUID=1000
- STEAMBETA=false
mem_limit: 12g
Startet den Container mit docker compose up -d. Das Image kümmert sich um SteamCMD, den Download der App-ID 1690800 und den Serverstart. Die Spielstände liegen persistiert im gemounteten ./data-Verzeichnis, sodass ein Container-Update eure Fabrik nicht anfasst. Achtet auch hier auf das RAM-Limit (mem_limit): Setzt es nicht höher als der physische Arbeitsspeicher minus einige GB fürs Host-System.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Aus unzähligen Foren-Threads und Support-Anfragen kristallisieren sich immer dieselben Stolperfallen heraus. Wer sie kennt, spart sich Stunden der Fehlersuche:
- Nur Port 7777 geöffnet: Der Klassiker. Ohne offenen Port 8888 (TCP) hängen Spieler im „Connecting”-Bildschirm, obwohl der Server in der Liste erscheint. Immer beide Ports freigeben.
- Veraltete Ports 15777/15000: Diese UDP-Ports aus der Early-Access-Zeit sind seit 1.0 wirkungslos. Anleitungen, die sie nennen, sind veraltet.
- Falsche App-ID: 526870 lädt das Spiel, nicht den Server. Der Dedicated Server hat die App-ID 1690800.
- Server als root betrieben: Ein Sicherheitsrisiko. Legt immer einen eigenen, unprivilegierten Benutzer an.
- Zu wenig RAM: Unter 8 GB stürzt der Server beim Laden großer Fabriken ab. Für ernsthaften Betrieb 16 GB einplanen.
- Falsches Kill-Signal: Ein systemd-Dienst ohne
KillSignal=SIGINTwürgt den Server per SIGTERM ab und kann laufende Speichervorgänge beschädigen. - Update bei laufendem Server: Führt SteamCMD nie aus, während der Server läuft – Fehler
0x606und gesperrte Dateien sind die Folge. - Suche nach ServerConfig.ini: Diese Datei existiert nicht. Nutzt die Advanced Server Settings oder die Engine-INI-Dateien.
Troubleshooting: 8 typische Probleme und Lösungen
Falls doch etwas hakt, hilft diese Tabelle bei der schnellen Diagnose. Sie deckt die acht häufigsten Fehlerbilder beim Betrieb eines Satisfactory Servers ab:
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Spieler hängt bei „Connecting” | Port 8888 (TCP) geschlossen | 8888/tcp in Firewall und Router freigeben |
| Server nicht in Liste sichtbar | Port 7777 geschlossen oder falsche IP | 7777 TCP+UDP prüfen, IP:7777 direkt eingeben |
| Fehler 0x606 bei SteamCMD | Server läuft während des Updates | Server zuerst stoppen, dann aktualisieren |
| Absturz beim Laden des Saves | Zu wenig Arbeitsspeicher | RAM auf 16 GB erhöhen oder Fabrik verkleinern |
| „Version mismatch” beim Beitritt | Server nicht aktualisiert | Server per SteamCMD auf gleichen Build bringen |
| Beschädigter Speicherstand | Server hart beendet (SIGTERM/kill -9) | KillSignal=SIGINT setzen, Backup einspielen |
| Server startet nach Reboot nicht | systemd-Dienst nicht aktiviert | systemctl enable satisfactory ausführen |
| Epic-Spieler kann nicht joinen | Unterschiedliche Builds (Stable/Experimental) | Alle auf denselben Zweig bringen |
Für die Live-Diagnose ist das Journal euer bester Freund: sudo journalctl -u satisfactory.service -f zeigt euch in Echtzeit, was der Server tut. Fehler beim Start, Speicherprobleme und Netzwerkmeldungen tauchen dort zuerst auf.
Fortgeschrittene Tipps für Performance und Sicherheit
Ein laufender Server ist die halbe Miete. Diese Optimierungen machen ihn schneller, sicherer und wartungsärmer:
- Eigener Benutzer + SSH-Keys: Betreibt den Server nie als root und deaktiviert die Passwort-Anmeldung per SSH zugunsten von Schlüsseln. Das reduziert die Angriffsfläche drastisch.
- Firewall strikt halten: Öffnet nur 7777 und 8888 (plus SSH). Alles andere bleibt zu. UFW mit
default deny incomingist die Basis. - Saisonale Events abschalten: Mit
-DisableSeasonalEventsspart ihr etwas Rechenlast, wenn ihr FICSMAS & Co. nicht braucht. - Mehrere Server sauber trennen: Jede Instanz braucht einen eigenen 7777er-Port (7778, 7779 …) und ein eigenes Installationsverzeichnis. Port 7777 lässt sich nicht auf einen abweichenden externen Port mappen.
- Netzwerk-Interface binden: Auf Multi-Homed-Servern legt
-multihomefest, an welche IP der Server bindet – wichtig bei mehreren Netzwerkkarten. - Regelmäßige Backups testen: Ein Backup, das ihr nie zurückgespielt habt, ist kein Backup. Prüft einmal, ob sich ein Archiv sauber wiederherstellen lässt.
- RAM überwachen: Behaltet mit
htopoderfree -him Blick, wie nah ihr am Limit seid. Sobald die Fabrik wächst, steigt der Verbrauch.
Wer noch tiefer einsteigen will, findet auf der Steam-Seite des Dedicated-Server-Tools und im offiziellen Satisfactory-Wiki weitere Details zu Startparametern und experimentellen Optionen. Für DACH-Spieler lohnt sich außerdem ein Server-Standort in Deutschland oder Nachbarländern – das hält die Latenz niedrig und die Daten DSGVO-konform im europäischen Raum. Die offizielle Spielseite mit Roadmap und Patch-Notes ist satisfactorygame.com.
Komplettes Setup-Skript zum Kopieren
Zum Abschluss das komplette, funktionierende Setup als zusammenhängendes Skript. Es fasst die Schritte 2 bis 6 zusammen und richtet einen betriebsbereiten Satisfactory Server auf einem frischen Ubuntu-System ein. Führt es als Benutzer mit sudo-Rechten aus:
#!/bin/bash
set -e
# 1. Abhaengigkeiten
sudo dpkg --add-architecture i386
sudo apt update
sudo apt install -y lib32gcc-s1 ca-certificates curl
# 2. Server-Benutzer anlegen (falls noch nicht vorhanden)
id satisfactory >/dev/null 2>&1 || sudo adduser --disabled-password --gecos "" satisfactory
# 3. SteamCMD als Server-Benutzer installieren + Server laden (App-ID 1690800)
sudo -u satisfactory bash -c '
mkdir -p ~/steamcmd && cd ~/steamcmd
curl -sqL "https://steamcdn-a.akamaihd.net/client/installer/steamcmd_linux.tar.gz" | tar zxvf -
~/steamcmd/steamcmd.sh +force_install_dir ~/SatisfactoryDedicatedServer +login anonymous +app_update 1690800 validate +quit
'
# 4. systemd-Dienst schreiben
sudo tee /etc/systemd/system/satisfactory.service >/dev/null <<'EOF'
[Unit]
Description=Satisfactory Dedicated Server
After=network-online.target
Wants=network-online.target
[Service]
Type=simple
User=satisfactory
WorkingDirectory=/home/satisfactory/SatisfactoryDedicatedServer
ExecStart=/home/satisfactory/SatisfactoryDedicatedServer/FactoryServer.sh -log -unattended
KillSignal=SIGINT
TimeoutStopSec=90
Restart=on-failure
RestartSec=60
[Install]
WantedBy=multi-user.target
EOF
# 5. Firewall und Dienststart
sudo ufw allow 7777/tcp && sudo ufw allow 7777/udp && sudo ufw allow 8888/tcp
sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl enable --now satisfactory.service
echo "Fertig. Server per Server-Manager unter SERVER-IP:7777 beanspruchen."
Nach dem Durchlauf müsst ihr nur noch Satisfactory starten, den Server im Server-Manager unter IP:7777 hinzufügen und beanspruchen. Das ist der komplette Weg vom leeren VPS zum laufenden Server – in unter 30 Minuten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist der Satisfactory Dedicated Server kostenlos?
Ja. Das Server-Tool (App-ID 1690800) ladet ihr kostenlos über SteamCMD mit einem anonymen Login herunter – ein Steam-Konto oder ein gekauftes Spiel ist auf dem Server nicht nötig. Kosten entstehen nur für die Hardware: entweder Stromkosten beim Self-Hosting oder die Miete für einen VPS bzw. Gameserver.
Wie viele Spieler unterstützt ein Satisfactory Server?
Standardmäßig bis zu vier gleichzeitige Spieler. Über die Advanced Server Settings lässt sich die Zahl erhöhen, allerdings nur, wenn der Arbeitsspeicher mitspielt. Für mehr als vier Spieler sind mindestens 16 GB RAM empfehlenswert.
Welche Ports muss ich für den Satisfactory Server öffnen?
Genau zwei: Port 7777 für TCP und UDP (Spielverkehr) sowie Port 8888 für TCP (Reliable Messaging). Beide sind seit Version 1.1 Pflicht. Die alten UDP-Ports 15777 und 15000 aus der Early-Access-Zeit werden nicht mehr benötigt.
Läuft der Server auf einem Raspberry Pi oder ARM-System?
Nein. Der Satisfactory Dedicated Server läuft ausschließlich auf x86-64. Ein Raspberry Pi, ein ARM-Mini-PC oder ein Apple-Silicon-Mac (nativ) funktionieren nicht. Wer ARM-Hardware besitzt, muss auf einen gemieteten x86-Server ausweichen.
Können Steam- und Epic-Spieler zusammen spielen?
Ja. Dank des Epic Online Services SDK ist Cross-Play zwischen Steam- und Epic-Clients standardmäßig aktiv – unabhängig davon, woher die Server-Dateien stammen. Einzige Bedingung: Alle Beteiligten müssen denselben Build (Stable oder Experimental) verwenden.
Wie viel RAM braucht ein Satisfactory Server?
Das offizielle Minimum liegt bei 8 GB. Für große Fabriken oder mehr als vier Spieler solltet ihr 16 GB einplanen. Zu wenig Arbeitsspeicher ist die häufigste Absturzursache beim Laden großer Speicherstände.
Wie aktualisiere ich den Server nach einem Update?
Stoppt zuerst den Server, führt dann denselben SteamCMD-Befehl wie bei der Installation erneut aus (+app_update 1690800 validate) und startet ihn wieder. Aktualisiert Server und Clients zeitnah, damit alle auf demselben Build sind – sonst kommt es zum Versionskonflikt.
Sollte ich den Satisfactory Server mieten oder selbst hosten?
Das hängt von euren Ansprüchen ab. Selbst hosten (Heim-PC oder VPS) ist günstiger und gibt volle Kontrolle, erfordert aber Wartung. Einen Server zu mieten kostet monatlich, nimmt euch aber Einrichtung und Updates ab. Für dauerhaften 24/7-Betrieb mit niedriger Latenz im DACH-Raum ist ein VPS in einem europäischen Rechenzentrum meist der beste Kompromiss.




