Zwei Zahlen aus dieser Woche zeigen, wie sehr sich der Konsolenmarkt gerade dreht. Erstens: Nintendo hat für Großbritannien und Irland eine neue Preisrunde für die Switch 2 bestätigt, wirksam ab dem 1. September 2026. Zweitens, und das wiegt schwerer: Der Marktforscher Circana meldet für Juli 2026 den schwächsten Monat für Konsolen-Hardware in den USA seit der Corona-Pandemie. Die Switch 2, gerade erst im Juni 2025 mit Rekordzahlen gestartet, verlor im Juli 2026 die Hälfte ihres Absatzes gegenüber dem Vorjahresmonat. Beide Entwicklungen hängen zusammen, und beide erzählen dieselbe Geschichte: Speicherchips sind knapp, Konsolen werden teurer, und Käufer reagieren.

Die Circana-Zahlen: Schlechtester Juli seit der Pandemie

Laut einer Auswertung des Marktforschungsunternehmens Circana, über die unter anderem Kotaku berichtete, fiel der US-Umsatz mit Konsolen-Hardware im Juli 2026 um 29 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 282 Millionen Dollar. Die verkaufte Stückzahl brach sogar um 39 Prozent ein. Gleichzeitig kletterte der durchschnittliche Verkaufspreis einer neuen Konsole um 16 Prozent auf 542 Dollar. Genau dieser Kontrast, weniger Geräte zu höheren Preisen, ist der Kern der Geschichte.

Circana zieht laut Kotaku den direkten Vergleich zu Juli 2020, als die Corona-Pandemie Lieferketten lahmlegte und Konsolen wochenlang praktisch unauffindbar waren. Damals lag der US-Hardwareumsatz bei rund 163 Millionen Dollar, ein historischer Tiefpunkt. Juli 2026 erreicht mit 282 Millionen Dollar zwar ein höheres absolutes Niveau, gilt aber als der schwächste Monat seit genau jenem Pandemie-Einbruch. Kein Juli dazwischen war so schwach wie dieser.

Für den deutschen Markt gibt es noch keine deckungsgleiche Circana-Meldung, doch die Richtung passt zu dem, was hiesige Händler seit Wochen berichten: volle Regale, zurückhaltende Käufer, Aufschübe bei Neuanschaffungen. Wer im Sommer 2026 eine neue Konsole wollte, wartete offenbar eher ab, ob die Preise noch weiter steigen oder wieder fallen.

Switch 2 verliert die Hälfte: minus 51 Prozent im Jahresvergleich

Am härtesten traf es laut Circana ausgerechnet Nintendos jüngste Konsole: Die Stückzahlen der Switch 2 sanken im Juli 2026 um 51 Prozent gegenüber Juli 2025. Das klingt dramatisch, muss aber mit dem Vorjahreswert eingeordnet werden. Die Switch 2 kam im Juni 2025 auf den Markt und lieferte in ihren ersten Monaten Rekordverkäufe, die bis heute als eine der stärksten Konsoleneinführungen überhaupt gelten. Der Juli 2025 war entsprechend ein Ausnahmemonat mit außergewöhnlich hoher Vergleichsbasis.

Trotzdem bleibt ein Rückgang dieser Größenordnung bemerkenswert, gerade weil er zeitlich mit den ersten offiziellen Ankündigungen einer Preiserhöhung zusammenfällt. Nintendo hatte die neue US-Preisgestaltung bereits im Mai 2026 in Aussicht gestellt und Ende Juli 2026 offiziell bestätigt: Ab dem 1. September 2026 steigt der Preis der Standard-Switch-2 in den USA von 449,99 auf 499,99 Dollar. Käufer, die ohnehin zögerten, hatten damit einen zusätzlichen Grund, den Kauf zu verschieben, statt vor der Erhöhung noch zuzuschlagen.

Nintendo selbst äußerte sich auf der eigenen offiziellen Ankündigungsseite knapp: Die Preisrevision sei eine Reaktion auf veränderte Marktbedingungen, die sich voraussichtlich mittel- bis langfristig auswirken werden. Eine genauere Begründung oder Zahlen zu den Auswirkungen auf die Absatzplanung nannte das Unternehmen nicht.

PS5 und Xbox Series: kleinere, aber ebenfalls spürbare Einbußen

Die Switch 2 ist bei Weitem nicht allein betroffen. Laut den von Circana erhobenen und unter anderem von Game World Observer zusammengefassten Zahlen sanken auch die Stückverkäufe der PlayStation 5 im Juli 2026 um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die der Xbox-Series-Reihe sogar um 18 Prozent. Beide Werte fallen geringer aus als der Switch-2-Rückgang, verlaufen aber in dieselbe Richtung: Der gesamte US-Konsolenmarkt schrumpft, über alle drei Hersteller hinweg.

Das ist insofern bemerkenswert, als PS5 und Xbox Series bereits mehrfach im Preis angehoben wurden, bevor die aktuelle Nintendo-Erhöhung überhaupt in Kraft trat. Beide Plattformhersteller reagieren damit erkennbar auf dieselbe Ursache wie Nintendo: steigende Bauteilkosten, allen voran bei Arbeitsspeicher.

Warum Konsolen jetzt teurer werden: die Speicherkrise als gemeinsamer Nenner

Der eigentliche Auslöser der Preisrunde liegt nicht im Gaming-Markt selbst, sondern im Rechenzentrumsgeschäft. KI-Beschleuniger benötigen riesige Mengen an Hochleistungsspeicher (HBM), und Speicherhersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron verlagern Fertigungskapazitäten zunehmend von gewöhnlichem DDR5-Consumer-Speicher hin zu HBM-Produktion für Nvidia und andere KI-Chiphersteller. Die Folge: weniger verfügbarer Standardspeicher für Konsolen, Grafikkarten und PCs, bei gleichzeitig steigender Nachfrage.

Laut einem Bericht von GamesRadar+ sind die durchschnittlichen Kosten für Gaming-Hardware in den USA allein zwischen Januar 2026 und Juni 2026 von 452 auf 525 Dollar gestiegen, ein Plus von 16 Prozent innerhalb eines halben Jahres. Ein Micron-Manager wird in demselben Bericht mit der Aussage zitiert, die Nachfrage nach Speicher habe die Produktionskapazität der gesamten Speicherindustrie bei Weitem übertroffen. Intels Firmenchef wird dort mit der Einschätzung zitiert, es gebe keine Entlastung vor 2028.

Diese Prognose ist für die gesamte Gaming-Branche relevant, weil sie bedeutet: Die aktuelle Preisrunde dürfte keine einmalige Anpassung bleiben. Wenn Speicherhersteller ihre Kapazität strukturell in Richtung KI-Rechenzentren verschieben und dort auch bleiben, bleibt der Kostendruck auf Konsolen, Grafikkarten und Handhelds über Jahre bestehen, nicht nur bis zur nächsten Weihnachtssaison.

Nintendo erhöht die Preise in Großbritannien und Irland

Konkret für den DACH-Nachbarmarkt Großbritannien hat Nintendo laut Berichten von Insider Gaming und OtakuKart die neue UK-Preisgestaltung bestätigt: Der Standardpreis der Switch 2 steigt von 395,99 auf 419,99 Pfund, ein Aufschlag von 24 Pfund. In der Republik Irland klettert der Preis von 469,99 auf 499,99 Euro, ein Plus von 30 Euro, und liegt damit exakt auf dem Niveau, das Nintendo auch für Deutschland und den übrigen Euroraum angekündigt hat. Beide Erhöhungen greifen zum selben Stichtag wie in den USA: dem 1. September 2026.

Nintendo kommunizierte die UK-Anpassung nach Angaben der Berichte in einem kurzen Beitrag auf X, ohne ausführliche Stellungnahme. Käufern blieb dadurch nur ein enges Zeitfenster von rund zwei Wochen, um die Konsole noch zum alten Preis zu sichern. Auch nach der Erhöhung bleibt die Switch 2 in Großbritannien günstiger als eine PlayStation 5 oder eine Xbox Series X, die Preislücke zur Konkurrenz schrumpft aber spürbar.

RegionAlter PreisNeuer PreisAufschlagWirksam ab
USA449,99 $499,99 $+50 $ (11 %)1. September 2026
Deutschland / Euroraum469,99 €499,99 €+30 € (6 %)1. September 2026
Irland469,99 €499,99 €+30 € (6 %)1. September 2026
Großbritannien395,99 £419,99 £+24 £ (6 %)1. September 2026
Kanada629,99 CAD679,99 CAD+50 CAD (8 %)1. September 2026

Der Blick nach Deutschland: 499,99 Euro und die Frage nach dem Timing

Für Deutschland ist die Preiserhöhung selbst keine Neuigkeit mehr, shattered.io berichtete bereits Ende Juli über die Ankündigung. Neu ist der Kontext: Die jetzt vorliegenden Circana-Zahlen aus den USA zeigen erstmals konkret, wie stark sich eine solche Preisrunde tatsächlich auf das Kaufverhalten auswirkt, noch bevor sie überhaupt in Kraft tritt. Sollte sich das Muster in Deutschland wiederholen, dürften Händler in den kommenden Wochen einen ähnlichen Nachfragerückgang registrieren, gefolgt von einer möglichen Vorzieheffekt-Welle kurz vor dem 1. September.

Der deutsche Games-Markt zeigte rund um die gamescom 2026 bereits ein leichtes Minus im Gesamtmarkt bei einem noch stärkeren Rückgang im Hardwaresegment, ein Signal, das sich mit den US-Daten deckt. Gleichzeitig meldete Nintendo selbst in seinen jüngsten Quartalszahlen einen Rückgang der Switch-2-Absätze, wenn auch mit anderer Methodik und anderem Zeitraum als die monatlichen Circana-Daten.

Historischer Vergleich: eine Konsolengeneration, die mit dem Alter teurer wird

Ungewöhnlich an der aktuellen Situation ist weniger die einzelne Preiserhöhung als das Muster dahinter. Laut GamesRadar+ bilden PS5, Xbox Series und Switch 2 gemeinsam die erste Konsolengeneration, die im Lauf ihres Lebenszyklus mehrfach teurer statt günstiger wurde. Historisch sanken Konsolenpreise mit zunehmendem Alter, weil Fertigungskosten durch Skaleneffekte und reifere Chipprozesse fielen. Diesmal verläuft die Kurve umgekehrt, weil der Kostentreiber, Speicher, nicht aus der Konsolenfertigung selbst kommt, sondern aus einem völlig anderen Markt importiert wird: dem KI-Rechenzentrumsboom.

Sony erhöhte die PS5-Preise laut GamesRadar+ bereits im August 2025 und erneut im April 2026. Microsoft zog mit Preisanhebungen im Oktober 2025 und im August 2026 nach. Nintendo folgt nun im September 2026 mit der ersten Erhöhung seit dem Marktstart der Switch 2 im Juni 2025. Damit haben inzwischen alle drei großen Plattformhersteller innerhalb von gut zwölf Monaten mindestens einmal an der Preisschraube gedreht, teils sogar zweimal.

Wettbewerbsvergleich: Preiserhöhungen bei Sony, Microsoft und Nintendo

Die folgende Übersicht ordnet die drei aktuellen Preisrunden chronologisch ein. Sie zeigt, dass Nintendo im Vergleich zu Sony und Microsoft bislang am zurückhaltendsten agiert, mit nur einer angekündigten Erhöhung gegenüber jeweils zwei bei der Konkurrenz.

HerstellerKonsoleErhöhungen seit MarktstartLetzter Termin
SonyPlayStation 52 (August 2025, April 2026)April 2026
MicrosoftXbox Series X/S2 (Oktober 2025, August 2026)August 2026
NintendoSwitch 21 (September 2026)1. September 2026

Auffällig ist, dass die Reihenfolge der Ankündigungen ungefähr der Reihenfolge der Marktreife entspricht: Sony und Microsoft, deren Konsolen länger im Markt sind und stärker unter dem allgemeinen Preisdruck stehen, reagierten zuerst und mehrfach. Nintendo, mit der jüngsten und zugleich meistverkauften Konsole der drei, wartete am längsten und griff bislang nur einmal ein.

Marktauswirkungen: Was der Rückgang für Handel und Publisher bedeutet

Für den Einzelhandel bedeutet ein Rückgang der Hardware-Stückzahlen um fast 40 Prozent binnen eines Monats einen unmittelbaren Umsatzeinbruch bei einer Warengruppe, die traditionell hohe Lagerbindung erfordert. Elektronikhändler, die auf ein starkes Weihnachtsgeschäft mit der Switch 2 gesetzt hatten, müssen ihre Bestellmengen für das vierte Quartal nun neu kalkulieren, gerade weil unklar ist, ob die Septembererhöhung die Nachfrage weiter dämpft oder ob ein Vorzieheffekt kurz vor dem Stichtag noch einmal für einen Schub sorgt.

Für Publisher und Spieleentwickler ist die installierte Basis entscheidend: Wenn weniger neue Konsolen verkauft werden, wächst der adressierbare Markt für neue Switch-2-exklusive Titel langsamer als ursprünglich kalkuliert. Das betrifft besonders Studios, die ihre Verkaufsprognosen für Ende 2026 und 2027 auf ein schnelleres Wachstum der Switch-2-Basis ausgelegt hatten. Gleichzeitig bleibt die absolute installierte Basis der Switch 2 dank des Rekordstarts 2025 weiterhin groß, der Rückgang betrifft vor allem das Wachstumstempo, nicht den Bestand.

Zubehörhersteller und Speicherkartenanbieter spüren die Speicherkrise ebenfalls direkt, da microSD-Express-Karten und interner Flash-Speicher denselben Fertigungskapazitäten unterliegen wie DRAM und HBM. Auch hier ist mit weiter steigenden Endkundenpreisen zu rechnen, solange sich an der Kapazitätsverteilung zwischen KI-Rechenzentren und Consumer-Elektronik nichts ändert.

Die Rolle der KI-Nachfrage: Warum Rechenzentren die Gaming-Preise treiben

Der Zusammenhang zwischen KI-Boom und Konsolenpreisen wirkt auf den ersten Blick weit hergeholt, ist aber technisch direkt nachvollziehbar. Konsolen wie die Switch 2, aber auch PC-Handhelds und Grafikkarten, nutzen dieselben DRAM- und NAND-Fertigungslinien wie Server-Speicher. Wenn Speicherhersteller ihre Kapazität in Richtung High-Bandwidth-Memory für KI-Beschleuniger verschieben, sinkt das verfügbare Angebot für Consumer-Produkte, während die Nachfrage nach Gaming-Hardware konstant bleibt. Das Ergebnis ist ein klassisches Angebotsproblem, keine Nachfrageschwäche im eigentlichen Sinn.

Diese Dynamik betrifft nicht nur Konsolen. shattered.io hat in einem separaten Bericht zur Speicherkrise bereits gezeigt, wie stark auch Grafikkarten und PC-Handhelds wie das Steam Deck von steigenden RAM-Preisen betroffen sind. Die aktuelle Circana-Meldung liefert nun erstmals belastbare Verkaufsdaten, die zeigen, dass diese Kostenentwicklung tatsächlich am Point of Sale ankommt und Kaufentscheidungen beeinflusst, nicht nur die Kalkulation der Hersteller.

Reaktionen aus der Branche

Öffentliche Stellungnahmen von Nintendo, Sony oder Microsoft zu den Juli-Zahlen selbst liegen bislang nicht vor, keiner der drei Hersteller hat sich bisher direkt zu den Circana-Daten geäußert. Aus der Speicherbranche gibt es dagegen klare Aussagen: Ein Micron-Manager wird laut GamesRadar+ mit der Einschätzung zitiert, die Nachfrage nach Speicher habe die Produktionskapazität der gesamten Branche bei Weitem übertroffen. Intels Firmenchef geht laut demselben Bericht davon aus, dass es vor 2028 keine spürbare Entlastung geben wird. Für die Gaming-Branche bedeutet das: Wer auf schnell fallende Hardwarepreise hofft, dürfte enttäuscht werden.

Analysten, die von Circana zitiert werden, weisen zudem darauf hin, dass selbst mehrere starke neue Softwareveröffentlichungen im Juli 2026 den Hardwarerückgang nicht ausgleichen konnten, ein Hinweis darauf, dass das Problem strukturell und nicht kurzfristig ist.

Was Käufer jetzt wissen sollten

Wer den Kauf einer Switch 2, PS5 oder Xbox Series ohnehin plant, hat aktuell ein enges Zeitfenster: Bis zum 1. September 2026 gelten in den meisten Regionen noch die alten Preise. Danach werden die Konsolen in den USA, in Kanada, in Großbritannien, in Irland und im Euroraum spürbar teurer. Ob sich ein Kauf jetzt noch lohnt, hängt auch davon ab, ob Händler in den kommenden Tagen Restbestände zum alten Preis abverkaufen oder ob Rabattaktionen die Erhöhung teilweise abfedern.

Gleichzeitig sollten Käufer nicht davon ausgehen, dass die Preise nach der Septembererhöhung wieder sinken. Angesichts der Aussagen aus der Speicherbranche zu einer Angebotsknappheit bis mindestens 2028 ist eher mit weiteren, kleineren Anpassungen als mit einer schnellen Entspannung zu rechnen.

Prognosen: Wie geht es mit dem Konsolenmarkt weiter

Auf Basis der aktuellen Datenlage lassen sich mehrere Entwicklungen für die kommenden Monate absehen, wobei es sich ausdrücklich um Einschätzungen der Redaktion und nicht um offizielle Prognosen der genannten Unternehmen handelt.

  • Ein kurzfristiger Vorzieheffekt vor dem 1. September 2026 ist wahrscheinlich, gefolgt von einem erneuten Nachfragedämpfer im September und Oktober, sobald die neuen Preise greifen.
  • Weitere, kleinere Preisanpassungen bei allen drei Herstellern sind bis 2027 nicht auszuschließen, sollte sich die Speicherknappheit wie von Intel und Micron beschrieben bis 2028 fortsetzen.
  • Der Wettbewerbsvorteil der Switch 2 als günstigste der drei aktuellen Konsolen dürfte trotz der Erhöhung erhalten bleiben, da PS5 und Xbox Series in absoluten Zahlen weiterhin teurer sind.
  • Händler dürften verstärkt auf Bundle-Angebote mit Spielen oder Zubehör setzen, um die gestiegenen Einstiegspreise für Käufer abzufedern, statt die Konsolenpreise selbst zu unterbieten.
  • Sollte sich der US-Absatzrückgang im August und September 2026 fortsetzen, ist mit einer Anpassung der Jahresprognosen der Hersteller im Rahmen der nächsten Quartalsberichte zu rechnen.

Einordnung: kein Nintendo-spezifisches Problem

So auffällig der 51-Prozent-Rückgang der Switch 2 auch wirkt, die Circana-Daten zeigen klar: Es handelt sich nicht um ein Problem, das allein Nintendo betrifft. PS5 und Xbox Series verlieren im selben Zeitraum ebenfalls an Boden, wenn auch in geringerem Ausmaß. Die gemeinsame Ursache, steigende Speicherkosten durch die KI-Nachfrage, trifft die gesamte Branche gleichermaßen. Der Unterschied in der Schwere des Rückgangs erklärt sich größtenteils durch die außergewöhnlich hohe Vergleichsbasis des Switch-2-Rekordstarts im Sommer 2025, nicht durch ein grundsätzliches Nachlassen des Interesses an der Konsole.

Häufig gestellte Fragen

Wann steigt der Preis der Switch 2 in Großbritannien und Irland?

Die neuen Preise gelten ab dem 1. September 2026: 419,99 Pfund in Großbritannien (zuvor 395,99 Pfund) und 499,99 Euro in Irland (zuvor 469,99 Euro).

Ist die Preiserhöhung in Deutschland dieselbe wie in Irland?

Ja. Für Deutschland und den übrigen Euroraum gilt derselbe neue Preis von 499,99 Euro, ebenfalls ab dem 1. September 2026, wie shattered.io bereits Ende Juli 2026 berichtete.

Wie stark sind die Switch-2-Verkäufe in den USA im Juli 2026 eingebrochen?

Laut Circana sanken die Stückverkäufe der Switch 2 im Juli 2026 um 51 Prozent gegenüber Juli 2025. Der Vorjahresmonat war allerdings durch den Rekordstart der Konsole im Juni 2025 außergewöhnlich stark.

Sind auch PS5 und Xbox Series von Preiserhöhungen und Absatzrückgängen betroffen?

Ja. Sony erhöhte die PS5-Preise im August 2025 und April 2026, Microsoft im Oktober 2025 und August 2026. Auch bei den Verkaufszahlen zeigt Circana für Juli 2026 Rückgänge: minus 6 Prozent bei PS5, minus 18 Prozent bei Xbox Series.

Warum werden Konsolen gerade jetzt teurer?

Der Hauptgrund ist eine globale Speicherknappheit, ausgelöst durch die stark steigende Nachfrage von KI-Rechenzentren nach Hochleistungsspeicher. Speicherhersteller verlagern Fertigungskapazitäten von Consumer-DRAM hin zu KI-Speicher, was die Kosten für Konsolen, Grafikkarten und Handhelds nach oben treibt.

Wie lange soll die Speicherknappheit noch andauern?

Laut Aussagen aus der Speicherbranche, unter anderem von Intel, ist vor 2028 keine spürbare Entlastung zu erwarten. Käufer sollten sich daher eher auf weitere, kleinere Preisanpassungen als auf sinkende Preise einstellen.

Bleibt die Switch 2 trotz der Erhöhung die günstigste der drei Konsolen?

Ja, auch nach der Erhöhung auf 499,99 Euro beziehungsweise 419,99 Pfund bleibt die Switch 2 in den meisten Märkten günstiger als eine PlayStation 5 oder eine Xbox Series X.

Lohnt sich ein Kauf noch vor dem 1. September 2026?

Wer den Kauf ohnehin plant, spart durch einen Kauf vor dem Stichtag den vollen Aufschlag von 24 bis 50 Einheiten der jeweiligen Landeswährung. Eine schnelle Rückkehr zu den alten Preisen ist angesichts der Speicherknappheit nicht in Sicht.

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