Nvidia hat DLSS 5 am 3. September 2026 als Effizienz- und Performance-Upgrade für die GeForce-RTX-50-Reihe vorgestellt. Wenige Tage später zeigen unabhängige Tests der britischen Fachredaktion Club386 ein anderes Bild: In mehreren AAA-Titeln bricht die Bildrate der RTX 5090 mit aktiviertem DLSS 5 um bis zu 48 Prozent ein, während die Leistungsaufnahme einzelner Partnerkarten auf bis zu 802 Watt steigt. Für ein Feature, das laut Hersteller Performance steigern und Effizienz verbessern soll, ist das ein ungewöhnliches Ergebnis, das seit Anfang September die deutschsprachige Gaming- und Tech-Community beschäftigt.
Der Fall ist deshalb brisant, weil die RTX 5090 mit einem Marktpreis von teils über 2.000 Euro (siehe auch unseren Preis-Report zur RTX 5090 in Österreich) das teuerste Consumer-Flaggschiff von Nvidia ist. Käufer erwarten von einer neuen DLSS-Generation einen spürbaren Sprung nach vorne, nicht einen Rückschritt. Dieser Artikel ordnet die Zahlen ein, vergleicht sie mit der DLSS-Historie und zeigt, was Besitzer einer RTX 5090 jetzt konkret tun können.
Was ist DLSS 5 und was verspricht Nvidia?
DLSS (Deep Learning Super Sampling) ist Nvidias Upscaling- und Bildrekonstruktionstechnik, die seit der RTX-20-Serie mit jeder Generation neue Funktionen erhalten hat. Mit DLSS 5 führt Nvidia laut eigenen Angaben eine neue Neural-Rendering-Pipeline ein, die zusätzlich zur klassischen Bildrekonstruktion tiefere neuronale Netze direkt in den Rendering-Prozess einbindet. Der Launch erfolgte am 3. September 2026 zeitgleich mit ersten unabhängigen Benchmarks, was in der Berichterstattung selten vorkommt und zeigt, wie schnell externe Tester diesmal reagiert haben.
Nvidia bewirbt DLSS 5 offiziell als Weg zu mehr Bildqualität bei gleichzeitig geringerer oder zumindest stabiler Rechenlast. Genau dieser zweite Teil des Versprechens hält der ersten Prüfung durch Dritte nicht stand, wie die Berichterstattung von gagadget.com zum DLSS-5-Launch zeigt. Die zusätzliche neuronale Rekonstruktion frisst offenbar mehr Rechenzeit auf den Tensor-Kernen auf, als sie an klassischer Pixel-Last einspart.
Zur Einordnung lohnt ein Blick auf die reine Rohleistung der Karte ohne DLSS 5. Frühe synthetische Benchmarks zur RTX 5090 zeigten laut einer Auswertung von Notebookcheck einen Leistungssprung von bis zu 46 Prozent gegenüber der RTX 4090 in Tools wie 3DMark. Die Hardware selbst liefert also durchaus die erwartete Mehrleistung einer neuen Generation. Umso mehr fällt auf, dass ausgerechnet die Software-Ebene, die diese Mehrleistung zusätzlich veredeln soll, in der aktuellen DLSS-5-Fassung das Gegenteil bewirkt.
Die Club386-Testergebnisse im Detail
Club386 veröffentlichte seine Messreihe am 3. September 2026, direkt zum DLSS-5-Launch. Getestet wurden unter anderem Hogwarts Legacy und Control in 4K mit aktiviertem DLSS Super Resolution im Performance-Preset, jeweils einmal mit und einmal ohne die neue DLSS-5-Neural-Rendering-Komponente. Das Ergebnis laut den ausführlich dokumentierten Club386-Benchmarks: Die Bildrate sinkt in allen getesteten Titeln zwischen 39 und 48 Prozent, sobald DLSS 5 aktiv ist.
Am deutlichsten fällt der Effekt bei Hogwarts Legacy aus. Die RTX 5090 Founders Edition erreicht dort ohne DLSS 5 rund 124 Bilder pro Sekunde, mit aktiviertem DLSS 5 sackt der Wert auf 63 FPS ab. Das entspricht einem Verlust von 48 Prozent bei identischen Grafikeinstellungen. Auch außerhalb der Founders Edition zeigt sich das Muster: Eine MSI GeForce RTX 5090 Lightning Z kommt im gleichen Test ohne DLSS 5 auf etwa 121 FPS und fällt mit DLSS 5 auf 73 FPS, ein Minus von 40 Prozent.
| Spiel / Grafikkarte | FPS ohne DLSS 5 | FPS mit DLSS 5 | Differenz |
|---|---|---|---|
| Hogwarts Legacy, RTX 5090 Founders Edition (4K) | 124 | 63 | -48 % |
| Hogwarts Legacy, MSI RTX 5090 Lightning Z (4K) | 121 | 73 | -40 % |
| Cyberpunk 2077, RTX 5090 (4K, GameGPU-Messung) | 63 | 42 | -33 % |
Eine unabhängige Messung des russischen Portals GameGPU zu Cyberpunk 2077 bestätigt das Muster mit anderen Zahlen: Bei 4K-Auflösung fällt die Bildrate einer RTX 5090 von 63 auf 42 FPS, sobald das neuronale Rendering von DLSS 5 aktiv ist, ein Rückgang von rund 33 Prozent. Die Streuung zwischen 33 und 48 Prozent Verlust je nach Spiel und Karte deutet darauf hin, dass die neue Pipeline noch nicht für alle Engines gleich gut optimiert ist.
Stromverbrauch: Bis zu 802 Watt auf der RTX 5090
Neben der Bildrate liefert der Test noch eine zweite unbequeme Zahl. Im Spiel Control mit aktiviertem Path Tracing und eingeschaltetem DLSS 5 zieht eine MSI GeForce RTX 5090 Lightning Z laut Club386 bis zu 802 Watt Gesamtleistungsaufnahme. Das sind rund 13 Prozent mehr als in der identischen Szene ohne DLSS 5, wo die Karte bei etwa 710 Watt liegt. Die zusätzliche Rechenlast der Neural-Rendering-Pipeline schlägt sich also nicht nur in weniger Bildern pro Sekunde nieder, sondern zusätzlich in einem höheren Energiebedarf.
| Messpunkt | Leistungsaufnahme |
|---|---|
| Nvidia RTX 5090, offizielle TGP (Referenzwert Hersteller) | 575 W |
| MSI RTX 5090 Lightning Z, Control Path Tracing, ohne DLSS 5 | ≈ 710 W |
| MSI RTX 5090 Lightning Z, Control Path Tracing, mit DLSS 5 | 802 W |
| Zusätzlicher Verbrauch durch DLSS 5 | +13 % |
Auffällig ist, dass gerade die besonders leistungsstark ausgelegte Partnerkarte von MSI hier an ihre Grenzen stößt. Großzügig dimensionierte Kühler und Stromversorgung verhindern ein Throttling zwar zuverlässig, ermöglichen aber auch erst die hohen Verbrauchswerte, weil das Power-Limit der Karte entsprechend hoch angesetzt ist. Wer eine RTX 5090 im Dauerbetrieb mit Path Tracing und DLSS 5 nutzt, sollte laut den vorliegenden Messwerten mit spürbar höheren Stromkosten rechnen als noch vor dem DLSS-5-Update.
Warum die neuronale Pipeline mehr kostet, als sie spart
Der technische Kern des Problems liegt in der Architektur von DLSS 5 selbst. Klassisches Upscaling rendert ein Bild in niedrigerer Auflösung und rekonstruiert es anschließend hochskaliert, was Rechenzeit spart. DLSS 5 fügt dieser Kette eine zusätzliche neuronale Rendering-Stufe hinzu, die direkt in den Bildaufbau eingreift und dafür permanent auf den Tensor-Kernen der GPU läuft. Genau diese zusätzliche Last ist es, die laut der Analyse von Club386 in der aktuellen Implementierung mehr Rechenzeit kostet, als sie durch geringere Pixel-Last an anderer Stelle einspart.
Damit wiederholt sich in gewisser Weise ein Muster aus der DLSS-Geschichte: Neue Funktionen bringen zuerst zusätzliche Rechenlast mit, bevor Nvidia sie über mehrere Treiber-Generationen hinweg optimiert. Der Unterschied bei DLSS 5 ist die Größenordnung des Rückschritts. Ein FPS-Verlust von 33 bis 48 Prozent ist deutlich mehr, als man von einer reinen Anlaufphase erwarten würde, und trifft ausgerechnet die teuerste und stromhungrigste Karte im aktuellen Portfolio.
Founders Edition gegen Partnerkarten im Vergleich
Club386 hat bewusst sowohl eine Nvidia RTX 5090 Founders Edition als auch eine MSI RTX 5090 Lightning Z getestet, um Unterschiede zwischen Referenz- und Partnerdesign bei DLSS-5-Last sichtbar zu machen. Beide Karten zeigen den gleichen Trend, aber mit leicht unterschiedlicher Ausprägung: Die Founders Edition verliert in Hogwarts Legacy 48 Prozent FPS, die MSI-Karte nur 40 Prozent. Bei der Leistungsaufnahme dreht sich das Bild jedoch um, weil die MSI-Karte mit ihrem höheren Power-Limit in absoluten Watt-Zahlen deutlich weiter nach oben ausschlägt.
Für Käufer bedeutet das: Wer auf eine Partnerkarte mit großzügigem Power-Limit setzt, bekommt unter DLSS 5 tendenziell etwas mehr Bildrate zurück, bezahlt das aber mit einem höheren Stromverbrauch. Wer stattdessen die Founders Edition mit ihrem strafferen Power-Limit betreibt, spart etwas Strom, verliert dafür anteilig mehr Bildrate. Eine wirklich gute Option bietet aktuell keines der beiden Designs, solange die DLSS-5-Pipeline nicht nachgebessert wird.
Historischer Rückblick: Von DLSS 1 bis DLSS 5
DLSS begann 2018 als reines Upscaling-Verfahren zur Bildqualitätsverbesserung bei der RTX-20-Serie und wurde mit jeder GPU-Generation um neue Bausteine erweitert, etwa Frame Generation, das mit der RTX-40-Serie eingeführt wurde und zusätzliche, komplett neu berechnete Zwischenbilder einfügt. Mit der RTX-50-Serie kam Anfang 2025 DLSS 4 mit einer überarbeiteten Transformer-Architektur für die Bildrekonstruktion. DLSS 5 setzt nun im September 2026 noch eine Stufe drauf und verspricht laut Nvidia weiteren Qualitätsgewinn durch Neural Rendering.
Der Unterschied zu früheren Generationssprüngen liegt im Timing der öffentlichen Wahrnehmung. Frühere DLSS-Generationen wurden zunächst von Reviewern mit vorab bereitgestellter Hardware und abgestimmten Benchmark-Szenen getestet. Bei DLSS 5 lagen unabhängige, kritische Messwerte praktisch zeitgleich mit dem offiziellen Launch am 3. September 2026 vor. Das verkürzt das Zeitfenster, in dem ein Hersteller die eigene Erzählung unwidersprochen platzieren kann, erheblich.
Marktauswirkungen: Stromkosten in Österreich und Deutschland
Für den DACH-Raum hat die Stromverbrauchs-Debatte eine zusätzliche Note, die in englischsprachiger Berichterstattung oft fehlt. Bei Strompreisen, die in Österreich und Deutschland spürbar über dem globalen Durchschnitt liegen, macht ein Unterschied von rund 90 Watt Dauerlast über Monate im Dauerbetrieb einen messbaren Unterschied auf der Stromrechnung. Enthusiasten, die eine RTX 5090 im Dauerbetrieb für Streaming, Rendering oder lange Gaming-Sessions nutzen, rechnen bereits öffentlich vor, wie viel ein 800-Watt-System im Jahr zusätzlich kostet.
Die Marktreaktion zeigt sich bislang nicht in Rückgabewellen, sondern in einer wachsenden Zahl von Foren-Threads und Community-Diskussionen, in denen Nutzer dazu raten, DLSS 5 vorerst wieder zu deaktivieren und stattdessen bei DLSS 4 zu bleiben, das ohne die neue Neural-Rendering-Stufe auskommt. Für Hardware-Händler in Österreich, die die RTX 5090 ohnehin schon zu Preisen deutlich über der Nvidia-Empfehlung verkaufen, ist das kein gutes Signal, weil ein zentrales Verkaufsargument der neuen Softwaregeneration vorerst nicht überzeugt.
Wettbewerbsvergleich: Wo AMD und Intel stehen
Während Nvidia mit DLSS 5 im eigenen Haus kämpft, positioniert sich AMD in einem angrenzenden Feld anders: statt an einem reinen Upscaling-Feature für High-End-Gaming-GPUs zu arbeiten, hat AMD zuletzt mit der Ryzen-AI-400-Plattform und dem Ryzen AI Max PRO 400 vor allem auf lokale KI-Workloads mit bis zu 192 GB einheitlichem Speicher gesetzt, wie Techtimes berichtet. Das ist eine andere Zielgruppe als Gamer mit High-End-Grafikkarte, zeigt aber, dass sich der Wettbewerb zwischen den Chipherstellern zunehmend über mehrere Produktlinien hinweg abspielt.
Zusätzlich hat AMD im September 2026 sein Ryzen-Portfolio um die Modelle Ryzen 5 7500 und Ryzen 5 5500F erweitert, wie Gadgets360 dokumentiert, was zeigt, dass AMD parallel zum High-End-Segment weiterhin das Einsteiger- und Mittelklassesegment bedient. Auf der reinen GPU-Seite bleibt der direkte Vergleichspunkt zu DLSS 5 aktuell offen, weil AMD zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch keine eigenen unabhängig verifizierten Benchmark-Zahlen zu einer vergleichbaren Neural-Rendering-Funktion vorgelegt hat.
Reaktionen aus Gaming-Community und Fachpresse
Die Reaktionen auf die Club386-Zahlen fallen in der internationalen Fachpresse unüblich kritisch aus, gerade weil sie zeitgleich mit dem offiziellen Launch erschienen sind. Mehrere Portale, darunter Futuretweets und Gagadget, ordnen die Ergebnisse explizit als Gegenprobe zur offiziellen Nvidia-Kommunikation ein, die DLSS 5 zum Marktstart als Weg zu mehr Performance und Effizienz beworben hatte. In der deutschsprachigen Community wird parallel diskutiert, ob DLSS 5 in der aktuellen Form deaktiviert bleiben sollte, bis Nvidia die neuronale Pipeline per Treiber-Update nachbessert.
Bemerkenswert ist außerdem, dass die kritischen Zahlen nicht aus einer einzelnen Quelle stammen. Sowohl Club386 in Großbritannien als auch GameGPU in Russland kommen unabhängig voneinander zu FPS-Verlusten in vergleichbarer Größenordnung, wenn auch mit unterschiedlichen Prozentwerten je nach Spiel und Testszene. Diese Übereinstimmung mehrerer unabhängiger Tester erschwert es, die Ergebnisse als Einzelfall oder Messfehler abzutun.
In deutschsprachigen Hardware-Foren kristallisieren sich derzeit zwei Lager heraus. Die eine Gruppe sieht in den Zahlen einen typischen Anlaufproblem-Fall, wie ihn frühere DLSS- und Frame-Generation-Versionen ebenfalls durchlaufen haben, bevor spätere Treiber die Werte verbesserten. Die andere Gruppe verweist auf die Höhe des Rückschritts und fordert von Nvidia eine klarere Kommunikation darüber, für welche Titel und Hardware-Konfigurationen DLSS 5 zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt empfehlenswert ist. Beide Lager sind sich zumindest darin einig, dass ein Feature, das im Marketing als reiner Fortschritt verkauft wird, nicht ungeprüft aktiviert werden sollte.
Was RTX-5090-Besitzer jetzt tun können
Bis Nvidia die Neural-Rendering-Pipeline von DLSS 5 optimiert hat, empfiehlt sich für die meisten Nutzer ein pragmatischer Ansatz. Wer primär auf hohe Bildraten aus ist, etwa für kompetitives Gaming, sollte DLSS 5 vorerst deaktiviert lassen und bei DLSS 4 oder der klassischen DLSS-Super-Resolution-Stufe bleiben, die weiterhin zuverlässig funktioniert. Wer dagegen maximale Bildqualität mit Path Tracing sucht und mit niedrigeren Bildraten leben kann, kann DLSS 5 testweise aktivieren, sollte aber die Kühlung und Stromversorgung im Blick behalten, wenn Werte in Richtung 800 Watt möglich sind. Wer eine RTX 5090 neu in Betrieb nimmt, findet die Grundeinrichtung in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung zur RTX-5090-Einrichtung.
Für Nutzer, die ihre RTX 5090 primär für lokale KI-Workloads statt für Gaming einsetzen, dürfte das DLSS-5-Thema ohnehin zweitrangig sein, da Neural Rendering rein grafikbezogen ist und die in unserem separaten Artikel zur lokalen KI-Nutzung der RTX 5090 beschriebenen Inferenz-Workloads nicht betrifft. Auch für reine Benchmark-Vergleiche zwischen Karten empfiehlt es sich aktuell, DLSS 5 aus den Messungen herauszuhalten, um verzerrte Ergebnisse zu vermeiden. Wer generell die eigene Benchmark-Methodik überprüfen will, findet dazu Hintergründe in unserem Beitrag zur GPU-Benchmark-Optimierung.
Regulatorische Fragen: EU-Effizienzvorgaben und Stromverbrauch
Die Diskussion um 800-Watt-Grafikkarten trifft in Europa auf ein politisches Umfeld, das Energieeffizienz bei Elektronikprodukten zunehmend stärker gewichtet. Auch wenn High-End-Gaming-GPUs bislang nicht im Zentrum der EU-Ökodesign-Debatte stehen, dürften Fälle wie DLSS 5, bei denen ein Software-Feature den Verbrauch eines Geräts um 13 Prozent nach oben treibt, ohne dass Nutzer das auf einen Blick erkennen können, langfristig mehr Aufmerksamkeit von Regulierungsbehörden auf sich ziehen. Für Hersteller bedeutet das einen zusätzlichen Anreiz, Effizienzversprechen nicht nur zu bewerben, sondern auch durch unabhängig reproduzierbare Messwerte zu untermauern. Auch die für Ende 2026 erwartete verzögerte RTX-50-Super-Reihe, über die wir bereits berichtet haben, dürfte an diesem Effizienzanspruch gemessen werden.
Prognosen: Wie geht es mit DLSS 5 weiter?
- Ein Treiber-Update zur Optimierung der Neural-Rendering-Pipeline ist innerhalb der nächsten Wochen wahrscheinlich, da die Kritik unmittelbar nach dem Launch am 3. September 2026 einsetzte und Nvidia bei früheren DLSS-Generationen ähnlich schnell nachgebessert hat.
- Spielespezifische DLSS-5-Profile dürften zunächst nur für einzelne, gut optimierte Titel aktiviert werden, während breitere Unterstützung erst nach mehreren Patch-Zyklen folgt.
- Partnerkarten-Hersteller wie MSI werden ihre Power-Limits bei künftigen BIOS-Updates voraussichtlich anpassen, um die 800-Watt-Spitzen unter DLSS-5-Last abzumildern.
- Die Debatte um Stromverbrauch und Effizienz von High-End-GPUs im DACH-Raum dürfte sich verschärfen, je mehr Nutzer eigene Verbrauchsmessungen veröffentlichen.
- Weitere unabhängige Testlabore dürften die Club386- und GameGPU-Ergebnisse in den kommenden Wochen mit eigenen Messreihen nachvollziehen und damit den Druck auf Nvidia erhöhen, öffentlich Stellung zu beziehen.
Häufig gestellte Fragen zu DLSS 5 und der RTX 5090
Was ist DLSS 5 genau?
DLSS 5 ist die am 3. September 2026 vorgestellte neue Generation von Nvidias Upscaling- und Bildrekonstruktionstechnik. Sie ergänzt die bisherige DLSS-Pipeline um eine zusätzliche neuronale Rendering-Stufe, die laut Nvidia die Bildqualität weiter verbessern soll.
Warum verliert die RTX 5090 mit DLSS 5 an Bildrate?
Laut den Club386-Messungen kostet die zusätzliche neuronale Rendering-Stufe mehr Rechenzeit auf den Tensor-Kernen, als sie durch geringere klassische Pixel-Last einspart. Das Ergebnis sind FPS-Verluste zwischen 33 und 48 Prozent, je nach Spiel und Testszene.
Wie viel mehr Strom verbraucht eine RTX 5090 mit DLSS 5?
In der Path-Tracing-Testszene von Control stieg die Leistungsaufnahme einer MSI RTX 5090 Lightning Z laut Club386 von rund 710 Watt ohne DLSS 5 auf bis zu 802 Watt mit aktiviertem DLSS 5, ein Plus von etwa 13 Prozent.
Sollte ich DLSS 5 auf meiner RTX 5090 aktivieren?
Für Nutzer, die auf hohe Bildraten angewiesen sind, spricht aktuell mehr dafür, bei DLSS 4 zu bleiben. Wer maximale Bildqualität mit Path Tracing sucht und niedrigere Bildraten sowie höheren Stromverbrauch in Kauf nimmt, kann DLSS 5 testweise nutzen.
Betrifft das Problem nur die RTX 5090 oder auch andere Karten der RTX-50-Serie?
Die bisher veröffentlichten Messreihen von Club386 und GameGPU konzentrieren sich auf die RTX 5090 als Flaggschiff. Belastbare, unabhängig verifizierte Zahlen zu kleineren Karten der RTX-50-Serie unter DLSS 5 liegen zum Zeitpunkt dieses Artikels noch nicht vor.
Plant Nvidia ein Update, um die Performance-Probleme zu beheben?
Nvidia hat sich zu den konkreten Club386-Zahlen bislang nicht im Detail öffentlich geäußert. Angesichts des Musters bei früheren DLSS-Generationen, bei denen neue Funktionen über mehrere Treiber-Updates hinweg optimiert wurden, ist ein Nachbessern wahrscheinlich, ein offizieller Zeitpunkt dafür ist aber nicht bestätigt.
Wie unterscheidet sich DLSS 5 von DLSS 4?
DLSS 4 kam Anfang 2025 mit der RTX-50-Serie und setzte auf eine überarbeitete Transformer-Architektur für die Bildrekonstruktion. DLSS 5 fügt dieser Architektur eine zusätzliche Neural-Rendering-Stufe hinzu, die laut den aktuellen Tests für den beobachteten Mehrverbrauch an Rechenleistung und Strom verantwortlich ist.
Was bedeutet das für Käufer, die aktuell eine RTX 5090 kaufen wollen?
Die Kaufentscheidung für die RTX 5090 als Hardware ändert sich durch die DLSS-5-Ergebnisse kaum, da die reine Rohleistung der Karte davon unberührt bleibt. Käufer sollten aber ihre Erwartungen an DLSS 5 als Effizienz-Feature vorerst dämpfen und Kühlung sowie Netzteil auf Verbrauchsspitzen von deutlich über 700 Watt auslegen.




