Microsoft hat die Preise für Xbox Series X und Xbox Series S in Europa und Großbritannien zum 1. August 2026 drastisch angehoben. In Deutschland kostet die Xbox Series X mit Laufwerk jetzt 799,99 Euro statt zuvor 599,99 Euro, die Xbox Series S mit 1 TB verteuert sich um 50 Prozent auf 599,99 Euro. Es ist die zweite Preiserhöhung innerhalb von zwölf Monaten – und die europäische Variante fällt deutlich härter aus als die US-amerikanische.
Wer jetzt kaufen will, findet die Konsolen ohnehin kaum: MediaMarkt, Saturn, Amazon und Otto melden für mehrere Xbox-Modelle keinen eigenen Bestand mehr, Drittanbieter verlangen auf Marktplätzen teils über 800 Euro. Microsoft begründet den Schritt mit einer globalen Speicherkrise, die RAM- und NAND-Flash-Preise binnen weniger Monate mehr als verdoppelt hat. Dieser Artikel ordnet die neuen Preise ein, vergleicht sie mit den USA, Großbritannien und der Konkurrenz und zeigt, was Käufer in Deutschland jetzt erwartet.
Die neuen Preise im Überblick: Was Xbox-Konsolen jetzt kosten
Die Xbox-Preiserhöhung betrifft in Deutschland und der gesamten Eurozone alle aktuell verkauften Modelle. Am stärksten trifft es die Xbox Series S mit 1 TB Speicher, die um 200 Euro und damit 50 Prozent teurer wird. Die Einstiegsvariante mit 512 GB verteuert sich um 150 Euro (+43 Prozent). Bei der Xbox Series X steigen beide Varianten um jeweils 200 Euro, prozentual fällt der Aufschlag wegen des höheren Ausgangspreises mit 33 bis 36 Prozent etwas moderater aus.
| Modell | Preis bis 31. Juli 2026 | Preis ab 1. August 2026 | Aufschlag |
|---|---|---|---|
| Xbox Series S 512 GB | 349,99 € | 499,99 € | +150 € (+43 %) |
| Xbox Series S 1 TB | 399,99 € | 599,99 € | +200 € (+50 %) |
| Xbox Series X Digital 1 TB | 549,99 € | 749,99 € | +200 € (+36 %) |
| Xbox Series X mit Laufwerk 1 TB | 599,99 € | 799,99 € | +200 € (+33 %) |
| Xbox Series X 2 TB Galaxy Black | zuletzt regulär gelistet | eingestellt | entfällt |
Auffällig ist die letzte Zeile der Tabelle: Die 2-TB-Sondereedition „Galaxy Black“ der Xbox Series X wird nicht neu bepreist, sondern komplett aus dem Sortiment genommen. Microsoft konzentriert sich damit auf die beiden 1-TB-Varianten und die günstigere Series S – ein Signal dafür, dass Speicherbausteine derzeit so teuer sind, dass sich ein High-End-Modell mit doppelter Kapazität kaum noch kalkulieren lässt.
Zeitplan: Von der Ankündigung im Juni zur Umsetzung im August
Die aktuelle Xbox-Preiserhöhung ist kein spontaner Schritt, sondern folgt einem bereits im Frühsommer angekündigten Fahrplan. Xbox Series X und Series S kamen laut offizieller Produkthistorie im November 2020 zu Preisen von 499,99 Euro (Series X) und 299,99 Euro (Series S) auf den Markt. Im Oktober 2025 folgte eine erste, moderatere Erhöhung um bis zu 50 Euro auf einzelne Modelle. Am 25. Juni 2026 kündigte Microsoft über den offiziellen Xbox-Wire-Blog eine zweite, deutlich umfangreichere Preisanpassung an, die zum 1. August 2026 in Kraft trat. Während die US-Preise sofort in voller Höhe kommuniziert wurden, blieben die konkreten Beträge für Europa und Großbritannien zunächst unbestätigt – erst Anfang August 2026 veröffentlichten Fachmedien die finalen, von Microsoft bestätigten Regionalpreise.
Das bedeutet: Innerhalb von nicht einmal einem Jahr hat Microsoft die Xbox-Hardware zweimal verteuert. Wer die technischen Unterschiede zwischen den beiden Modellen noch nicht kennt, findet die vollständigen Spezifikationen im Vergleich zwischen Xbox Series X und Series S.
Der Auslöser: Wie die globale Speicherkrise die Xbox-Preise treibt
Microsoft nennt in seiner offiziellen Stellungnahme auf Xbox Wire steigende Kosten für Speicher- und Arbeitsspeicherbausteine als Hauptgrund. Laut Unternehmensangaben haben sich die Komponentenkosten seit Anfang 2025 mehr als verzweieinhalbfacht, bis Herbst 2027 wird demnach eine erneute, fast vollständige Verdopplung erwartet. Hintergrund ist eine weltweite Verknappung von DRAM- und NAND-Flash-Speicher, die maßgeblich durch die stark gestiegene Nachfrage von KI-Rechenzentren nach Speicherchips ausgelöst wurde – dieselbe Krise, die in Deutschland bereits Grafikkarten und Arbeitsspeicher um bis zu 300 Prozent verteuert hat.
Xbox ist dabei kein Einzelfall: Auch Valves kommende Steam Machine ist von der Speicherkrise betroffen und wurde deswegen bereits vor dem Marktstart teurer als ursprünglich geplant. Microsoft betont zudem einen strukturellen Unterschied zu Smartphones oder PCs: Spielekonsolen werden traditionell zum Selbstkostenpreis oder sogar mit Verlust verkauft, der Gewinn kommt über Software, Abonnements und Zubehör. Steigen die Bauteilkosten so stark wie aktuell, bleibt Konsolenherstellern kaum eine Alternative zur Preiserhöhung, wenn sie den Verlust pro verkaufter Einheit nicht ins Unermessliche steigern wollen.
Europa zahlt drauf: Die Erhöhung im Regionenvergleich
Ein Blick auf die verschiedenen Märkte zeigt: Europäische und britische Käufer trifft die Xbox-Preiserhöhung prozentual deutlich härter als US-Kundschaft, obwohl Microsoft dieselbe globale Kostenlage als Begründung anführt.
- USA: Series S 512 GB steigt um 100 US-Dollar, Series X und die 1-TB-Modelle um 150 US-Dollar – ein Aufschlag von rund 23 bis 25 Prozent.
- Großbritannien: Series S 512 GB klettert von 299,99 auf 429,99 Pfund (+43 %), die 1-TB-Version von 349,99 auf 519,99 Pfund (+49 %). Series X mit Laufwerk springt von 499,99 auf 669,99 Pfund (+34 %).
- Eurozone/Deutschland: Aufschläge zwischen 33 und 50 Prozent, siehe Tabelle oben – die Series S 1 TB verzeichnet mit +50 Prozent den größten prozentualen Sprung aller Modelle weltweit.
- Australien: Series S 512 GB steigt von 549 auf 699 australische Dollar (+27 %), Series X mit Laufwerk von 849 auf 1.099 australische Dollar (+29 %).
Auffällig: Selbst nach Umrechnung zum aktuellen Wechselkurs liegen die europäischen und britischen Prozentsätze spürbar über den US-amerikanischen. Eine offizielle Erklärung für dieses Gefälle hat Microsoft bislang nicht veröffentlicht; Marktbeobachter vermuten eine Mischung aus Mehrwertsteuer-Effekten, höheren Distributionskosten und Währungsabsicherung. Bis Microsoft sich dazu konkret äußert, bleibt das eine plausible, aber unbestätigte Einordnung. Die internationale Wirtschaftspresse, etwa CNBC, ordnet die Erhöhung als direkte Folge der weltweiten Speicherkrise ein und verweist auf vergleichbare Kostensteigerungen bei anderen Elektronikherstellern.
Für Österreich gilt dieselbe Eurozonen-Preisliste wie für Deutschland – die dortigen Microsoft-Store- und Handelspreise für Series X und Series S entsprechen exakt den oben genannten Beträgen. In der Schweiz, die nicht Teil der Eurozone ist, hat Microsoft bislang keine gesonderten Franken-Preise veröffentlicht; Schweizer Händler orientieren sich erfahrungsgemäß am umgerechneten Eurokurs, oft mit einem zusätzlichen Aufschlag für Einfuhr und Distribution. Wer in der Schweiz kauft, sollte die exakten Preise daher direkt beim jeweiligen Händler prüfen, statt sich auf eine automatische Umrechnung zu verlassen.
Wer die Größenordnung selbst nachvollziehen möchte, kann den Aufschlag mit einer einfachen Formel berechnen:
function preisAufschlag(alterPreis, neuerPreis) {
const differenz = neuerPreis - alterPreis;
const prozent = (differenz / alterPreis) * 100;
return { differenz, prozent: prozent.toFixed(1) };
}
// Beispiel: Xbox Series S 1 TB in Deutschland
preisAufschlag(399.99, 599.99);
// Ergebnis: { differenz: 200, prozent: "50.0" }
Deutschland: MediaMarkt, Saturn und Amazon ohne Bestand
Für deutsche Käufer kommt zur Preiserhöhung ein zweites Problem hinzu: Verfügbarkeit. Nach Recherchen von GamesWirtschaft.de verfügten MediaMarkt, Amazon, Otto und Saturn Anfang August 2026 über keinen eigenen Bestand mehr an der Xbox Series X mit Laufwerk. Auch die digitale Series X in Weiß („Robot White“) war bei den großen Händlern nicht mehr direkt verfügbar, ebenso Teile des Series-S-1-TB-Bestands. Lediglich der Microsoft Store selbst führte zum offiziellen, neuen Listenpreis noch Ware. Auch t-online.de bestätigt die drastischen Aufschläge und ordnet sie explizit der globalen Speicherkrise bei RAM- und Speicherbausteinen zu, die derzeit die gesamte Unterhaltungselektronikbranche belastet.
Drittanbieter verlangen bis zu 800 Euro
Wo Marktplatz-Händler auf Amazon, eBay oder vergleichbaren Plattformen doch noch Ware anbieten, liegen die Preise häufig deutlich über der ohnehin schon angehobenen unverbindlichen Preisempfehlung – teils über 800 Euro für eine Xbox Series X. Für Schnäppchenjäger bedeutet das: Wer nicht dringend sofort kaufen muss, sollte aktuell eher abwarten, als überteuerte Drittanbieter-Angebote anzunehmen. Erfahrungsgemäß entspannt sich die Lage bei stark nachgefragter Konsolenhardware nach einigen Wochen wieder, sobald die Lieferketten sich an das neue Preisniveau angepasst haben.
Wettbewerbsvergleich: Xbox gegen PlayStation 5 und Switch 2
Die Xbox-Preiserhöhung verändert auch das Kräfteverhältnis zur Konkurrenz. Sony hatte die PS5-Preise bereits im April 2026 um 100 Euro angehoben, Nintendo zieht die Switch 2 zum 1. September 2026 um 30 Euro an. Im direkten Vergleich zeigt sich, dass Xbox nun das teuerste Segment im Konsolenmarkt anführt.
| Produkt | Preis (Stand August 2026) | Letzte Erhöhung | Vergleich zur Xbox Series X |
|---|---|---|---|
| Xbox Series X (mit Laufwerk) | 799,99 € | +33 % (Aug. 2026) | Referenzwert |
| Xbox Series S (1 TB) | 599,99 € | +50 % (Aug. 2026) | 200 € günstiger |
| PlayStation 5 (Standard) | 649,99 € | +18 % (Apr. 2026) | 150 € günstiger |
| PlayStation 5 Pro | 899,99 € | +20 % (frühere Erhöhung) | 100 € teurer |
| Nintendo Switch 2 | 499,99 € (ab 1. Sept. 2026) | +11 % | 300 € günstiger, andere Leistungsklasse |
Besonders bemerkenswert: Die Xbox Series X mit Laufwerk kostet inzwischen mehr als die Standard-PS5 und nähert sich preislich der leistungsstärkeren PS5 Pro an – noch vor der Erhöhung lag die Series X mit 599,99 Euro klar unter der PS5 (649,99 Euro). Der historische Preisvorteil, den Xbox seit Generationenstart oft für sich beanspruchen konnte, ist damit erstmals gekippt. Eine ausführliche technische Einordnung liefert der Vergleich zwischen PS5 Pro und Xbox Series X.
Historischer Kontext: Die Xbox-Preisentwicklung seit 2020
Seit dem Marktstart im November 2020 ist die Xbox Series X nominal um 300 Euro teurer geworden – von 499,99 Euro auf jetzt 799,99 Euro, ein Plus von 60 Prozent über die gesamte Konsolengeneration. Die Series S legte von 299,99 auf 599,99 Euro zu und hat sich damit sogar verdoppelt. Zum Vergleich: In den ersten vier Jahren nach dem Launch blieben die Preise beider Modelle in Europa nahezu unverändert; die beiden Erhöhungswellen fielen ausschließlich in die Jahre 2025 und 2026, ausgelöst durch die globale Speicherkrise. Diese Beschleunigung – zwei Preisrunden binnen zwölf Monaten nach vier Jahren Stabilität – ist ungewöhnlich für eine Konsolengeneration, die technisch unverändert bleibt. Auch das deutsche Fachmagazin PC Games Hardware bewertet das Tempo der Erhöhungen als ungewöhnlich hoch im Vergleich zu früheren Konsolengenerationen, bei denen Preissenkungen im Lebenszyklus die Regel waren statt Erhöhungen.
Verbraucherreaktionen: Kritik an „unverschämten“ Aufschlägen
Die Reaktionen in der Community fallen entsprechend deutlich aus. Das britische Fachmagazin NME zitiert Spielerinnen und Spieler, die die Preissprünge in Großbritannien und Europa als „lachhaft unverschämt“ bezeichnen. Der Unmut trifft dabei nicht nur die Hardware-Preise selbst: Bereits 2025 hatte eine Preiserhöhung bei Xbox Game Pass Ultimate für Kritik gesorgt, ebenso die für rund 1.000 US-Dollar positionierte ROG Xbox Ally X. Für viele Fans reiht sich die aktuelle Konsolen-Preiserhöhung damit in eine längere Serie kostspieliger Entscheidungen bei Xbox ein.
Besonders schlechtes Timing sehen Kritiker im Zusammenhang mit dem Erscheinungstermin von GTA 6 am 19. November 2026. Das Spiel gilt als einer der größten Verkaufstreiber für Konsolenhardware der kommenden Jahre – ausgerechnet jetzt, gut dreieinhalb Monate vor Launch, wird der Einstieg in das Xbox-Ökosystem spürbar teurer.
Strategischer Hintergrund: Sinkender Absatz trotz Rückkehr zu Exklusivtiteln
Die Preiserhöhung trifft eine Marke, die ohnehin bereits unter Druck steht. Prognosen gehen von einem weiteren Rückgang des Xbox-Hardware-Absatzes aus, Analysten sehen den Trend Richtung historischer Tiefstände. Gleichzeitig hat Microsoft im Frühjahr 2026 rund 3.200 Stellen gestrichen und mehrere Studios abgestoßen, was die angespannte wirtschaftliche Lage der Konsolensparte unterstreicht. Parallel dazu kündigte Xbox eine strategische Kehrtwende an und kehrt nach Jahren der plattformübergreifenden Veröffentlichungsstrategie zu exklusiven Konsolentiteln zurück, um die Hardware wieder attraktiver zu machen – ein Vorhaben, das durch höhere Einstiegspreise nun konterkariert werden könnte. Wie play3.de anmerkt, positioniert die neue Preisstruktur die Xbox Series X nun nahezu auf Augenhöhe mit höherwertigen PS5-Modellen, während sie bei der Speicherkapazität im Nachteil bleibt – ein schwieriger Spagat für eine Marke, die zugleich neue Käuferschichten gewinnen will.
Auswirkungen auf Game Pass und das Xbox-Ökosystem
Von der aktuellen Hardware-Preiserhöhung explizit ausgenommen ist Xbox Game Pass: Der Abo-Preis für die Ultimate-Stufe wurde bereits im April 2026 nach Kritik auf 20,99 Euro gesenkt und bleibt vorerst stabil. Das passt zur grundsätzlichen Microsoft-Strategie: Hardware wird bewusst nah am Selbstkostenpreis oder sogar mit Verlust verkauft, während Software-Abonnements wie Game Pass den überwiegenden Teil der Marge erwirtschaften sollen. Steigen die Hardwarekosten so stark wie aktuell, wird dieses Gleichgewicht zusätzlich belastet – zumal ein möglicher Rückgang bei Neuverkäufen langfristig auch die Abo-Basis schmälern könnte.
Was Käufer jetzt tun können: Ratenzahlung, Trade-in und generalüberholte Geräte
Microsoft versucht, die höheren Einstiegspreise mit mehreren Maßnahmen abzufedern. Dazu zählen zinsfreie Ratenzahlungspläne über 12 Monate, ein Inzahlungnahme-Programm für gebrauchte Konsolen sowie generalüberholte Geräte mit Preisnachlässen von bis zu 100 Euro gegenüber dem regulären Neupreis. Die konkrete Verfügbarkeit dieser Angebote hängt jedoch vom jeweiligen Händler und der Region ab und ist in Deutschland nicht flächendeckend garantiert.
Für preisbewusste Käuferinnen und Käufer in Deutschland bieten sich aktuell vor allem drei Optionen an: der gezielte Blick auf zertifiziert generalüberholte Konsolen, ein Vergleich mit dem Gebrauchtmarkt vor der eigentlichen Preiserhöhung sowie schlicht Geduld, bis sich die Lieferengpässe bei MediaMarkt, Saturn und Co. wieder normalisieren. Wer ohnehin auf ein günstigeres Einstiegsmodell schielt, findet in der Xbox Series S trotz des 50-prozentigen Aufschlags weiterhin die günstigste Variante im aktuellen Portfolio.
Prognose: Droht 2027 die nächste Preiserhöhung?
Auf Basis der aktuellen Entwicklung lassen sich mehrere Trends für die kommenden Monate ableiten:
- Eine dritte Preiserhöhung bis Herbst 2027 erscheint wahrscheinlich, da Microsoft selbst von einer erneuten, nahezu vollständigen Verdopplung der Speicherkosten ausgeht.
- Die Marktanteile von Xbox gegenüber der PlayStation 5 dürften weiter unter Druck geraten, da der einstige Preisvorteil gegenüber Sony inzwischen verschwunden ist.
- Deutsche Händler wie MediaMarkt und Saturn werden ihr Xbox-Sortiment voraussichtlich erst im Vorfeld des GTA-6-Starts im November 2026 wieder spürbar auffüllen, wenn die Nachfrage absehbar anzieht.
- Microsoft dürfte verstärkt auf Bundle-Angebote mit Game Pass sowie zeitlich begrenzte Rabattaktionen setzen, um die gefühlte Preiserhöhung für Neukunden abzufedern.
- Die zugrunde liegende Speicherkrise wird 2027 voraussichtlich nicht nur Konsolen, sondern auch PCs, Grafikkarten und Handheld-Systeme weiter verteuern – die Xbox-Erhöhung dürfte damit kein Einzelfall bleiben.
Was die Preiserhöhung für den deutschen Gaming-Markt bedeutet
Für den deutschen Markt hat die Xbox-Preiserhöhung mehrere Dimensionen. Kurzfristig dürfte sie den ohnehin schon deutlichen Abstand zur PlayStation 5 bei den installierten Konsolen weiter vergrößern, da Xbox in der aktuellen Generation weltweit bereits deutlich hinter Sony liegt. Mittelfristig könnte die Kombination aus höheren Hardwarepreisen und leeren Regalen bei MediaMarkt und Saturn dazu führen, dass mehr Interessierte auf Cloud-Gaming-Alternativen ausweichen, statt in physische Hardware zu investieren – ein Trend, den Microsoft mit einem werbefinanzierten Gratis-Einstieg bei Xbox Cloud Gaming ohnehin bereits fördert. Langfristig bleibt entscheidend, ob die für 2027 erwartete weitere Verschärfung der Speicherkrise eintritt: Sollte sich die Prognose bewahrheiten, dürfte das Preisniveau für Konsolenhardware in Deutschland insgesamt spürbar steigen, unabhängig vom Hersteller.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel teurer wird die Xbox Series X in Deutschland?
Die Xbox Series X mit Laufwerk kostet seit dem 1. August 2026 799,99 Euro statt zuvor 599,99 Euro – ein Aufschlag von 200 Euro beziehungsweise 33 Prozent. Die digitale Variante steigt im gleichen Verhältnis auf 749,99 Euro.
Warum erhöht Microsoft die Preise mitten im Jahr?
Microsoft verweist auf stark gestiegene Kosten für RAM- und Speicherbausteine, ausgelöst durch eine globale Speicherkrise, die auch durch die hohe Nachfrage von KI-Rechenzentren mitverursacht wird. Die Ankündigung erfolgte bereits am 25. Juni 2026, wirksam wurde sie zum 1. August 2026.
Ist die Xbox Series S 1 TB von der Erhöhung betroffen?
Ja, und sie ist sogar am stärksten betroffen: Der Preis steigt von 399,99 auf 599,99 Euro, ein Plus von 50 Prozent – der höchste prozentuale Aufschlag aller aktuellen Xbox-Modelle.
Warum sind Xbox-Konsolen bei MediaMarkt und Saturn gerade nicht verfügbar?
Mehrere große deutsche Händler meldeten Anfang August 2026 keinen eigenen Bestand mehr für Teile des Xbox-Series-Sortiments. Das dürfte mit der Umstellung auf die neuen, höheren Preise sowie einer generell angespannten Lieferkette für Speicherkomponenten zusammenhängen.
Wie wirkt sich die Erhöhung auf Xbox Game Pass aus?
Die aktuelle Preisanpassung betrifft ausschließlich die Hardware. Die Game-Pass-Abopreise wurden zuletzt im April 2026 gesenkt und bleiben von dieser Erhöhung unberührt.
Lohnt sich aktuell der Kauf einer gebrauchten oder generalüberholten Xbox?
Angesichts der höheren Neupreise und der Lieferengpässe kann sich ein Blick auf zertifiziert generalüberholte Geräte lohnen, die Microsoft mit Rabatten von bis zu 100 Euro anbietet. Wer nicht dringend sofort kaufen muss, sollte überteuerte Drittanbieter-Angebote meiden und auf eine Normalisierung der Bestände warten.
Werden auch PlayStation 5 oder Nintendo Switch 2 teurer?
Beide Konkurrenzprodukte haben bereits eigene Preiserhöhungen hinter beziehungsweise vor sich: Sony hob die PS5-Preise im April 2026 um 100 Euro an, Nintendo zieht die Switch 2 zum 1. September 2026 um 30 Euro an. Beide Aufschläge fallen prozentual jedoch deutlich geringer aus als die aktuelle Xbox-Erhöhung.
Droht 2027 eine weitere Xbox-Preiserhöhung?
Microsoft selbst rechnet damit, dass sich die Speicherkosten bis Herbst 2027 nochmals nahezu verdoppeln könnten. Eine dritte Preisrunde ist damit nicht ausgeschlossen, auch wenn Microsoft dazu bislang keine offizielle Ankündigung gemacht hat.
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