Ein Bericht der südkoreanischen Fachpublikation ZDNET Korea sorgt seit dem 13. Juli 2026 für Diskussionen unter Nintendo-Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Der Hersteller soll intern prüfen, ob eine OLED-Version der Switch 2 sinnvoll ist. Drei voneinander unabhängige Insider-Quellen bestätigten der Publikation, dass Nintendo mit Samsung Display über die Lieferung von OLED-Panels verhandelt – demselben Unternehmen, das bereits die Bildschirme für die reguläre Switch und das 2021 erschienene Switch-OLED-Modell lieferte.

Die US-Fachpublikation WCCFTech bewertete das Gerücht in ihrer eigenen Zuverlässigkeits-Methodik mit 75 Prozent – Einstufung “Probable”, also wahrscheinlich. Doch selbst wenn Nintendo grünes Licht gibt, dürfte ein OLED-Modell frühestens 2028 in die Läden kommen. Und die anhaltende Speicherkrise, die den Basis-Preis der Switch 2 bereits auf 499,99 Euro getrieben hat, könnte das gesamte Vorhaben noch kippen. shattered.io hat die verfügbaren Fakten, Quellen und Zeitpläne eingeordnet.

Was ZDNET Korea berichtet: Drei Insider, ein Gerücht

Der Ursprungsbericht der koreanischen ZDNET-Redaktion beruft sich auf drei separate Brancheninsider, deren Aussagen sich teilweise ergänzen, teilweise aber auch widersprechen. Insider A behauptet, Nintendo erwäge eine Auflösungs-Aufwertung von HD (1280×720, wie beim Switch-OLED-Modell von 2021) auf Full HD (1920×1080) – und dass bei grünem Licht die Produktentwicklung noch Ende 2026 beginnen könnte. Insider B relativiert das: Nintendo denke zwar über ein OLED-Panel für die Switch 2 nach, habe eine Markteinführung aber wegen des Preisunterschieds zu LCD-Modellen noch nicht bestätigt. Insider C ergänzt, dass Samsung Display sich aktiv um den Zuschlag bemühe, das Ausmaß eines möglichen Preisaufschlags aber weiterhin offen sei.

Bestätigt wurde die Meldung binnen weniger Tage von mehreren unabhängigen Redaktionen, darunter My Nintendo News, Kotaku und Android Authority. Auch im deutschsprachigen Raum griffen Fachmedien wie GameStar und Notebookcheck das Thema auf – ein Zeichen dafür, wie stark das Interesse an einer Switch 2 OLED auch hierzulande ist. Offiziell bestätigt hat Nintendo bislang nichts.

Samsung Display und Nintendo: Eine jahrzehntelange Partnerschaft

Dass ausgerechnet Samsung Display als Lieferant gehandelt wird, überrascht Branchenkenner kaum. Das Unternehmen belieferte bereits die ursprüngliche Nintendo Switch aus dem Jahr 2017 sowie das 2021 gestartete Switch-OLED-Modell mit Panels. Diese langjährige Lieferbeziehung senkt tendenziell das technische Risiko eines Wechsels – Nintendo müsste keine komplett neue Fertigungspartnerschaft aufbauen, sondern könnte auf bestehende Prozesse und Qualitätsstandards zurückgreifen.

Das erklärt auch, warum WCCFTech die “technische Plausibilität” des Gerüchts mit 4 von 5 möglichen Punkten bewertet: Ein Lieferantenwechsel zu einer Firma, mit der bereits zwei Konsolengenerationen erfolgreich abgewickelt wurden, ist deutlich wahrscheinlicher als eine komplett neue Partnerschaft. Unklar bleibt jedoch, ob Samsung exklusiv liefern würde oder ob Nintendo – wie bei der aktuellen Switch 2 – auf mehrere Zulieferer gleichzeitig setzt, um Lieferengpässe abzufedern.

Die Auflösungs-Verwirrung: Kein Upgrade gegenüber der aktuellen Switch 2

Ein Detail geht in der Berichterstattung häufig unter und sorgt für Verwirrung: Die kolportierte Auflösungs-Verbesserung auf Full HD (1920×1080) bezieht sich ausschließlich auf einen Vergleich mit dem alten Switch-OLED-Modell von 2021, das mit HD-Auflösung (1280×720) auskommen musste. Die aktuelle Switch 2 besitzt laut offiziellen Nintendo-Spezifikationen bereits heute einen 7,9-Zoll-Bildschirm mit 1920×1080 Pixeln, bis zu 120 Hz VRR, HDR10 und bis zu 4K/60 im Dock-Betrieb.

Eine Switch 2 OLED würde die Auflösung gegenüber dem aktuellen Modell also nicht erhöhen. Der Umstieg wäre reiner Panel-Technologie-Wechsel: von LCD auf OLED, mit den bekannten Vorteilen – satteres Schwarz, höherer Kontrast, potenziell bessere Energieeffizienz bei dunklen Szenen – bei identischer Pixelzahl. Das ist vergleichbar mit einem Smartphone-Hersteller, der ein baugleiches Modell mit OLED- statt LCD-Panel bei gleicher Auflösung anbietet. Wer auf ein schärferes Bild hofft, dürfte enttäuscht werden.

Zeitplan: Entwicklung Ende 2026, Verkaufsstart frühestens 2028

Sollte Nintendo tatsächlich grünes Licht geben, skizziert der ZDNET-Korea-Bericht folgenden Zeitrahmen: Produktentwicklung ab Ende 2026, Massenproduktion frühestens Ende 2027 oder Anfang 2028, Marktverfügbarkeit “2028 im besten Fall”. Das deckt sich mit der Einschätzung deutscher Fachmedien: GameStar hält einen Release “eher unwahrscheinlich vor 2028”, mit einem möglichen Fenster erst 2029, orientiert an Nintendos historischem Rhythmus von etwa vier Jahren zwischen Hardware-Revisionen.

Zur Einordnung: Die erste Switch (März 2017) erhielt ihr OLED-Modell erst im Oktober 2021 – viereinhalb Jahre später. Übertrüge man diesen Rhythmus auf die im Juni 2025 gestartete Switch 2, läge ein OLED-Nachfolger realistisch irgendwo zwischen Ende 2028 und 2030. Ein Termin “2028” wäre damit eher am optimistischen Rand der historischen Vergleichswerte.

Der zweite Bildschirm-Rumor: Sharp-LCD-Revision gegen Ghosting

Parallel zur OLED-Spekulation kursiert ein zweites, konkreteres Gerücht, das nicht mit der Samsung-Meldung verwechselt werden sollte: Am 29. Juni 2026 wurde auf einer chinesischen Wiederverkaufsplattform ein überarbeitetes LCD-Panel mit der Modellbezeichnung LS079T1SX10P gesichtet – weiterhin 7,9 Zoll und 1080p, aber mit anderer Schaltung und anderen Anschlüssen als das aktuelle Innolux-Panel der Switch 2. Berichtet wurde das von HotHardware, Nintendo Life, VideoCardz und TweakTown.

Vermuteter Zweck: die Behebung von Ghosting- und Bewegungsunschärfe-Effekten, die manche Switch-2-Exemplare aus der Startproduktion zeigen. Eine offizielle Bestätigung durch Nintendo gibt es nicht, ebenso wenig Hinweise auf ein neues Marketing-Label. Möglich ist eine Doppel-Bezugsquelle aus Sharp- und Innolux-Panels parallel – was bedeuten würde, dass Käufer beim Kauf nicht wählen könnten, welches Panel in ihrem Gerät verbaut ist. Diese Sharp-Revision ist technisch weiter fortgeschritten und konkreter belegt als das Samsung-OLED-Gerücht, bleibt aber ein separates Thema.

WCCFTech-Bewertung: 75 % “Probable” – die Punktzahl im Detail

WCCFTech-Redakteur Alessio Palumbo veröffentlichte die Analyse am 14. Juli 2026 inklusive einer strukturierten Bewertung nach der eigenen Rumor-Reliability-Methodik der Publikation. Diese unterteilt sich in vier Einzelkategorien, aus denen sich eine Gesamtpunktzahl ergibt:

KategoriePunktzahlBedeutung
Quelle (Source)4/5Mehrere unabhängige Insider bei ZDNET Korea, keine anonyme Einzelquelle
Bestätigung (Corroboration)3/5Von weiteren Redaktionen aufgegriffen, aber keine zweite Primärquelle
Technische Plausibilität4/5Deckt sich mit Samsungs bisheriger Lieferhistorie an Nintendo
Zeitplan (Timeline)4/5Realistisches Produktions- und Marktfenster ohne Widersprüche
Gesamtwertung75 %Einstufung “Probable” (wahrscheinlich)

Zur Einordnung der Skala: WCCFTech stuft Gerüchte zwischen 0-20 % als “Unlikely” (unwahrscheinlich, kaum glaubwürdige Quellen), 21-40 % als “Questionable” (fragwürdig), 41-60 % als “Plausible”, 61-80 % als “Probable” (starke Beweislage) und 81-100 % als “Highly Likely” (mehrere zuverlässige Quellen) ein. Mit 75 % liegt die Switch-2-OLED-Meldung damit im oberen Bereich der “Probable”-Kategorie – laut Palumbo eine der höheren Vertrauenswerte, die die Publikation 2026 einem Nintendo-Hardware-Leak vergeben hat.

// Inoffizielle Zusammenfassung der WCCFTech-Bewertung (nicht Nintendo-offiziell)
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  "geruecht": "Nintendo Switch 2 OLED",
  "quelle_primaer": "ZDNET Korea, 13.07.2026",
  "bewertung_veroeffentlicht": "2026-07-14",
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  "einstufung": "Probable"
}

Drei Wellen seit 2024: Warum Skepsis angebracht ist

Wer die Historie dieses Gerüchts verfolgt, hat guten Grund zur Vorsicht. Bereits im April 2024 – mehr als ein Jahr vor dem eigentlichen Switch-2-Marktstart im Juni 2025 – behauptete ein Samsung-naher Leaker, ein OLED-Modell befinde sich bereits in Produktion. Das erwies sich als falsch. Die Spekulation flammte im Mai 2025 erneut auf, wieder ohne Bestätigung. Der aktuelle ZDNET-Korea-Bericht vom Juli 2026 ist damit bereits die dritte dokumentierte Welle derselben Grundidee innerhalb von rund zwei Jahren.

Das macht das Gerücht nicht automatisch falsch – im Gegenteil, wiederkehrende Berichte aus unterschiedlichen Quellen können auch für einen tatsächlichen internen Entwicklungsprozess sprechen, der sich über Jahre hinzieht. Es bedeutet aber, dass ein Marktstart 2028 eher als optimistisches Szenario denn als gesicherte Prognose zu lesen ist. Bei einer Historie aus zwei bereits verstrichenen, unbestätigten Zeitfenstern ist eine dritte Verschiebung kein unrealistisches Szenario.

Der Preis-Hemmschuh: Wie die Speicherkrise OLED-Pläne bedroht

Der mit Abstand größte Unsicherheitsfaktor ist der Preis. Nintendo hat den Basispreis der Switch 2 wegen der globalen Speicherkrise bereits einmal angehoben: von 449,99 US-Dollar (Marktstart 5. Juni 2025) auf 499,99 US-Dollar respektive Euro zum 1. September 2026 – ein Aufschlag von rund 11 Prozent. In Japan griff eine frühere Erhöhung auf 59.980 Yen bereits zum 25. Mai 2026. Diesen Zusammenhang haben wir bereits in unserem Artikel zur Switch-2-Preiserhöhung eingeordnet.

Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa erklärte gegenüber VGChartz zu den Hintergründen der Preisanpassung:

“This change in hardware pricing was not due to any one specific factor.” (“Diese Änderung der Hardware-Preise geht nicht auf einen einzelnen Faktor zurück.”)

“We recognize that this raises the barrier for entry to a certain extent for people deciding whether to make a purchase.” (“Uns ist bewusst, dass dies die Einstiegshürde für Kaufinteressierte in gewissem Maße erhöht.”)

Shuntaro Furukawa, Präsident, Nintendo Co., Ltd. – via VGChartz

Nintendo beziffert die zusätzlichen Kosten für das laufende Geschäftsjahr auf firmenintern rund 100 Milliarden Yen (umgerechnet etwa 638 Millionen US-Dollar) – größtenteils bedingt durch gestiegene Speicherpreise (DRAM-Kosten laut Marktbeobachtern +80 bis 90 % im ersten Quartal 2026) sowie US-Zollkosten. Ein OLED-Panel-Aufschlag würde zu diesen bereits gestiegenen Kosten addieren, nicht sie ersetzen – genau das Szenario, das Insider B im ZDNET-Bericht als größtes Hindernis nennt.

Switch 2 OLED vs. Switch OLED (2021) im Vergleich

Die folgende Tabelle ordnet das Gerücht in die Modellgeschichte der Switch-Reihe ein und macht deutlich, warum die Auflösungs-Debatte (siehe oben) nur im historischen Vergleich Sinn ergibt:

ModellBildschirmtypAuflösungMarktstartStartpreis
Nintendo Switch (2017)LCD1280×720März 2017299,99 $
Nintendo Switch OLED (2021)OLED1280×7208. Okt. 2021349,99 $
Nintendo Switch 2 (aktuell)LCD1920×10805. Juni 2025449,99 $ / ab 1.9.2026: 499,99 €
Nintendo Switch 2 OLED (Gerücht)OLED (geplant)1920×1080 (unverändert)frühestens 2028unbekannt, Aufpreis erwartet

Auffällig: Das 2021er-OLED-Modell wurde nicht als Ersatz, sondern als zusätzliche Variante neben dem LCD-Basismodell verkauft. Sollte Nintendo dieses Muster wiederholen, würde eine Switch 2 OLED voraussichtlich ebenfalls parallel zum bestehenden LCD-Modell angeboten – nicht als dessen Ablösung.

Wettbewerbsvergleich: Das OLED-Handheld-Feld 2026

Nintendo ist mit der OLED-Frage nicht allein – der gesamte Handheld-Markt ringt aktuell mit derselben Kosten-Nutzen-Abwägung zwischen LCD und OLED. Valves Steam Deck OLED zeigt, dass die Technologie beim mobilen Gaming gut ankommt, treibt aber gleichzeitig den Preis nach oben. Unsere Analyse zu AYANEO NEXT 2 vs. Steam Deck OLED zeigt diese Preisspanne im Detail.

GerätBildschirmPreis (Stand 2026)Anmerkung
Steam Deck OLED (Valve)OLED, 7,4″779 € / 919 €Seit Mai 2026 angehoben, siehe unseren Speicherkrise-Artikel
Nintendo Switch OLED (2021)OLED, 7″349,99 $ (Launch)Bestehendes, bereits verfügbares Nintendo-Modell
ROG Ally X (ASUS)LCD, 7″899 €Bewusst LCD statt OLED wegen Stromverbrauch bei 120 Hz
PlayStation Vita PCH-2000 (2013/14)LCD (vorher OLED)KostensenkungSony wechselte historisch von OLED zurück zu LCD
Nintendo Switch 2 OLED (Gerücht)OLED, unbestätigtab 2028, Aufpreis erwartetThema dieses Artikels

Warum ASUS bei der ROG Ally X bewusst auf OLED verzichtete

Ein Detail aus dem Wettbewerbsumfeld liefert einen möglichen Hinweis darauf, warum Nintendo zögert: ASUS erklärte öffentlich, bei der ROG-Ally-Serie bewusst auf ein OLED-Panel verzichtet zu haben, um den Stromverbrauch bei hohen Bildwiederholraten (120 Hz VRR) zu begrenzen. OLED-Panels sind bei hellen, statischen Inhalten tendenziell stromhungriger als LCD – ein Kompromiss, der bei einem klassischen Handheld-Gerät mit begrenztem Akku unmittelbar die Spielzeit beeinflusst. Nintendo gilt historisch als besonders akku-bewusster Hersteller, was diesen Aspekt zu einem plausiblen zusätzlichen Bremsfaktor macht – unabhängig vom reinen Bauteilpreis.

Auch der historische Rückblick auf die PlayStation Vita liefert ein Gegenbeispiel: Sony wechselte 2013/14 mit der PCH-2000-Revision bewusst von OLED zu LCD zurück, um Kosten zu senken und das Gerät massentauglicher zu machen – die exakt umgekehrte Richtung dessen, was Nintendo nun für die Switch 2 erwägt. Das zeigt: Die Entscheidung zwischen OLED und LCD ist im Handheld-Segment keine Einbahnstraße, sondern hängt stark von der jeweiligen Kostensituation zum Marktstart ab.

EU-Regulierung: Wechselakku-Pflicht ab Februar 2027

Für den europäischen und damit auch den DACH-Markt kommt ein regulatorischer Faktor hinzu, den internationale Berichte bislang kaum berücksichtigen: Nach der EU-Batterieverordnung (Reg. 2023/1542) müssen tragbare Geräte, die nach dem 18. Februar 2027 in der EU in Verkehr gebracht werden, über einen von Endnutzern austauschbaren Akku verfügen. Wir haben diese Vorgabe bereits im Zusammenhang mit der Wechselakku-Pflicht der Switch 2 ausführlich eingeordnet.

Da ein mögliches Switch-2-OLED-Modell laut den aktuellen Zeitplan-Gerüchten frühestens 2028 erscheinen würde – also nach dem EU-Stichtag –, müsste Nintendo diese Vorgabe von Anfang an im Chassis-Design berücksichtigen. Das bedeutet praktisch: kein verklebter, sondern ein werkzeuglos oder mit gängigem Werkzeug austauschbarer Akku, was wiederum Auswirkungen auf Gehäusedesign, Wasserdichtigkeit und Fertigungskosten haben kann – ein weiterer Kostenfaktor, der in der bisherigen Berichterstattung kaum auftaucht, für den DACH-Markt aber unmittelbar relevant ist.

Wie Käufer reagieren: Umfrage-Ergebnisse aus der Community

Ein von WCCFTech begleitend zum Artikel gestartetes Leser-Meinungsbild lieferte Stand 20. Juli 2026 bei 251 abgegebenen Stimmen folgendes – nicht repräsentatives, aber richtungsweisendes – Bild: 37 Prozent der Teilnehmenden gaben an, bis zu 50 US-Dollar mehr für eine OLED-Version zu zahlen, 30 Prozent wären bereit, bis zu 100 US-Dollar Aufpreis zu akzeptieren, 11 Prozent nannten eine Schmerzgrenze von rund 30 US-Dollar, und 22 Prozent gaben an, in diesem Fall überhaupt nicht zu kaufen.

Rechnet man diese Bereitschaft grob auf den aktuellen europäischen Startpreis von 499,99 Euro um, decken sich die Erwartungen der Community weitgehend mit den 600 bis 700 Euro, die GameStar als realistische Preisspanne für ein OLED-Modell nennt – am oberen Ende dieser Spanne würde allerdings der Anteil der kaufbereiten Kundschaft laut Umfrage spürbar sinken.

Marktauswirkungen: Was ein OLED-Modell für Nintendos Strategie bedeutet

Strategisch ergibt eine OLED-Variante für Nintendo auch jenseits der reinen Display-Frage Sinn. Der Handheld-Markt hat sich seit 2025 spürbar in Richtung Premium-Segmentierung entwickelt: Valve, ASUS und Lenovo bieten inzwischen jeweils gestaffelte Modellreihen mit unterschiedlicher Display-Technologie und Preispunkten an, um verschiedene Kundensegmente gleichzeitig zu bedienen. Eine Switch 2 OLED würde Nintendo erlauben, das margenstärkere Premium-Segment zu bedienen, ohne den Einstiegspreis der Basis-Switch-2 weiter anzuheben.

Gleichzeitig birgt der Zeitpunkt Risiken: Ein Launch mitten in einer nur langsam abklingenden Speicherkrise könnte die Marge eines ohnehin teureren Produkts weiter unter Druck setzen. Sollte sich der DRAM- und NAND-Markt bis 2028 nicht spürbar entspannt haben, wäre ein OLED-Aufpreis von deutlich über 100 Euro gegenüber dem LCD-Modell realistisch – ein Bereich, in dem laut der oben zitierten Umfrage bereits ein relevanter Anteil potenzieller Käufer abspringen würde.

Was das für Käufer in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet

Für DACH-Konsument:innen, die aktuell über einen Switch-2-Kauf nachdenken, ändert das Gerücht kurzfristig wenig: Ein OLED-Modell ist frühestens in zwei bis drei Jahren zu erwarten, während die Standardversion inklusive der Preiserhöhung zum 1. September 2026 bereits heute verfügbar ist. Wer auf ein OLED-Panel warten möchte, sollte sich auf ein deutlich höheres Preisniveau und eine mehrjährige Wartezeit einstellen – ähnlich wie beim Sprung von der ersten Switch (2017) zum OLED-Modell (2021).

Prognosen: Fünf Szenarien für die Switch 2 OLED

  • Verzögerung über 2028 hinaus: Angesichts der Speicherkrise und der Historie aus zwei bereits verstrichenen Gerüchtewellen ist ein weiteres Verschieben auf 2029 oder später das wahrscheinlichste Einzelszenario.
  • Parallelverkauf statt Ablösung: Analog zum 2021er-OLED-Modell dürfte eine Switch-2-OLED-Version neben, nicht anstelle des LCD-Modells verkauft werden.
  • Kein Auflösungssprung, aber Marketing-Fokus auf Kontrast und Akku: Da die Pixelzahl gegenüber der aktuellen Switch 2 unverändert bliebe, dürfte Nintendos Marketing stärker auf Schwarzwert, Kontrast und potenzielle Effizienzgewinne bei dunklen Inhalten setzen als auf Schärfe.
  • Aufpreis von geschätzt 100 bis 200 Euro gegenüber dem LCD-Modell: Basierend auf der historischen Differenz 2017-zu-2021-Modell (+50 US-Dollar) plus dem inflationären Effekt der aktuellen Speicherkrise erscheint ein Aufschlag in dieser Größenordnung plausibel.
  • EU-Wechselakku-Pflicht als Pflichtfeature von Tag eins an: Da ein 2028er-Start nach dem EU-Stichtag 18. Februar 2027 läge, wäre ein austauschbarer Akku von Beginn an integriert – anders als bei der aktuellen Switch 2, die vor der Fristverschärfung startete.

Alle fünf Punkte sind redaktionelle Einschätzungen von shattered.io auf Basis der verfügbaren Berichte und historischer Vergleichswerte, keine bestätigten Nintendo-Pläne.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Switch 2 OLED offiziell bestätigt?
Nein. Es handelt sich um ein von ZDNET Korea berichtetes und von mehreren Redaktionen bestätigtes Gerücht, das auf anonymen Brancheninsidern beruht. Nintendo hat sich bislang nicht offiziell dazu geäußert.

Wann könnte die Switch 2 OLED erscheinen?
Frühestens 2028, laut manchen Einschätzungen wie der von GameStar sogar erst 2029. Bei grünem Licht würde die Produktentwicklung laut Bericht Ende 2026 beginnen.

Bekommt die Switch 2 OLED eine höhere Auflösung?
Nein. Die aktuelle Switch 2 hat bereits 1920×1080 Pixel. Ein OLED-Modell würde dieselbe Auflösung mit anderer Panel-Technologie bieten, nicht mehr Bildpunkte.

Wie teuer würde eine Switch 2 OLED werden?
Unbekannt. GameStar schätzt 600 bis 700 Euro. Eine WCCFTech-Umfrage (251 Stimmen, Stand 20. Juli 2026) zeigt, dass 67 Prozent der Befragten bereit wären, 50 bis 100 US-Dollar mehr als für das LCD-Modell zu zahlen.

Was ist der Unterschied zum Sharp-LCD-Gerücht?
Das sind zwei separate Themen. Die Sharp-Revision (Modell LS079T1SX10P, gesichtet 29. Juni 2026) betrifft ein überarbeitetes LCD-Panel gegen Ghosting-Effekte, nicht den Wechsel zu OLED.

Würde eine Switch 2 OLED das LCD-Modell ersetzen?
Nach historischem Muster eher nicht. Das 2021er-OLED-Modell wurde parallel zum LCD-Modell verkauft, nicht als dessen Nachfolger.

Warum zögert Nintendo bei OLED?
Laut den Insider-Quellen primär wegen des Preisunterschieds zu LCD-Panels, verschärft durch die laufende Speicherkrise. Zusätzlich gilt Nintendo als akku-bewusster Hersteller – OLED-Panels können bei hoher Bildwiederholrate mehr Strom verbrauchen, wie ASUS am Beispiel der ROG Ally X öffentlich erklärte.

Gilt für eine Switch 2 OLED die EU-Wechselakku-Pflicht?
Bei einem Marktstart 2028 ja – das läge nach dem EU-Stichtag 18. Februar 2027, ab dem in der EU verkaufte tragbare Geräte einen nutzerseitig austauschbaren Akku benötigen.

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