Die nächste große Grafikkarten-Welle von Nvidia lässt länger auf sich warten als gedacht. Mehrere unabhängige Leaks aus den vergangenen Wochen zeichnen ein klares Bild: Die RTX 50-Super-Serie mit RTX 5080 Super, RTX 5070 Ti Super, RTX 5070 Super und RTX 5060 Super verschiebt sich von einem ursprünglich erwarteten Start Anfang 2026 auf ein Fenster zwischen Q4 2026 und Q1 2027. Branchenmedien wie TweakTown und Tom’s Guide sprechen inzwischen sogar von einer möglichen Vorstellung erst zur CES 2027. Für Käufer in Österreich, die seit Monaten auf günstigere GPUs mit mehr Videospeicher warten, ist das eine schlechte Nachricht, zumal die aktuelle RTX 5090 auf dem freien Markt längst nicht mehr zum offiziellen Startpreis zu haben ist.
Der Kern der Super-Serie bleibt dabei überraschend konstant: mehr GDDR7-Speicher bei nahezu unveränderter Rechenleistung. Das ist ungewöhnlich für einen Nvidia-Refresh, zeigt aber, wie stark die Speicherfrage inzwischen die Produktplanung bestimmt. Dieser Artikel ordnet ein, was an Spezifikationen, Zeitplänen und Marktdaten aktuell verifizierbar ist, und was noch reine Spekulation bleibt.
Was ist die RTX 50-Super-Serie überhaupt?
Nvidia nutzt die Bezeichnung “Super” seit der RTX-20-Generation für Zwischen-Refreshes, die eine bestehende Architektur ohne komplett neuen Chip nachschärfen. Bei der aktuellen Blackwell-Generation soll das laut übereinstimmenden Leaks vor allem über eine massive Speicheraufstockung passieren. Vier Modelle stehen im Raum: RTX 5080 Super, RTX 5070 Ti Super, RTX 5070 Super und ein RTX 5060 Super beziehungsweise RTX 5060 mit 12 GB. Offiziell bestätigt hat Nvidia bislang keines dieser Produkte. Weder auf der eigenen GeForce-Produktseite noch in Pressemitteilungen taucht der Name “Super” für die 50er-Reihe bislang auf.
Trotzdem gilt der Refresh in der Hardware-Szene inzwischen als so gut wie sicher. Der Grund: Mehrere voneinander unabhängige Quellen liefern seit über einem Jahr fast identische Zahlen. Der bekannte Leaker kopite7kimi, dessen frühere Treffer bei Nvidia-Produkten meist zutrafen, nennt für die RTX 5070 Super konkret den Chip GB205-400-A1 mit 6.400 CUDA-Kernen. VideoCardz und NotebookCheck bestätigen unabhängig voneinander dieselben Werte, was die Glaubwürdigkeit der Leaks deutlich erhöht.
Der Zeitplan: Warum sich der Start auf 2027 verschiebt
Noch im Sommer 2025 rechneten mehrere Fachmedien mit einer RTX 5070 Super bereits im ersten Quartal 2026. TweakTown berichtete damals von einem möglichen CES-2026-Reveal. Diese Prognose hat sich nicht bewahrheitet. Stattdessen meldete Tech Insider am 31. Juli 2026, dass sich der Start der RTX 5080 Super nun auf 2027 verschiebt. Die aktuellste Zusammenfassung von DLCompare vom Juni 2026 nennt als realistisches Fenster “Q4 2026 oder Q1 2027” für die gesamte Super-Reihe, samt RTX 5060 Super.
Ein indirekter, aber bemerkenswerter Hinweis kam am 8. Juli 2026 von einer eher unerwarteten Quelle: dem Netzteilhersteller Seasonic. Dessen Online-Wattzahlrechner listete plötzlich eine “RTX 5080 Super” mit einer TGP von 415 Watt, wie TheFPSReview berichtete. Da Netzteilhersteller solche Werte in der Regel direkt von Nvidia oder AIB-Partnern erhalten, werten viele Beobachter den Eintrag als starkes Indiz dafür, dass die Karte intern längst existiert, auch wenn ein offizielles Nvidia-Statement weiterhin fehlt.
Die Spezifikationen im Detail
Die Leak-Tabellen von Tom’s Guide, PCGamesN, Overclocking.com und NotebookCheck stimmen bei den Kernzahlen erstaunlich gut überein. Auffällig ist: Bei der RTX 5080 Super und der RTX 5070 Ti Super bleibt die Zahl der CUDA-Kerne exakt gleich wie bei den aktuellen Nicht-Super-Modellen. Nur die RTX 5070 Super bekommt zusätzlich zum Speicher auch etwas mehr Rechenleistung, nämlich 6.400 statt 6.144 CUDA-Kerne, ein Plus von rund 4 Prozent bei 50 statt 48 Streaming-Multiprozessoren.
Der eigentliche Verkaufsgrund ist überall derselbe: 50 Prozent mehr Videospeicher. Die RTX 5080 Super soll von 16 auf 24 GB GDDR7 springen, die RTX 5070 Ti Super ebenfalls auf 24 GB, und die RTX 5070 Super von 12 auf 18 GB. Die Speicherbandbreite bei der RTX 5070 Super bleibt dabei bei 672 GB/s über ein 192-Bit-Interface und 28-Gbps-Chips, unverändert gegenüber dem Original. Beim RTX 5060 Super sind die Angaben bislang deutlich dünner: Mehrere Quellen nennen nur vorläufig 12 GB, ohne belastbare Angaben zu Kernzahl oder Bus-Breite.
| Modell | CUDA-Kerne | VRAM | Speicherbus | TGP (Leistungsaufnahme) |
|---|---|---|---|---|
| RTX 5080 | 10.752 | 16 GB GDDR7 | 256-Bit | 360 W |
| RTX 5080 Super (Leak) | 10.752 | 24 GB GDDR7 | 256-Bit | 415 W |
| RTX 5070 Ti | 8.960 | 16 GB GDDR7 | 256-Bit | 300 W |
| RTX 5070 Ti Super (Leak) | 8.960 | 24 GB GDDR7 | 256-Bit | 350 W |
| RTX 5070 | 6.144 | 12 GB GDDR7 | 192-Bit | 250 W |
| RTX 5070 Super (Leak) | 6.400 | 18 GB GDDR7 | 192-Bit | 275 W |
Quelle: Zusammengefasste Leak-Tabellen von Tom’s Guide, NotebookCheck und Overclocking.com (Stand August 2026). Alle Super-Werte sind ungeprüfte Gerüchte, keine Nvidia-Angaben.
Warum jetzt? GDDR7-Speicher und die Lieferkette
Der zeitliche Zusammenhang ist auffällig. Als die reguläre RTX-50-Serie im Januar 2025 startete, war GDDR7-Speicher knapp und teuer. Nvidia begrenzte deshalb die meisten Modelle unterhalb des Spitzenprodukts auf 16 GB oder weniger. Berichten von NotebookCheck und Gaming PC Builder zufolge hat sich die GDDR7-Produktion seither so weit stabilisiert, dass höhere Speicherkonfigurationen inzwischen wirtschaftlich darstellbar sind, ohne die Kosten pro Karte explodieren zu lassen. Genau in dieses Zeitfenster fällt der geplante Super-Refresh.
Gleichzeitig bleibt der breitere Speichermarkt angespannt. Wie shattered.io berichtete, sind DRAM- und NAND-Preise 2026 in Summe stark gestiegen, was auch GDDR7 als verwandte Speicherklasse indirekt unter Druck setzt. Für Nvidia bedeutet das einen schmalen Grat: genug Speicher verbauen, um gegenüber der Konkurrenz konkurrenzfähig zu bleiben, ohne die Marge durch explodierende Speicherkosten zu gefährden.
Konkurrenzdruck: Warum AMD eine Rolle spielt
Ein zweiter Treiber hinter dem VRAM-Fokus ist AMD. Der Rivale positioniert seine Karten seit Jahren gezielt mit mehr Speicher pro Preisklasse, ein Argument, das bei Spielern mit hochauflösenden Texturen und KI-gestütztem Upscaling zunehmend zieht. Mehrere Leak-Zusammenfassungen, darunter Gaming PC Builder und PCGamesN, ordnen die Super-Serie explizit als Reaktion auf diesen Wettbewerbsdruck ein. Nvidia will offenkundig verhindern, dass AMD bei der Speicherausstattung im Marketing die Oberhand gewinnt, während die eigene Rechenleistungsführerschaft im Kern unangetastet bleibt.
Auch die parallel wachsende Nachfrage nach GPUs für lokale KI-Anwendungen spielt hinein. Wer große Sprachmodelle lokal betreiben will, stößt bei 12 oder 16 GB VRAM schnell an Grenzen. Shattered.io hat das am Beispiel der RTX 5090 für lokale KI-Workloads bereits gezeigt: Mehr Speicher ermöglicht größere Kontextfenster und größere Modelle, ohne auf Quantisierung zurückgreifen zu müssen. Die Super-Serie würde diesen Vorteil erstmals auch in die Mittelklasse tragen.
Die RTX 5090 als Warnsignal für die Preisentwicklung
Wer auf günstigere Super-Karten hofft, sollte einen Blick auf die aktuelle RTX 5090 werfen. Die Karte startete im Januar 2025 mit einer offiziellen UVP von 1.999 US-Dollar. Im August 2026 liegt der mittlere Straßenpreis in den USA laut einem Guide von Petronella Tech bei rund 4.700 US-Dollar, mit den günstigsten Angeboten bei etwa 4.399 US-Dollar und den meisten Partnerkarten zwischen 4.400 und 4.830 US-Dollar. Ein separater Preistracker von Tech Insider registrierte im Juli 2026 sogar Listungen jenseits der 5.000-Dollar-Marke, während Dropreference von limitierten Auflagen berichtet, die über 10.000 US-Dollar erzielt haben.
Für den österreichischen Markt hat shattered.io die lokale Situation bereits separat dokumentiert: Die RTX 5090 kostet hierzulande rund 5.119 Euro statt der 2.099 Euro UVP. Solche Aufschläge zeigen, wie stark Angebotsknappheit die Preise treiben kann, selbst über ein Jahr nach dem eigentlichen Marktstart. Ein Muster, das sich bei einem verzögerten Super-Launch mit begrenzten Stückzahlen zu Beginn wiederholen könnte.
| Kennzahl | Wert | Quelle / Zeitpunkt |
|---|---|---|
| RTX 5090 UVP bei Launch | 1.999 USD | Nvidia, Januar 2025 |
| Mittlerer US-Straßenpreis | ~4.700 USD | Petronella Tech, August 2026 |
| Günstigstes Angebot (Aug. 2026) | ~4.399 USD | Petronella Tech |
| Höchste reguläre Listungen | über 5.000 USD | Tech Insider, Juli 2026 |
| Limitierte Sonderauflagen | über 10.000 USD | Dropreference, August 2026 |
| Von Board-Partnern kalkulierter Aufschlag | ~300 USD | Tech Insider, Juli 2026 |
Bemerkenswert: Nvidia selbst verkaufte auf der QuakeCon 2026 (6. bis 9. August) am eigenen Stand RTX-50er-Karten zum ursprünglichen Listenpreis, wie Tom’s Hardware berichtete. Dass ein Kauf zum offiziellen Preis über ein Jahr nach Markteinführung mittlerweile als Besonderheit vermarktet wird, sagt viel über den Zustand des Marktes aus.
Marktauswirkungen: Was passiert mit RTX 4000 und dem Gebrauchtmarkt?
Ein verzögerter Super-Launch hat unmittelbare Folgen für benachbarte Marktsegmente. Solange RTX 5080 Super, 5070 Ti Super und 5070 Super nicht verfügbar sind, bleibt die ältere RTX-4000-Generation (Ada Lovelace) für preisbewusste Käufer relevanter als geplant. Sobald die Super-Karten mit deutlich mehr VRAM zu ähnlichen Preisen wie die aktuellen Modelle erscheinen, dürfte das laut mehreren Analysen den Gebrauchtmarkt für RTX-4070- und RTX-4080-Karten unter Druck setzen. Besitzer, die schon jetzt an die Grenzen ihres Videospeichers stoßen, würden dann eher verkaufen, was tendenziell die Gebrauchtpreise drückt.
Bis dahin bleibt die Situation für Neukäufer unbefriedigend. Wer heute eine RTX 5070 mit 12 GB kauft, riskiert, in wenigen Monaten ein Modell mit 50 Prozent mehr Speicher zu einem vergleichbaren Preis im Regal zu sehen. Wer wartet, verliert wertvolle Monate, in denen die aktuelle Generation ohnehin schon knapp bepreist ist. Diese Unsicherheit dürfte die Kaufzurückhaltung im Mittelklasse-Segment bis mindestens Ende 2026 verlängern.
Historischer Kontext: Nvidias Super-Strategie
Nvidia hat das Super-Label nicht erfunden, um Speicher zu erhöhen, sondern um mitten im Produktzyklus auf Konkurrenzdruck zu reagieren. Bei der RTX-20-Serie kamen die Super-Modelle 2019 als direkte Antwort auf AMDs damalige Radeon-RX-5700-Reihe, mit spürbaren Taktvorteilen bei ähnlichem Preis. Der aktuelle Fall unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt: Diesmal ist nicht die Rechenleistung der Hebel, sondern fast ausschließlich der Speicher. Das deutet darauf hin, dass Nvidia die Blackwell-Architektur selbst für ausreichend hält und den größten Wettbewerbsnachteil aktuell in der VRAM-Ausstattung sieht, nicht in der reinen Leistung.
Für Käufer heißt das: Wer auf spürbar mehr Bildrate durch die Super-Serie hofft, dürfte enttäuscht werden. Der Zugewinn liegt fast vollständig in der Fähigkeit, größere Texturen, höhere Auflösungen und speicherhungrige KI-Workloads zu bewältigen, nicht in reiner Spielegeschwindigkeit.
So prüfen Sie den VRAM-Bedarf der eigenen Anwendung
Bevor man auf eine Super-Karte wartet oder umsattelt, lohnt sich ein Blick auf den tatsächlichen Speicherbedarf der eigenen Workloads. Unter Windows und Linux liefert das Kommandozeilentool von Nvidia dafür schnelle Werte, etwa während ein Spiel oder ein KI-Modell läuft.
nvidia-smi --query-gpu=name,memory.used,memory.total --format=csv
# Beispielausgabe:
# name, memory.used [MiB], memory.total [MiB]
# NVIDIA GeForce RTX 5070, 10850 MiB, 12288 MiB
Liegt die genutzte Speichermenge regelmäßig nahe am Maximum, ist das ein klares Signal, dass ein Modell mit mehr VRAM, etwa eine künftige Super-Variante, den Unterschied zwischen flüssigem Betrieb und Nachladerucklern machen kann.
Was AIB-Partner und Leaker sagen
Offizielle Stellungnahmen von Nvidia oder großen Boardpartnern wie Asus, MSI, Gigabyte oder Zotac gibt es bislang keine. Kein Hersteller hat Produktseiten, Kühlerdesigns oder Verpackungen für Super-Modelle bestätigt. Die belastbarsten Hinweise stammen stattdessen aus zwei Richtungen: den wiederholt akkuraten Leaks von kopite7kimi, der schon frühere Nvidia-Generationen korrekt vorhergesagt hat, und indirekten Spuren wie dem erwähnten Seasonic-Eintrag. TechPowerUp fasste die Gerüchtelage bereits am 6. August 2026 unter dem Titel zusammen, dass Nvidia die Super-GPUs “vor Weihnachten” zeigen könnte, was sich mit dem breiteren Q4-2026-Fenster deckt, auch wenn ein tatsächlicher Marktstart oft erst Wochen oder Monate nach einer ersten Ankündigung folgt.
Wichtig für die Einordnung: Keine der genannten Spezifikationen ist eine offizielle Nvidia-Angabe. Es handelt sich um Leaks, die sich zwar über mehrere unabhängige Quellen hinweg decken, aber jederzeit vor dem finalen Launch noch angepasst werden können. Käufer sollten Kaufentscheidungen daher nicht allein auf diese Zahlen stützen.
Was bedeutet das für Käufer in Österreich?
Für den heimischen Markt kommen zwei Probleme zusammen: verzögerte neue Modelle und ein bereits aufgeblähter Preisrahmen bei der aktuellen Generation. Wer kurzfristig eine neue GPU braucht, kommt an den bestehenden RTX-50-Preisen kaum vorbei, da ein Super-Launch realistisch erst gegen Ende 2026 oder Anfang 2027 zu erwarten ist. Wer Zeit hat, sollte die kommenden Monate nutzen, um Preise über mehrere Händler hinweg zu vergleichen und größere Käufe eher kurzfristig vor einem bestätigten Launchtermin zu planen, sobald Nvidia diesen offiziell ankündigt.
Wer aktuell eine Multi-GPU-Workstation für KI-Training plant, findet in der Zwischenzeit mit bestehender Hardware oft die pragmatischere Lösung. Shattered.io hat dazu bereits einen Aufbau-Leitfaden für Multi-GPU-KI-Workstations veröffentlicht, der zeigt, wie sich mehrere kleinere Karten kombinieren lassen, statt auf eine einzelne, stark überteuerte Karte zu warten.
Fünf Prognosen für die kommenden Monate
- Kein Launch vor Q4 2026: Die Häufung übereinstimmender Leaks (DLCompare, Tech Insider, TweakTown) macht ein Launch-Fenster zwischen Oktober 2026 und Anfang 2027 wahrscheinlicher als jeden früheren Termin.
- RTX 5070 Super kommt zuerst: Da für dieses Modell die detailliertesten und am längsten stabilen Leaks vorliegen, dürfte es vor RTX 5080 Super und RTX 5070 Ti Super erscheinen.
- Anfangsknappheit wie bei der RTX 5090: Angesichts der Vorgeschichte der aktuellen Generation ist mit begrenzten Stückzahlen und Preisen über der UVP in den ersten Wochen nach Launch zu rechnen.
- RTX-4000-Gebrauchtpreise geraten unter Druck: Sobald ein konkreter Super-Termin steht, dürften Verkäufer ältere Ada-Lovelace-Karten schneller und günstiger abgeben.
- RTX 5060 Super bleibt vage: Für das Einstiegsmodell fehlen bislang belastbare Kernzahlen, ein finales Bild wird sich vermutlich erst kurz vor dem eigentlichen Launch der höheren Modelle abzeichnen.
Konkurrenzvergleich: Nvidia gegen AMD und den eigenen Nachfolger
Im direkten Vergleich zeigt sich, warum Nvidia den Speicher-Hebel zieht statt neue Chips zu entwickeln. AMD positioniert seine Mittelklasse-Karten traditionell mit großzügigerer Speicherausstattung pro Preisklasse, was in Benchmarks bei speicherintensiven Titeln regelmäßig zu besseren Frame-Time-Werten führt, selbst wenn die reine Rechenleistung unterlegen ist. Eine RTX 5070 mit nur 12 GB gerät in aktuellen AAA-Titeln mit hochauflösenden Texturpaketen zunehmend in Bedrängnis, während eine mögliche RTX 5070 Super mit 18 GB diesen Nachteil beseitigen würde, ohne dass Nvidia an der Preisstruktur grundlegend etwas ändern müsste.
Gleichzeitig konkurriert die Super-Serie faktisch mit Nvidias eigenem Spitzenprodukt. Eine RTX 5070 Ti Super mit 24 GB VRAM käme dem Speicherausbau der RTX 5090 (32 GB) deutlich näher als die aktuelle RTX 5070 Ti, was die Kaufentscheidung für preissensible Käufer in der oberen Mittelklasse erheblich verändern dürfte. Wer heute über den Kauf einer RTX 5080 oder RTX 5090 nachdenkt, sollte diesen möglichen internen Wettbewerb in die Abwägung miteinbeziehen.
Häufig gestellte Fragen zur RTX 50-Super-Serie
Wann kommt die RTX 50-Super-Serie auf den Markt?
Nach aktuellem Stand der Leaks (August 2026) ist ein Marktstart zwischen dem vierten Quartal 2026 und dem ersten Quartal 2027 am wahrscheinlichsten, wobei einige Quellen sogar erst die CES 2027 als Bühne nennen. Ein offizielles Nvidia-Datum existiert bislang nicht.
Was ist der Hauptunterschied zwischen RTX 5070 und RTX 5070 Super?
Laut Leaks bekommt die RTX 5070 Super 18 statt 12 GB GDDR7-Speicher (+50 Prozent) sowie 6.400 statt 6.144 CUDA-Kerne. Die Speicherbandbreite bleibt mit 672 GB/s über ein 192-Bit-Interface unverändert.
Wird die RTX 5080 Super teurer als die aktuelle RTX 5080?
Konkrete Preise hat Nvidia nicht bestätigt. Mehrere Leak-Zusammenfassungen gehen von moderaten Aufschlägen gegenüber den aktuellen UVPs aus, belastbare Zahlen von Distributoren oder AIB-Partnern liegen bislang jedoch nicht vor.
Lohnt sich der Kauf einer RTX 5090 noch, wenn die Super-Serie kommt?
Die Super-Serie betrifft laut aktuellen Leaks nur RTX 5080, 5070 Ti, 5070 und 5060. Eine “RTX 5090 Super” taucht in keiner der ausgewerteten Leak-Quellen auf. Wer die Spitzenleistung der RTX 5090 benötigt, ist von der Super-Ankündigung also nicht direkt betroffen, wohl aber indirekt über die allgemeine Marktpreisentwicklung.
Warum bekommen die Super-Karten vor allem mehr Speicher statt mehr Leistung?
Weil die GDDR7-Produktion sich laut Branchenberichten seit dem Launch der regulären RTX-50-Serie stabilisiert hat und höhere Speicherkapazitäten inzwischen wirtschaftlicher herstellbar sind. Gleichzeitig reagiert Nvidia damit auf AMDs Marketing-Vorteil bei der Speicherausstattung, ohne die Blackwell-Architektur selbst neu auflegen zu müssen.
Was passiert mit gebrauchten RTX-4000-Karten, sobald die Super-Serie startet?
Analysten und Fachmedien erwarten, dass ein Super-Launch mit deutlich mehr VRAM den Gebrauchtmarkt für RTX-4070- und RTX-4080-Karten unter Preisdruck setzt, da speicherlimitierte Nutzer eher auf die neuere Generation umsteigen dürften.
Sind die genannten Spezifikationen offiziell von Nvidia bestätigt?
Nein. Alle Zahlen stammen aus Leaks, vor allem von kopite7kimi, sowie aus Berichten von VideoCardz, NotebookCheck, Tom’s Guide und PCGamesN. Ein indirekter Hinweis kommt zusätzlich vom Netzteilhersteller Seasonic. Eine offizielle Nvidia-Bestätigung steht weiterhin aus.
Wie wirkt sich die aktuelle GDDR7-Knappheit auf die Preise in Österreich aus?
Die angespannte Speicherlage trägt mit dazu bei, dass die aktuelle RTX 5090 in Österreich laut vorherigen shattered.io-Recherchen bei rund 5.119 Euro statt der UVP von 2.099 Euro liegt. Eine ähnliche Dynamik ist bei einem knapp verfügbaren Super-Launch nicht auszuschließen.
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