CPU-Z gehört seit Jahren zu den ersten Tools, die PC-Bastler nach einem Hardware-Kauf installieren. Das kleine Gratis-Programm von CPUID liest Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher und Grafikkarte aus und zeigt in Sekunden, was wirklich in einem Rechner steckt. In Österreich suchen monatlich rund 2.400 Nutzer nach dem Tool, oft auf der Suche nach dem richtigen Download-Link oder einer Antwort auf die Frage, ob die Software sicher ist.
Genau diese Sicherheitsfrage ist seit April 2026 berechtigter denn je. Unbekannte Angreifer kompromittierten damals kurzzeitig einen Teilbereich der CPUID-Website und tauschten Download-Links gegen Schadsoftware aus. Dieser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie CPU-Z 3.01 sicher herunterladen, richtig einsetzen und die Ergebnisse validieren, inklusive der Lektionen aus dem Zwischenfall.
Sie lernen hier mehr als nur einen Installationsklick. Das Tutorial führt durch zwölf konkrete Schritte, von der Signaturprüfung des Downloads über das richtige Lesen von CPU-, Mainboard- und Speicherwerten bis zum automatisierten Export per Kommandozeile. Am Ende steht ein vollständiges Praxisprojekt, mit dem Sie jede Hardware-Änderung, etwa eine RAM-Übertaktung oder einen BIOS-Tausch, objektiv dokumentieren können, statt sich auf Ihr Gedächtnis zu verlassen.
Was ist CPU-Z und wofür brauchen Sie es?
CPU-Z ist ein schlankes Diagnoseprogramm des französischen Herstellers CPUID. Es liest Informationen zu Prozessor, Mainboard, Speicher und Grafikkarte direkt aus der Hardware aus und stellt sie in übersichtlichen Reitern dar. Anders als ein Benchmark-Tool verändert CPU-Z nichts am System, es zeigt lediglich an, was vorhanden ist und wie es gerade konfiguriert ist.
Das Programm beantwortet typische Fragen aus dem Alltag: Läuft der Arbeitsspeicher tatsächlich mit dem beworbenen Takt? Welches Stepping hat die CPU? Ist das Mainboard für ein BIOS-Update überhaupt geeignet? Käufer gebrauchter Hardware nutzen CPU-Z zudem, um Verkäuferangaben zu prüfen, bevor sie zahlen.
In der Praxis taucht CPU-Z in mindestens vier wiederkehrenden Situationen auf: beim Erstcheck nach einem Hardware-Kauf, bei der Fehlersuche, wenn ein System langsamer läuft als erwartet, beim Dokumentieren vor einem Verkauf gebrauchter Teile und beim Überprüfen, ob ein gerade durchgeführtes Übertakten oder ein BIOS-Update überhaupt wie geplant gegriffen hat. Keine dieser Aufgaben erfordert tiefes Hardware-Wissen, CPU-Z übersetzt die rohen Hersteller-Daten in eine Form, die auch Einsteiger auf den ersten Blick verstehen.
CPUID stellt neben CPU-Z auch HWMonitor, HWMonitor Pro und PerfMonitor bereit. Diese Werkzeuge ergänzen sich: Während CPU-Z den Ist-Zustand fotografiert, protokolliert HWMonitor Temperaturen und Spannungen über Zeit. Für die Grafikkarte lohnt sich zusätzlich GPU-Z, ein eigenständiges Tool des amerikanischen Herstellers TechPowerUp. CPU-Z und GPU-Z stammen also von zwei verschiedenen Firmen, werden aber in der Praxis oft gemeinsam genutzt, weil sich ihre Stärken ergänzen.
Aktuell liegt CPU-Z in Version 3.01 vor, veröffentlicht am 20. August 2026. Die Software erkennt neben klassischen x86- und x64-Prozessoren inzwischen auch ARM64-Plattformen. CPUID bietet dafür eigene ARM64-Builds von CPU-Z und HWMonitor an, die unter anderem auf Windows-on-Arm-Geräten laufen, zu denen auch Nvidias neue RTX-Spark-Plattform zählt. Das zeigt, wie aktiv das Tool trotz seines Alters weiterentwickelt wird.
Der Grund für die lange Lebensdauer von CPU-Z liegt in seiner engen Spezialisierung. Statt wie manche Konkurrenten mit grafischen Dashboards, Benchmarks und Übertaktungs-Assistenten gleichzeitig zu werben, beschränkt sich CPUID bewusst auf eine einzige Aufgabe: Hardware korrekt erkennen und verständlich anzeigen. Reviewer großer Tech-Magazine greifen deswegen bis heute zuerst zu CPU-Z, bevor sie überhaupt einen Benchmark starten, weil ein falsch erkannter Takt oder ein falsches Speichertiming jedes nachfolgende Testergebnis verzerren würde. Diese Rolle als vertrauenswürdige erste Instanz macht das Tool zugleich zu einem besonders attraktiven Ziel für Angreifer, die genau dieses Vertrauen ausnutzen wollen, wie der Zwischenfall im April 2026 gezeigt hat.
Gerade weil CPU-Z so verbreitet und so vertrauenswürdig wirkt, eignet es sich im Umkehrschluss auch gut als Lehrbeispiel für sicheres Software-Download-Verhalten im Allgemeinen. Wer einmal verinnerlicht hat, wie man bei einem kleinen, kostenlosen Tool wie CPU-Z Herkunft, Hash und Signatur prüft, wendet dieselbe Routine später automatisch auch bei anderen Programmen an, von Treiber-Updates bis zu Spiele-Mods.
Voraussetzungen: Diese Systemvoraussetzungen brauchen Sie
Bevor Sie starten, prüfen Sie kurz, ob Ihr System die folgenden Punkte erfüllt. Die Anforderungen an CPU-Z selbst sind minimal, die Zusatzschritte in diesem Tutorial (Signaturprüfung, Kommandozeile) setzen aber eine aktuelle PowerShell-Version voraus.
| Komponente | Mindestanforderung | Empfehlung |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10, Version 22H2 | Windows 11, Version 23H2 oder neuer, auch Windows 11 on Arm |
| CPU-Z Version | 2.x (ohne ARM64-Support) | 3.01 (Stand 20. August 2026) |
| Architektur-Build | x86 (cpuz.exe) | x64 (cpuz_x64.exe) oder ARM64 für Snapdragon- und RTX-Spark-Geräte |
| Benutzerrechte | Standardbenutzer für die Anzeige | Administrator für SPD- und Sensor-Zugriff |
| Speicherplatz | ca. 5 MB | ca. 10 MB inklusive GPU-Z und HWMonitor |
| Internetzugang | Nicht zwingend notwendig | Erforderlich für den Upload zum CPU-Z Validator |
| PowerShell | Version 5.1 | Version 7.x für Hash- und Signaturprüfung |
Zusätzlich hilfreich, aber nicht zwingend: ein zweiter freier USB-Stick für die portable Version und eine Notiz-App, um Messwerte vor und nach einer Änderung zu dokumentieren. Genau darum geht es im Praxisprojekt weiter unten.
Die Administratorrechte verdienen einen genaueren Blick, weil sie in der Praxis oft übersprungen werden. Ohne erhöhte Rechte liest CPU-Z zwar die meisten CPU- und Mainboard-Felder korrekt aus, der SPD-Tab und einzelne Sensorwerte bleiben auf manchen Systemen jedoch leer oder unvollständig, weil Windows den direkten Hardware-Zugriff auf diese Schnittstellen für Standardbenutzer einschränkt. Starten Sie CPU-Z deshalb mindestens einmal per Rechtsklick über “Als Administrator ausführen”, bevor Sie sich über fehlende SPD-Daten wundern.
Schritt 1 und 2: CPU-Z sicher herunterladen und Signatur prüfen
Der wichtigste Schritt in diesem Tutorial kommt zuerst, nicht am Ende. Laden Sie CPU-Z ausschließlich von der offiziellen Download-Seite von cpuid.com herunter, niemals über Treiber-Updater, Download-Sammelportale oder Links aus Foren. Diese Vorsicht ist kein Standardsatz, sondern eine direkte Lektion aus dem Zwischenfall vom April 2026, den der Sicherheits-Exkurs weiter unten einordnet.
Nach dem Download prüfen Sie zwei Dinge: den Hashwert der Datei und die digitale Signatur. Öffnen Sie dazu PowerShell im Download-Ordner und lassen Sie sich den SHA-256-Hash anzeigen.
Get-FileHash -Algorithm SHA256 "$HOME\Downloads\cpu-z_3.01-en.exe" | Format-List
Vergleichen Sie den ausgegebenen Wert mit dem Hash, den CPUID auf der Downloadseite veröffentlicht. Stimmen die beiden Werte nicht überein, löschen Sie die Datei sofort und laden Sie sie erneut herunter. Prüfen Sie im zweiten Schritt die Authenticode-Signatur der Datei, also den digitalen Fingerabdruck, der belegt, dass CPUID die Datei tatsächlich signiert hat.
Get-AuthenticodeSignature "$HOME\Downloads\cpu-z_3.01-en.exe" | Select-Object Status, SignerCertificate
Der Status sollte “Valid” lauten und der Aussteller des Zertifikats auf CPUID verweisen. Eine ausführliche, allgemeinverständliche Anleitung zu diesem Schritt liefert auch der Ratgeber von LaptopJudge, der genau diese Prüfkette empfiehlt. Wer zusätzlich Sicherheit will, lädt die Datei vor dem ersten Start noch bei VirusTotal hoch und scannt sie mit dem lokal installierten Virenschutz.
Schritt 3 und 4: Installation und erster Start unter Windows
CPU-Z steht in zwei Varianten bereit: als klassischer Installer und als portable ZIP-Version ohne Installation. Für den einmaligen Check reicht die portable Variante völlig aus, für den dauerhaften Einsatz empfiehlt sich der Installer, weil er Updates einfacher macht.
- Entpacken Sie die ZIP-Datei oder starten Sie den Installer per Doppelklick.
- Bestätigen Sie die Meldung des Windows SmartScreen-Filters nur, wenn als Herausgeber korrekt “CPUID” angezeigt wird.
- Wählen Sie bei der Installation die 64-Bit-Variante cpuz_x64.exe, sofern Ihr System nicht explizit ARM64 nutzt.
- Starten Sie CPU-Z und warten Sie, bis alle Reiter (CPU, Caches, Mainboard, Memory, SPD, Graphics, Bench, About) vollständig geladen sind.
Beim allerersten Start kann der Ladevorgang einige Sekunden dauern, weil CPU-Z sämtliche Sensoren und SPD-Module einzeln abfragt. Das ist normal und kein Zeichen eines Fehlers. Starten Sie das Programm nach dem ersten Durchlauf idealerweise einmal mit Administratorrechten, damit auch geschützte Sensordaten korrekt ausgelesen werden.
Wer die portable ZIP-Variante bevorzugt, sollte sie in einen Ordner mit Schreibrechten entpacken, etwa direkt in den Dokumente-Ordner oder auf einen USB-Stick, und nicht in geschützte Systemverzeichnisse wie “Programme”. Andernfalls kann CPU-Z zwar Hardware-Daten anzeigen, scheitert aber später beim Speichern eines Reports an fehlenden Schreibrechten. Dieses Detail erspart Ihnen in Schritt 11 unnötige Fehlersuche.
Schritt 5: Den CPU-Tab richtig lesen
Der CPU-Tab ist die Startseite von CPU-Z und zeigt die wichtigsten Prozessordaten: Name, Codename, Fertigungsprozess, Kernspannung, aktueller Takt und Multiplikator. Wichtig ist der Unterschied zwischen “Core Speed” und “Bus Speed”. Der angezeigte Takt multipliziert sich aus beiden Werten und schwankt bei modernen CPUs je nach Last ständig.
Beobachten Sie den Takt über mehrere Sekunden, nicht nur als Einzelwert. Prozessoren mit Boost-Funktion springen im Leerlauf oft auf niedrige Taktraten herunter und erreichen den beworbenen Maximaltakt nur unter Volllast für kurze Zeit. Wer den realen Spitzentakt prüfen will, startet parallel eine Last, etwa durch das gleichzeitige Öffnen mehrerer Programme, und beobachtet währenddessen den Core-Speed-Wert.
Die angezeigte Kernspannung (“Core Voltage”) schwankt bei modernen CPUs ebenfalls ständig, da moderne Spannungsregler den Wert in Echtzeit an die aktuelle Last anpassen, anstatt eine feste Spannung anzulegen. Ein einzelner niedriger oder hoher Messwert ist deshalb noch kein Grund zur Sorge. Relevant wird die Spannung erst im Vergleich über Zeit, etwa um zu prüfen, ob ein manuelles Undervolting im BIOS tatsächlich wie gewünscht gegriffen hat.
Der Reiter “Caches” direkt daneben listet L1-, L2- und L3-Cache-Größen auf. Diese Werte sind besonders beim Kauf gebrauchter Server- oder Workstation-CPUs relevant, weil unterschiedliche Modellvarianten teils deutlich abweichende Cache-Ausstattungen besitzen, auch wenn der Modellname ähnlich klingt.
Weiter unten im CPU-Tab lohnt sich ein Blick auf die Zeile “Instructions”, die unterstützte Befehlssatz-Erweiterungen wie AVX2, AVX-512 oder SHA aufzählt. Diese Angabe entscheidet mit, ob bestimmte Software, etwa Verschlüsselungs- oder KI-Anwendungen, auf dem Prozessor überhaupt die schnellste verfügbare Berechnungsroute nutzen kann. Daneben zeigt das Feld “TDP” die thermische Verlustleistung, die der Hersteller für die Kühlung vorgesehen hat. Weicht die beobachtete Temperatur unter Last deutlich von diesem Richtwert ab, deutet das meist auf ein Kühlungsproblem hin und nicht auf einen Fehler von CPU-Z.
Schritt 6 und 7: Mainboard, Speicher und SPD-Werte auslesen
Der Mainboard-Tab zeigt Hersteller, Modellbezeichnung und die installierte BIOS-Version. Diese Angabe brauchen Sie vor jedem BIOS-Update, um die passende Datei beim Hersteller herunterzuladen, denn ein falsch heruntergeladenes BIOS-Image für ein ähnlich benanntes, aber abweichendes Mainboard-Revisions kann im schlimmsten Fall das Board unbrauchbar machen. Darunter listet der Memory-Tab den insgesamt erkannten Arbeitsspeicher samt aktuellem Takt, Kanal-Modus und Timings.
Richtig spannend wird es im SPD-Tab. Dort liegen die vom Speicherbaustein selbst gespeicherten Werksprofile, inklusive aller XMP- oder EXPO-Profile, die der Hersteller hinterlegt hat. Über das Dropdown-Menü oben lassen sich einzelne Speicherbänke separat auswählen, was bei Mischbestückung aus mehreren Modulen hilfreich ist.
| SPD-Feld | Bedeutung | Typischer Wert bei DDR5 |
|---|---|---|
| Max Bandwidth | Theoretisches Taktlimit laut JEDEC-Standard | PC5-38400 oder höher |
| Module Size | Kapazität des einzelnen Riegels | 16, 32 oder 48 GB |
| Voltage | Spannung des Standardprofils | 1,1 V |
| JEDEC-Profile | Werksprofile ohne Übertaktung | mehrere Stufen je nach Takt |
| XMP / EXPO | Herstellerprofil für höheren Takt | je nach Kit meist deutlich über JEDEC |
Wichtig: Die SPD-Werte zeigen, was der Speicher könnte, nicht zwingend, was aktuell aktiv ist. Ob ein XMP- oder EXPO-Profil wirklich läuft, erkennen Sie oben im Memory-Tab am tatsächlichen DRAM-Frequency-Wert, nicht im SPD-Reiter. Diese Verwechslung gehört zu den häufigsten Stolperfallen, mehr dazu weiter unten.
Auch die angezeigte BIOS-Version im Mainboard-Tab hat eine sicherheitsrelevante Seite, die über reine Kompatibilität hinausgeht. Hersteller liefern über BIOS-Updates regelmäßig neue Microcode-Versionen aus, die bekannte Prozessor-Schwachstellen wie Spectre- oder Meltdown-Varianten schließen. Wer die eigene BIOS-Version regelmäßig mit CPU-Z abliest und mit der Support-Seite des Mainboard-Herstellers vergleicht, erkennt schnell, ob ein sicherheitsrelevantes Update noch fehlt. Für IT-Verantwortliche in Unternehmen ist das ein einfacher, kostenloser Baustein einer größeren Patch-Management-Routine.
Schritt 8: Grafikkarte mit GPU-Z ergänzend prüfen
CPU-Z besitzt zwar einen Graphics-Tab, der Grundinformationen wie Modellname und Speichergröße zeigt, bleibt dabei aber bewusst knapp. Für eine tiefere Analyse der Grafikkarte, etwa Taktraten im Leerlauf und unter Last, Treiberversion oder Speicherbandbreite, lohnt sich der Zusatz von GPU-Z, entwickelt vom Team hinter TechPowerUp.
Installieren Sie GPU-Z parallel zu CPU-Z und öffnen Sie beide Programme gleichzeitig. So erhalten Sie in Sekunden einen vollständigen Überblick über CPU, Mainboard, RAM und Grafikkarte, ohne Systeminformationen aus mehreren Windows-Dialogen zusammensuchen zu müssen. Bei Laptops mit zwei Grafikchips zeigt GPU-Z über ein Dropdown-Menü beide Chips getrennt an, was bei der Fehlersuche hilft, wenn eine Anwendung versehentlich die schwächere GPU nutzt.
Achten Sie beim GPU-Z-Download auf dieselbe Vorsicht wie bei CPU-Z: Laden Sie die Software ausschließlich über den offiziellen GitHub-Auftritt oder die TechPowerUp-Webseite herunter. Da GPU-Z und CPU-Z oft gemeinsam in Hardware-Reviews und Foren-Threads erwähnt werden, kursieren im Netz auch für GPU-Z gelegentlich inoffizielle Bundle-Installer mit zusätzlicher, ungewollter Software. Die gleiche Hash- und Signaturprüfung aus Schritt 1 und 2 lässt sich eins zu eins auf die GPU-Z-Installationsdatei anwenden.
Schritt 9: CPU-Z Bench ausführen und einordnen
Der Bench-Tab führt einen kurzen, eigenen Rechentest durch und ermittelt Einzel- und Mehrkern-Werte. Wichtig für die Einordnung: Diese Zahlen sind nur innerhalb derselben CPU-Z-Version vergleichbar. CPUID verändert den Bench-Algorithmus von Zeit zu Zeit, wodurch Ergebnisse aus alten Versionen nicht direkt mit aktuellen Werten verglichen werden können.
Klicken Sie vor dem Test auf “Bench CPU”, warten Sie den Durchlauf ab und lesen Sie anschließend die Spalte “This Thread” für den Einzelkernwert sowie die Gesamtsumme für den Mehrkernwert ab. Darunter zeigt CPU-Z zum Vergleich automatisch Referenzwerte bekannter CPU-Modelle an, die aus derselben Version stammen und damit fair vergleichbar sind.
Ein typischer Report-Ausschnitt sieht strukturell so aus (Platzhalter statt echter Messwerte, da Ergebnisse stark von Kühlung, Energieplan und Hintergrundlast abhängen):
CPU-Z TXT Report
-------------------------------------------------------------------------
Binaries
-------------------------------------------------------------------------
CPU-Z version 3.01.x64
-------------------------------------------------------------------------
Bench CPU
-------------------------------------------------------------------------
Number of threads [laut Ihrer CPU]
CPU-Z Bench Single Thread [Ihr Messwert]
CPU-Z Bench Multi Thread [Ihr Messwert]
Reference CPUs [automatisch von CPU-Z ergänzt]
Für belastbare Vergleiche über Systeme hinweg achten Sie zusätzlich auf eine stabile Raumtemperatur, denselben Energieplan und geschlossene Hintergrundprogramme. Nur so lassen sich spätere Veränderungen, etwa nach einem RAM-Upgrade, wirklich der Hardware zuordnen und nicht einem zufälligen Software-Rauschen.
In der Redaktionspraxis dient der Bench-Tab vor allem als schneller Plausibilitätscheck, nicht als vollwertiger Benchmark-Ersatz. Wer eine CPU gerade erst eingebaut hat und innerhalb von Sekunden grob einschätzen möchte, ob die Leistung im erwarteten Bereich liegt, bekommt mit CPU-Z Bench eine erste Orientierung, ohne ein separates, deutlich größeres Benchmark-Programm installieren zu müssen. Für eine detaillierte Leistungsbewertung über mehrere Minuten unter konstanter Last greifen Sie anschließend besser zu einem dedizierten Tool wie Cinebench.
Schritt 10: Ergebnis beim CPU-Z Validator V3 einreichen
Über den Button “Validate” im Bench-Tab oder im CPU-Tab lädt CPU-Z eine Momentaufnahme Ihrer Hardware-Konfiguration zu CPUIDs Online-Datenbank hoch, aktuell als CPU-Z Validator V3 bezeichnet. Das Ergebnis erhält eine eindeutige Webadresse, die Sie weitergeben können, etwa in einem Forum, beim Verkauf gebrauchter Hardware oder als Nachweis für einen Overclocking-Versuch.
Wichtig für die Einordnung: Der Validator bestätigt ausschließlich, dass die angezeigte Hardware zum Zeitpunkt des Uploads tatsächlich so im System vorhanden und konfiguriert war. Er ist kein Leistungstest und sagt nichts über Stabilität unter Dauerlast aus. Diese Unterscheidung ist einer der häufigsten Denkfehler bei Einsteigern, mehr dazu im Abschnitt zu den Stolperfallen.
Schlägt der Upload mit einer Serverfehlermeldung fehl, speichern Sie das Ergebnis zunächst lokal als CVF-Datei über “File > Save Report > Validation” und laden es zu einem späteren Zeitpunkt erneut hoch. Firmen-Firewalls und restriktive Proxy-Einstellungen blockieren den Upload gelegentlich, ohne dass CPU-Z selbst fehlerhaft arbeitet.
CPU-Z und Datenschutz: Was der Online-Validator wirklich sendet
Für Leser in Österreich stellt sich bei jedem Tool, das Daten an einen Server im Ausland schickt, automatisch die Frage nach der DSGVO. Beim CPU-Z Validator lohnt sich ein genauer Blick, welche Informationen tatsächlich die eigene Festplatte verlassen, bevor Sie den Upload-Button drücken.
| Datenkategorie | Wird übertragen | Erklärung |
|---|---|---|
| CPU-, Mainboard- und RAM-Modell | Ja | Kernzweck des Validators, dient dem öffentlichen Vergleich |
| Erkannte Taktraten und Spannungen | Ja | Wird für die eindeutige Validierungsseite benötigt |
| Name, E-Mail-Adresse oder Kontodaten | Nein | CPU-Z fragt beim Validator-Upload keine Account-Daten ab |
| Dateien, Browserverlauf oder Zwischenablage | Nein | Außerhalb des Funktionsumfangs eines reinen Hardware-Auslesetools |
| IP-Adresse des Nutzers | Technisch ja | Wie bei jeder Webverbindung serverseitig sichtbar, nicht Teil des Validierungsberichts |
Die übertragenen Hardware-Daten landen auf einer öffentlich einsehbaren Webseite, erkennbar an einer eindeutigen Adresse. Wer vermeiden möchte, dass die eigene Konfiguration öffentlich auffindbar bleibt, verzichtet einfach auf den Validator-Upload und nutzt ausschließlich den lokalen Report-Export aus Schritt 11. Für den privaten Gebrauch reicht die lokale Textdatei völlig aus, der Validator ist vor allem für öffentliche Vergleiche, Rekordversuche und den Nachweis beim Verkauf gebrauchter Hardware gedacht.
Unternehmen, die aus Compliance-Gründen grundsätzlich keine Hardware-Details an externe Server senden dürfen, sollten den Validator-Upload generell deaktiviert lassen und ausschließlich auf den lokalen Textexport aus Schritt 11 setzen. Da dieser Export rein lokal auf der Festplatte landet und keine Netzwerkverbindung benötigt, lässt er sich auch in abgeschotteten Netzwerken ohne Internetzugang problemlos einsetzen.
Schritt 11 und 12: Report exportieren und per Kommandozeile automatisieren
Für die Dokumentation, etwa vor dem Verkauf eines PCs oder für ein IT-Support-Ticket, exportieren Sie den vollständigen Report als Text- oder HTML-Datei über “File > Save Report”. Wer das regelmäßig für mehrere Rechner erledigen muss, spart Zeit mit den dokumentierten Kommandozeilen-Schaltern von CPU-Z, die einen Export ganz ohne Mausklicks erlauben.
cpuz_x64.exe -txt=bericht.txt -html=bericht.html
Dieser Befehl startet CPU-Z, erzeugt automatisch einen Text- und einen HTML-Report im aktuellen Ordner und beendet sich anschließend selbst. Für IT-Teams, die mehrere Rechner dokumentieren, lässt sich der Export zusätzlich mit dem Tagesdatum versehen, damit spätere Vergleiche nicht versehentlich überschrieben werden.
@echo off
set DATUM=%date:~-4%-%date:~3,2%-%date:~0,2%
cpuz_x64.exe -txt=report_%DATUM%.txt
Speichern Sie dieses kleine Skript als BAT-Datei neben der CPU-Z-Executable und binden Sie es bei Bedarf in die Windows-Aufgabenplanung ein, um den Hardware-Zustand automatisch, zum Beispiel wöchentlich, zu protokollieren.
Praxisprojekt: Übertaktung vorher und nachher dokumentieren
Mit den bisherigen Schritten haben Sie bereits alle Werkzeuge für ein vollständiges Mini-Projekt zusammen: einen überprüften, sicheren CPU-Z-Download und die Fähigkeit, Reports per Kommandozeile zu exportieren. Das folgende Projekt verbindet beides zu einem wiederholbaren Workflow, mit dem Sie jede Hardware-Änderung objektiv dokumentieren, nicht nur eine RAM-Übertaktung.
Der Grund, warum ein reiner Vorher-Nachher-Blick mit bloßem Auge oft nicht ausreicht: CPU-Z-Reports enthalten mehrere hundert Zeilen Text. Eine einzelne veränderte Zeile, etwa ein von Hand übersehener Timing-Wert, geht darin leicht unter. Das folgende kleine Projekt automatisiert genau diesen Abgleich und macht ihn wiederholbar, egal ob Sie einmalig übertakten oder regelmäßig mehrere Testsysteme vergleichen.
- Exportieren Sie vor der Änderung einen Report:
cpuz_x64.exe -txt=report_vorher.txt - Nehmen Sie die geplante Änderung vor, zum Beispiel die Aktivierung eines EXPO-Profils im BIOS.
- Starten Sie Windows neu und prüfen Sie zuerst, ob das System überhaupt stabil bootet.
- Exportieren Sie danach einen zweiten Report:
cpuz_x64.exe -txt=report_nachher.txt - Vergleichen Sie beide Dateien automatisiert statt sie manuell Zeile für Zeile zu lesen.
$vorher = Get-Content .\report_vorher.txt
$nachher = Get-Content .\report_nachher.txt
Compare-Object $vorher $nachher | Format-Table -AutoSize
Das Skript listet nur die Zeilen auf, die sich zwischen beiden Reports unterscheiden, etwa den neuen DRAM-Takt oder veränderte Timings. Dieser Ansatz lohnt sich nicht nur bei RAM-Übertaktung: Er funktioniert ebenso, um zu prüfen, ob ein Treiber-Update die erkannte GPU-Taktrate verändert hat, oder um nach einem Mainboard-Tausch systematisch festzustellen, was sich am System tatsächlich geändert hat. Wiederholen Sie den Export idealerweise nach jedem relevanten Eingriff und archivieren Sie die Textdateien in einem eigenen Ordner, damit Sie bei Problemen Monate später noch den genauen Ausgangszustand nachvollziehen können.
Die häufigsten Stolperfallen beim Einsatz von CPU-Z
Die meisten Probleme mit CPU-Z entstehen nicht durch die Software selbst, sondern durch falsche Erwartungen oder unsichere Download-Quellen. Diese Punkte tauchen in Foren und Support-Anfragen besonders häufig auf, viele davon lassen sich mit etwas Hintergrundwissen in wenigen Minuten selbst klären, ohne den CPUID-Support kontaktieren zu müssen.
- Download von Drittanbieter-Portalen: Sammelportale bündeln CPU-Z oft mit zusätzlicher, ungewollter Software oder veralteten, ungeprüften Versionen. Laden Sie ausschließlich von cpuid.com.
- Validator-Ergebnis mit Leistungstest verwechseln: Der Validator bestätigt nur die Hardware-Erkennung, nicht die Stabilität oder Geschwindigkeit unter Dauerlast.
- SPD-Werte mit aktiven Timings verwechseln: Der SPD-Tab zeigt gespeicherte Werksprofile, nicht zwingend das, was aktuell im Memory-Tab aktiv läuft.
- Test im Akkubetrieb oder Energiesparmodus: Laptops drosseln den Takt bei Akkubetrieb oft deutlich, wodurch Messwerte verzerrt und nicht mit Netzbetrieb vergleichbar sind.
- Bench-Werte zwischen verschiedenen CPU-Z-Versionen vergleichen: Da CPUID den Bench-Algorithmus gelegentlich anpasst, sind Werte nur innerhalb derselben Version aussagekräftig.
- Portable Version in einem geschützten Systemordner ausführen: Fehlende Schreibrechte verhindern dort oft den Report-Export, auch wenn die Anzeige selbst funktioniert.
- Automatisierte Exporte ohne Zeitstempel überschreiben lassen: Ohne das Datum im Dateinamen, wie im Batch-Skript aus Schritt 11 gezeigt, überschreibt jeder neue Lauf den vorherigen Report unwiederbringlich.
Keiner dieser Punkte ist für sich genommen schwerwiegend, in Kombination führen sie aber regelmäßig zu Support-Anfragen, die sich mit diesem Hintergrundwissen von vornherein vermeiden lassen. Drucken Sie sich die Liste bei Bedarf aus oder legen Sie sie als Notiz neben Ihren Arbeitsplatz, bis die Routine sitzt.
Troubleshooting: Diese CPU-Z-Probleme lösen Sie so
Die folgende Übersicht deckt die Probleme ab, die in Support-Foren und bei CPUID selbst am häufigsten gemeldet werden, von Fehlanzeigen bis zu blockierten Downloads. Gehen Sie die Tabelle von oben nach unten durch, bevor Sie eine Neuinstallation versuchen, denn in den meisten Fällen liegt die Ursache nicht am Programm, sondern an Energieeinstellungen, Rechten oder der Netzwerkumgebung.
| Problem | Mögliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| CPU-Z zeigt einen viel niedrigeren Takt als beworben | Energiesparplan aktiv, CPU im Leerlauf, Boost nicht ausgelöst | Volllast erzeugen, Energieplan auf Höchstleistung stellen, Wert erneut prüfen |
| “Dieses Programm wurde durch SmartScreen blockiert” | Download nicht von cpuid.com oder Signatur fehlt beziehungsweise ist ungültig | Nur die offizielle Quelle nutzen, Signatur per PowerShell prüfen, bei Zweifel löschen |
| Validator-Upload schlägt mit Serverfehler fehl | Firewall oder Proxy blockiert die Verbindung, Server kurzfristig überlastet | Ergebnis lokal als CVF speichern, später erneut senden |
| SPD-Tab bleibt leer | OEM-Board verweigert direkten SPD-Zugriff, fehlende Administratorrechte | CPU-Z als Administrator starten, aktuelle Chipsatztreiber installieren |
| Mainboard-Tab zeigt “Unknown” | Chipsatz wird von der installierten CPU-Z-Version noch nicht erkannt | Auf Version 3.01 aktualisieren |
| Grafikkarte wird nicht oder falsch erkannt | Hybrid-Grafik bei Laptops schaltet die dedizierte GPU im Leerlauf ab | GPU-Z zusätzlich öffnen, dedizierte GPU über Energieeinstellungen aktiv erzwingen |
| CPU-Z-Bench-Wert wirkt unglaubwürdig niedrig | Hintergrundlast durch andere Programme, Thermal Throttling bei schwacher Kühlung | Andere Programme schließen, Temperatur parallel mit HWMonitor beobachten |
| ARM64-Build startet auf dem System nicht | Falsches Architektur-Paket geladen, etwa x64 statt ARM64 | Passenden Build direkt von cpuid.com/downloads herunterladen |
| Report lässt sich nicht speichern oder exportieren | Fehlende Schreibrechte im Zielordner, etwa in geschützten Systempfaden | Zielordner wechseln, zum Beispiel in den Dokumente-Ordner |
Bleibt ein Problem nach diesen Schritten weiterhin bestehen, lohnt sich ein Blick in das offizielle CPUID-Forum, in dem Entwickler und erfahrene Nutzer auch seltene Hardware-Kombinationen diskutieren, für die CPU-Z noch keine vollständige Unterstützung bietet. Gerade bei brandneuen CPU- oder Chipsatz-Generationen braucht die Erkennung manchmal ein, zwei Versionsupdates, bis alle Felder korrekt befüllt werden.
Sicherheits-Exkurs: Der CPUID-Zwischenfall im April 2026
Zwischen dem 9. April 2026, etwa 15:00 UTC, und dem 10. April 2026, rund 10:00 UTC, kompromittierten unbekannte Angreifer einen sekundären Teil der CPUID-Website. In diesem Zeitfenster von rund sechs Stunden ersetzte die Seite zeitweise reguläre Download-Links von CPU-Z und HWMonitor durch Links zu bösartigen Dateien. Das berichteten mehrere Sicherheitsmedien übereinstimmend, darunter Security Affairs unter Berufung auf den Sicherheitsjournalisten Pierluigi Paganini sowie eine Zusammenfassung bei The Hacker News.
Die Schadsoftware hinter den gefälschten Links trug den Namen STX RAT, ein Remote-Access-Trojaner mit Datendiebstahl-Funktionen. Die technische Masche: Die Pakete enthielten eine legitime, signierte Datei zusammen mit einer bösartigen Bibliothek namens CRYPTBASE.dll. Startete das Opfer die signierte Datei, lud diese automatisch die manipulierte DLL mit, eine Technik, die als DLL-Sideloading bekannt ist. Betroffen waren laut den verfügbaren Berichten gefälschte Pakete, die sich als CPU-Z 2.19, HWMonitor Pro 1.57 und PerfMonitor 2.04 ausgaben. Das Sicherheitsunternehmen Kaspersky zählte nach eigenen Angaben mehr als 150 Downloads der infizierten Datei.
CPUID selbst erklärte nach dem Vorfall, dass die eigentlichen, signierten Originaldateien zu keinem Zeitpunkt verändert worden seien. Betroffen war demnach ausschließlich die Verlinkung auf der Webseite, nicht die Software selbst. Diese Unterscheidung ist wichtig: Es handelte sich um einen Angriff auf die Lieferkette über die Website, nicht um eine Sicherheitslücke im CPU-Z-Programmcode. Eine eigenständige CVE-Nummer für eine Schwachstelle in CPU-Z selbst ist in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert.
Für Sie als Nutzer bedeutet das konkret: Die in Schritt 1 und 2 beschriebene Hash- und Signaturprüfung ist keine übertriebene Vorsichtsmaßnahme, sondern genau der Mechanismus, der einen Vorfall wie diesen für Sie persönlich wirkungslos gemacht hätte. Eine Datei mit falschem Hash oder ungültiger Signatur wäre bei dieser Prüfung sofort aufgefallen, selbst während des sechsstündigen Zeitfensters im April.
Checkliste: So reagieren Sie, falls Sie im fraglichen Zeitraum heruntergeladen haben
- Prüfen Sie per
Get-FileHash, ob Ihre installierte Datei zum offiziellen, aktuellen Hash von cpuid.com passt. - Kontrollieren Sie mit
Get-AuthenticodeSignature, ob die Signatur gültig ist und tatsächlich auf CPUID ausgestellt wurde. - Durchsuchen Sie den Installationsordner nach einer unbekannten Datei namens CRYPTBASE.dll, dem bei diesem Vorfall genutzten Schadcode-Baustein.
- Lassen Sie im Zweifel einen vollständigen Virenscanner-Lauf über das System laufen, bevor Sie sensible Zugangsdaten erneut eingeben.
- Deinstallieren Sie veraltete CPU-Z-Versionen unter 3.01 und installieren Sie die aktuelle, geprüfte Version neu.
Fortgeschrittene Tipps für Enthusiasten und IT-Profis
Wer CPU-Z regelmäßig einsetzt, kann über die Basisfunktionen hinaus noch einiges herausholen. Die folgenden Tipps stammen aus dem praktischen Einsatz bei Hardware-Reviews und im IT-Support.
- Portable Version auf dem USB-Stick mitführen: Für den IT-Support bei Kunden vor Ort spart eine vorab geprüfte, portable CPU-Z-Version Zeit, weil keine Installation nötig ist.
- Kombination mit HWMonitor für Langzeit-Logging: CPU-Z liefert die Momentaufnahme, HWMonitor protokolliert Temperaturen und Spannungen über Stunden, etwa während eines Stabilitätstests.
- ARM64-Build für neue Windows-on-Arm-Geräte nutzen: Besitzer von Snapdragon-Laptops oder der neuen RTX-Spark-Plattform brauchen den separaten ARM64-Build, nicht die x64-Version.
- Validator-Historie als Verkaufsnachweis nutzen: Ein aktueller Validierungslink dokumentiert beim Verkauf gebrauchter Hardware objektiv, welche Komponenten tatsächlich verbaut waren.
- Hash-Prüfung bei jedem Update wiederholen: Nicht nur beim Erstdownload, sondern bei jeder neuen CPU-Z-Version erneut Hash und Signatur kontrollieren, denn ein einmal geprüftes Verfahren schützt nicht automatisch vor künftigen Vorfällen.
- Mehrere CPU-Z-Fenster für Vergleichssysteme offenhalten: Bei einem Systemumzug oder Hardware-Tausch hilft es, CPU-Z auf altem und neuem Gerät parallel laufen zu lassen, um Felder direkt nebeneinander abzulesen, statt zwischen zwei Rechnern hin- und herzuwechseln.
CPU-Z im Unternehmenseinsatz: Asset-Management und Dokumentation
Über den privaten Gebrauch hinaus setzen auch kleine und mittlere IT-Abteilungen in Österreich CPU-Z gezielt ein, meist dort, wo ein vollwertiges Asset-Management-System zu teuer oder zu aufwendig wäre. Die in Schritt 11 beschriebenen Kommandozeilen-Schalter erlauben es, auf mehreren Rechnern automatisiert Hardware-Reports zu erzeugen, etwa über ein einfaches Anmeldeskript, das beim Start jeder Arbeitsstation ausgeführt wird.
Seit österreichische Unternehmen im Zuge der NIS2-Umsetzung ihre IT-Systeme zunehmend lückenlos dokumentieren müssen, gewinnt diese einfache Inventarisierung an Bedeutung. CPU-Z ersetzt dabei kein dediziertes Asset-Management-Tool und auch keine zentrale Configuration-Management-Database, liefert aber in Minuten einen überprüfbaren, textbasierten Nachweis, welche CPU, welches Mainboard und welche Firmware-Version auf einem konkreten Gerät zu einem bestimmten Zeitpunkt lief. Für Audits oder interne Nachweise reicht das oft als schnelle Ergänzung zu einer bestehenden Dokumentation völlig aus, besonders in kleineren Betrieben ohne eigene Asset-Management-Software.
Ein zusätzlicher Vorteil für Administratoren: Da die exportierten Textdateien reine, unformatierte Zeichenketten sind, lassen sie sich problemlos in bestehende Skript- oder Ticketing-Workflows einbinden, etwa indem ein Support-Ticket automatisch den aktuellen CPU-Z-Report als Anhang erhält, sobald ein Nutzer ein Hardware-Problem meldet. So liegt dem IT-Team sofort eine objektive Bestandsaufnahme vor, statt erst Rückfragen stellen zu müssen, welche Komponenten überhaupt verbaut sind.
CPU-Z im Vergleich zu Alternativen
CPU-Z ist nicht das einzige Tool seiner Art. Je nach Anwendungsfall lohnt sich ein Blick auf ergänzende oder alternative Programme. Die Wahl hängt vor allem davon ab, ob Sie einen schnellen Überblick, eine dauerhafte Überwachung oder ein vollständiges System-Audit benötigen.
| Tool | Hersteller | Schwerpunkt | Preis |
|---|---|---|---|
| CPU-Z | CPUID | CPU-, Board- und RAM-Identifikation, Online-Validator | Kostenlos |
| GPU-Z | TechPowerUp | Grafikkarten-Identifikation und -Sensoren | Kostenlos |
| HWMonitor | CPUID | Temperatur- und Spannungs-Logging über Zeit | Kostenlos, Pro-Version kostenpflichtig |
| HWiNFO64 | Martin Malík | Sehr detaillierte Sensordaten für alle Komponenten | Kostenlos, Spenden möglich |
| AIDA64 | FinalWire | Vollständiges System-Audit inklusive Stabilitätstest | Kostenpflichtige Lizenz |
| Speccy | Piriform / CCleaner | Einfache, einsteigerfreundliche Systemübersicht | Kostenlose und kostenpflichtige Pro-Version |
In der Praxis schließen sich diese Tools nicht aus. Viele erfahrene Nutzer installieren CPU-Z, GPU-Z und HWMonitor gemeinsam, weil jedes Programm einen eigenen Blickwinkel auf dieselbe Hardware liefert und sich die drei kleinen, kostenlosen Tools in Summe kaum gegenseitig behindern.
Damit sind Sie vom sicheren Download bis zum automatisierten Report komplett durch den Workflow gegangen: Herkunft prüfen, Hash und Signatur kontrollieren, Hardware auslesen, Ergebnis validieren oder lokal exportieren und bei Bedarf per Skript wiederholen. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt aus einem einzigen kleinen Gratis-Tool einen verlässlichen, dokumentierbaren Blick auf die eigene Hardware, ganz ohne die Risiken, die im April 2026 kurzzeitig aufgetaucht sind.
Häufig gestellte Fragen
Ist CPU-Z kostenlos?
Ja, CPU-Z steht für den privaten und beruflichen Einsatz kostenlos als Installer und als portable Version zum Download bereit.
Ist CPU-Z sicher oder handelt es sich um einen Virus?
Das Programm selbst ist sicher, wenn es direkt von cpuid.com stammt und Hash sowie Signatur stimmen. Im April 2026 nutzten Angreifer kurzzeitig gefälschte Download-Links auf der CPUID-Website, nicht eine Schwachstelle in CPU-Z selbst. Eine Hash- und Signaturprüfung vor dem ersten Start schützt zuverlässig vor solchen Fälschungen, auch wenn ein ähnlicher Vorfall erneut auftreten sollte.
Was ist der Unterschied zwischen CPU-Z und GPU-Z?
CPU-Z stammt von CPUID und konzentriert sich auf Prozessor, Mainboard und Speicher. GPU-Z stammt von TechPowerUp und liefert deutlich tiefere Informationen speziell zur Grafikkarte. Beide Tools ergänzen sich und werden häufig gemeinsam genutzt.
Was bedeutet der CPU-Z Validator?
Der CPU-Z Validator V3 ist eine Online-Datenbank von CPUID, die eine Momentaufnahme Ihrer erkannten Hardware öffentlich über einen Link nachweisbar macht. Er bestätigt die Hardware-Erkennung, nicht die Leistung oder Stabilität des Systems.
Funktioniert CPU-Z unter Windows 11 und auf ARM64-Geräten?
Ja. CPU-Z 3.01 unterstützt Windows 10 und Windows 11 in den gängigen x86- und x64-Varianten sowie einen eigenen ARM64-Build für Windows-on-Arm-Geräte, etwa Laptops mit Snapdragon-Prozessoren oder die neue RTX-Spark-Plattform.
Wie vergleiche ich meine CPU-Z-Bench-Ergebnisse fair mit anderen?
Nutzen Sie dafür ausschließlich dieselbe CPU-Z-Version, denn CPUID passt den Bench-Algorithmus von Zeit zu Zeit an. Innerhalb derselben Version zeigt CPU-Z zusätzlich automatisch Referenzwerte bekannter Prozessoren zum direkten Vergleich an.
Warum zeigt CPU-Z einen niedrigeren Takt an als auf der Verpackung des Prozessors angegeben?
Moderne CPUs takten im Leerlauf bewusst herunter, um Strom zu sparen, und erreichen ihren beworbenen Boost-Takt nur unter Last. Beobachten Sie den Core-Speed-Wert während einer aktiven Belastung, um den realen Spitzentakt zu sehen.
Kann ich CPU-Z auf dem Mac oder unter Linux nutzen?
CPU-Z selbst ist eine Windows-Anwendung. Unter macOS und Linux greifen Nutzer stattdessen üblicherweise zu Bordmitteln wie der Systeminformationen-App beziehungsweise zu Linux-Tools wie lscpu und dmidecode, die ähnliche Hardware-Daten liefern.
Was ist der Unterschied zwischen der portablen und der installierten Version?
Beide zeigen identische Hardware-Daten, die portable ZIP-Version hinterlässt aber keine Einträge in der Windows-Registrierung und lässt sich direkt von einem USB-Stick ausführen. Für den IT-Support vor Ort oder einen einmaligen Check ist das meist die praktischere Wahl, für den dauerhaften Einsatz mit automatischen Updates eignet sich der reguläre Installer besser.
